DE52591C - Verfahren zur Erzielung walkfarbiger Hatfilze von Pelzhaaren durch Anwendung von Farbbeizen - Google Patents

Verfahren zur Erzielung walkfarbiger Hatfilze von Pelzhaaren durch Anwendung von Farbbeizen

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DE52591C
DE52591C DENDAT52591D DE52591DA DE52591C DE 52591 C DE52591 C DE 52591C DE NDAT52591 D DENDAT52591 D DE NDAT52591D DE 52591D A DE52591D A DE 52591DA DE 52591 C DE52591 C DE 52591C
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Germany
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color stains
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Application number
DENDAT52591D
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van HEES & Co. in München, Sandstr. 32
Publication of DE52591C publication Critical patent/DE52591C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/08Hat-finishing, e.g. polishing, ironing, smoothing, brushing, impregnating, stiffening, decorating
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H17/00Felting apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Walkfarben erzielt man bei der Hutfabrikation bisher nur aus solchen Farben, die ohne Farbbeize während des Walkens vom Filz aus dem Walkwasser angenommen werden. Die Zahl dieser Farben ist gering und die Farben sind nicht haltbar.
Das vorliegende neue Verfahren, haltbare Walkfarben zu erzielen, besteht darin, dafs die ungewalkten oder angewalkten Hutfache in geprefstem Zustande der Einwirkung von Beizflotten in der Weise ausgesetzt werden, dafs man dieselben die Hutfache durchströmen läfst. Die Hauptsache ist, dafs die Fache festliegen, sich nicht reiben und nicht zusammenschrumpfen können. Dadurch, dafs die Haare während der Behandlung mit der Beize festliegen, bleiben die Fache offen und behalten die Fähigkeit, die Farbstoffe schnell aufnehmen und gewalkt werden zu können, Eigenschaften, die bei Behandlung im offenen Kessel gröfstentheils verloren gehen. Zum Beizen der Hutfache kann irgend eines der bekannten mechanischen Färbeverfahren, wie solche zum Färben von Kammzug oder losen Textilfasern gebräuchlich sind, benutzt werden. Ganz besonders aber ist der in der Zeichnung dargestellte Apparat hierfür geeignet. Derselbe besteht aus drei in einander stehenden Cylindern ABC. Die beiden 'äufseren Cylinder sind an den Enden geschlossen. Der innere Cylinder C ist an beiden Enden offen, hat aber in der Mitte einen Verschlufs, wodurch er in zwei Abtheilungen getheilt wird. Sowohl die Wandung des Cylinders C sowie die von B sind durchlöchert. In den Hohlraum zwischen C und B werden die zu beizenden Fache hineingeprefst und von den perforirten Deckeln E und F so fest zusammengehalten, dafs eine Verschiebung unmöglich ist. Der Deckel F ist mit einer Sperrvorrichtung versehen, welche ein Zusammenpressen der Fache gestattet, aber nicht zuläfst, dafs sich dieselben wieder ausdehnen. In den Apparat wird durch eine Pumpe die Beizflotte, mit welcher die Fache behandelt werden sollen, hineingeprefst, und durch die an dem Apparat angebrachten Hähne wird dieselbe gezwungen, die Fache in verschiedenen Richtungen zu durchdringen. Drückt man die Flotte durch Oeffnen des Hahnes 2 in den Hohlraum zwischen A und B, öffnet ebenfalls die Hähne 4 und 6, während alle übrigen geschlossen bleiben, so fliefst dieselbe durch die Fache zum innersten Cylinder und durch die Hähne 4 und 6 an beiden Seiten ab. Oeffhet man nur die Hähne 1 und 4, so fliefst die Flotte in der Achsenrichtung der Cylinder durch den Inhalt; denn der im Innern von C angebrachte Verschlufs gestattet ein directes Durchfliefsen nicht. Auf diese Weise kann durch verschiedene Stellung der Hähne bewirkt werden, dafs die Flotte die Fache in vielen verschiedenen Richtungen durchfiiefst und gleichmäfsig beizt. Der nun durch Druck erzeugte energische Strom gestattet es, das Beizen mit kochender Flotte auf die Hälfte der sonst erforderlichen Zeit, nämlich auf etwa 3/4 Stunden, zu ermäfsigen. Die mit der angewendeten Beize, z. B. Chromkali und Weinstein, Verbindung eingehenden Farbstoffe werden nun von den gut gespülten Fachen sofort angenommen. Bei kleinen Quantitäten kann aus dem mit Farbstoff beschickten Walkwasser ge-
walkt werden'. Bei gröfseren Quantitäten ist es schwierig, sämmtliche Filze gleich im Farbton zu erhalten, weshalb wie folgt verfahren wird:
Die gebeizten Fache werden, nachdem man die ganz leichten etwas in der Platte angewalkt hat, was auch vor dem Beizen geschehen kann, in kochender Farbflotte io Minuten bei helleren und mittleren Farben, 15 Minuten bei dunklen Farben hantirt. Da die Fache im offenen Kessel stark zusammenschrumpfen, wodurch die Festigkeit und Glätte des daraus zu walkenden Hutfilzes sehr beeinträchtigt wird, ist es wichtig, die Zeit des Aufziehens der Farbe so weit, wie es nur möglich ist, abzukürzen. Zu dem Zweck werden die Farbflotten verhältnifsmäfsig stark angesetzt und die Fache, nachdem sie 5 bezw. 8 Minuten auf der einen Seite der Flotte zugewendet waren, umgewendet und 5 bezw. 7 Minuten der Flotte wieder ausgesetzt. Die Fixirung der Farbe wird, soweit es nicht durch das Kochen geschehen ist, durch das Walken der Fache aus dem angesäuerten (Weinstein, Essig) Walkwasser vollendet.
Die gebeizten Fache können, nachdem sie gespült und getrocknet sind, in dunklen Räumen aufbewahrt und nach Bedarf gefärbt werden.

Claims (1)

  1. P ATE NT-AN SP RUCH.
    Ein Verfahren, walkfarbige Hutfilze in der Weise herzustellen, dafs die ungewalkten oder nur schwach .angewalkten Hutfache zuerst in geprefstem Zustande den Wirkungen von durchgeprefster oder durchgesaugter Beizflotte ausgesetzt werden, die sie, ohne ihre Structur zu verändern, befähigt, Farbstoffe aufzunehmen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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