DE138256C - - Google Patents

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DE138256C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D5/00Burners in which liquid fuel evaporates in the combustion space, with or without chemical conversion of evaporated fuel

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 138256 KLASSE 24 ö.
CARL SPIEGEL in ST. PETERSBURG. Feuerung für Naphtarückstände.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Januar 1901 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, welche es ermöglicht, Naphtarückstände zu verfeuern und derart zu verbrennen, dais man eine Arbeitsflamme bilden kann, die zu gewerblichen, sehr hohe Hitzgrade erfordernden Zwecken verwendbar ist. Von besonderer Bedeutung für vorliegende Vorrichtung bezw. für die günstige Verbrennung der Naphtarückstände durch dieselbe ist die Art der Zuführung, der Verteilung und der Vermengung der Luft mit den Gasen der Naphtarückstände.
Für die Ausbildung vorliegender Vorrichtung ist ferner in Rücksicht zu ziehen, dafs in den Naphtarückständen "eine grofse Wärmemenge aufgespeichert ist, die bei Verbrennung derselben frei wird und somit ganz ungewöhnlich grofse Temperaturen erzeugt, denen die einzelnen Teile der Vorrichtung unbedingt Widerstand leisten müssen.
Ein weiterer Umstand,, der für die Bauart maisgebend ist, ist die bei Verbrennung von Naphtarückständen leicht stattfindende Koksablagerung. Es ist deshalb die eigentliche Feuerstelle abweichend von bereits bekannten ähnlichen Vorrichtungen derart auszubilden, dais sogenannte Verdampfungsplatten, durch die die Gase in den Verbrennungsraum strömen, vermieden werden, da dieselben sofort durch die Koksablagerung unwirksam würden.
Unter Berücksichtigung dieser vorerwähnten Umstände ist die vorliegende Vorrichtung durch Verbindung einzelner an sich bereits bekannter Einrichtungen hergestellt, durch deren Zusammenwirken das A^erfeuern von Naphtarückständen zweckmäfsig durchgeführt wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist
Fig. ι eine Vorderansicht des Ofens,
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt durch einen Ofen mit wagerechter Flamme,
Fig. 3 ein wagerechter Schnitt durch den Herd,
Fig. 4 ein senkrechter Schnitt bei herabgelassenem, jedoch nicht entferntem Herde,
Fig. 5 ein senkrechter Schnitt durch den Herd,
Fig. 6. eine Ansicht des Herdes von oben,
Fig. 7 besonders eine Ansicht der den Herd tragenden Hebel,
Fig. 8 ein senkrechter Schnitt durch einen Ofen mit senkrecht herabgehender Flamme,
Fig. 9 ein wagerechter Schnitt durch den Ofen nach Fig. 8,
Fig. 10 ein senkrechter Schnitt rechtwinklig zu Fig. 8.
Der Herd besteht aus einer Metallpfanne A mit halbrunden Erhöhungen D (Fig. 5), die mit Luftkanälen versehen sind, die in umgekehrte Hohlkegel endigen, um durch diese Ausbildung der Luftkanäle ein innigeres Gemenge von Naphta und Luft zu erzeugen, wie dies etwa durch schlitzförmige Luftzuführungen ermöglicht würde. Unter der Pfanne A befindet sich ein Windkessel C, durch den Luft mittels des Rohres F, das mit einem Schieber versehen ist, getrieben wird (Fig. 2). Das mit einem Hahn E versehene Rohr B führt die als Brennstoff verwendeten Naphtarückstände zu.
Das zum Herd gewendete Ende des Rohres B schliefst an einen Kanal an, der in der Mitte der Pfanne A endigt. Die Pfanne A nebst
Windkessel C senkt und hebt sich (Fig. ι und 4) mittels Winkelhebel G, die sich auf einem unbeweglichen Rahmen drehen und gegen die Pfanne A stützen.. Behufs Niederlassung der Pfanne löst man das Rohr B von der Verbindung und das Rohr F vom Windkessel C und bringt die Hebel G in die in Fig. 4 angegebene Lage. Pfanne wie Windkessel können sodann herausgezogen und ausgewechselt werden.
Um den Ofen anzuheizen, öffnet man zuerst die Schieber der Luftröhren F und H, läfst dann die Rückstände durch das Rohr B auf die Pfanne, und zwar etwas niedriger als bis zum Rand der kegelförmigen Oeffmmgen in den Erhöhungen D fliefsen und zündet die Rückstände mittels Oellappen oder Holzspähne an.
Die Luft, die durch die auf der Pfanne A brennenden Rückstände tritt, sättigt sich mit Teilchen derselben und steigt als Flamme empor. In letztere wird ein Zuschufs von erhitzter Luft durch das geschlitzte Rohr H (Fig. ι und 2) eingetrieben, wodurch sie auf das inzwischen glühend gewordene Gewölbe / geschleudert, einer gründlichen Vergasung der in ihr noch befindlichen kleinsten Teilchen der Rückstände, sowie einer energischen Mischung und Wirbelung im Verbrennungsraum K unterworfen wird, so dafs die Flamme vollkommen fertig und nicht etwa in unfertigem, fressendem Zustande nach der Arbeitskammer bezw. Arbeitsstelle gelangt, was von gröfster Bedeutung ist.
Die entstandene Arbeitsfiamme verläfst den in Fig. ι bis 4 dargestellten Ofen in wagerechter Richtung. Um überhaupt der Flamme eine gewünschte Richtung zu geben, kann man durch das verstellbare längsgeschlitzte Rohr L erhitzte Luft eintreiben.
. Fig. 8, 9 und 10 stellen einen Ofen mit senkrechter, nach unten gerichteter Flamme dar.
Hier umspülen die Verbrennimgsgase die Arbeitsstelle M und ziehen durch eine Oeffnung im unteren Gewölbe nach dem Schornstein (Fig. 8).
Um den Ofen abzustellen, wird der Hahn E geschlossen, der Rest der Rückstände durch den kleinen Hahn N (Fig. 2) abgelassen und letzterer geschlossen.
.Selbstverständlich kann die Gröfse des Ofens wie des Arbeitsherdes entsprechend verändert werden. Zwecks Vergröfserung der Flamme kann man mehrere kleine Herde verbinden, wodurch die Erhitzung von Blechen und dergl. ermöglicht wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum A^erfeuern von Naphtarückständen, dadurch gekennzeichnet, dais die Naphtarückstände zuerst auf eine Feuerungsstelle gebracht werden, welche aus einer Pfanne mit halbkugelförmigen Erhöhungen besteht, die zur Luftzufuhr runde Austrittsöffnungen von der Form umgekehrter Hohlkegel haben, von hier in ein darüber befindliches Gewölbe geworfen werden, wo die Gase und die noch unvergasten Teilchen der Rückstände nebst der in regulirbarer Menge zugeführten Luft stärkerer Erhitzung, Vermengung und Wirbelung unterworfen werden, und endlich zur Arbeitsstelle über eine Feuerbrücke gelangen, welche Rohre enthält, die eine reichliche und innige Vermengung der Naphtagase mit Luft durch allmähliche, weil mehrfache Luftzuleitung bewirken.
2. Eine Ausführungsform nach Anspruch 1, bei welcher die Feuerstelle zusammen mit dem unter ihr befindlichen Winkelhebelsystem gehoben und gesenkt werden kann, zwecks sofortiger Entfernung und Auswechselung der Feuerstelle.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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