DE140604C - Verfahren zur Reinigung von Sole - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Sole

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DE140604C
DE140604C DE1899140604D DE140604DA DE140604C DE 140604 C DE140604 C DE 140604C DE 1899140604 D DE1899140604 D DE 1899140604D DE 140604D A DE140604D A DE 140604DA DE 140604 C DE140604 C DE 140604C
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gypsum
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Von Glenck Kornmann & Cie Fa
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Von Glenck Kornmann & Cie Fa
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/14Purification
    • C01D3/16Purification by precipitation or adsorption

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- ΛΙ 140604 KLASSE 12/.
Durch das Verfahren des Patentes 118451 wird die Vermeidung von Krustenbildung bei der Gewinnung von Kochsalz durch Eindampfen der Sole im Vakuum durch die vorherige teilweise Ausscheidung des Gipses aus der Sole mittels eines geringen, aber passenden Zusatzes von Chlorcalcium bezweckt. Das Verfahren beruht darauf, daß bereits geringe Mengen einer leicht löslichen Kalkverbindung auf den Kalk des schwefelsauren Calciums, des Gipses, aussalzend wirken, der infolgedessen zur Ausscheidung kommt. Ein geringer Teil des Gipses, der in Lösung zurückbleibt, wird mittels Barytsalze entfernt und die nach dem Verdampfen verbleibende Mutterlauge zum Entgipsen einer frischen Sole benutzt.
Es wurde nun gefunden, daß diese Reaktion auch in einem anderen Sinne zu verwenden ist, indem es sich herausgestellt hat, daß leicht lösliche Sulfate ebenfalls ausscheidend auf den Gips wirken. Die leicht löslichen Sulfate, bereits in geringer Menge gipshaltiger Sole zugesetzt, wirken nämlich aussalzend auf die Schwefelsäure des schwefelsauren Calciums, und gelingt es auch nach dieser Methode, durch Anwendung eines entsprechenden Überschusses an Sulfat den Gips zum größten Teile aus der Sole zu entfernen. Zugleich vollzieht sich auch die Abscheidung der in der Sole vorhandenen leicht löslichen Kalksalze durch Umsetzung zu ausfallendem Gips. Die in der Sole gelöst bleibende geringe Gipsmenge wird nachher durch irgend ein kalkfällendes Mittel aus der Sole entfernt, z. B. durch Zusatz der entsprechenden Menge Soda oder dergl. Auch bei dem vorliegenden Verfahren bleibt der Vorteil gewahrt, daß die restierende Mutterlauge zur Entgipsung einer frischen Solemenge benutzt werden kann, so daß das angewendete Sulfat, z. B. Glaubersalz, nicht immer von neuem angeschafft zu werden braucht.
Es hat sich bei dem vorliegenden Verfahren ebenfalls herausgestellt, daß die Ausscheidung des Gipses durch Anwendung eines Rührwerkes nach Zusatz des Sulfates oder durch Erwärmen bedeutend beschleunigt wird.
Als Beispiel möge ein Versuch mit der Sole der Saline Schweizerhalle dienen.
ι cbm Sole mit einem ursprünglichen Kalkgehalt, welcher 0,1953 g Calciumoxyd in 100 ecm entspricht, wurde mit 14,2 kg schwefelsaurem Natrium versetzt und mit einem Rührwerk behandelt.
Ein Teil des Inhaltes wurde (nach vollständiger Lösung des Natriumsulfates) auf ioo° erhitzt und dann filtriert vom Gips, der sich in reichlicher Menge ausgeschieden hatte.
Die vom Gips ablaufende Sole hatte einen Kalkgehalt, welcher 0,0937 g Calciumoxyd in 100 ecm entspricht, d. i. im Liter 2,276 g Gips.
Nach 24stUndigem Rühren zeigte der Rest der nicht erhitzten Sole nahezu denselben Gipsgehalt.
Mit anderen Solen wurden gleiche Resultate erhalten.
Der gewonnene Gips ist von schönster Beschaffenheit und imstande, die Kosten des kalkfällenden Mittels zu tragen. ' ■
Der gelöst gebliebene Gipsrest wird aus der nach dem soeben beschriebenen Verfahren behandelten Sole auf übliche Weise mit kalkfällenden Mitteln niedergeschlagen und die Sole behufs Gewinnung von Kochsalz nach dem Absetzen oder Filtrieren eingedampft. Wie bei dem Verfahren des Patentes 118451 wird die Mutterlauge (in welcher sich das schwefelsaure Natrium angereichert hat) weiter benutzt, um eine neue Menge Sole zu entgipsen.
Etwa in der Sole vorhandener doppeltkohlensaurer Kalk wird zweckmäßig durch die äquivalente Menge Calciumhydroxyd entfernt..

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Abänderung des durch Patent 11845 1 geschützten Verfahrens zur Vermeidung von Krustenbildung bei der Gewinnung von Kochsalz durch Eindampfen von Sole im Vakuum, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hauptmenge des die Krusten bildenden Gipses durch Zusatz eines Überschusses eines leicht löslichen Sulfates ausscheidet, wobei auch der Gehalt der Sole an leicht löslichen Kalksalzen in Form von Gips abgesondert wird, den letzten Rest der Kalksalze durch Zusatz irgend eines kalkfällenden Mittels gänzlich entfernt und die nach Abscheidung des größten Teiles des Salzes verbleibende Mutterlauge, welche den zugesetzten Überschuß leicht löslicher Sulfate enthält, zu gleichem Zwecke in die Fabrikation zurückkehren läßt.
DE1899140604D 1898-06-03 1899-03-23 Verfahren zur Reinigung von Sole Expired DE140604C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745662C (de) * 1938-12-16 1944-04-25 Krebs & Co Verfahren zum Reinigen des Elektrolyten fuer die Chloralkalielektrolyse nach dem Amalgamverfahren
DE975123C (de) * 1949-01-30 1961-08-24 Metallgesellschaft Ag Verfahren zum Eindampfen von Salzsolen oder sich aehnlich verhaltenden Fluessigkeiten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745662C (de) * 1938-12-16 1944-04-25 Krebs & Co Verfahren zum Reinigen des Elektrolyten fuer die Chloralkalielektrolyse nach dem Amalgamverfahren
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