DE135243C - Verfahren zur Herstellung eines dem Fleischextrakt ähnlichen Milchextrakts - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines dem Fleischextrakt ähnlichen Milchextrakts

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DE135243C
DE135243C DE1901135243D DE135243DA DE135243C DE 135243 C DE135243 C DE 135243C DE 1901135243 D DE1901135243 D DE 1901135243D DE 135243D A DE135243D A DE 135243DA DE 135243 C DE135243 C DE 135243C
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DE
Germany
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extract
milk
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liquid
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Expired
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DE1901135243D
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English (en)
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Otto Eberhard
Otto Mierisch
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C21/00Whey; Whey preparations
    • A23C21/08Whey; Whey preparations containing other organic additives, e.g. vegetable or animal products

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  • Polymers & Plastics (AREA)
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  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 135243 KLASSE 53 e.
Das durch das Patent 129505 geschützte Verfahren zur Herstellung eines dem Fleischextrakt ähnlichen Milchextraktes besteht darin, dafs die von Fett und coagulirbaren Eiweifsstoffen befreite Molke nach Zusatz von Formaldehyd zur Krystallisation eingedampft und nach jedesmaliger Abscheidung der Milchzuckerkrystalle vor weiterem Eindampfen mit Formaldehyd versetzt wird. Der wiederholte Gebrauch des Formaldehyds bei dem Verfahren dient dazu, die Molkenflüssigkeit bezw. die Lösung der Extraktivstoffe der Milch in sicherer Weise gegen Veränderungen, welche durch Gährung hervorgerufen werden, zu schützen.
Dieser Zweck ist nun, wie sich bei näherer Prüfung ergeben hat, auch in anderer Weise erreichbar.
Statt des wiederholten Zusatzes von Formaldehyd bei der Verarbeitung der Molkenflüssigkeit kann man jedes andere flüchtige Mittel benutzen, welches geeignet ist, Ga'hrüngen in der Molkenflüssigkeit auszuschliefsen, vorausgesetzt, dafs durch dieses Mittel keine nachtbeiligen chemischen Veränderungen der Bestandtheile der Molkenflüssigkeit bezw. des Geschmackes derselben hervorgerufen werden.
So sind auch andere Aldehyde, Aldehydverbindungen, z. B. mit schwefliger Säure, schweflige Säure selbst, Chloroform, Wasserstoffsuperoxyd und ähnliche Körper brauchbar.
Auch nicht flüchtige Sterilisationsmittel können an Stelle des Formaldehyds verwendet werden, falls diese sich leicht ausfällen bezw. abscheiden lassen, z. B. Salicylsäure oder dergl. Allerdings ist die Anwendung nicht flüchtiger Sterilisationsmittel auf Grund praktischer Erwägungen weniger zweckmäfsig.
Unter Umständen genügt es auch, die Molkenflüssigkeit wiederholt zu sterilisiren oder sehr niedrige Temperaturen in den Krystallisirbottichen innezuhalten bezw. diese beiden Mafsnahmen abwechselnd zur Anwendung zu bringen. Ferner können mehrere Mittel der angegebenen Art gemeinsam benutzt werden, z. B. kann mit dem nach jedesmaliger Abscheidung des Milchzuckers aus der Molkenflüssigkeit stattfindenden weiteren Abdampfen ein Pasteurisiren der Flüssigkeit verbunden sein und dann ein Sterilisationsmittel, z. B. Chloroform, zugesetzt werden.
Soweit die Abänderung des durch das Haupt-Patent geschützten Verfahrens sich nur auf Ersatz des Formaldehyds durch ein anderes ähnliches Mittel bezieht, ergiebt sich die Ausführung von selbst, die Combination mehrerer Mittel erläutert das folgende Beispiel.
*) Früheres Zusatzpatent 129506.
In der frischen, vermittelst Centrifuge in üblicher Weise erhaltenen möglichst fettfreien Magermilch wird durch Lab oder durch Ansäuern mit Milchsäure oder Salzsäure oder auch mit anderer Säure das Casein abgeschieden und von der Flüssigkeit durch einen Filterbeutel, durch eine Presse oder dergl. getrennt. Durch Zusatz eines Alkalis oder alkalischen Salzes wird die so erhaltene Molke bis zur sehr schwach sauren Reaction abgestumpft und sogleich im Vacuum auf 30 bis 32 ° B. eingedampft (warm gemessen). Die concentrirte Flüssigkeit wird dann 30 Minuten auf 8o° gehalten, mit Y4 pro mille Chloroform versetzt und in Krystallisirkästen, welche auf 20 abgekühlt werden, bei Seite gestellt. Nach beendeter !Crystallisation centrifugirt man den mit wenig kaltem Wasser angerührten Krystallbrei und wäscht denselben mit etwas kaltem Wasser nach. Die aus der Centrifuge ablaufende Flüssigkeit kocht man nach Verdünnung auf 150B. mit directem Dampf kräftig auf, centrifugirt wieder und wäscht den ausgeschiedenen Albuminkuchen mit kaltem Wasser nach. Die gesammte von Albumin getrennte Flüssigkeit verdampft man im Vacuum auf etwa 35° B., erhitzt wieder etwa 30 Minuten auf 8o°, setzt J/4 pro mille Chloroform zu, läfst krystallisiren und centrifugirt nochmals.
Die aus der Centrifuge ablaufende Flüssigkeit kann man event, in gleicher Weise nochmals einengen und auskrystallisiren lassen. Die genügend entzuckerte Flüssigkeit verdampft man im Vacuum auf etwa die Hälfte, läfst sie dann in einen geräumigen kupfernen, verzinnten Kessel mit Doppelboden laufen und bringt sie zum kräftigen Sieden, worauf allmählich so viel Alkali oder alkalisches Salz hinzugesetzt wird, dafs die Flüssigkeit schwach alkalisch reagirt. Hierbei tritt von Neuem ein Niederschlag ein, welcher die bessere Klärung und die leichtere Filtration ermöglicht. Man filtrirt dann (event, nach Zusatz von Kieselguhr oder dergl.) heifs durch eine Filterpresse, macht mit einer geeigneten Säure, z. B. Phosphorsäure oder Salzsäure, schwach sauer und verdampft das Filtrat im Vacuum zur dicken Sirupconsistenz.
Die so gewonnene entzuckerte Flüssigkeit kann ebenfalls nach dem durch das Patent 129506 geschützten Verfahren zum Extrahiren von Fleisch oder Fleischtheilen benutzt werden.

Claims (2)

Pate nt-Ansprüche:
1. Weitere Ausbildung des durch das Patent 129505 geschützten Verfahrens zur Herstellung eines dem Fleischextrakt ähnlichen Milchextrakts, dadurch gekennzeichnet, dafs die Molkenflüssigkeit statt durch Formaldehyd durch irgend ein anderes flüchtiges oder leicht abscheidbares entwickelungshemmendes Mittel steril erhalten wird.
2. Eine Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Molkenflüssigkeit durch wiederholte Pasteurisirung, oder durch Innehaltung niedriger Temperaturen oder durch abwechselnde Anwendung beider Mafsnahmen, unter Zusatz der in Anspruch 1 bezeichneten Sterilisirmittel gegen Zersetzung geschützt wird.
DE1901135243D 1901-02-21 1901-10-15 Verfahren zur Herstellung eines dem Fleischextrakt ähnlichen Milchextrakts Expired DE135243C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6355489B1 (en) 1997-03-21 2002-03-12 Diacron S.R.L. Method for the determination of oxygen-centered free radicals

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6355489B1 (en) 1997-03-21 2002-03-12 Diacron S.R.L. Method for the determination of oxygen-centered free radicals

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