DE14481C - Neuerungen an Bienenkasten - Google Patents

Neuerungen an Bienenkasten

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Publication number
DE14481C
DE14481C DENDAT14481D DE14481DA DE14481C DE 14481 C DE14481 C DE 14481C DE NDAT14481 D DENDAT14481 D DE NDAT14481D DE 14481D A DE14481D A DE 14481DA DE 14481 C DE14481 C DE 14481C
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DE
Germany
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axis
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Application number
DENDAT14481D
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English (en)
Original Assignee
M. DORR in Neumarkt i. O. in Bayern
Publication of DE14481C publication Critical patent/DE14481C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K47/00Beehives

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Wing Frames And Configurations (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bis jetzt anerkannt besten Bienen-Wohnungen bestehen aus einem Kasten, dessen Vorderwand, Decke, Hinterwand und Boden fest mit einander verbunden sind; die beiden Seitenwände sind Thüren, durch welche man zu den Rähmchen gelangen kann. Ist es nun nöthig, die Rähmchen bezw. die angebauten Waben zu controliren oder ist sonst eine Veränderung oder Abhülfe vorzunehmen, so ist man gezwungen, alle davorliegenden zuerst zu entfernen, ehe man an jenes Rähmchen gelangen kann, welches einer Abhülfe bedarf. Dies ist eine zeitraubende und umständliche Arbeit, bei welcher man ein starkes Reizen der Bienen nicht umgehen kann. Solchen Uebelständen abzuhelfen, d. h. die Controle, sowie Vornahme von Veränderungen und Abhülfe von fehlerhaften Vorkommnissen zu erleichtern, ist nun der Zweck der vorliegenden Einrichtung an Bienenwohnungen, dargestellt in beiliegenden Zeichnungen.
Die geschlossene, der Hauptsache nach aus Holz bestehende Bienenwohnung mit Flugloch a zeigt Fig. i. In der Seitenansicht, Fig. 2, sieht man eine Thür b, durch welche man zu den zunächst liegenden Theilen der inneren Einrichtung gelangen kann; an der gegenüberliegenden Seite ist zu gleichem Zwecke eine eben solche Thür bx vorhanden.
Zum Verschlufs der Thür dient ein Haken d mit Haspe c.
Die Räume e und e% zwischen den Wänden/^- und h i können mit Stroh oder einem sonstigen passenden schlechten Wärmeleiter ausgefüttert werden. Der Deutlichkeit und der Einfachheit halber sind in den weiteren Zeichnungen, sowie auch in der unten folgenden Erklärung der Handhabung der Bienenwohnung die Wände sammt Fütterung, als schon weggenommen gedacht, denn auch in der Praxis sind diese Wände so angebracht, dafs sie leicht entfernt werden können, etwa durch Lösen von Schubriegeln, welche auf der Wand aufgeschraubt sind und deren Köpfe ihren Schlufs im Boden bezw. Decke haben. Den Grundrifs zeigt Fig. 5, in ihm sehen wir die Oemiung k; dieselbe dient zur Vereinigung zweier Völker durch Aufsetzen einer zweiten Wohnung, oder führt in einen ebenfalls noch aufzusetzenden Honigraum von bisher gebräuchlicher Art; ist kein solcher vorhanden und will man das erstere nicht bezwecken, so wird die Oeffnung, wie in Zeichnung dargestellt, durch einen Deckel verschlossen. Fig. 4 zeigt die Wohnung im Aufrifs, wenn die beiden Thüren, sowie die im Grundrifs, Fig. 7, sichtbaren Fenster / und I1 weggenommen sind.
Die Fenster liegen zunächst den Thüren innerhalb und passen mit ihrem Rahmen genau in die Wandungen der Bienenwohnung, ohne weiter befestigt zu sein.
Der Zweck der Fenster ist, einen Blick in das Innere zu gewinnen ohne Freilegung der in Fig. 7 gezeichneten Rähmchen. Die Anordnung der letzteren ist aus Fig. 4 und 7 ersichtlich; die Rähmchen sind einander gleich, so dafs eine Vertauschung möglich ist, je zwei liegen immer über einander und sind durch kleine Stahldrahtklemmen n, Fig. 4 und 9, an einander geprefst, nur am hinteren Ende ist ein kleiner Zwischenraum ο, welcher durch eine kleine Verschwächung der Rähmchenstücke er-
reicht und dessen Zweck weiter unten angegeben ist. Zwischen den Rähmchen und den Wänden befinden sich für die Bienen kleine Zwischenräume /, damit diese nicht, an den Wänden, anbauen; den gleichen Zweck haben die Räume g zwischen den Rähmchen; auch hier sollen die Bienen freien Durchgang, und zwar ihren Hauptdurchgang haben. Um diese Zwischenräume q alle gleich weit zu erhalten, werden Stifte r auf einer Seite der Rähmchen so eingeschlagen, dafs sie alle gleich lang hervorstehen und mit dem Kopfe am folgenden Rähmchen ahstofsen.
Jedes senkrecht über einander befindliche Rähmchenpaar liegt parallel zu den beiden nächsten Paaren.
Die Weite der Zwischenräume p und q ist nach bekannten gültigen Regeln angenommen, die Dimensionen cfer Rähmchen sind dieselben wie bei dem gebräuchlichsten sogenannten Dzierzon - Stock, so dafs sie auch, wenn wünschenswerth, in einen solchen übertragen werden können. Die Befestigung der Rähmchen in vorliegender Bienenwohnung ist in folgender Weise ausgeführt: Die Rähmchen sind in der Rückwand eingehängt, was dadurch bewerkstelligt ist, dafs an je einem Rähmchen in das Rähmchenstück, welches der Rückwand parallel und ihr zunächst liegt, an zwei Stellen s, Fig. 4, kleine Schlitze eingestemmt sind, und von der schmalen Seite des Rähmchenstückes je ein Stift durchgeschlagen ist, welcher sich in ein Drahtklöbchen der Rückwand einlegt.
Aufserdem liegen die Rähmchen noch mit einem oberen vorstehenden Rähmchenstück auf dem vorstehenden Theil der Rückwand auf, Fig. 4. Die Rückwand selbst besteht aus einzelnen Stäben und diese . wieder der Länge nach aus zwei Theilen t und ή, von denen jeder nach innen liegende Theil ή zwei über einander liegende Rähmchen nach oben beschriebener Art trägt. Die Stäbe sind zur Verbindung unter sich auf Guttapercha oder Leder oder beides zugleich befestigt, so dafs dieses Verbindungsmaterial w zwischen den beiden Stabtheilen t und ή sich befindet. Es geschieht dies, damit noch eine kleine, scharnierartige Bewegung zweier Nachbarstäbe gegenseitig möglich ist, weshalb auch die Stäbe von der Mitte nach aufsen hin schmäler werden. Nach innen gehen dieselben ebenfalls schmäler aus, damit bei einer, wie weiter unten ersichtlichen Bewegung der Stäbe keine Biene zwischen denselben zerdrückt werde. Die Stäbe sind ferner gegenseitig noch so gestützt, dafs etwa in der Mitte ihrer Länge, auf deren einer Seite ein Eisenstift ν eingeschlagen ist, welcher lose, in einem Schlitz des nächsten Stabes hineinreicht; der Schlitz läfst eine kleine Bewegung senkrecht zur Längsrichtung der Stäbe, aber keine gegenseitige Verschiebung in dieser zu.
Der mittlere Stab ist gröfser im Querschnitt als die übrigen und mit einer Axe w fest verbunden, . welche mit Muttern zwischen Boden und Decke festgespannt ist. Im Boden und Decke ist je eine Eisenschiene χ eingelassen, in welche die runden Muttern der Axe sich hineinlegen.
An der Axe ist oben und unten ein Stück je aufgesetzt, wovon jedes über den stärkeren viereckigen Theil der-Axe, der zwischen Boden und Decke liegt, etwas hervorsteht, so dafs sich das vorstehende Stückchen, welches eine abgerundete Form hat, in eine passende Hohlkehle der beiden Schienen χ legen kann, wie Fig. 3 (Ansicht von der Rückseite) zeigt.
Zur Controle, Abhülfe oder behufs Veränderungen im inneren System der Bienenwohnung ist nun folgende Manipulation nöthig:
Man löst die beiden Muttern auf den Enden der Axe w tun so viel, dafs sich der abgerundete Theil des Stückes y aus der Hohlkehle heben kann, dann öffnet man die beiden TM-. ren b und blt' nimmt die zwei Glasfenster / und Z1 weg und zieht die beiden ersten Stäbe der Rückwand so zusammen, Fig. 6, dafs die beiden Oesen c, welche an diesen Stäben befestigt sind und die zuvor zum Thürverschlufs dienten, über einander zu liegen kommen und mittelst Durchsteckens eines Splintes das ganze Stabsystem der Hinterwand zu einem Polygon schliefst, dessen Mittelpunkt die Axe w ist und von dem aus sich die Rähmchen nun sternförmig ausbreiten.
An der Axe w befindet sich oben noch ein viereckiger Ansatz z; über diesen steckt man einen Schlüssel und dreht nun die Axe nach beliebiger Richtung. Infolge dessen werden durch die beiden aufgesetzten Stücke y, welche sich jetzt aus ihren Hohlkehlen herausheben müssen, Decke und Boden etwas von einander entfernt, wodurch das ganze,. sternförmig ausgebreitete Rähmchensystem, ohne zu streifen, sich leicht mit der Axe w herumdreht, so dafs die Besichtigung jedes Rähmchens bequem möglich ist, ohne dafs man auch nur eines noch mit der Hand berührt hat. .
Will man ein oberes Rähmchen herausnehmen, so braucht man nur die kleine Klemme n, Fig. 9, wegzunehmen und dann den in Fig. 8 dargestellten Hebel α b mit der breiten Seite zwischen das obere und untere Rähmchen in dem oben erwähnten Zwischenraum 0 zu stecken und den Hebel etwas zu heben, wodurch sich das Rähmchen aus seinen Angeln entfernt und frei weggenommen werden kann. Um ein unteres Rähmchen auszuheben, nimmt man zuvor das obere weg; dann läfst sich das untere leicht mit der Hand entfernen. Will man die Wohnung wieder in ihre normale Lage zurückbringen, so geschieht dies einfach durch die umgekehrte Manipulation wie das Auseinanderbreiten, und
geht leicht aus Obigem hervor. Das Verengern der Wohnung geschieht durch Herausnehmen beliebig vieler Rähmchen auf beiden Seiten und Nachrücken der Glasfenster. Für den Winter bringt man zwischen Thür und Fenster einen schlechten Wärmeleiter.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Die Einrichtung der einen Wand, welche die Rähmchen trägt, so dafs dieselben aus einzelnen Theilen besteht, die durch Anbringung von Stiften ν gegenseitig gestützt und so mit einander verbunden sind, dafs sie charnierartig gegen einander bewegt werden können.
2. Die ermöglichte sternförmige Ausbreitung der Rähmchen, ohne dieselben von ihrem Aufhängeort entfernen zu müssen, dasselbe dadurch erreicht, dafs man einen Wandstab fest mit einer drehbaren Axe verbindet.
3. Die durch Drehen der Axe und die Stücke y bewirkte gegenseitige Entfernung des Bodens und der Decke von einander und die infolge dessen erleichterte Drehung des ganzen Rähmchensystems mit der Mittelaxe. , .
4. Die Art der Aufhängung der Rähmchen an der hinteren Wand.
5. Die Anordnung des kleinen Raumes 0 zwischen den Rähmchen., wodurch die Aust hebung mittelst des erwähnten Hebels erleichtert wird. ·■ ' . .
6. Die Herstellungsweise der Stäbe ή, durch welche bezweckt ist, dafs möglichst wenig Volk beim Oeffnen und Schliefsen vor und nach Untersuchung des Wabenbaues zerdrückt wird, und die praktische Einrichtungsweise des sternförmigen Rähmchensystems, wodurch zusammengebaute Waben mit Leichtigkeit getrennt werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT14481D Neuerungen an Bienenkasten Active DE14481C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4515370A (en) * 1981-06-02 1985-05-07 Garcia Manuel E Board game

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4515370A (en) * 1981-06-02 1985-05-07 Garcia Manuel E Board game

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