DE395565C - Batikverfahren - Google Patents
BatikverfahrenInfo
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Classifications
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Description
- Batikverfahren. Unter Batik oder gebatikter Ware versteht man gemusterte Stoffe, die hauptsächlich. auf Java erzeugt und in der Weise hergestellt werden, daß die Zeichnung auf die geölte oder ungeölte Ware mit einem geschmolzenen Wachsgemisch aufgetragen wird und dann die durch das Wachs nicht bedeckten, also nicht reservierten Stellen ausgefärbt werden Darauf wird das Wachs durch kochendes Wasser heruntergelöst.
- Diese Arbeitsweise ergibt nun notwendig die Forderungen, daß die Farbstoffe in kaltem Bade oder wenigstens bei einer unter dem Schmelzpunkt des Wachsgemisches liegenden Temperatur aufgefärbt werden, daß das Färbebad nicht stark alkalisch ist, weil sonst das in dem Wachsgemisch stets vorhandene Harz angegriffen wird und dadurch die Konturen der Zeichnung verwischt werden, daß die Farbstoffe aber so echt fixiert werden müssen, daß sie beim Abkochen des Wachses die reservierten Stellen nicht anschmutzen.
- Diesen Bedingungen genügen bisher sehr wenige Farbstoffe, praktisch genommen eigentlich nur Indigo, Alizarin und einige Naturfarbstoffe. In der Auswahl der Töne war man somit ziemlich beschränkt.
- Das Färben in kaltem oder nur wenig erwärmtem Bad erfordert viel Zeit und viele Operationen, überdies werden die Farbstoffe nicht völlig ausgenutzt, da eine Erschöpfung des kalten Bades praktisch nicht möglich ist.
- Es wurde nun die bemerkenswerte Beobachtung gemacht, daß der ganze Färbevorgang wesentlich gekürzt und produktiver gestaltet und die Beschränkung der Farbstoffauswahl völlig behoben wird, wenn man die gebatikte Ware mit Chromchlorid beizt, das Wachs hierauf vor dem Färben durch Abkochen mit Wasser oder auf eine andere Weise entfernt und dann mit geeigneten Beizenfarbstoffen im kochenden Bade ausfärbt.
- Dieses Verfahren besitzt. noch die weiteren Vorzüge, daß der Farbton während des Färbens nuanciert und die Nuance somit genau auf Muster gebracht werden kann, nach dem Beizen Vorsicht bei der Behandlung der gewachsten Ware nicht mehr erforderlich ist und das Färben in i bis 2 Stunden beendet sein kann, während bei den bisherigen Methoden zur Herstellung wirklicher Javabatiken Tage, selbst Wochen erforderlich waren.
- Die bisher bekannt gewordenen Batikfärbeverfahren, wie sie z. B. im Lauber, Band 2, oder Indigorein B, A. S. F. beschrieben sind, verwenden im Gegensatz zu dem obigen neuen Verfahren als Beize ausschließlich Tonerde und Eisenbeize oder soweit Chromchlorid als Beize für Gewebe in diesen Publikationen überhaupt Erwähnung findet, dieses in der Weise, daß das Chromoxyd aus basischem Chlorid durch Öl auf Garn oder Gewebe befestigt wird.
- Beispiel. Die mit Wachsgemisch oder auf andere Weise reservierte Ware wird in eine Lösung von Chromchlorid einige Stunden eingelegt und dann eine Zeitlang, z. B. über Nacht, verhängt. Der Überschuß an unfixierter Beize wird dann durch Spülen oder Kreiden und Spülen oder auf andere Weise entfernt und darauf ,das Wachs abgekocht oder mit einem Lösungsmittel heruntergelöst.
- Man geht darauf in ein Färbebad, das z. B. mit 3 Prozent Alizarin R und z Prozent Essigsäure vom Gewicht der Ware bestellt ist (wie für den üblichen Chrombeize-Färbeartikel) bei mäßiger Temperatur ein, treibt zum Kochen und kocht ungefähr eine halbe Stunde scharf. Darauf wird gespült und evtl. geseift und getrocknet.
Claims (1)
- PA TEN T-ANSpRÜcH: Batikverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man die gebatikte Ware mit Chromchlorid beizt und nach Entfernung der Reserve mit beizenziehenden Farbstoffen im kochenden Bade ausfärbt.
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Country Status (1)
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1920
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