DE1445127B - 2-Sulfanilamido-3-ipethoxy-pyrazin und ein Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
2-Sulfanilamido-3-ipethoxy-pyrazin und ein Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft 2-SuIfanilamido-3-methoxypyrazin der Forme!
N\/NH — SO2
OCH3
und ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Das Verfahren ist dadurch- gekennzeichnet, daß
man 2-Amino-3-methoxy-pyrazin mit einem p-Acylamino-benzolsulfonylhalogenid
in an sich bekannter Weise umsetzt und die so erhaltene Verbindung der ' allgemeinen Formel
OCH1
worin Ac einen Acylrest bedeutet, nach üblichen Methoden in alkalischem Milieu verseift.
Die erste Verfahrensstufe wird in Gegenwart eines tertiären Amins, z. B. Pyridin, gegebenenfalls in
Mischung mit Aceton durchgeführt.
Das als Ausgangsstoff verwendete 2-Amino-3-methoxy-pyrazin
kann folgendermaßen hergestellt werden:
2-Aminopyrazin setzt. man in Gegenwart eines polaren Lösungsmittels und eines Alkali- oder Erdalkalimetallsalzes
einer schwachen Säure bei einer Temperatur zwischen —5 und +300C mit Brom um,
das gebildete 2-Amino-3,5-dibrom-pyrazin läßt man mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
MeOCHe, worin Me ein Alkalimetallatom bedeutet, reagieren und ersetzt durch katalytische Hydrierung
das Bromatom in 5-Stellung durch ein Wasserstoffatom.
Das erfindungsgemäße Sulfonamid soll zur Therapie bakterieller Infektionen, welche z. B. durch Staphylococcen,
Streptococcen oder Pneumococcen verursacht sind, verwendet werden. Es besitzt Depot-Wirkung.
Tabelle 1 zeigt die minimalen Hemmungsdosen (MID) in μ^πύ von 2-Sulfanilamido-3-methoxypyrazin(I)
lind den bekannten Verbindungen SuIfanilamido-methoxy-pyridazin
(II) und Sulfanilamidopyrazin (III) für das Wachstum verschiedener Mikroorganismen
in vitro. .
Chlortetracyclin ..
Oxytetracyclin
Crestomycin
■Streptomycin ......
Penicillin
Staph. aureus 503 MB
N. catarrhalis
C. tetragena
S. Lutea
S. faecalis ATCC 8043
S. /S-Hemolyticus
B. subtilis ATCC 6633
B. anthracis
Co simplex
Mycobacterium sp.
ATCC 607
E. coli ATCC 9637 ...
K. pneumoniae
S. paratyphi B 248 K :
S. gallinarum
S. flexneri var. Y
P. morganii.
P. vulgaris
P. aeruginosa
S. marcescens .......
| MID (ug/ml) | |
| I | II |
| 100 | 50 |
| 148 | 95 |
| 190 | 30 |
| 210 | 125 |
| 53 | 28 |
| 50 | 48 |
| 100 | 150 |
| 75 | 22 |
| 80 | 25 |
| •200 | 155 |
| 200 | 55 |
| 100 | 80 |
| 75 | 11 . |
| 180 | 50 |
| 50 | 25 ' |
| 100 | 6,25 |
| 100 | 70 |
| 140 | 150 |
| 125 | 100 |
| . 130 | 50 |
| >250 | >25O |
| 150 | 50 |
| 200 | 250 |
| 75 | 13 |
200 200 200 150 250 100 100
150 250 200 100 130 220
70 ' 150 150 200 200 150 250 200 250 150
Staph. aureus 114 .
id. resistent gegen:
Neomycin .
Cathomycin
Tetracyclin
MID fcg/mi) II
26
24 100 195
51
48 23 55
III
25
50 200 200 . Die genannten Verbindungen wurden ferner an Mäusen geprüft, welche durch intraperitoneale Verabreichung
von Staph. pyogenes-, D. pneumoniae-, Str. haemolyticus- oder Staph. aureus-Suspensionen
infiziert worden waren. Dia Verbindungen wurden entweder oral oder subcutan in Dosen zwischen
12,5 und 100 mg/kg verabreicht und die Behandlung, welche unmittelbar nach der Infektion begann,
5 Tage fortgesetzt. Die Ergebnisse sind in den
Tabellen 2, 3, 4 und 5 wiedergegeben.
Die Verbindung I war nach 48 Stunden noch mit therapeutisch brauchbarem Blutspiegel im Blut vorhanden.
Die Toxitäten der Verbindung I und der bekannten
Die Toxitäten der Verbindung I und der bekannten
Verbindungen II und III sind in Tabelle 6 wiedergegeben. Die Verbindungen wurden als Natriumsalze
intravenös und als gummiartige Suspension oral an Mäuse verabreicht.
Infektion: D. pneumoniae i. p..
Behandlung: 50 bis 100 mg/kg oral (TD5O = therapeutische Dosis)
| . | Kontrolle | I |
Verbindungen
II |
III |
| Dosis (mg/kg) Todesfalle 2. Tag Todesfälle 10. Tag TD50 mg/kg |
100 | 50 100 0 0 66 16 62 |
50 100 0 .-, 0 75 56 . 120 |
50 100 16 16 92 83 410 |
. . * · Tabelle 3
Infektion: Staph. pyogenes i. p.
Behandlung: 25 bis 100 mg/kg oral (TD50 = therapeutische Dosis)
| Kontrolle | I |
Verbindungen
II |
IH | |
| Dosis (mg/kg) Todesfälle 7. Tag : Todesfälle 10. Tag TD5O mg/kg |
100 | 25 50 100 75 33 0 75 41 0 38 |
25 50 100 83 50 8 . 83 50 16 50 |
25 50 100 100 92 58 100 66 130 |
Tabelle 4 Infektion: Str. haemolyticus i. p. Behandlung: 50 mg/kg oral
Kontrolle
Verbindungen
II
III
Todesfälle 5. Tag.
Todesfälle 10. Tag.
Todesfälle 10. Tag.
100 8,3
25
16
66
Infektion: Staph. aureus (LTso = mittlere Sterbezeit in Tagen)
Behandlung: 12,5 bis 50 mg/kg subcutan (PDso = Dosis welche 50% der behandelten Mäuse 7 Tage lang schützt)
Kontrolle I
Il
III
Dosis (mg/kg) ..
Todesfälle 7. Tag
LT50 (Tage) ..'..
PD50 (mg/kg) ..
Todesfälle 7. Tag
LT50 (Tage) ..'..
PD50 (mg/kg) ..
| Tabelle 6 |
,' LD50 (g/kg)
oral |
|
|
Ver
bindungen |
LD30 (g/kg)
intravenös |
2,164
1,802 10,000 |
|
i"
II III |
1,410
0,812 0,630 |
|
1,5 g 2-Amino-3-methoxy-pyrazin, gelöst in 15 ml wasserfreiem Pyridin, werden unter Kühlen und
100
12,5 25 50
83 51 30
4,4 7 > 15
28
12,5 25 50
100 55 33
4 6,2 15
27
Rühren mit 2,81 g p-Acetylamino-benzol-sulfonylchlorid in kleinen Anteilen innerhalb von 30 Minuten
versetzt. Die Mischung wird 20 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen und dann 4 Stunden auf
5O0C erhitzt Die Lösung wird im Vakuum auf ein Drittel ihres Volumens konzentriert und unter
Rühren in Eiswasser geschüttelt Der Niederschlag wird abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Es
werden 2,21 g 2 - (p - Acetylamino - benzol - sulfon
amido)-3-methoxy-pyrazin mit einem Schmelzpunkt
von 218 bis 2200C erhalten. Der Schmelzpunkt der reinen Verbindung (kristallisiert aus Alkohol) liegt
bei224°C.
I 445
1,5 g 2 - (ρ - Acetylamino - benzol - sulfonamido)- 3-methoxy-pyrazin
und 7 bis 8 ml wäßrige 100/()ige
Natronlauge werden 1 Stunde zum Sieden erhitzt. Die abgekühlte Lösung wird mit wäßriger 2normaler
Salzsäure schwach angesäuert (pH-Wert 6) und .das Produkt abfiltriert. Man erhält 1,25 g 2-Sulfanilamido-3-methoxy-pyrazin;
F. 175 \C
Das als Ausgangsstoff verwendete 2-Amino-3-methoxy-pyrazin wird folgendermaßen hergestellt:
a) 112,7 ml Brom in 375 ml Essigsäure werden bei 0 bis +2 C langsam unter Rühren einer Lösung von
95,11 g 2-Aminopyrazin und 326,5 g Natriumacetat·1
trihydrat (CH3COONa · 3 H»O) in 1480 ml Essigsäure
zugegeben. Diese Zugabe erfordert ungefähr 2 bis 3 Stunden und wird unter Ausschluß von Licht
ausgeführt. Die Mischung wird dann 15 bis 16 Stunden bei 25 bis 30 C stehengelassen. Es werden dann
ungefähr 1,5 1 Essigsäure im Vakuum (12 bis 14 mm Hg) bei 35 C abdestillicrt und der braune
und viskose Rückstand unter Rühren in 500 g Eiswasser geleert. Um einen pH-Wert von 8 zu erhalten,
wird 20"/(jige wäßrige Natronlauge zugefügt und das Produkt dann abfiltriert und an der Luft getrocknet.
Das lufttrockene Produkt wird 6mal mit 150 ml Äther extrahiert, die filtrierten ätherischen Lösungen
zur Trockene eingedampft und der Rückstand (50 bis 52 g) aus heißem Wasser kristallisiert. Man erhält
34 bis 36 g 2-Amino-3.5-dibrom-pyrazin; F. 114 C.
b) 7 g 2-Amino-3.5-dibrom-pyrazin werden 9 Stunden
in einer methänolischen Lösung von Natriummethylat (erhalten aus 0.65 g Natrium und 18.5 ml
Methanol) gekocht. Bei Abkühlung wird ein kristallines Produkt erhalten, welches abfiltriert, einmal mit
Methanol und 2- bis 3mal mit Wasser gewaschen wird. Man erhält 5,4 g 2-Amino-3-methoxy-5-brorr
pyrazin; F. 138 C.
c) 3 g 2-Amino-3-methoxy-5-brom-pyrazin werde in methanolischer Lösung in Gegenwart von 1
Palladium auf Tierkohle (10°/oig) und 0,9 g Kaliurr
hydroxyd bei Raumtemperatur und Atmosphärer druck hydriert. Wenn die stöchiometrische Menge a
Wasserstoff absorbiert ist, wird die Suspensio. abfiltriert und das Filtrat zur Trockene eingedampft
Der Rückstand wird' mit Aceton extrahiert, di
Acetonlösung eingedampft und der Rückstand (1,8 rohes 2-Amino-3-methoxy-pyrazin mit einem Schmelz
punkt bei 75 bis 82 C) aus Cyclohexan kristallisiert man erhält 1.5 g reines 2-Amino-3-methoxy-pyrazin
F. 85 C.
Claims (2)
1. l-SulfanilamidoO-methoxy-pyrazin.
.
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindun;. gcmüß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dai
man 2-Amino-3-methoxy-pyrazin mit einen
p-Acylamino-benzolsuIfonylhalogenid in an sie!
bekannter Weise umsetzt und die so erhaltem Verbindung der allgemeinen Formel
NH -SO, —
V- NH -Ac
N . OCH,
worin Ac einen Acylrcst bedeutet, nach üblicher
Methoden in alkalischem Milieu verseift.
Family
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