DE130480A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES /k
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung, welche zum zwangsweisen Verschliefsen
der Einlegeöffnung für Zahlscheine bei Kontroikassen und für ähnliche Einrichtungen
dient.
, Die Vorrichtung soll im Folgenden erläutert werden in Anwendung für eine Kontrolkasse,
bei welcher die Schublade durch einen Haken gesperrt gehalten wird, der durch Verschiebung eines Schlittens, auf welchem
der Zahlschein liegt, derartig angehoben wird, dafs die Sperrung ausgelöst wird.
In dem genannten Falle kann bei den bisherigen Einrichtungen. eine unbefugte Auslösung
der Sperrvorrichtung dadurch bewirkt werden, dafs ein beliebiges passendes Werkzeug
in die Einlegeöffnung eingeschoben und der Sperrhaken damit angehoben wird. Dieses
unbefugte oder widerrechtliche Oeffnen ist natürlich nur dadurch und nur dann möglich,
wenn diese Oeffnung unverdeckt ist, wie dies bisher stets der Fall war.
Die vorliegende Erfindung besteht demnach in einem Verschhifsdeckel für die Einlegeöffnung,
welcher so mit dem Triebwerk der Schublade in Verbindung gesetzt ist, dafs die Schublade nur dann geöffnet werden kann,
wenn die · Einlegeöffnung für den Zahlschein durch diesen Deckel verdeckt ist.
Eine Ausführungsform dieser Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt,
Fig. 2 eine Ansicht von oben,
Fig. 3 einen Querschnitt der neuen Vorrichtung.
Die Einrichtung und Wirkungsweise der neuen Vorrichtung ergiebt sich aus dem Folgenden:
Der zur Auslösung des Sperrhakens dienende Zahlschein wird, wie üblich, auf den Schlitten 1
gelegt, indem er durch die Einlegeöffnung 2 der ' oberen Abdeckung eingelegt wird. Der
Schlitten 1 steht mit der Schublade 3 in einer beliebigen Weise derartig in Verbindung, dafs
er beim Herausziehen der Schublade mitgenommen wird, und zwar so, dafs, wenn die
Schublade sich von rechts nach links bewegt, der Schlitten von links nach rechts geht. Bei
dieser Bewegung greift der Zahlschein unter die Nase 4 des Hakens 5, so dafs dieser angehoben
wird. Auf der Welle 6, auf welcher der Haken 5 befestigt ist, ist auch der Haken 7
befestigt. Dieser besitzt vorn eine Nase 8, welche das Herausziehen der Schublade verhindert,
indem sie sich in eine Rast 9 der Schublade einlegt. Durch das Anheben des Hakens 5 wird auch der Haken 7 sowie
dessen Nase 8 angehoben, so dafs die Nase 8 das Herausziehen der Schublade nicht mehr
hindern kann.
Bei den bisher beschriebenen Einrichtungen kann, wie in der Einleitung angegeben ist,
das Anheben des Hakens 7 auch dadurch bewirkt werden, dafs mittelst eines Werkzeuges,
z. B. eines Drahtes, die Nase 4 des Hakens 5 angehoben wird.
Damit letzteres unmöglich gemacht wird, ist folgende Einrichtung getroffen:
Der Schlitten ι ist mit Knaggen io versehen.
Ueber der Einlegeöffnung ist ein Schieber ii angeordnet, der gleichfalls mit
zwei Knaggen 12 versehen ist, die in gleichem Abstand von einander stehen wie die Knaggen
10. Während die Knaggen 10 nach oben gerichtet sind, sind die Knaggen 12 nach unten
gerichtet, und zwar sind die Oberkanten von 10 höher gelegen als die Unterkanten von 12
(Fig. 1). Wenn Schieber 11 so steht, dafs die
Knaggen 10. und 12 in gleicher Richtung liegen, wie in Fig. 2 dargestellt, so ist ersichtlich
, dafs der Schlitten 1 sich nur so weit nach rechts bewegen kann, bis die Knaggen 10
an die Knaggen 12 anstofsen. Da aber das Abheben des Hakens 4 erst bei einer weiteren
Bewegung des Schlittens 1 erfolgt, so ist ersichtlich,
dafs auch Haken 7 und damit die Nase 8 nicht angehoben werden können; das heilst, die Schublade kann bei der in Fig. 2
dargestellten Lage des Schiebers 11 nicht geöffnet werden. Der Schieber 11 ist mit zwei
schrägen Schlitzen 13 versehen, in welche feste
Stifte 14 hineinragen. Wird der Schieber 11
mittelst einer beliebigen Handhabe von rechts nach links geschoben, so dafs die Einlegeöffnung
2 hierdurch überdeckt wird, so bewegt er sich gleichzeitig infolge der schrägen Schlitze 13 senkrecht zu dieser Richtung. Die
Knaggen 12 machen diese Bewegung natürlich mit, da sie fest mit dem Schieber 11 verbunden
sind. Wenn der Schieber 11 in seine äufserste Stellung nach links geschoben ist, so
dafs die Einlegeöffnung 2 vollkommen überdeckt ist, so liegen die Knaggen 12 so weit
seitlich von den Knaggen 10, dafs diese an den Knaggen 12 sich vorbeischieben lassen
(Fig- 3)·
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dafs die Oeffnung der Schublade 3 nur dann geschehen
kann, wenn ein Zahlschein auf den Schlitten 1 aufgelegt und der Schieber 11 so
über die Einlegeöffnung geschoben ist, dafs diese überdeckt ist. Dadurch ist es unmöglich
gemacht, ein Werkzeug in die Einlegeöffnung einzuführen und die Auslösung des Sperrhakens 7 auf andere Weise zu bewirken
als auf die ordnungsmäfsige, d. h. durch Einlage eines Zahlscheines.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . - Vorrichtung zur Erzwingung des Verschliefsens der Einlegeöffnung für Zahlscheine von Kontroikassen, gekennzeichnet durch einen die Einlegeöffnung von aufsen abschliefsenden Deckel, der auf- seiner Innenfläche so ausgestaltet und mit der Schublade so verbunden ist, dafs deren Sperrung bei offener Einlegeöffnung selbst gegen betrügerische Eingriffe gesichert ist und erst bei vollständig überdeckter Einlegeöffnung gelöst wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet, dafs der über der Einlegeöffnung (2) angeordnete Deckel (11) mittelst Knaggen (12) o. dgl. die Bewegung des Schiebers (1) und damit das Oeffnen der Schublade verhindert, so lange er die Einlegeöffnung (2) freiläfst, die Bewegung des Schiebers (1) und damit die Schubladensperrung aber freigiebt, sobald er die Einlegeöffnung (2) bedeckt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dafs der Schieberdeckel (11) mit schrägen Schlitzen (13) versehen ist, in welche feste Stifte (14) derartig eingreifen, dafs beim. Verschliefsen der Einlegeöffnung durch den -Schieber gleichzeitig eine seitliche Verschiebung desselben stattfindet und daher die Knaggen (12) ebenfalls nach der Seite geschoben werden, so dafs die Knaggen (10) des Schlittens (1) frei an ersteren vorbeigehen können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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