DE135288C - - Google Patents

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DE135288C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Jiß 135288 - KLASSE Ad. °j
ADOLF BACHNER in FRANKFURT a. M. Pneumatischer Gäsfernzünder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. April 1901 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, mittels welcher man in der Lage ist, einzelne oder mehrere Gasflammen von der Ferne zu entzünden.
Man benöthigt also keine verwickelten Vorrichtungen wie bei den elektrischen Anlagen gleicher Art und ist insbesondere auch in der Lage, im Falle des Versagens der selbstthätigen Vorrichtung im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen jeweilig von Hand aus die Flammen anzuzünden.
In der beiliegenden Zeichnung ist
Fig. ι ein Aufrifs theilweise im Schnitt mit geschlossenem Gaszutritt,
Fig. 2 eine gleiche Darstellung bei offenem Gaszutritt und
Fig. 3 eine Aufsenansicht im Aufrifs.
Auf die Gaszuleitung α ist ein Gehäuse b geschraubt, das die Einrichtung für die Freigabe des Gaszutritts enthält. Zwischen dieses Gehäuse b und die Düse d ist ein Topf e geschraubt, der die eigentliche Anzündevorrichtung darstellt. An das Gehäuse ist die Luftleitung / geschlossen, die in eine Kapsel g mündet; in dieser befindet sich eine Membran /7, die mit einem Schieber i starr verbunden ist. Der Schieber ist auf der anderen Seite in Verbindung mit einem Schräubchen j gebracht und wird durch eine Feder k stets in die Verschlufsstellung gedrückt.
Die eigentliche Anzündevorrichtung befindet sich, wie schon bemerkt, in dem Topf e, der den Schieber / enthält, welcher auf der einen Seite in einen Schraubenbolzen endigt und durch eine Feder η in der Verschlufsstellung gehalten wird.
Am anderen Ende ist der Schieber mit einer Membran 0 verbunden, die in eine Kapsel ρ gespannt ist; hinter der Membran liegt ein Luftrohr q,. das entweder über die eigentliche Gasflamme hinaufgeführt sein kann oder um die Flamme herumgeführt wird (Fig. 1, punktirte Linien).
Von der Kapsel ρ vor der Membran 0 zweigt das Zündrohr r ab, an dessen oberem Ende eine Zündpille s von bekannter Art angeordnet ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Im normalen Zustande ist der Gaszutritt aus der Leitung α nach dem Räume χ im Topfe e abgeschlossen, während der Kanal t im Schieber / in Verbindung mit dem Kanal u des Topfes e steht.
Wird nun durch Luftdruck, der durch die Leitung/ tritt, die Membran h in die Stellung von Fig. 2 gedrückt, dann giebt der Schieber i den Zutritt des Gases aus der Leitung α nach dem Raum χ frei; das Gas strömt durch die Kanäle u und t in die Kapsel ρ und von hier durch das Gasröhrchen r nach der Pille s, die infolge dessen zum Glühen gebracht wird und die Nebenflamme entzündet. Nunmehr erwärmt sich die in dem Luftröhrchen q befindliche Luft derart, dafs durch die Ausdehnung derselben die Membran 0 nach links gedrückt und der Schieber / derart verschoben wird, dafs das Gas aus dem Raum χ durch die Kanäle y nach den Kanälen ^ und von hier in die eigentliche Gasdüse nach dem Brenner abzieht.
Der Schieber i ist mit einem SchräubchenJ und der Schieber / mit einem Schraubenbolzen wz ausgerüstet, derart, dafs man in der Lage ist, für den Fall des Versagens der selbstthätigen Verstellvorrichtung die Verstellung der Schieber von Hand aus vorzunehmen. Diese Mafsnahme ist an sich bekannt.
Um den Brenner in der beschriebenen Stellung zu erhalten, ist es einmal nothwendig, die Membran ο in ihrer Luge zu belassen, was dadurch erreicht wird, dafs die in dem Rohr q befindliche Luft dauernd erwärmt, wird, und dies wird dadurch herbeigeführt, dafs entweder das Rohr q über die eigentliche Flamme oder um dieselbe herumgeführt wird. Aufserdem ist es nothwendig, dafs der Druck der Luft in der Leitung f gleichmäfsig bleibt, da bei einer Aenderung des Druckes die Membran h in ihre Anfangslage (Fig. i) zurückschwingen und den Abschlufs des Gases bewirken würde.
Man wird also genöthigt sein, Luftpumpen nach Art der bei Fahrrädern verwendeten zu benutzen, welche in der Weise wirken, dafs etwa bei einmaligem Einpumpen von Luft das Luftzuführungsventil geschlossen wird, so dafs also der Luftdruck in der Luftleitung gleichmäfsig bleibt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Pneumatischer Gasfernzünder, bei welchem ein durch Druckluft bewegter Kolbenschieber den Gasweg zum Brenner öffnet und schliefst, dadurch gekennzeichnet, dafs durch die Druckluft nurder zumZündbrenner (r) führende Gasweg geöffnet wird, während der zum Hauptbrenner (d) führende Gasweg erst durch den Druck einer eingeschlossenen, von der Zündflamme erwärmten ■Luftmasse für den Durchtritt des Gases freigegeben wird.
2. Ausführungsform des durch Anspruch ι geschützten Gasfernzünders, dadurch gekennzeichnet, dafs der durch die Spannung der erwärmten Luft angetriebene Kolbenschieber (I) mit derart geführten Bohrungen (ty) versehen ist, dafs beim Oeffnen des Gasweges zum Hauptbrenner der Gasweg zum Zündbrenner sich schliefst und umgekehrt.
3. Ausführungsform des durch Anspruch 1 geschützten Gasfernzünders, dadurch gekennzeichnet, dafs die Kolbenschieber (i I) mit Schraubenspindeln versehen sind, auf denen Muttern laufen, um die Schieber in beliebigen Zwischenstellungen feststellen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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