DE138754C - - Google Patents

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DE138754C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/68Arsenic compounds without As—C bonds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die Darstellung einer löslichen Arseneisenverbindung, des glycerinarsensauren Eisenoxyduls, die sich ähnlich verhält wie gewisse natürliche Arseneisenwässer.
Die Herstellung glycerinphosphorsaurer Salze ist bereits bekannt (vergl. Apotheker-Zeitung, Jahrgang 1896, S. 605 u. 606), ebenso die Herstellung der Glycerinarsensäure (vergl. Annalen der Chemie und Pharmacie, Bd. 118, S. 87).
Wenn man bei dem bekannten Verfahren der Herstellung des glycerinphosphorsauren Eisenoxydulsalzes die Phosphorsäure mit der Arsensäure vertauscht, so gelingt die Darstellung des/ glycerinarsensauren Eisenoxydulsalzes nicht ohne Weiteres. Auch die Herstellung eines Kalksalzes der Glycerinarsensäure analog der an der oben erwähnten Stelle der Apotheker-Zeitung beschriebenen Entstehung des Calciumglycerophosphats gelingt nicht. Es scheidet sich vielmehr dabei unter Verseifung das Arsen in Form von arsensaurem Kalk aus. Die Angabe Schiffs in den Annalen der Chemie und Pharmacie, Band 118, S. 87, dafs diese Zersetzung erst beim Kochen stattfinde, trifft nach den Versuchen des Erfinders nicht zu. Selbst bei sehr vorsichtigem Arbeiten unter Vermeidung jeder Erwärmung entgeht nur ein verhältnifsmäfsig kleiner Theil des Calciumsalzes dieser Zersetzung. In neuester Zeit ist zwar ' wiederum von Pagel (J. Pharm. Chim. [6] 13, 449) eine Angabe im Sinne Schiffs gemacht worden, aber im Einklang mit den Versuchen des Erfinders bestätigt auch V. Unger (Comptes rendus de l'Academie des sciences 134, 238) die Unrichtigkeit dieser Angaben und die Hydrolyse der Glycerinarseniate durch Wasser.
Auch die Alkalisalze sind nur in alkoholischer Lösung beständig, während sie durch Wasser alsbald verseift werden.
Wie erwähnt, gelingt die Darstellung eines löslichen Eisensalzes der Glycerinarsensäure nicht, wenn man bei dem Versuche zur Darstellung eines solchen, analog der in der Apotheker-Zeitung 1896, S. 605, Spalte 1, Absatz 2, erwähnten Vorschrift verfährt, welche lautet:
»Zur Bereitung der Eisenoxydulverbindung behandelt man das nach der Vallet'schen Vorschrift dargestellte Eisenprotocarbonat mit Glycerinphosphorsäure. Die Lösung liefert mit Alkohol einen bläulichen Niederschlag.«
Es findet vielmehr eine Oxydation des primär gebildeten Ferrosalzes unter Mitwirkung des Luftsauerstoffes zu unlöslichem und deshalb therapeutisch weniger werthvollem Ferrisalz statt. Diese Oxydation erfolgt auch, wenn man die unter den obenstehend bezeichneten Vorsichtsmafsregeln erhaltene Lösung des Ferrosalzes mit Alkohol fällt und den Niederschlag bei Zutritt von Luft trocknet. Dagegen hat sich gezeigt, dafs der unter Luftabschlufs vollkommen getrocknete Verdampfungsrückstand jener Lösung sich nachträglich an der Luft nicht verändert. Dies gilt natürlich auch für
den durch Alkohol gefällten Niederschlag, wenn bei der Fällung und besonders bei der Trocknung der Zutritt von Luft ferngehalten wird.
Zur Darstellung des glycerinarsensauren Eisenoxyduls verfährt man beispielsweise wie folgt:
392 g Ferroammonsulfat oder eine äquivalente Menge anderer Ferroverbindungen werden in einem Gefäfse, aus welchem die Luft vollständig durch Wasserstoff, Stickstoff oder ein anderes indifferentes Gas, eventuell auch Kohlensäure, verdrängt ist, mit der erforderlichen Menge eines Alkalis, wie Kali- oder Natronlauge, Ammoniak, Kalkwasser u. s. w. oder eines Alkalicarbonate versetzt und die entstandene Fällung von Eisenoxydulhydrat bezw. Eisenoxydulcarbonat mit luftfreiemWasser völlig ausgewaschen. Dann wird eine Lösung der durch Erwärmen von 151g Arsensäure mit 92 g oder mehr Glycerin hergestellten Glycerinarsensäure hinzugebracht und die nöthigenfalls durch Erwärmen mit genügenden Mengen" Wasser erhaltene Lösung am besten im luftverdünnten Raum in einem schwachen Kohlensäurestrom eingedampft.
Das glycerinarsensäure Eisenoxydul löst sich in warmem Wasser, wird daraus beim Erkalten zum Theil in gallertartigen Flocken ausgeschieden und verbleibt, wenn die Lösung unter Abschlufs von Sauerstoff eingedampft wird, als fester graugrüner Rückstand. Das Salz reagirt sauer gegen Lackmus. Die saure Reaction ist dem Salz als solchem eigen. Die Analyse eines so gewonnenen Präparates ergab
As = 17 pCt
Fe = I 1,82 -
H = 3,84-
18,20 -

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung einer löslichen Eisenarsenverbindung, dadurch gekennzeichnet, dafs man frisch gefälltes Eisenoxydulhydrat oder Eisenoxydulcarbonat mit Glycerinarsensäurelösung bei Abschlufs der atmosphärischen Luft behandelt.
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