DE230925C - - Google Patents
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- DE230925C DE230925C DENDAT230925D DE230925DC DE230925C DE 230925 C DE230925 C DE 230925C DE NDAT230925 D DENDAT230925 D DE NDAT230925D DE 230925D C DE230925D C DE 230925DC DE 230925 C DE230925 C DE 230925C
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- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 11
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims 1
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q9/00—Pilot flame igniters
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Feeding And Controlling Fuel (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 230925 KLASSE 4 d. GRUPPE
JULIUS PINTSCH AKT.-GES. in BERLIN.
von Eisenbahnwagenlampen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum wechselseitigen Zünden und Löschen der Haupt-
und· Zündflamme von Eisenbahnwagenlampen. Die Vorrichtung ist mit einem Regler verbunden,
der bewirkt, daß bei der Umschaltung auf »Hell« oder »Dunkel« den zu löschenden Flammen
noch eine gewisse regelbare Zeitlang Gas zugeleitet wird, bevor der Abschluß dieser Leitungen
erfolgt, während den zu entzündenden
ίο Brennern sofort die nötige Gasmenge zugeführt
wird. Derartige Vorrichtungen sind allerdings bereits bekannt, und zwar wird auch bei diesen
bekannten Einrichtungen ein gleichzeitiges Speisen der beiden Brennerleitungen stattfinden,
jedoch erfolgt die Betätigung des Reglers unter Vermittlung desjenigen Gases, welches den
Brennerleitungen zugeführt wird. · Dieses hat den Nachteil, daß Druckschwankungen in den
Brennerleitungen während des Wechsels der Flammen auftreten, weil die in die Brennerleitungen
überzuführende Gasmenge auch den Regler durchströmen muß. Infolgedessen ist das sichere Arbeiten dieser bekannten Einrichtung
nicht unter allen Umständen gewährleistet, wobei auch noch der Nachteil vorhanden
ist, daß die Umstellung des Steuerhahnes nicht vollkommen kraftschlüssig stattfindet, sondern
nur teilweise von Hand erfolgt. Der andere Teil der Bewegung des Steuerhahnes soll bei
den bekannten Einrichtungen mittels mechanischer Einrichtungen selbsttätig erfolgen, was
aber zu Unzuträglichkeiten Veranlassung gibt, da diese mechanischen Einrichtungen durch
starke Erschütterungen oder durch sonstige Umstände veranlaßt werden können, nicht
richtig zu arbeiten. Nach vorliegender Erfindung erfolgt die Betätigung des Reglers durch
eine Gasmenge, welche von der nach den Brennerleitungen führenden Leitung abgezweigt
wird und für die Speisung der Brenner überhaupt nicht herangezogen wird. Infolgedessen
wird durch die Betätigung des Reglers eine Beeinträchtigung des Druckes in der Leitung
nach den Brennern überhaupt nicht stattfinden können. In diese von der Hauptleitung abgezweigte
und lediglich für die Betätigung des Reglers verwendete Nebenleitung ist ein Steuerhahn eingeschaltet, welcher allein von Hand
auf »Hell« oder »Dunkel« gestellt wird, so daß ein sicheres Arbeiten der Gesamteinrichtung
stattfinden muß.
In der Zeichnung ist die neue Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen senkrechten
Schnitt durch die ganze Vorrichtung, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. 1
und Fig. 3 einen Schnitt durch eine geänderte Ausführungsform der Steuerventile.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus dem Haupthahn A, dem Steuerhahn B, dem
Steuerapparat C, C1, der Hauptflammenleitung D und der. Zündflammenleitung E. An
diese Leitungen können beliebig viele Lampen angeschlossen sein. Der Haupthahn A ist in
die ,vom Gasbehälter kommende Leitung eingeschaltet und steht durch die Leitung 1 mit
dem Steuerapparat C, C1 und durch Leitung 2 mit dem Steuerhähn B in Verbindung, so daß
bei Absperrung des Hahnes A die Gaszufuhr
nach dem ganzen Beleuchtungsnetz des Wagens aufhört. Der Steuerweghahn B ist ein Vierweghahn,
in welchen die Leitung 2 mündet. Von dem Hahn zweigen die in dem Teil c des Steuerapparates
mündenden Leitungen 3 und 4 ab. Außerdem steht der Steuerhahn B noch durch
eine öffnung 5, deren Querschnitt durch die . Schraube. 6 regelbar ist, mit der freien Luft in
Verbindung. Der Steuerapparat besteht aus dem Membrangehäuse C und dem Ventilgehäuse
C1. Das Gehäuse C ist durch die Membranen 7; 8 in drei Kammern F, H, G geteilt.
Beide Membranen sind durch die Stange 9 miteinander verbunden. Letztere ist mit dem um
den Zapfen 10 schwingbaren Hebel 11 gekuppelt,
der wiederum an seinem anderen Ende mittels des Stiftes 12 mit der im Ventilgehäuse.C1 verschiebbar
gelagerten Ventilspindel 13 in Eingriff steht. Die Ventilspindel 13 hat an ihren
beiden Enden Ventilkegel 14 und 15, die sich abwechselnd abdichtend je nach der Stellung
des ■ Steuerhahnes B auf die Ventilsitze 16, 17
auflegen. Von den durch die Ventilsitze 16, 17 und die Verschlußschrauben 18, ig gebildeten
Kammern zweigt einerseits die Hauptflammenleitung D und andererseits die Zündflammenleitung
E ab.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Von dem Haupthahn A strömt das Gas durch
die Leitung 1 zur Kammer H des Membranengehäuses C sowie gleichzeitig durch die Leitung 2
zum Steuerhahn B, um von dort je nach der Stellung des letzteren entweder durch Leitung 3
zur Kammer G oder durch Leitung 4 zur Kam-mer F zu gelangen. Der Steuerhahn B ist für
zwei Stellungen, »Hell« und »»Dunkel, eingerichtet. In der Zeichnung ist beispielsweise
' der Hahn B auf »Dunkel« gestellt; hierbei strömt das Gas durch Leitung 4 zur Kammer F.
In dieser Stellung steht die Kammer G des Membrangehäuses C mittels der Leitung 3 und der
regelbaren öffnung 5 mit der Außenluft in Verbindung.
Das in die Kammer F durch die Leitung 4 eintretende Gas bewegt nun vermöge
seines Druckes die miteinander gekuppelten Membranen 7, 8 nach der Kammer G zu und
drückt das in letzterer befindliche Gas mit einer der Drosselung der öffnung 5 entsprechenden
Geschwindigkeit ins Freie. Bei dieser Bewegung des Membranenpaares wird auch der Hebel Ii sowie die damit gekuppelte Ventilspindel
13 mitgenommen, die sich kurz vor Beendigung des Hubes der Membranen mit dem
Ventilkegel 15 auf den Ventilsitz 16 abdichtend auflegt. Zu Anfang der Membranenbewegung
wurde der Ventilkegel 14 von dem Ventilsitz 17 abgehoben, so daß für eine gewisse Zeit, d. h.
bis das Ventil 15 sich gegen seinen Sitz 16 legt, die Leitungen sowohl nach den Hauptflammen
als auch nach den Zündflammen offen sind. Infolgedessen kann während dieser Zeit das
Gas aus der Kammer H gleichzeitig zur Hauptflammenleitung D und zur Zündflammenleitung
E ■ strömen. Durch die Drosselung der Öffnung 5 am Steuerhahn B wird die Bewegung
der Membranen 7, 8 auf einen solchen Zeitraum ausgedehnt, daß die Gaszufuhr zu den Hauptflammen
durch die Leitung D erst dann abgeschlossen wird, wenn sich sämtliche an der Leitung
E angeschlossenen Zündflammen entzündet haben.
Der entgegengesetzte Fall tritt ein, sobald der Steuerhahn B in die punktierte Stellung auf
»Hell« umgestellt wird. ' Hierbei bewirkt das in die Membranenkammer G eintretende Gas ein
sofortiges Öffnen des Ventiles 15, so daß das Gas sofort durch die Leitung D zu den Hauptbrennern
strömen kann, während dasselbe weiterhin, d. h. solange die Ventilbewegung dauert,
in die Leitung E gelangt und somit die Zündflammen noch so lange im Brennen erhält,
bis sich sämtliche Hauptbrenner der angeschlossenen Laternen entzündet haben. Erst
dann tritt am Ende der Bewegung der Membranen 7, 8 ein Abschluß der Zündflammenleitung
E und somit ein Verlöschen sämtlicher Zündflammen ein.
Selbstverständlich kann der Haupthahn A und der Steuerhahn B so miteinander verbunden
werden, daß sie ein gemeinschaftliches Gußstück bilden. Ebenso können die Ventile
14,17 und 15, 16 so ausgebildet werden, daß sie,
wie Fig. 3 zeigt, unabhängig voneinander gesteuert werden und jedes Ventil für sich ein
besonderes Ventilsystem bildet. Hierbei würden die Ventilkegel durch Federn so lange geöffnet
gehalten, bis der Hebel 11 bei seiner Links-Oder
Rechtsbewegung durch Überwindung der Feder das eine oder andere schließt. An Stelle
des Steuerhahnes B kann auch ein Ventil oder ein Schieber treten, ohne daß an dem Wesen
der Erfindung etwas geändert wird.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung zum wechselseitigen Zünden und Löschen der Haupt- und Zündflammen von Eisenbahnwagenlampen mit einem Regler, der bei der Umschaltung die gleichzeitige Speisung beider Brennerleitungen aus der Gaszuleitung innerhalb eines regelbaren Zeitraumes bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß an der für die Haupt- und Zündflammenleitung gemeinschaftlichen Gaszuleitung (1) eine nach zwei Membranenkammern (F, G) führende Leitung (2, 3, 4) mit eingeschaltetem Steuerhahn (B) abgezweigt ist, der je nach seiner Stellung einer der Kammern das Gas zuströmen läßt, so daß eine Bewegung der gekuppelten Membranen (7, 8) in der einen oder anderen Richtung eintritt, von der das Öffnen oder Schließender Hauptleitung oder der Zündleitung ab- ! einerseits mit der Gaszuleitung (i) und ande-hängt. . . · j rerseits mit dem Ventilgehäuse (C1) ver-
- 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach bunden ist, dessen Ventile durch einen mitAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungsstange (9) der Membranender in dem Gehäuse (C) zwischen den Mem- j (7, 8) gekuppelten schwingbaren Hebel (11)branenkammern (F, G) liegende Raum (H) J gesteuert werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE230925C true DE230925C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT230925D Active DE230925C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE230925C (de) |
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