DE1382C - Neuerungen an Maschinen zum Bronziren von Papier und aller Art von Abdrücken - Google Patents
Neuerungen an Maschinen zum Bronziren von Papier und aller Art von AbdrückenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41G—APPARATUS FOR BRONZE PRINTING, LINE PRINTING, OR FOR BORDERING OR EDGING SHEETS OR LIKE ARTICLES; AUXILIARY FOR PERFORATING IN CONJUNCTION WITH PRINTING
- B41G1/00—Apparatus for bronze printing or for like operations
Landscapes
- Pinball Game Machines (AREA)
Description
1877.
— M 1382 — !^KkisJ.a--'-'-
CHARLES GEORGE LEGRAND in PARIS. Neuerungen an Maschinen zum Bronziren von Papier und aller Art von Abdrucken.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. December 1877 ab.
Die Verbesserungen, für welche ich ein Patent nachsuche, beziehen sich auf Maschinen zum
Bronziren aller Arten Abdrücke und bestehen nicht nur in der Einrichtung des Ganzen dieser
Maschinen, sondern auch in der Combination des Farbekastens mit Siebboden, in der Disposition
der Gurte, welche es vermeidet, Untergrund zum Bronziren auszulöschen, und zuletzt
in der. Anbringung von Kautschuk auf dem Cylinder zur Erleichterung des Transportirens
der Papierbogen.
Fig. ι ist ein verticaler Schnitt der Haüpttheile
einer verbesserten Maschine zum Bronziren.
Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie 1—2 der Fig. 1.
Fig. 3 zeigt im Detail und im vergröfserten Maafsstab einen der" Gurte mit dem Farbebehälter
oben auf demselben.
Fig. 4 und 5 zeigen — im Querschnitt und Grundrifs von unten gesehen — den einen der
Farbebehälter.
A ist das gufseiserne Gestell, welches als Träger der Maschine dient, und B ist ein gufseiserner
Cylinder, überzogen mit einer sehr geschmeidigen Kautschukhülle C.
D ist die Zange zur Entnahme der Bogen; sie wird geöffnet und geschlossen durch den
Daumen E; F bezeichnet den Kamm zum Zurückgeben der Bogen. Die Gurte G G1 <?2
bestehen aus Kautschuk und sind mit Gemsfell überzogen. Sie sind auf Rollen H montirt,
welche sie führen; diese Gurte werden von den sich drehenden Bürsten /gereinigt. Der Farbebehälter
oder das Sieb/, detaillirt in den Fig. 3, 4 und 5 wiedergegeben, welcher das Bronzepulver
aufnimmt, erhält eine hin- und hergehende Bewegung durch Vermittlung der Daumen K,
Fig. 4 und .5.
L ist der Tisch zum Hinlegen der Bogen, M ist ein Schlitten zum Fortschieben der Bogen.
Bewegliche Stofsbretter N, am Schlitten befestigt, regeln sich nach Länge der Bogen. Der Daumen O
führt den Schlitten M, vermöge der Pleuelstange P und der Hebel QQ'.
Die Haube H bedeckt die Gurte und den Farbebehälter zur Vermeidung von Verlust an
Bronze, und eine andere Haube S des Cylinders nimmt die überschiefsende Bronze auf, welche
man in der Schublade T sammeln kann.
Die Bürste U dient zum Reinigen der Oberfläche
der Kautschukhülle C von Cylinder B.
Der Tisch V führt die Bogen bei ihrem Verlassen der Gurte und ein anderer Tisch X dient
zur Aufnahme der Bogen.
Die Platten Y, Fig. 3, 4 und 5 sind bestimmt, den Verbrauch der Bronze zu reguliren.
Gang der Maschine zum Bronziren. Diese Maschine wird von der Hand getrieben
oder an eine Druckerpresse angehängt, vermittelst eines an dem Cylinder dieser Maschine
befestigten Rades. Dieses Rad treibt die Bronzirmaschine vermittelst einer Galle'sehen Kette
auf der Welle des Cylinders B derart, dafs jede Umdrehung der Druckmaschine eine Umdrehung
der Bronzirmaschine veranlafst.
Diese Disposition angenommen, liefert der Empfänger der Druckmaschine den mit Grund
zum Bronziren bedruckten Bogen und legt ihn auf den Tisch L vor das Stofsbrett N.
Dieser Bogen findet sich vorgeschoben bis an die Zange D des Cylinders B, welche in diesem
Augenblick offen ist.
Der Cylinder B dreht sich in der Richtung des Pfeils, Fig. 1; die Zange wird geschlossen,
indem sie den Bogen unter den ersten Gurt G zieht, die Bronze von dem Farbebehälter J
empfangend; in diesem Moment bedecken sich alle mit Untergrund überzogenen Theile mit
Bronzepulver, und es bleibt nur übrig, den Ueberschufs an Bronze, welcher sich auf dem
Bogen befindet, zu entfernen.
Diese Operation vollführt sich, während der Cylinder sich zu drehen fortfährt, durch die
Passage des Bogens unter den Gurten GG1.
Sobald der Anfang des Bogens am Ende des letzten Gurtes G2 angekommen ist, öffnet sich
die Zange D, indem der Theil F veranlafst wird, hinauszutreten. Dieser hebt den Bogen auf und
legt ihn auf den Tisch V, welcher ihn führt, bis er auf den Empfangstisch X fällt.
Der Farbebehälter J besteht aus einem kupfernen Kasten, der wie ein Sieb eingerichtet
und mit einem sehr feinen seidenen Gewebe / versehen ist. Unter diesem Gewebe befinden
sich Platten Y nebeneinander angebracht, die nach Belieben der Art hin- und hergleiten, dafs
sie eine weite oder enge Oeffhung für den Durchgang des in dem Sieb enthaltenen Bronze-
pulvers bilden, so dafs von demselben eine
gröfsere oder kleinere Quantität desselben vertheilt
werden kann, je nach Bedürfnifs und der Art, dafs nicht zu viel des Pulvers wieder zu
entfernen sein wird.
Die auf den Gurt G fallende Bronze bleibt in den haarigen Partien des Gemsfelles hängen,
welches sie sodann während der Drehung auf den Bogen abgiebt, dessen Grund zum Bronziren
vorbereitet ist.
Dieser Farbebehälter erhält eine rasche Hin- und Herbewegung vermittelst zweier Daumen K
und K1, Fig. 4 und 5, derart, dafs er beständig gerüttelt wird.
Gang der Gurte. Jeder Gurt G ist über die Rollen H gelegt, welche ihn so führen, dafs
er nur sehr leichten Druck auf den Bogen Papier ausübt, um zu vermeiden, dafs der Untergrund
abgerieben werde. Der Gang jedes Gurtes findet in der entgegengesetzten Richtung
von dem des Cylinders nach den Pfeilen statt, derart, dafs der Bogen eine leichte Reibung
erhält.
Oberhalb der Gurte G1 G2 sind Bürsten /
angebracht, welche, sich gegen die Gurte drehend, den Zweck haben, sie von der Bronze zu befreien,
welche sich auf ihrer rauhen Oberfläche ansammelt, durch Entfernung der überschüssigen
Bronze auf dem Bogen.
Eine Kautschukrolle C umgiebt den Cylinder B.
Dieser sehr geschmeidige Ueberzug C hat nachstehende Zwecke:
1. Geschmeidigkeit unterhalb des Bogens herzustellen
;
2. Hauptzweck ist, den Bogen fortgesetzt zu ziehen, während die Zange geöffnet ist, bei
seinem Heraustritt von dem letzten Gurt G\ trotz des Ganges der Gurte in entgegengesetzter
Richtung. Diese Wirkung ist die Folge der Eigenschaft des Kautschuks, sich der Gleitung
des Bogens zu widersetzen, welcher, je mehr er nach oben gedrückt wird, desto mehr
die Tendenz haben wird, die Gurte auf sich gleiten zu lassen, welche in entgegengesetzter
Richtung laufen.
Claims (4)
1. Die gesammte Einrichtung der Maschine.
2. Die Einrichtung des Farbenkastens.
3. Die Einrichtung der Gurte und die Art, wie dieselben angebracht sind.
4. Die Anwendung des Kautschuks auf dem Cylinder zum Heranziehen der Bogen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1382T | 1877-12-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1382C true DE1382C (de) |
Family
ID=70917304
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1382DA Expired - Lifetime DE1382C (de) | 1877-12-12 | 1877-12-12 | Neuerungen an Maschinen zum Bronziren von Papier und aller Art von Abdrücken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1382C (de) |
-
1877
- 1877-12-12 DE DE1382DA patent/DE1382C/de not_active Expired - Lifetime
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