DE221880C - - Google Patents

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DE221880C
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DE
Germany
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gas
valve
pressure
pilot flame
membrane
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DENDAT221880D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4d. GRUPPE
WALTER OSTHOFF in BERLIN.
vermehrte Gaszufuhr erfährt.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1909 ab.
Es sind Gasfernziinder bekannt, bei denen durch Erhöhung des Leitungsdruckes der Gasdurchlaß zum Hauptbrenner geöffnet wird unter gleichzeitig vorübergehend gesteigerter Gaszufuhr zu der Zündflamme, die alsdann bei dem vollen Druck erlischt. Durch das Hochschießen der Zündflamme wird eine sichere Zündung des Hauptbrenners bewirkt. Nach der Erfindung soll diese Zündflammeneinrichtung bei einem durch vorübergehende Änderung des Gasdruckes — Drucksteigerung oder Druckminderung — zu betreibenden Fernzünder Anwendung finden. Die Fortschaltung des zum Hauptbrenner führenden Gasdurchlaßorganes erfolgt hierbei in bekannter Weise durch ein Schaltwerk, das mit einem dem Gasdruck ausgesetzten Druckglied gekuppelt ist. Dieses Druckglied besteht aus einer Membran, einem Kolben oder einer Glocke. Bei dem neuen Fernzünder ist besonders Wert darauf gelegt, daß die Ventile, welche den Gasdurchfluß zu der dauernd brennenden Zündflamme regeln, so einstellbar sind, daß die zur Speisung der Dauerflamme nötige Menge Gas durchgelassen wird, ohne die Betriebssicherheit oder den Wirkungsgrad des Fernzünders dadurch zu beschränken.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des neuen Fernzünders dargestellt. In dem an die Zuleitung τ" angeschlossenen Raum ι befindet sich das Druckglied, eine Membran 2, auf welche eine in dem danebenliegenden, durch das Druckglied 2 von ersterem getrennten Raum 3 gelagerte Feder 4 wirkt. Das Druckglied 2 dient zum Antriebe des Schaltwerkes 5, das in bekannter Weise mittels Schaltrad und Klinke den zum Hauptbrenner führenden Gashahn 6 dreht. Durch den Kanal 7 wird das Gas unter eine Membran 8 und durch das Ventil 9 in den Raum 3 und aus diesem durch das Ventil 10 in die Zündflammenspeiseleitung 11 geleitet. Die Schraube 12 dient zum Einstellen des gesamten Gasdurchganges für die Membran 8 und die Ventile 9 und 10. Die Schraube 13 begrenzt die Aufwärtsbewegung der an einer gemeinsamen Spindel 15 sitzenden Ventilkörper 9, 10 und regelt dadurch die Zuströmung von Gas zur Zündflamme bei gehobener Membran 8 durch das Ventil 9, während die Schraube 14 die Stellung des Ventils 10 bestimmt, wenn das Ventil 9 ganz geöffnet und die Membran 8 nicht gehoben ist. Das Gas strömt durch die Leitungen 16 zum Abschlußorgan 6 und bei dessen Offenstellung durch die Leitung 17 zu den einzelnen Brennern oder Brennergruppen. Der Arbeitsvorgang ist folgender:
Angenommen ist, daß der Fernzünder für die Zündung der Hauptbrenner bei Druckverminderung eingestellt ist. Bei vollem Betriebsdruck ist das Druckglied 2 in der Pfeilrichtung zurückgedrängt, somit die Feder 4, welche nur einen geringen Gegendruck ausübt, zusammengedrückt; ebenso ist die Mem-
bran 8 gehoben, so daß das Ventil 9 nahezu, d. h. bis auf seine Einstellung zur Zündflammenspeisung geschlossen ist, während das Ventil 10 ganz geöffnet ist. Soll nun eine Umschaltung des Gashahnes stattfinden, so muß der Leitungsdruck so weit herabgesetzt werden, daß der Einstellung des Fernzünders entsprechend die Membran 8 sinkt und dadurch das Ventil 9 ganz öffnet, dagegen das Ventil 10 so weit schließt, wie es der Speisung der Zündflamme entspricht. Hierbei wird der Druck im Raum .3 gleich demjenigen in Raum i, und die Feder 4 bringt die Membran 2 in die in der Figur gezeichnete Stellung zurück; dadurch wird die Schaltklinke 5 in Bereitstellung gebracht. Bei der darauf folgenden Erhöhung auf den normalen Betriebsdruck wird die Membran 8 wieder gehoben und dadurch das Ventil 9 bis auf seine Einstellung geschlossen, dagegen das Ventil 10 ganz geöffnet. Infolgedessen strömt das Gas aus Raum 3 unter höherem Druck zur Zündflamme ab, wodurch dieselbe vorübergehend größer brennt, da gleichzeitig die Membran 2 unter Drehung des Schaltrades durch den vollen Betriebsdruck nach dem Raum 3 durchgedrückt wird.
Ist dagegen der Fernzünder so eingestellt, daß er zur Zündung des Hauptbrenners bei vorübergehender Druckerhöhung oder auch Verwendung von Preßgas arbeiten soll, so befindet sich die Membran 8 in ihrer unteren Stellung; das Ventil 9 ist dabei ganz geöffnet und das Ventil 10 so weit geschlossen, daß eben noch Gas der Zündflamme zuströmen kann. Zur Schaltung ist alsdann eine Druckerhöhung erforderlich; der Vorgang spielt sich dabei in der gleichen Weise wie vorher ab.
Handelt es sich um Beleuchtung mit Gas unter gewöhnlichem Druck und Verwendung einer besonderen Druckluftleitung zur Bedienung des Fernzünders, dann müssen die Ventile 9 und 10 beim Abschluß auf »Dicht« eingestellt sein; außerdem wird man die Zuführungen 16 zum Durchlaßorgan getrennt von Raum ι ausführen.

Claims (2)

Pa tent-Ansprüche:
1. Durch vorübergehende Steigerung oder Verminderung des Leitungsdruckes zu betreibender Gasfernzünder mit Schaltwerk für das Gasdurchlaßventil, bei dem die Zündflamme während des Schaltungsvorganges zwecks Vergrößerung eine vermehrte Gaszufuhr erfährt, dadurch gekennzeichnet, daß ein von dem Druckraum (1) durch das mit dem Schaltwerk verbundene Druckglied (2) abgeschlossener Raum (3) sowohl mit dem Raum (1) durch einen Kanal (7) und ein Ventil (9) als auch mit der Zündflammenleitung (11) durch ein Ventil (10) in Verbindung steht, dessen Verschlußkegel mit dem Kegel des Ventils (9) durch eine Spindel (15) verbunden ist, die durch eine dem wechselnden Gasdruck ausgesetzte Membran (8) verschoben wird.
2. Ausführungsform des Gasfernzünders nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (9, 10) durch Stellschrauben (13, 14) stets so weit offen gehalten werden, daß der Zündflamme Gas dauernd in geringer Menge zuströmt, während bei der Bewegung des Druckgliedes (2) gegen den Raum (3) auch das in diesem vorhandene Gas durch weiteres Lüften des Ventils (10) vermittels der Spindel (15) und Membran (8) der Zündflamme zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE946762C (de) * 1953-09-23 1956-08-02 Gustav Knippschild Selbsttaetig durch den Stroemungsdruck sich oeffnendes Ventil

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE946762C (de) * 1953-09-23 1956-08-02 Gustav Knippschild Selbsttaetig durch den Stroemungsdruck sich oeffnendes Ventil

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