DE395565C - Batikverfahren - Google Patents

Batikverfahren

Info

Publication number
DE395565C
DE395565C DEF46754D DEF0046754D DE395565C DE 395565 C DE395565 C DE 395565C DE F46754 D DEF46754 D DE F46754D DE F0046754 D DEF0046754 D DE F0046754D DE 395565 C DE395565 C DE 395565C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wax
dyes
goods
batik
dyeing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF46754D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co filed Critical Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
Priority to DEF46754D priority Critical patent/DE395565C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE395565C publication Critical patent/DE395565C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Batikverfahren. Unter Batik oder gebatikter Ware versteht man gemusterte Stoffe, die hauptsächlich. auf Java erzeugt und in der Weise hergestellt werden, daß die Zeichnung auf die geölte oder ungeölte Ware mit einem geschmolzenen Wachsgemisch aufgetragen wird und dann die durch das Wachs nicht bedeckten, also nicht reservierten Stellen ausgefärbt werden Darauf wird das Wachs durch kochendes Wasser heruntergelöst.
  • Diese Arbeitsweise ergibt nun notwendig die Forderungen, daß die Farbstoffe in kaltem Bade oder wenigstens bei einer unter dem Schmelzpunkt des Wachsgemisches liegenden Temperatur aufgefärbt werden, daß das Färbebad nicht stark alkalisch ist, weil sonst das in dem Wachsgemisch stets vorhandene Harz angegriffen wird und dadurch die Konturen der Zeichnung verwischt werden, daß die Farbstoffe aber so echt fixiert werden müssen, daß sie beim Abkochen des Wachses die reservierten Stellen nicht anschmutzen.
  • Diesen Bedingungen genügen bisher sehr wenige Farbstoffe, praktisch genommen eigentlich nur Indigo, Alizarin und einige Naturfarbstoffe. In der Auswahl der Töne war man somit ziemlich beschränkt.
  • Das Färben in kaltem oder nur wenig erwärmtem Bad erfordert viel Zeit und viele Operationen, überdies werden die Farbstoffe nicht völlig ausgenutzt, da eine Erschöpfung des kalten Bades praktisch nicht möglich ist.
  • Es wurde nun die bemerkenswerte Beobachtung gemacht, daß der ganze Färbevorgang wesentlich gekürzt und produktiver gestaltet und die Beschränkung der Farbstoffauswahl völlig behoben wird, wenn man die gebatikte Ware mit Chromchlorid beizt, das Wachs hierauf vor dem Färben durch Abkochen mit Wasser oder auf eine andere Weise entfernt und dann mit geeigneten Beizenfarbstoffen im kochenden Bade ausfärbt.
  • Dieses Verfahren besitzt. noch die weiteren Vorzüge, daß der Farbton während des Färbens nuanciert und die Nuance somit genau auf Muster gebracht werden kann, nach dem Beizen Vorsicht bei der Behandlung der gewachsten Ware nicht mehr erforderlich ist und das Färben in i bis 2 Stunden beendet sein kann, während bei den bisherigen Methoden zur Herstellung wirklicher Javabatiken Tage, selbst Wochen erforderlich waren.
  • Die bisher bekannt gewordenen Batikfärbeverfahren, wie sie z. B. im Lauber, Band 2, oder Indigorein B, A. S. F. beschrieben sind, verwenden im Gegensatz zu dem obigen neuen Verfahren als Beize ausschließlich Tonerde und Eisenbeize oder soweit Chromchlorid als Beize für Gewebe in diesen Publikationen überhaupt Erwähnung findet, dieses in der Weise, daß das Chromoxyd aus basischem Chlorid durch Öl auf Garn oder Gewebe befestigt wird.
  • Beispiel. Die mit Wachsgemisch oder auf andere Weise reservierte Ware wird in eine Lösung von Chromchlorid einige Stunden eingelegt und dann eine Zeitlang, z. B. über Nacht, verhängt. Der Überschuß an unfixierter Beize wird dann durch Spülen oder Kreiden und Spülen oder auf andere Weise entfernt und darauf ,das Wachs abgekocht oder mit einem Lösungsmittel heruntergelöst.
  • Man geht darauf in ein Färbebad, das z. B. mit 3 Prozent Alizarin R und z Prozent Essigsäure vom Gewicht der Ware bestellt ist (wie für den üblichen Chrombeize-Färbeartikel) bei mäßiger Temperatur ein, treibt zum Kochen und kocht ungefähr eine halbe Stunde scharf. Darauf wird gespült und evtl. geseift und getrocknet.

Claims (1)

  1. PA TEN T-ANSpRÜcH: Batikverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man die gebatikte Ware mit Chromchlorid beizt und nach Entfernung der Reserve mit beizenziehenden Farbstoffen im kochenden Bade ausfärbt.
DEF46754D 1920-05-06 1920-05-06 Batikverfahren Expired DE395565C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF46754D DE395565C (de) 1920-05-06 1920-05-06 Batikverfahren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF46754D DE395565C (de) 1920-05-06 1920-05-06 Batikverfahren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE395565C true DE395565C (de) 1924-05-20

Family

ID=7101219

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF46754D Expired DE395565C (de) 1920-05-06 1920-05-06 Batikverfahren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE395565C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE395565C (de) Batikverfahren
DE933622C (de) Verfahren zum Faerben von textilen Gebilden aus Polyamiden oder Polyurethanen
DE410166C (de) Batikverfahren
DE530394C (de) Verfahren zur Erzeugung von mehrfarbigen Effekten in zwei oder drei abweichenden Farben auf wollenen oder halbwollenen Geweben, die gebeizte und ungebeizte Wollfaeden enthalten, durch Faerben im Stueck
DE539468C (de) Verfahren zum Faerben glatter oder mit Reserven bedruckter Gewebe aus tierischen Fasern mit Leukoestersalzen von Kuepenfarbstoffen in alkalischem Bade
DE568003C (de) Verfahren zum Faerben und Drucken mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen
DE420017C (de) Verfahren zum Faerben von Celluloseestern
DE459975C (de) Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen im Druck
AT146173B (de) Verfahren zum Färben Textilien.
DE355533C (de) Verfahren zum Faerben von Celluloseacetaten
US1292453A (en) Process of dyeing.
AT112970B (de) Verfahren zum Durchfärben schwer durchfärbbarer Waren mit Küpenfarbstoffen.
DE1610980C3 (de)
US1486353A (en) George j
DE737450C (de) Verfahren zur Verbesserung von Faerbungen mit Chromierungsfarbstoffen auf tierischen Fasern
DE550930C (de) Verfahren zur Herstellung echter Toene auf der tierischen Faser
DE534466C (de) Verfahren zum Faerben und Bedrucken von Mischgeweben aus Celluloseestern und Baumwolle mit Gallocyaninen
DE427953C (de) Verfahren zum Faerben von tierischen Fasern in mehreren Farben
DE84974C (de)
DE422466C (de) Verfahren zur Erzeugung echter Faerbungen auf der Faser
DE496531C (de) Verfahren zum Faerben und Drucken mit Kuepen- und Schwefelfarbstoffen
DE570582C (de) Verfahren zur Entwicklung von wasserloeslichen esterartigen Abkoemmlingen von Kuepenfarbstoffen auf tierischer Faser
DE453939C (de) Verfahren zur Herstellung von reibechten Faerbungen auf tierischer Faser
DE420634C (de) Verfahren zur Erzeugung von Mischtoenen auf der pflanzlichen Faser
DE467635C (de) Verfahren zur Erzeugung echter Faerbungen und Drucke