DE1440C - Trockenapparat in Verbindung mit Cementbrennöfen - Google Patents
Trockenapparat in Verbindung mit CementbrennöfenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
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Description
Patent-Anspruch: Die Ausnutzung der in Cementöfen überschüssigen Wärme innerhalb des
während des Brennprocesses frei werdenden Raumes, durch Einführung von auf Wagen
stehenden oder in Etagen hängenden Trocken-Apparaten.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Claims (1)
1877.
F. SCHOTT in HEIDELBERG und NAGEL & KAEMP in HAMBURG. Trockenapparat in Verbindung mit Cementbrennöfen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15· November 1877 ab.
Beim Brennen von Portland-Cement in den zur Zeit noch meistens benutzten, periodisch beschickten
Schachtöfen geht mit den heifsen Gasen, welche dem Ofen entweichen, eine sehr beträchtliche Wärmemenge verloren, deshalb ist
das Bestreben der Fachtechniker seit Jahren dahin gerichtet, diese Wärme nutzbar zu machen.
Alle Bemühungen einer rationellen Ausnutzung dieser Wärme zu dem für die Cementindustrie
zunächst liegenden Zweck, zum Trocknen der Rohmasse, sind jedoch daran gescheitert, dafs
man glaubte, nach Analogie der Hohöfen in Eisenhüttenwerken, die Gichtgase absaugen, fortleiten,
und zur Erwärmung von Trockenräumen benutzen zu können.
Die Vorbedingungen für die beim Hohofenbetriebe zur Geltung kommende Ausnutzung der
Gichtgaswärme fehlen jedoch bei der. Cementfabrikation, und das sind im wesentlichen die
höheren Temperaturen, und namentlich der continuirliche, eine Gleichförmigkeit der Temperatur
sichernde Betrieb. Die Lösung der in Frage stehenden Aufgabe kann daher nur gelingen
durch ein Verfahren, welches sich den Eigenthümlichkeiten des Cement-Brennprocesses anpafst.
Es tritt nun schon in der ersten Zeit der Brennperiode eines Cement-Schachtofens infolge
des Ausbrennens der Brenrimateriallagen und der gleichzeitig erfolgenden, dem Cementmaterial
eigenthümlichen, sehr bedeutenden Volumenverminderung beim Garbrennen ein bedeutendes,
fortschreitendes Sinken des Ofeninhaltes ein, durch welches sehr bald der obere Ofenraum
frei wird, während zugleich die diesen Raum durchstreichenden Gase anfangen, bedeutende
Wärmemengen zu entführen.
Diese Wärme läfst sich nunmehr nutzbar machen, ohne dafs der fernere Verlauf des
Brennprocesses selbst beeinträchtigt wird, und zwar in viel directerer Weise, als dies je bisher
versucht worden ist, nämlich durch directe Benutzung des frei gewordenen oberen
Ofenraumes als Trockenraum.
Man kann in verschiedener Art verfahren. Die Verschiedenheit liegt indefs nur in der Beschickungsweise
des nunmehr als Trockenraum auszunutzenden oberen Ofenraumes.
Fig. ι und ia zeigen Längsschnitt und Querschnitt
eines gewöhnlichen Cement-Schachtofens in dessen oberen Theil während des Brennprocesses
auf eingelegten eisernen, schienenförmigen Trägern kleine, den Ofenraum möglichst
ausfüllende Wagen in mehreren Etagen übereinander durch seitliche Thüren ein- und
ausgeschoben werden können.
!Diese eisernen Wagen werden mit der in üblicher Weise in Steine geformten Rohmasse
behufs ihrer Trocknung besetzt.
Fig. 2 und 3 zeigen Vorderansicht und Verticallängenschnitt, Fig. 2 a und 3 a Aufsicht und
Querschnitt eines Cement-Brennofens, bei welchem durch eine obere seitliche'Oeffnung einzelne,
auf feste Unterlagen gestellte Schichten zu trocknender Steine in den oberen Ofenraum
gebracht und daselbst successive und je nach dem Fortschritt der Trocknung gesenkt, also den
vertical aufsteigenden Gasen entgegen abwärts geführt werden, bis an eine zweite untere seitliche
Oeffnung mittelst eines auf Schienen laufenden unterzuschiebenden Wagens wieder Schicht
auf Schicht nach erfolgter Trocknung aus dem Ofen gezogen wird.
Das Trocknen mittelst dieser Einrichtung beginnt, wenn durch den Brennprocefs der bis zur
Gicht eingesetzte Ofeninhalt bis unter die zum Ausbringen der zu trocknenden Rohmasse dienende
seitliche, durch Schieber verschlossene Oeffnung gesunken und diese dadurch frei geworden
ist. Dieser Zeitpunkt tritt ein mit dem Verschwinden der Wasserdämpfe und dem Auftreten
bedeutender Wärmemengen in den entweichenden Gasen. Das Trocknen dauert, bis die gebrannte, noch viel Wärme abgebende
Cementmasse in üblicher Weise aus dem Ofen entfernt ist.
Die rationelle Wirkung dieser Methode und die damit in der Anlage von Cement-Schachtöfen
gewonnenen Vortheile sind jedem Sachverständigen ohne weitere Erörterungen verständlich.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1440T | 1877-11-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1440C true DE1440C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=70912338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1440DA Expired DE1440C (de) | 1877-11-14 | 1877-11-14 | Trockenapparat in Verbindung mit Cementbrennöfen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1440C (de) |
-
1877
- 1877-11-14 DE DE1440DA patent/DE1440C/de not_active Expired
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