DE139552C - - Google Patents

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DE139552C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/10Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms
    • C07C17/14Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms in the side-chain of aromatic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVi 139552 KLASSE 12 o.
Dr. ALFRED WOHL in CHARLOTTENBURG.
Kohlenwasserstoffen und Sulfurylchlorid.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1901 ab.
In einer Arbeit von Töhl und Eberhard (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 26, 2942) ist angegeben, daß beim Erhitzen von Toluol und Sulfurylchlorid in molekularen Mengen unter Druck auf etwa 16o° ]/3 des Toluols in Benzylchlorid übergeführt wird, der Rest in chlorierte Toluole. Beim Erhitzen von Toluol und Sulfurylchlorid am Rückflußkühler im Sonnenlicht trat wesentlich Chlor in die Seitenkette ein. Wie der Versuch zeigt, rindet die Reaktion unter diesen Umständen sehr langsam statt, die Reaktionstemperatur steigt zuletzt über 1300 und die Ausbeute an Benzylchlorid ist nicht höher als beim Chlorieren von Toluol mit Chlor. Aus diesem Grunde ist dieses Verfahren technisch nicht anwendbar.
Es wurde gefunden, daß der Eintritt des Chlor in die Seitenkette beim Erwärmen von Toluol mit Sulfurylchlorid auch im Dunkeln erfolgt, was für die technische Ausführung wesentlich ist, und daß diese Reaktion ohne erhebliche Bildung von Nebenprodukten und mit vorzüglicher Ausbeute durchgeführt werden kann, wenn man das Sulfurylchlorid auf einen Ueberschuß von Toluol einwirken läßt und die Temperatur der Mischung unter 1300 hält. Der Überschuß des Toluols läßt sich dann beim Fraktionieren wiedergewinnen. Wie das Toluol verhalten sich andere überschüssig angewendete aromatische Kohlenwasserstoffe, z. B. Xylol, in denen ebenfalls fast glatt ein Atom Wasserstoff in der Seitenkette durch Chlor ersetzt wird, wenn sie mit Sulfurylchlorid nicht andauernd zum Sieden, d. h. bei steigender Temperatur, sondern nur innerhalb passender Temperaturgrenzen gelinde erwärmt werden.
Beispiele:
i. 200 kg Toluol und 180 kg Sulfurylchlorid werden unter Rückfiußkühlung gelinde gekocht, wobei der Siedepunkt etwa 103° beträgt und die Badtemperatur 1300, besser aber 1200 nicht überschreiten soll; man kann das Sulfurylchlorid auch allmählich einfließen lassen. Die entweichende Salzsäure wird durch Einleiten in rauchende Schwefelsäure in Chlorsulfonsäure übergeführt und so wieder für die Darstellung von Sulfurylchlorid nutzbar gemacht; die von der Salzsäure befreite schweflige Säure kann wieder zur Herstellung von rauchender Schwefelsäure mit verwendet werden. Man läßt die Temperatur der Mischung zweckmäßig nicht über iio° steigen; sobald die Salzsäureentwicklung aufhört, ist das Sulfurylchlorid im wesentlichen verbraucht. Von den entweichenden Gasen mitgerissenes Sulfurylchlorid wird durch die rauchende Schwefelsäure ebenfalls als Chlorsulfonsäure gebunden.
Die Reaktionsmasse wird fraktioniert, wobei etwas mehr als die Hälfte des angewendeten Toluols zurückgewonnen und annähernd die Theorie auf verbrauchtes Toluol an Benzylchlorid erhalten wird.
a. 113 kg technisches m-Xylol und 75 kg Sulfurylchlorid werden 8 bis 10 Stunden bei go bis ioo° digeriert, bis die Salzsäureentwicklung aufhört. Durch Fraktionieren werden yo bis 80 v. H. der Theorie an Monoxylylchlorid auf verbrauchtes Xylol erhalten. Das Produkt besteht im wesentlichen aus m -Xylylchloud vom Sdp. 195 bis 196°.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Benzylchlorid und seinen Homologen aus den entsprechenden Kohlenwasserstoffen und Sulfurylchlorid, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kohlenwasserstoffe im Überschuß anwendet und mit dem Sulfurylchlorid unter Rückfluß auf Temperaturen unter 1300 erhitzt.
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