DE146404C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F1/00—Treatment of water, waste water, or sewage
- C02F1/68—Treatment of water, waste water, or sewage by addition of specified substances, e.g. trace elements, for ameliorating potable water
- C02F1/685—Devices for dosing the additives
- C02F1/686—Devices for dosing liquid additives
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Description
VWL· %ύΜϊΛ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf derartige Meß- bezw. Mischvorrichtungen,
bei denen einer bestimmten Menge Wasser (oder sonstiger Flüssigkeit) ein anderer
flüssiger Stoff (Chemikalien oder dergl.) in kleiner, gleichfalls bestimmter Menge selbsttätig
zugesetzt werden soll. Solche Einrichtungen werden bekanntlich bei Anlagen zur Reinigung von Kesselspeisewasser benutzt.
ίο In der Zeichnung stellt α ein Gefäß dar,
in dem sich die Zusatzflüssigkeit (z. B. Kalkmilch) befindet, b ein Meßgefäß für Wasser.
Auf jede Füllung dieses Meßgefäßes, die bei c abfließt, soll eine kleine Menge Kalkmilch
aus dem Gefäß α austreten.
Das kann auf sehr verschiedene Weise erreicht werden. Im vorliegenden Falle ist
aus später noch zu erläuternden Gründen ein Schwimmer g benutzt, der, wenn er nach
Entleerung des Gefäßes b in seiner tiefsten Stellung ankommt, etwa mit Hilfe der Gestänge
d und der Schleife e den Hahn oder das Ventil c des Gefäßes b schließt, den
Hahn f des Wasserzulaufes öffnet und durch Bewegung des Hahnes oder Ventils I aus
dem Gefäß α eine geringe Menge seines Inhalts austreten läßt.
Kommt der Schwimmer in seine höchste Lage, so öffnet er den Abfluß c und schließt
den Zufluß /.
Damit die im Gefäß α enthaltenen Stoffe sich nicht absetzen, was z. B. bei Kalkmilch
sehr leicht der Fall ist, befindet sich in diesem Gefäß ein mit dem Arm des Schwimmers g
verbundener, um dessen Achse h schwingender Rührer i, der infolge der Bewegung des
Schwimmers ständig den Boden des Gefäßes a bestreicht und so den Bodensatz aufrührt.
Ähnliche Rührvorrichtungen sind schon bekannt geworden. Die vorliegende aber zeichnet
sich dadurch aus, daß durch Anwendung des Schwimmers sich die Kraft, . mit der der
Rührer bewegt wird, der Größe des Widerstandes, die er in dem Bodensatz vorfindet,
anpaßt. Wenn z. B. beim Herabgehen des Schwimmers der Widerstand, der sich im Gefäß α der Bewegung des Rührers entgegensetzt, wächst, so wird sich hierdurch
die Senkgeschwindigkeit des Schwimmers verringern. Da aber das Wasser aus dem Gefäß
b mit ungeänderter Geschwindigkeit abfließt, wird der Schwimmer aus dem Wasser
weiter heraustreten, dadurch an Gewicht zunehmen, da der hydraulische Auftrieb geringer
wird, und so den Widerstand des Rührers leichter überwinden. Beim Aufsteigen des Schwimmers bewirkt ein größerer
Widerstand des Rührers i ein langsameres Emporbewegen des Schwimmers g. Das
Wasser im Gefäß b steigt daher schneller als er, durch sein tieferes Eintauchen wird der
Auftrieb größer, und daher wächst auch hier die auf den Rührer i wirkende Kraft.
Die Art, wie die Aus- und Zuflußöffnungen von dem Schwimmer g aus bewegt werden,
kann beliebig sein; auch brauchen diese über-
haupt nicht vom Schwimmer selbst beeinflußt zu werden. Wesentlich ist nur, daß der Antrieb
des Rührers i durch den Schwimmer g erfolgt.
Die Fig. 2 zeigt als Beispiel eine andere Anordnung, bei der zwei Wassergefäße b
und b1 ab\vechselnd benutzt werden, indem
durch die Schwimmer gl und g2 anstatt des
Zulaufhahnes oder Ventils f aus Fig. 1 eine einfache und nützliche, ohne nennenswerte
Reibung und Dichtung arbeitende, trichterartige Zuflußvorrichtung k angetrieben wird,
die durch ihr Hin- und Herschwingen abwechselnd den einen und den anderen Behalter
b und bx füllt.
Bei einer solchen Anordnung von Doppelgefäßen, bei der die beiden Arme der Schwimmer
g und g1 ein starres Ganzes bilden, unterstützen sich die Wirkungen der beiden
Schwimmer gegenseitig, indem bei eintretender Verzögerung in ihrer Bewegung der eine
an Gewicht, der andere an Auftrieb zunimmt.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Vermischen von Flüssigkeiten mit Kalkmilch oder anderen
ähnlich gearteten Chemikalien, gekennzeichnet durch einen in dem Flüssigkeitsgefäß (b) angeordneten Schwimmer (g),
der durch seine Auf- und Abbewegung eine Rührvorrichtung (i) in dem zur Aufnähme
des Zusatzes (z. B. Kalkmilch) dienenden Gefäß in Betrieb setzt.
2. Eine Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei abwechselnd
zu füllende Meßgefäße (bl b2)
und zwei entsprechende, starr miteinander verbundene Schwimmer angeordnet sind, die sich in ihrer Wirkung unterstützen.
3. Eine Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmer
(g) auch noch ein pendelndes Zuflußstück (k), das abwechselnd das eine und
das andere von zwei Meßgefäßen (bl b'2J
speist, in Bewegung setzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT18457D AT18457B (de) | 1902-06-20 | 1903-04-22 | Vorrichtung zum Abmessen und Vermischen von Flüssigkeiten mit Kalkmilch oder dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE146404C true DE146404C (de) |
Family
ID=413685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1902146404D Expired - Lifetime DE146404C (de) | 1902-06-20 | 1902-06-20 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE146404C (de) |
-
1902
- 1902-06-20 DE DE1902146404D patent/DE146404C/de not_active Expired - Lifetime
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