DE130412C - - Google Patents

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DE130412C
DE130412C DENDAT130412D DE130412DA DE130412C DE 130412 C DE130412 C DE 130412C DE NDAT130412 D DENDAT130412 D DE NDAT130412D DE 130412D A DE130412D A DE 130412DA DE 130412 C DE130412 C DE 130412C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H9/00Acetylene gas generators according to Dobereiner's principle with fixed carbide bell

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

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PATENTAMT.
Ja 130412 KLASSE 266.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung ' bildet eine Karbidpatrone für Acetylengaserzeuger, weiche gegenüber der durch das Patent 125937 der Klasse 26 b geschützten Karbidpatrone dahin abgeändert ist, dafs sie oben vollständig geschlossen und nur an ihrem Boden mit haarfeinen Löchern versehen ist. Der Boden der Patrone kann aufserdem nach aufsen gewölbt und in seiner Mitte gelocht oder nach innen .gewölbt und an seinem Rande gelocht sein.
Die neue Wirkung der vorliegenden Karbidpatrone besteht darin, dafs zunächst das Gas wesentlich durch dieselben Löcher zum Austritt gelangt, durch welche das Wasser eingedrungen und entwichen ist, dafs die Karbidschicht fortwährend trocken und porös bleibt, dafs alle Rückstände: Kalkhydrat und dergl. in der Palrone eingeschlossen, bleiben, so dafs das Wasser. vollständig geklärt bleibt und Monate lang benutzt werden kann, ohne dafs es nöthig ist, das Wasser zu erneuern. Fernere Vortheile bestehen darin, dafs auch nicht ein einziges Karbidtheilchen verloren geht, da die Porosität des Karbides das Wasser bis auf den Kern hindurchtreten läfst. Bei Anwendung der Karbidpatrone genügt eine nur geringe Wassermenge, um das Karbid zu zersetzen.
Es wurde bisher angenommen, dafs zur Zersetzung des Karbides ungefähr 1 1 Wasser pro kg gehöre. Durch Anwendung der vorliegenden Karbidpatrone erfährt diese Regel jedoch eine Abänderung dahin, dafs hier für die Zersetzung eines kg Karbid nicht einmal Vio 1 Wasser verbraucht wird, was daraus hervorgeht, dafs das Karbid der vorliegenden Patrone bei deren Herausziehen aus dem Wasser kaum 8 bis 10 pCt. Feuchtigkeit enthält. Die Karbidpatrone kann also ohne jegliche Verpackung gebrauchsfähig in den Handel gebracht werden, wobei nur nöthig ist, die haarfeinen Löcher mit einer Etikette zu bekleben, die sich im Wasser von selbst ablöst oder vor dem Gebrauche abgenommen wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 einen gelötheten, Fig. 2 einen verschraubten Karbidbehälter dar. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den mit einer Patrone versehenen Gaserzeuger gemäfs der Patentschrift 125937. ^n Fig. 4 ist in schematischer Darstellung eine Laterne, z. B. für Motorwagen, zur Darstellung gebracht, in welcher die Karbidpatrone von der Glocke vollständig getrennt ist.
Wie die Fig. 3 erkennen läfst, befindet sich bei dieser Darstellung der Gaserzeuger bei Beginn seiner Wirkungsweise. Sobald jedoch der Hahn des Brenners geöffnet wird, kann die in der Glocke ρ und in dem Behälter a enthaltene Luft entweichen, wobei das Wasser des äufseren Gefäfsesy in dessen Mitte emporsteigt, bis es den Boden der.Patrone g benetzt und durch die haarfeinen Löcher c des Bodens eindringt. Das durch den Angriff des Wassers auf das Karbid gebildete Gas steigt in der
Patrone empor und zwingt durch seinen Druck das Wasser, durch dieselben Löcher c zu entweichen. Hierauf entweicht die durch das Acetylen verdrängte Luft, tritt in den Behalter α und von hier nach aufsen über. Wenn jedoch der Druck in dem Behälter α nachgelassen hat, so steigt das Wasser wieder empor und greift von Neuem das Karbid an, welcher Vorgang sich bis zur Erschöpfung des Karbides wiederholt. Nach dem Verdrängen der Luft tritt das in der Patrone erzeugte Gas durch die Löcher c aus. Es findet also eine Reinigung statt, indem das Gas zunächst durch die Karbidschicht, sodann durch die haarfeinen Löcher c und durch die Wasserschicht des Behälters a hindurchtritt. Die sich bildende Kalkschicht bleibt in der Patrone eingeschlossen und wird stets durch das hindurchtretende Gas derart getrocknet, dafs sie vollständig porös bleibt, ohne dem Durchgange des Wassers den geringsten Widerstand zu bieten.
In der Fig. 4 ist schematisch eine Laterne dargestellt, in welcher der Wasserbehälter f in seinem oberen Theile erweitert ist, wobei der Behälter a, durch welchen das Acetylen hindurchtreten mufs, bevor es zum Brenner h gelangt, bis zum Boden des verbreiterten oberen Theiles hinabreicht und sich über der auf dem Boden des engeren Theiles aufgestellten Patrone g befindet. Die die Verlängerung bildende Glocke wird alsdann durch die Wandung der Patrone selbst gebildet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Abänderung der Karbidpatrone des Acetylengaserzeugers gemäfs Patent 125937 dahin, dafs die Karbidpatrone oben vollständig geschlossen und nur an ihrem Boden mit haarfeinen Löchern versehen ist.
2. Ausführungsform der Patrone gemäfs Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs der Boden der Patrone nach aufsen gewölbt und in seiner Mitte gelocht ist, oder dafs er nach innen gewölbt und an seinem Rande gelocht ist, zu dem Zwecke, den
. Abflufs des Wassers zu erleichtern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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