DE134353C - - Google Patents
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- DE134353C DE134353C DENDAT134353D DE134353DA DE134353C DE 134353 C DE134353 C DE 134353C DE NDAT134353 D DENDAT134353 D DE NDAT134353D DE 134353D A DE134353D A DE 134353DA DE 134353 C DE134353 C DE 134353C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G5/00—Elevating or traversing control systems for guns
- F41G5/06—Elevating or traversing control systems for guns using electric means for remote control
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine mit einem Zielfernrohr oder dergl. verbundene Einrichtung
zum Richten und Abfeuern von Geschützen. Das Zielfernrohr wird so angeordnet,
dafs es bei seiner Bewegung zum Visiren auf elektrische Vorrichtungen einwirkt, welche
elektromagnetische Kupplungen mit beständig umlaufenden, zweckmäfsig durch Elektromotoren
angetriebenen Wellen kuppeln und dadurch die Vorrichtungen zum Heben oder Senken und zum Drehen des Geschützes so
lange in Thätigkeit setzen, bis das Geschütz die richtige Stellung erreicht hat. Jene elektrischen
Vorrichtungen veranlassen dann selbstthätig die Wiederausrückung der magnetischen
Kupplungen. Die Vorrichtung zum Abfeuern des Geschützes ist dabei so eingerichtet, dafs
das Geschütz nicht eher abgefeuert werden kann, als bis es gerichtet ist.
Die Erfindung ist in einer Ausführungsform auf der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι ist die Vorderansicht (mit theilweisem
Schnitt) eines Geschützes nebst Thurm und Einrichtung zum Richten und Abfeuern des
Geschützes, wobei die elektrischen Vorrichtungen und Leitungen schematisch dargestellt
sind.
Fig. 2 ist die Oberansicht mit theilweise. weggenommenem Panzer.
Fig. 3 ist ein senkrechter Längsschnitt durch die elektromagnetische Kupplung in gröfserem
Mafsstabe,
Fig. 4 ein Querschnitt nach der Linie A-B und
Fig. 5 ein Querschnitt ■ nach der Linie C-D in Fig. 3.
Fig. 6 ist die Seitenansicht eines Theiles des Zielfernrohres mit den damit verbundenen
Theilen und
Fig. 7 die Oberansicht des Zielfernrohres und seiner Verbindung mit dem abgebrochen
gezeichneten Geschützzapfen.
Fig. 8 ist ein Querschnitt nach der Linie E-F in Fig. 6.
ι ist ein Panzerthurm, 2 ein Geschütz beliebiger
Art, welches, mittelst seiner Zapfen 3 in der im Thurm angeordneten Laffete 4 gelagert
ist. Das Geschütz soll in senkrechter Ebene und seitlich nach beiden Richtungen gedreht werden können. Im vorliegenden
Falle erfolgt die seitliche Bewegung des Geschützes durch Drehen des Thurmes i. Dieselbe
könnte aber ebenso gut durch Drehen der Laffete 4 herbeigeführt werden. Die senkrechten
und seitlichen Bewegungen des Geschützes können ebenso wie diejenigen des Zielfernrohres 5 getrennt oder gleichzeitig erfolgen.
Das Zielfernrohr 5 ist im Rahmen 6 unverrückbar befestigt, welcher mit dem Bügel
7 aus einem Stück besteht. Der Bügel 7 ist drehbar in einem zweiten Bügel 8 gelagert,
der mittelst seines Zapfens 9 drehbar auf der Säule 10 ruht; die letztere ist an der Laffete 4
mittelst des Armes 83 befestigt. Das Zielfernrohr braucht indessen nicht dicht neben dem
Geschütze aufgestellt zu sein, sondern seine Aufstellung kann in einiger Entfernung von
demselben erfolgen.
Die Vorrichtungen zur Bewegung des Geschützes in senkrechter oder in wagerechter
Ebene werden, wie erwähnt, auf elektrischem Wege ein- bezw. ausgeschaltet. Wird das
Zielfernrohr in irgend einer Richtung verstellt, so veranlafst es einen oder mehrere
Regler, den Strom in den zugehörigen Vorrichtungen zu schliefsen und zu öffnen.
Der Regler für die Bewegung des Geschützes in senkrechter Ebene besteht zweckmäfsig aus
einer Contactfeder 14 und einem Metallringe, der aus zwei auf der Scheibe 13 sitzenden
Theilen 11 und 12 zusammengesetzt ist. Die
Scheibe 13 sitzt drehbar auf dem verlängerten Zapfen 15 des Bügels 7 und ist mit dem
einen Geschützzapfen 3 zwangläufig verbunden. Zwischen der Scheibe 13 und den zwei Ringtheilen
11, 12 sowie zwischen den Enden der letzteren ist eine Isolirung 16 vorgesehen. Auf
dem Zapfen 15 sitzt drehbar ein Arm 18,
welcher mit dem Bügel 7 zwangläufig verbunden ist und an seinem oberen Ende 17
die Contactfeder 14 trägt. Das freie Ende der Contactfeder 14 ruht für gewöhnlich auf der
Isolirung 16 zwischen den Enden der Ringtheile 11 und 12 (Fig. 6), so dafs die Leitung,
deren Bestandtheil die Contactfeder 14 bildet, unterbrochen ist. Wird das Zielfernrohr um
die wagerechte Achse des Bügels 7 gedreht, so schleift das Ende der Contactfeder 14 auf
dem einen der beiden Ringtheile 11, 12 und schliefst dadurch den Strom für die Vorrichtung
zur Bewegung des Geschützes in senkrechter Ebene. Diese Vorrichtung wirkt in der weiter unten beschriebenen Weise und
dreht das Geschütz 2 um seine Schildzapfen 3. Diese Drehung wird durch eine Kupplung 20
(Fig. 7) und eine Welle 19 auf die Scheibe 13
übertragen, so dafs diese sich mit dem Geschützzapfen 3 gleichzeitig dreht, bis die Contactfeder
14 wieder auf die Isolirung 16 zwischen den Ringtheilen 11, 12 kommt und den
Strom öffnet, wodurch die Bewegung des Geschützrohres begrenzt wird. Auf diese Weise
wird das Geschütz genau den Bewegungen des Zielfernrohres entsprechend eingestellt.
Um das Geschütz auf die der Entfernung des Zieles entsprechende Erhöhung einstellen
zu können, ist folgende Einrichtung vorgesehen:
Das an dem Arm 18 drehbar gelagerte Getriebe
21 greift in einen an dem Bügel 7 befestigten Zahnbogen 22 ein, der mit einer
Scala versehen ist. Auf dieser Scala spielt ein mit dem Arm 18 fest verbundener Zeiger,
welcher durch Drehen des Triebes 21 auf den der Entfernung des Zieles entsprechenden Theilstrich
der Scala eingestellt wird. Dabei schleift die Contactfeder 14 auf einem der Ringtheile
11, 12, wodurch die Drehung des Geschützrohres
in der oben beschriebenen Weise erfolgt.
Der Regler, durch welchen die seitliche Einstellung des Geschützes bewirkt wird, ist im
Wesentlichen gleich demjenigen für die Höheneinstellung ausgebildet. Die Ringtheile 25 und 26
dieses Reglers sind an der Scheibe 27 isolirt befestigt, deren Nabe 28 drehbar auf der
Säule 10 sitzt. Die Contactfeder 23 sitzt an dem Arm 24 des Bügels 8, so dafs sie bei
der seitlichen Verstellung des Zielfernrohres auf einem der Ringtheile 25, 26 schleift und
den Strom schliefst, wodurch die Vorrichtung zur Bewegung des Geschützes in. seitlicher
Richtung in noch näher zu beschreibender Weise bethätigt wird. Das Ende der Contactfeder
23 trifft auf die Isolirung 16 und unterbricht damit den Strom, sobald die Seitenrichtung
des Geschützes derjenigen des Zielfernrohres entspricht. Ein mit Scala versehener
Zahnbogen 22 und ein Getriebe 21, wie sie in Verbindung mit der Scheibe 13 beschrieben
wurden, werden hier ebenfalls zur Verdrehung der Scheibe 27 benutzt, um der Geschwindigkeit
des zu treffenden Gegenstandes sowohl wie derjenigen der das Geschütz tragenden Unterlage sowie der Derivation des Geschosses
Rechnung zu tragen.
Die Vorrichtungen zum Einstellen des Geschützes in senkrechter Ebene und in seitlicher
Richtung bestehen in der Hauptsache aus zwei elektromagnetischen Kupplungen 29, 30, von
denen jede aus einem drehbar auf der Welle 3 1 sitzenden Zahnrade mit angeschlossenem, den
Elektromagneten tragendem Gehäuse und einer fest auf derselben Welle sitzenden Bremsscheibe
zusammengesetzt ist. Die Wicklungen der Elektromagnete sind in die Leitungen, welche
durch die oben beschriebenen Regler bei der Verstellung des Zielfernrohres geschlossen und
unterbrochen werden, eingeschaltet. Die Anordnung der Leitungen ist für beide Kupplungen
die gleiche.
Der eine Pol der Batterie 33 ist durch einen Draht 32 mit der Contactfeder 14, der andere
durch Drähte 34,35 mit den Ringtheilen 11 und 12 an der Scheibe 13 verbunden. In die
Leitungen 34, 35 sind die Wicklungen der Elektromagnete 36, 37 eingeschaltet, so dafs,
wenn die Contactfeder 14 mit einem der Ringtheile 11, 12 in Berührung tritt, der diesem
Ringtheile entsprechende Elektromagnet wirksam wird. Die als Anker dieser Elektromagnete
dienenden Hebel 38, 39 bilden Theile von zwei anderen Leitungen, welche durch die
Anker unterbrochen oder geschlossen werden können, je nachdem der zugehörige Elektromagnet
36 bezw. 37 wirksam wird. Die Anker 38, 39 sind mit einander durch einen Draht 40
verbunden, welcher durch einen Draht 41 mit dem einen Pol der Batterie 42 verbunden ist.
Der andere Pol der Batterie 42 ist durch Drähte 43, 44 mit den Drahtwicklungen der Elektromagnete
in den elektromagnetischen Kupplungen verbunden. Die anderen Enden dieser Drahtwicklungen sind durch Drähte 45 mit
den Contacten 46 verbunden, mit welchen die Anker 38 bezw. 39 in Berührung treten, wenn
sie von den Elektromagneten 36 bezw. 37 angezogen werden.
In die vermittelst einer geeigneten Zündvorrichtung 52 das Abfeuern des Geschützes bewirkende
Zündleitung 47, 50, welche ihren Strom von der Batterie 53 erhält, sind vier Contacte 48,49 eingeschaltet, weiche durch
die Ankerhebel 38, 39 geschlossen werden, wenn kein Strom durch die Wicklungen der
Elektromagnete 36, 37 geht. Der Contacthebel 51 der Zündleitung wird zweckmäfsig
auf dem Zielfernrohr angeordnet (s. Fig. 7), damit er beim Richten des Geschützes bequem
zu erreichen ist.
Wie ersichtlich, kann die Zündleitung erst dann geschlossen werden, wenn die Anker
38,39 in jeder Leitung mit den Contacten 48 und 49 in beiden Leitungen in Berührung
stehen. Die Anker können diese Lagen nur dann einnehmen, wenn die Contactfeder in
jedem Regler auf der Isolirung zwischen den Enden der beiden Ringtheile ruht. Wenn das
Richtfernrohr auf das Ziel gerichtet ist, so tritt dieser Fall erst dann ein, wenn auch das Geschütz
genau die Richtung auf das Ziel hat. Das Geschütz kann somit nicht eher abgefeuert
werden, als bis es genau auf das Ziel gerichtet ist.
Die elektromagnetischen Kupplungen 29, 30 stehen durch Zahnräder mit einem Elektromotor
oder einer anderen Kraftmaschine 54 im Eingriff, welche beständig umläuft, wenn das
Geschütz gebraucht wird. Die Antriebswelle des Elektromotors trägt zwei Getriebe 55, 56,
von denen das eine 55 unmittelbar in das Stirnrad 57 der Kupplung 29 eingreift, während
das andere Getriebe 56 durch das Zwischenrad 59 mit dem Stirnrade 58 der Kupplung
30 im Eingriff steht. Infolge dieser Anordnung werden die Stirnräder 57, 58 der zwei Kupplungen in entgegengesetzten Richtungen
umgetrieben. Die zwei Stirnräder 57, 58 sitzen drehbar auf der Welle 31, welche in
den Ständern 60 gelagert ist. Jedes Stirnrad 57, 58 trägt, wie erwähnt, ein cylindrisches
Gehäuse 61; diese Gehäuse greifen an ihren Enden so in einander, dafs sie sich gegenseitig
stützen. In jedem Gehäuse 61 ist eine Unterlage 62 angebracht, auf welcher der vom Gehäuse
umschlossene Elektromagnet 63 befestigt ist. Der Anker 64 für den Elektromagneten
jeder Kupplung ist drehbar mit dem freien Ende des Hebels 65 verbunden, welcher am
Stirnrade drehbar gelagert ist. Es ist nun ersichtlich, dafs bei der Drehung der Stirnräder
57, 58 die Elektromagnete sarnmt den Ankern mitgenommen werden. Jedes Stirnrad 57, 58
trägt ein Bremsband 66, welches die auf der Welle 31 festgekeilte. Bremsscheibe 67 in der
Kupplung umgiebt. Eine Rolle 68 oder dergl. am Hebel 65 dient dazu, das Bremsband fest
an die Bremsscheibe anzudrücken. Wird also in einer Kupplung der Anker vom Elektromagneten
angezogen, so mufs die Bremsscheibe 67 sich mit dem Stirnrade drehen, wobei
die Welle 31 mitgenommen wird. Auf der Nabe' jedes Stirnrades 57, 58 sitzt eine
Isolirungshülse 69, auf welcher zwei Ringe 70 befestigt sind. Die Drahtenden des Elektromagneten
in jeder Kupplung sind mit diesen zwei Ringen verbunden. Auf einem Vorsprunge
jedes Ständers 60 sitzen zwei Contactfedern 71, welche auf den Ringen 70 schleifen und durch
die Drähte 43, 44 und 45 mit den Leitungen der beiden Regler verbunden sind. Die Hebel
65 werden für gewöhnlich durch Federn 72 gegen Anschläge 73 (Fig. 3) geprefst gehalten.
Die Enden der Welle 31 derjenigen Antriebsvorrichtung,
welche die Verstellung des Geschützes in der Höhenrichtung bewirkt, tragen Getriebe 74 (Fig. 1), welche in Stirnräder
75 auf der Welle 76 eingreifen. Diese Welle ist in den zu diesem Zweck verlängerten
Ständern 60 gelagert. Die Getriebe 77 auf der Welle 76 greifen in die Zahnbogen 78
ein, welche am Geschütz befestigt sind.
Die Welle 31 der Vorrichtung für die Seitenbewegung
des Geschützes trägt an dem einen Ende ein Kegelrad 79, welches in das Kegelrad 80 eingreift. Das Kegelrad 80 ist mit
einem Getriebe 81 starr verbunden, welches in den Zahnkranz 82 am Thurm 1 eingreift.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Vorrichtung zum Richten und Abfeuern eines Geschützes, dadurch gekennzeichnet, dafs auf der wagerechten und auf der senkrechten Drehachse eines Zielfernrohres oder dergl. ein aus zwei gegen einander beweglichen Theilen bestehender elektrischer Unterbrecher so angebracht ist, dafs der eine bewegliche Theil zwangläufig mit dem Zielfernrohr und der andere bewegliche Theil zwangläufig mit dem Geschütze verbunden ist, so dafs beim Einrichten des Zielfernrohres auf das Ziel der mit ihm verbundene Theil des betreffenden Unterbrechers seiner Bewegung folgt und dabei den Strom zum Einrücken der Vorrichtung zum Verstellen des Geschützes in der Höhen- oder Seitenrichtung so lange schliefst, bis der mit dem Geschütze verbundene Unterbrechertheil, dessen Bewegungen folgend, nach erfolgtem Richten des Geschützes den Strom wieder unterbricht.
- 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die elektrischen Unterbrecher mit je zweiUebertragern (36, 38, 48 und 37, 39. 49) verbunden sind, deren Anker einerseits zum Schliefsen der die Bewegung der beiden Richtmaschinen regelnden elektrischen Ströme dienen, andererseits unter einander sowie mit einer zum Abfeuern des Geschützes dienenden elektrischen Zündleitung (40, 47, 50) so verbunden sind, dafs sie erst bei ihrer durch das erfolgte Richten des Geschützes veranlafsten Freigabe die Zündleitung schliefsen und die Zündung gestatten.Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mittelst Leitungen (41, 42,43,44,45) mit den Uebertragern verbundene umlaufende Elektromagnete (63), welche an durch Kraftmaschinen (54) beständig angetriebenen Zahnrädern (57, 58) oder dergl. sitzen und diese infolge des durch das Einstellen des Zielfernrohres bewirkten Stromschlusses mittelst Anker (64) und Bremsbänder (66) mit den Richtmaschinenwellen (31) des Geschützes kuppeln.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE134353C true DE134353C (de) |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE134353C (de) |
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