DE144553C - - Google Patents

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DE144553C
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Germany
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paper
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vegetable
paper machine
decals
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DE1902144553D
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H27/00Special paper not otherwise provided for, e.g. made by multi-step processes
    • D21H27/30Multi-ply
    • D21H27/32Multi-ply with materials applied between the sheets

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um das in vielen Industrien, namentlich auch in der keramischen, als Ersatz der Handmalerei zur Anwendung kommende Abziehverfahren auf die kleinsten Flächen, Einbiegungen und Vorsprünge des zu bemalenden Gegenstandes ausdehnen zu können, muß die das Bild aufnehmende Papierschicht sehr dünn sein und darf das Gewicht von, 30 bis 35 g/qm nicht überschreiten. Daher ist für solche Falle das gewöhnlich zu Abziehbildern verwendete einfache Kupferdruckpapier nicht zu gebrauchen. Einfaches Seidenkupferdruckpapier von genanntem Gewicht ist aber ebenfalls nicht verwendbar, weil ein so dünnes ungeleimtes Papier weder den Auftrag der Grundierung, noch das Bedrucken mit zehn und mehr Farben auf der lithographischen Schnellpresse aushalten könnte. Der beabsichtigte Zweck wird dagegen vollkommen erreicht, wenn dem leichten ungeleimten Seidenkupferdruckpapier eine feste Unterlage aus geleimtem Papier gegeben wird, die sich einerseits so innig mit ihm verbindet, daß es die erwähnten Bearbeitungen erträgt, sich aber andererseits wieder so leicht und ohne irgend welche Beschädigung des aufgedruckten Bildes davon ablösen läßt, daß es allein auf den zu bemalenden Gegenstand geklebt werden kann.
Die Lösung dieser beiden Aufgaben bildet den Gegenstand der vorliegenden, im folgenden beschriebenen Erfindung.
Zuvor ist zu bemerken, daß durch einfaches Zusammenkleben der Schichten auf der Klebemaschine wegen der Faltenbildung kein befriedigendes Ergebnis und überhaupt kein brauchbares Produkt erzielt werden kann, weil das dabei ausschließlich anwendbare Klebemittel vor Trennung der Schichten erst wieder aufgelöst werden müßte, was das Gelingen der Arbeit nicht nur gefährden, sondern geradezu in Frage stellen würde. Demgegenüber bietet das nach dem neuen Verfahren hergestellte Papier jede Gewähr für das Gelingen der Arbeiten, denen es dienen soll. Das Verfahren selbst ist folgendes.
Der für die Unterlage bestimmte Stoff wird in üblicher Weise im Holländer gemahlen, vegetabilisch geleimt und durch die Rührbütte hindurch über Sand- und Knotenfänge auf das Sieb der Papiermaschine geleitet. Vorher fließt ihm im Einlauf kasten das Bindemittel zu, das pflanzlicher oder tierischer Natur sein oder auch aus einer Mischung beider Klebstoffarten bestehen kann.
Dem gewählten, in Wasser aufgelösten Klebestoff wird eine verhältnismäßig geringe, durch Versuche zu ermittelnde Menge von Bienenoder Pflanzenwachs in alkalischer Lösung zugesetzt, wodurch das flüssige, im Einlaufkasten möglichst gleichmäßig verteilte Bindemittel die Eigenschaft annimmt, an die Oberfläche der auf dem Siebe in Bildung begriffenen Papierbahn zu treten.
Die Zubereitung des Bindemittels erfolgt in einer besonderen mit Rührwerk versehenen Bütte, aus der es dem Einlauf kasten zufließt. Seine Zusammensetzung verlangt, daß der Papierstoff eine gewisse Temperatur habe, die nicht unter 250 sinken soll.
Da das Bindemittel auf der Oberfläche der Stoffbahn gleichsam schwimmt, so setzt es sich beim Übergang über die Saugkasten auf die
obenliegenden Fasern ab und bildet daselbst eine besondere Schicht von sehr gleichmäßiger Dicke.
Das zum Aufdruck von Abziehbildern dienende dünne Seidenkupferdruckpapier wird ganz für sich in bekannter Weise hergestellt und als fertige Rolle in Lager gelegt, die zu diesem Zwecke gleich hinter dem letzten Saugkasten angeordnet sind. Von dieser Rolle,
ίο deren Achse wie üblich mit Bremse versehen ist, wird es über stellbare Spannwalzen hinweg der Gautschpresse zugeführt und darin mit der noch nassen Papierbahn, welche später die festigende Unterlage abgibt, verbunden. Die Verbindung erfolgt hier, sofern Bremse und Spannwalzen richtig eingestellt sind, vollkommen faltenlos.
Beide Bahnen oder Schichten durchlaufen nun vereint die übrigen Pressen sowie die Trockenpartie der Papiermaschine, aus welcher die untere als fertiges Papier hervorgeht, das mit dem Seidenkupferdruckpapier so innig verbunden ist, daß die nachfolgende Behandlung durch Rollapparat, Kalander, Grundierung und Vielfarbend ruckpresse weder eine Trennung der Schichten noch eine Zerstörung der dünnen Kupferdruckschicht bewirken kann.
Da indessen die beschriebene Vereinigung einer fertigen Papierbahn mit einer noch nassen, unfertigen keine Verfilzung der beiderseitigen Fasern zur Folge hat und wegen des Wachsgehaltes die Wirkung des Klebestoffes etwas geschwächt ist, so läßt sich die dünne Schicht, nachdem sie alle zweckdienlichen Bearbeitungen im Verein mit der dicken Unterlage durchgemacht, von dieser ohne Auflösung des Bindemittels anstandslos abziehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung leicht spaltbaren Papiers für Abziehbilder und dergl., dadurch gekennzeichnet, daß eine fertige Bahn ungeleimtes Seidenkupferdruckpapier mit einer erst im Entstehen begriffenen geleimten Bahn auf der Papiermaschine verbunden wird, wobei dem Stoff der letzteren Bahn nach Erwärmung auf mindestens 250 im Einlaufkasten vor dem Sieb der Papiermaschine ein Bindemittel beigemischt wird, das aus tierischen oder pflanzlichen Klebestoffen in dünnflüssiger Lösung unter Zusatz von alkalisch gelöstem Bienen- oder Pflanzen wachs besteht, um die spätere Trennung der beiden Papierbahnen voneinander ohne weiteres zu ermöglichen.
DE1902144553D 1902-08-16 1902-08-16 Expired - Lifetime DE144553C (de)

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AT16266D AT16266B (de) 1902-08-16 1903-10-05

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