DE135089C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE135089C DE135089C DENDAT135089D DE135089DA DE135089C DE 135089 C DE135089 C DE 135089C DE NDAT135089 D DENDAT135089 D DE NDAT135089D DE 135089D A DE135089D A DE 135089DA DE 135089 C DE135089 C DE 135089C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- piston
- barrel
- air
- jacket
- cooling device
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims description 5
- 238000010304 firing Methods 0.000 claims description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- -1 copper z. B. Chemical class 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A13/00—Cooling or heating systems; Blowing-through of gun barrels; Ventilating systems
- F41A13/12—Systems for cooling the outer surface of the barrel
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE ■c,
Gegenstand vorliegender Erfindung soll hauptsächlich bei Maschinengewehren und selbstthätigen
Geschützen Verwendung finden, bei denen die selbsttätige Arbeit mit Hülfe der
durch den Rückstofs oder die Expansion der Gase verursachten hin- und hergehenden Bewegung
des Laufes oder der damit verbundenen Theile bewirkt wird.
Die Wirkung der Vorrichtung besteht einerseits in der Entziehung der Wärme des Laufes
vermittelst eines ihm benachbarten Körpers von gutem Wärmeleitungsvermögen, und andererseits
in dem Wegschaffen dieser Wärme aus der Vorrichtung, nachdem sie durch Ausstrahlung
in die Luft übergeführt ist.
Das Mittel, um dem Laufe die Wärme zu entziehen, besteht im Wesentlichen aus einem
den Lauf umschliefsenden Mantel von besserem Wärmeleitungsvermögen als wie es der Lauf
selbst besitzt. Dieser Mantel ist mit radialen Rippen versehen, so dafs die Wärme des
Laufes, welche sich ihm schnell mittheilt, mit Hülfe der grofsen Oberfläche des Mantels leicht
ausgestrahlt wird.
Nachdem die Wärme so in die den Rippenmantel umgebende Luft übergeführt ist, wird
sie vermittelst eines in das Innere der Vorrichtung eingesaugten Luftstromes nach aufsen
weggetrieben, welch letzterer sodann ebenfalls vermittelst eines besonderen Kolbens, welcher
durch die Bewegung des Laufes selbst bethätigt wird, an die Aufsenluft abgegeben wird.
Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung dargestellt. Fig. ι ist ein verticaler Längsschnitt
durch die an einem Maschinengewehrlauf angebrachte Vorrichtung, wobei der Lauf sich
in der Feuerstellung befindet. Fig. 2 zeigt dieselben Theile am Ende des Rücklaufes nach
dem Schufs. Fig. 3 ist eine. Einzelheit des in Fig. ι dargestellten Kolbens in gröfserem Mafsstabe.
Fig. 4 zeigt denselben Kolben in vergröfsertem Mafsstabe in der Stellung der Fig. 2.
Fig. 5 ist ein Querschnitt nach der Linie A-B durch den Rohrkörper. Fig. 6 ist ein Querschnitt
nach der Linie C-D vor dem Kolben.
An das Bodenstück 1 (Fig. 1 und 2) des
Verschlufsmechanismus des Maschinengewehres setzt das äufsere Mantelrohr 2 an, welches
vorn durch den Deckel 3 geschlossen ist. Das Bodenstück 1 führt den Lauf 4 des Maschinengewehres,
der auf der anderen Seite in der Oeffhung 6 des Deckels 2 geführt wird.
Der Lauf ist fast über seine ganze Länge hin von einem Ausstrahlmantel 7 umgeben,
welcher am hinteren Ende mit ihm verschraubt und über die ganze Oberfläche des Laufes 4
hin an demselben anliegt.
Dieser innere Mantel besteht aus einem die Wärme gut leitenden Material und ist auf seiner
Oberfläche mit Rippen 8 ausgestattet, welche als gerade oder gewundene. Längsrippen oder
als scheibenförmige Querrippen oder in beliebiger Form ausgebildet sein können.
An der Mündungsseite verstärkt sich dieses Ausstrahlrohr zu einem mit Gewinde versehenen
Flantsch 9, auf welchem ein Kolben 10 aufsitzt, welcher das vordere Laufende 4 bis an
die Mündung umgiebt.
Dieser Kolben ist mit zwei vorstehenden Rändern 11 und 12 versehen, von denen der
vordere 12 ausgespart ist, so dafs nur vier oder mehr Vorsprünge (Fig. 6) stehen bleiben.
Zwischen diesen Rändern ist ein aufgeschnittener Ring 13 gelagert, welcher infolge seiner Elasticität
zwischen der Oberfläche des Ausstrahlungsrohres und dem Mantelrohr durch ein Anliegen
an dem Rande 11 (Fig. 1 und 3), wenn sich
der Lauf 4 nach vorn bewegt, eine vollkommene Dichtung herstellt und so die Verbindung
durch den Kolben und zwischen den Randstücken 12 (Fig. 2 und 4) hindurch verhindert,
während der Ring 13, wenn der Lauf 4 sich nach hinten bewegt, die Verbindung des
vorderen und hinteren Luftraumes durch den Kolben hindurch freigiebt.
Auf der Ladeseite ist das Ausstrahlrohr zu einem Flantsch 14 ausgebildet, welcher zwischen
den Löchern 15 und 16 in dem Aufsenmantel
hin- und hergeht.
An dem Deckel 3 befindet sich oben ein Ansatz 17, in welchem ein Kugelventil 18 angebracht
ist, welches sich vertical bewegen und den Austritt der Innenluft reguüren kann.
Besonders zu bemerken ist, dafs das Ausstrahlrohr nicht aus einem Stück mit dem Lauf
hergestellt wird, woraus sich verschiedene Vortheile ergeben. Bei Waffen der vorliegenden
Art ist der Lauf einem sehr schnellen Verschleifs ausgesetzt und mufs oft erneuert werden,
und es würde dies mit gröfseren Kosten verknüpft sein, wenn auch die Kühlrippen direct
an dem Lauf säfsen. Da ferner der Stahl, aus welchem der Lauf besteht, im Verhältnifs
zu anderen Metallen, wie Kupfer z. B., ein mittlerer Wärmeleiter ist, wird die in dem Lauf
entstehende Wärme das Bestreben haben, sich mit mehr Intensität dem Materiale des den
Lauf berührenden Körpers mitzutheilen. Die Leitungsfähigkeit dieses letzteren wird gröfser
sein, woraus sich eine verhältnifsmäfsig grofse Temperaturabnahme im Laufe ergiebt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Im Augenblicke des Abfeuerns befindet sich die Vorrichtung in der in Fig. 1 gezeichneten
Stellung; der Ring 13 des Kolbens 10 geht infolge des Rückstofses aus der in Fig. 1 und 3
gezeichneten Stellung in die in Fig. 2 und 4 gezeigte Stellung über, das Ventil 18 schliefst
die Oeffnung und verhindert den Austritt der Innenluft. Gleichzeitig tritt die in dem Räume L
hinter dem Kolben enthaltene Luft in den Raum M vor dem Kolben über (Fig. 2 und 4),
während von aufsen durch die Löcher 16, 16
kalte Luft angesaugt wird und in dem Augenblicke in das Innere des äufseren Mantelrohres
eintritt, wo die in dem Räume TV zwischen dem Flantsch 14 und dem Bodenstück 5 enthaltene
heifse Luft durch die Löcher 15 nach aufsen weggedrückt wird.
Wenn das Mantel- und Laufrohr am Ende dieser Rücklaufbewegung angekommen sind
(Fig. 2), werden sie mit Hülfe einer in der Zeichnung nicht dargestellten Feder oder dergl.
zurückgeworfen, der Ring 13 nimmt wieder die in Fig. 1 und 3 gezeichnete Stellung ein,
in den Raum N wird kalte Aufsenluft eingesaugt, während die warme Luft des Raumes M
durch das Ventil 18 nach aufsen gedrückt wird.
Bei jedem Schufs des Maschinengewehres wird also ein gewisses Quantum Luft mechanisch
in das Innere eingesaugt; diese Luft treibt gleichzeitig die warme Luft aus und kühlt die Theile, mit welchen sie in Berührung
kommt; sie stellt so in einer bestimmten Temperaturhöhe zwischen der entwickelten und
der unter der Wirkung der beschriebenen Vorrichtung entzogenen Wärme einen gewissen
Ausgleich her.
Claims (2)
1. Kühlvorrichtung für den Lauf von selbstthä'tigen
Geschützen oder Maschinengewehren, dadurch gekennzeichnet, dafs der Lauf mit einem Kolben (10) versehen ist,
dessen Ring (13) sich bei dem durch den Rückstofs· oder dergl. verursachten Rückwärtsgange
des Laufes in dem Mantelrohr (2) so bewegt, dafs die zwischen dem Kolben (10) und einem Flantsch (14) vor-^
handene erwärmte Luft durch den Kolben hindurch in den Raum (M) vor dem Kolben
übertreten kann, während sich beim Rückgange des Kolbens mit dem Lauf in die Feuerstellung der Ring (13) des Kolbens
so bewegt, dafs die warme Luft des Raumes (M) nach aufsen getrieben und auf
der anderen Seite des Kolbens in den Raum (L) frische Aufsenluft eingesaugt wird.
2. Ausführungsform der Kühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs
der Kolben (10) auf einem den Lauf umgebenden, mit Kühlrippen versehenen Mantel
(7) angeordnet ist, zum Zwecke, den Lauf ohne die Kühlvorrichtung auswechseln
zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE135089C true DE135089C (de) |
Family
ID=403156
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT135089D Active DE135089C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE135089C (de) |
-
0
- DE DENDAT135089D patent/DE135089C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1453908C3 (de) | Verschlußführung für eine Feuerwaffe | |
| DE2031273C3 (de) | Kadenzregler an einer durch Gas druck betätigten Feuerwaffe | |
| DE2055805B2 (de) | Abschussvorrichtung fuer geschosse | |
| DE135089C (de) | ||
| DE3110988C2 (de) | ||
| DE19734212B4 (de) | Vakuumtrocknungseinrichtung | |
| DE96460C (de) | ||
| DE242206C (de) | ||
| DE1703712A1 (de) | Halbautomatische oder automatische Feuerwaffe | |
| DE1553929C3 (de) | Druckluftschusswaffe mit starrem Lauf | |
| DE907993C (de) | Leichtgeschuetz | |
| DE282659C (de) | ||
| DE13196C (de) | Offene Luftmaschine | |
| AT129413B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Unterdrückung des Mündungsfeuers und Milderung des Knalls und Rückschlags bei Geschützen und Schußwaffen. | |
| AT153281B (de) | Vorrichtung zum Übungsschießen mit Druckluft, insbesondere aus leicten Maschinengewehren und Maschinenpistolen. | |
| DE695928C (de) | Muendungsfeuer-Abschirm- und Schalldaempfervorrichtung fuer Schnellfeuerwaffen | |
| AT24405B (de) | Handfeuerwaffe mit Rückstoßbremse. | |
| DE1442798C3 (de) | Vorrichtung für die überführung ausschließlich von Feststoff zwischen Räumen, die jeweils von einer Gasphase erfüllt sind | |
| AT81753B (de) | Feuerwaffe. Feuerwaffe. | |
| DE57275C (de) | Schmelzofen zum Schmelzen von Margarintalg mittelst heifser Luft | |
| DE75646C (de) | Verriegelung für Drehblock^erschlüsse | |
| AT146564B (de) | Gasableitung für in der Schußrichtung bewegte Feuerwaffen. | |
| AT120502B (de) | Geschoß für Schußwaffen mit gezogener Bohrung. | |
| DE2142763C3 (de) | Vorrichtung zum gasdichten Abschließen einer Trennfuge | |
| AT359871B (de) | Revolver |