DE166154C - - Google Patents

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DE166154C
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colloidal
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47HFURNISHINGS FOR WINDOWS OR DOORS
    • A47H5/00Devices for drawing draperies, curtains, or the like
    • A47H5/02Devices for opening and closing curtains
    • A47H5/03Devices with guiding means and push or draw rods

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 166154 KLASSE 12j».
Mischt man Silbernitrat mit Chromatlösung, so fällt bekanntlich Silberchromat als unlöslicher Niederschlag aus. Lobry de Bruyn (»Chemisches Zentralblatt«, 1900, II, S. 88) hat mitgeteilt, daß das bei dieser doppelten Umsetzung entstehende Silberchromat in Lösung bleibt, wenn man außerordentlich verdünnte Lösungen von Silbernitrat und Alkalichromat bei Gegenwart einer so großen Menge von Gelatine mischt, daß die Gelatinelösung bei. dem Erkalten erstarrt.
Ein Versuch, aus dieser Gelatinemasse die geringen Mengen des darin in fester Lösung enthaltenen Silberchromats abzuscheiden, ist von Lobry de Bruyn nicht beschrieben worden und würde auch nicht zum Ziele geführt haben, da es sich bei ihm nur um die Bildung äußerst verdünnter Lösungen handelt. Bei Reaktionen auf nassem Wege, welche unter normalen Verhältnissen unlösliche Niederschläge ergeben, ist unter Anwendung sehr verdünnter Lösungen an zahlreichen Beispielen die Bildung von sehr verdünnten kolloidalen Lösungen beobachtet worden, ohne daß es gelungen wäre, aus solchen Lösungen den kolloidalen Stoff in fester Form zu gewinnen.
Es wurde nun gefunden, daß man kolloidales Silberchromat in fester Form auf folgende Weise erhält. Man führt die auf nassem Wege erfolgenden Bildungsweisen des Silberchromats bei Gegenwart irgendwelcher Eiweißstoffe, eiweißähnlicher Körper und deren 40
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Abbauprodukten aus und wendet dabei viel konzentriertem Salzlösungen und einen viel geringeren Überschuß an Gelatine oder anderen Eiweißprodukten an als Lobry de Bruyn. Hierauf wird durch schwaches Ansäuern das kolloidale Silberchromat aus seinen Lösungen vollständig ausgefällt. Da bei schwachem Ansäuern die überschüssigen Eiweißprodukte gelöst bleiben und ebenso die bei der doppelten Umsetzung von Silbernitrat und Alkalichromat entstehenden Nebensalze, so kann man auf diese Weise das kolloidale Silberchromat abtrennen und reinigen. Man filtriert es ab, wäscht mit Wasser aus und bringt es in Wasser wieder zur Lösung, indem man durch Zusatz geringer Mengen Alkali fest anhaftende unbedeutende Mengen saurer Stoffe neutralisiert. Die Lösung des kolloidalen Silberchromats reagiert neutral, ist aber auch bei alkalischer Reaktion beständig. Hat man von Anfang an nur so geringe Mengen von Eiweißstoffen benutzt, wie sie zur dauernden Aufrechterhaltung des kolloidalen Zustandes im Silberchromat enthalten bleiben müssen, so ist es natürlich nicht nötig, dieses durch schwaches Ansäuern der Lösung auszufällen; man kann dann vielmehr die rohe Lösung durch einfaches Dialysieren reinigen, da ja nur noch die dialysierbaren Nebensalze zu entfernen sind. Aus der auf die eine oder andere Weise erhaltenen reinen Lösung wird durch einfaches Eindunsten das Silberchromat in fester, wasserlöslicher Form gewonnen.
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Claims (1)

  1. Beispiel:
    40 Teile Albumose löst man in 1000 Teilen Wasser. Man fügt 20 Teile Kaliumbichromat in 500 Teilen Wasser hinzu und verrührt damit eine Lösung von 20 Teilen Silbernitrat in 500 Teilen Wasser. Das Reaktionsgemisch ist infolge der Anwendung des Bichromate sauer. Durch Zugabe von Alkali erhält man eine rot gefärbte Lösung des kolloidalen Silberchromats, aus welcher Silberchromat durch Ansäuern ausgefällt wird. Man filtriert ab, wäscht sorgfältig mit Wasser aus, rührt den Rückstand mit Wasser an und gibt dann kleine Mengen Alkali bis zur neutralen oder gerade beginnenden alkalischen Reaktion zu. Die so erhaltene Lösung wird eingedunstet. Das auf diese Weise erhaltene Silberchromat ist wasserlöslich und muß vor Licht geschützt aufbewahrt werden. Es dient in der Therapie zur Herstellung sehr stark wirkender, antiseptischer Lösungen, die man selbstverständlich aus dem gewöhnlichen Silberchromat wegen dessen Unlöslichkeit nicht herstellen kann. Sowohl die Chromsäure als auch das Silber spielen in der Therapie eine große Rolle. Bisher ist es nicht gelungen, in einem Präparate die Eigenschaften dieser beiden Substanzen zu vereinigen; denn das bisher bekannte Silberchromat ist seiner Unlöslichkeit wegen therapeutisch nicht verwendbar.
    Auch durch das in den Ber. 35 (1902),
    S. 2214, beschriebene Verfahren zur Darstellung von kolloidalem Silberoxyd war das vorliegende Verfahren nicht ohne weiteres gegeben, da die Methoden zur Herstellung kolloidaler Substanzen keineswegs allgemein anwendbar sind. Für jeden Stoff und für jede Stoffklasse ist durch Versuche festzustellen, auf welche WTeise der Stoff in kolloidalem Zustand hergestellt werden kann, oder auf welche anderen Stoffe ein bereits für einen Stoff bekanntes Verfahren anwendbar ist. Bei manchen Stoffen versagt ein Verfahren, welches bei anderen Stoffen zum Ziele führt. Auch für kolloidales Silberchromat mußte der richtige Weg erst durch Versuche gefunden werden.
    50 Pate nt-A ν SPRU c η :
    Verfahren zur Herstellung eines festen wasserlöslichen, Silberchromat in kolloidaler Form enthaltenden Präparates, dadurch gekennzeichnet, daß man die bei der Gewinnung des Silberchromats auf nassem Wege bei Gegenwart von Eiweißstoffen, eiweißähnlichen Substanzen und deren Abbauprodukten erhältliche rohe Lösung entweder durch Dialyse oder durch Ausfällen des Silberchromats mittels Säure und Wiederauflösen des ausgewaschenen Niederschlags unter Neutralisierung mit geringen Mengen Alkali reinigt und die gereinigte Lösung zur Trockne bringt.
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