DE135306C - - Google Patents

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DE135306C
DE135306C DENDAT135306D DE135306DA DE135306C DE 135306 C DE135306 C DE 135306C DE NDAT135306 D DENDAT135306 D DE NDAT135306D DE 135306D A DE135306D A DE 135306DA DE 135306 C DE135306 C DE 135306C
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arsenic
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/68Arsenic compounds without As—C bonds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Cephalosporin Compounds (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 135306 KLASSE Mp.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juni igoi ab.
Es sind schon früher Versuche gemacht worden, Arsenverbindungen der Eiweifsstoffe darzustellen, und bereits arsensaure Salze des Caseins (Jahresbericht der Chemie 1865, 643) und Verbindungen der Arsenhaloide mit demselben nativen Eiweifskörper beschrieben worden (D. R. P. 104496/12). Ferner ist die Darstellung von löslichen Albumosensalzen im Allgemeinen bekannt (vergl. z. B. Cohnheim, Chemie der Eiweifskörper 1900, S. 103). Vorliegende Erfindung betrifft dagegen die Darstellung der bisher noch unbekannten Salze der Arsensäure mit den Albumosen, den ersten Peptonisationsproducten der Eisweifskörper, Salze, die für die Arsentherapie aufserordentlich werthvoll erscheinen, weil sie das Arsen dem Körper in einer Bindung darbieten, die die unangenehme Reizwirkung auf die Schleimhäute der Verdauungswege aufhebt, ohne die physiologisch beabsichtigte Arsenwirkung wesentlich zu beeinträchtigen.
Da die Albumosen keine chemischen Individuen, sondern Gemische von primären und secundären Producten der Peptonisation der verschiedenen Eiweifskörper sind, diese Producte aber ein etwas von einander abweichendes Säurebindungsvermögen besitzen und der Procentgehalt der Albumosen an diesen Producten aufser von dem zu ihrer Herstellung verwendeten Eiweifskörper selbst noch besonders von der Intensität des Peptonisationsprocesses abhängig ist, schwankt der Arsengehalt der arsensauren Salze der Albumosen verschiedener Herkunft und Darstellungsweise, und zwar etwa von 5 bis 8 pCt., ohne dafs dadurch ihre Verwendbarkeit beeinträchtigt würde.
Die Darstellung der neuen Präparate geschieht durch Behandeln der Arsensäure mit Albumosen und Abscheidung der dabei gebildeten Salze in der aus dem Nachfolgenden ersichtlichen Weise.
Beispiel: 1 kg Albumosen beliebiger Herkunft und Darstellungsweise wird in 10 1 Wasser gelöst, die filtrirte Lösung mit 200 g Arsensäure versetzt und danach mit oder ohne Hülfe des Vacuums bis auf etwa ein Drittel eingedampft. Die erkaltete Lösung wird unter Rühren in etwa 12 1 hochprocentigen Spiritus gegossen und das ausgefällte Salz durch Verreiben mit etwa 90 proc. Spiritus und Decken mit hochprocentigem Alkohol und Aether gereinigt.
Die wässerige Lösung der arsensauren Albumosen kann auch vollständig eingedampft und das erhaltene Product alsdann durch Verreiben mit Spiritus und Decken mit Alkohol und Aether gereinigt werden.
Die arsensauren Albumosen sind gelbweifse Pulver, die im Wasser leicht löslich sind. Säurezusatz zu der wässerigen Lösung bewirkt kein Ausfallen des Salzes, während Schwefelwasserstoff Arsensulfid zur Abscheidung bringt. Der Arsengehalt beträgt bei Anwendung des käuflichen Witte-Peptons als Albumose z. B. etwa 7 pCt, etwa denselben Gehalt an Arsen besitzt das arsensaure Salz der Somatose, die wie das Witte-Pepton gröfstentheils aus Albumosen des Fibrins besteht.
Arsensaure Salze von Albumosen, durch künstliche Verdauung von Glutin mit Pepsin-
Salzsäure gewonnen, zeigten einen Arsengehalt von beispielsweise etwa 5 pCt, während Albumosen, die durch Erhitzen von Glutin mit Salzsäure dargestellt wurden, als arsensaure Salze etwa 6 bis 8 pCt. Arsen enthielten, je nach der Dauer der Sa'ureeinwirkung und der Concentration derselben bei der Darstellung dieser Albumosen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung fester, wasserlöslicher ,Salze der Arsensäure mit Albumosen, dadurch gekennzeichnet, dafs man die genannten Substanzen in wässeriger Lösung auf einander einwirken läfst und die wässerige Lösung alsdann eindampft oder mit Alkohol fällt.
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