DE129583C - - Google Patents

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DE129583C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/02Blowing glass; Production of hollow glass articles with the mouth; Auxiliary means therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen zum Glasblasen, bei welchen eine Anzahl von Formen während des Blasvorganges um eine senkrechte Mittelachse kreisen, und betrifft eine Vorrichtung an solchen Maschinen zum Oeffnen und Schliefsen der Formen. Im Wesentlichen besteht die Neuerung in der Anordnung eines Motors auf jedem der die Formen trägenden Wagen mit je einem Ventile zur Regelung des zum Arbeitscylinder gehenden Kraftmittels in solcher Einrichtung, dafs das Ventil beispielsweise unter der Wirkung der Schwerkraft in eine Stellung gelangt, bei welcher das Kraftmittel die Form öffnet, und unter der Wirkung einer Anlauffläche, auf welches das Ventil beim Umlaufe der Formen um die Maschine einwirkt, wieder emporsteigt, wobei das Kraftmittel die Form schliefst.
In beiliegender Zeichnung ist diese Neuerung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine mit der Gründplätte im Schnitt, Fig. 2 ist ein Grundrifs der Maschine mit einer Seite des Obertheiles, abgebrochen, um die Formen zu zeigen. Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht des Formträgers und einer der Formen, Fig. 4 ist ein Schnitt nach Linie A-A der Fig. 3 und zeigt die Vorrichtung zum Oeffnen und Schliefsen der Formtheile.
In den Fig. 1 und 2 ist 1 die Grundplatte der Maschine, welche annähernd kreisförmig gestaltet ist und auf Rollen 2, 2 an der Seite und einer beweglichen Rolle 3 am Vordertheile ruht; die Grundplatte ist mit dem Wasserbehälter 4 und mit einer kreisförmigen Bahn 5 versehen, welcher in den Behälter führt, und auf welcher die die Formen oder die Förmenschlitten fragenden Theile sich bewegen. Auf der Grundplatte ruht ein hohler Ständer 6, innerhalb und unterhalb dessen eine Luftkammer 7 gebildet ist, um die unter geringem Druck befindliche Luft aufzunehmen, welche durch die Pfeifen in die Formen geführt wird. Die Grundplatte ist weiter mit einer durch eine Kappe 9 gebildeten Kammer 8 versehen,, welche in geeigneter Weise auf der Platte befestigt ist und einen Einlafsstutzeh 10 besitzt, der in Verbindung mit einer Luftzuführung steht. Dieser Kammer wird Luft unter hohem Druck zugeführt, um. die Formentheile in der später zu1 beschreibenden Weise zu öffnen und zu schliefsen. Des Weiteren ist die Grundplatte mit einer Anlauffläche 11 versehen, welche die Vorrichtungen zum Lufteintritt regelt, um die Formen zu öffnen und zu schliefsen. In der Mitte hat die Platte eine Vertiefung zur Aufnahme eines Gufsstückes 12, in welches das untere Ende der Hauptwelle 13 pafst. Dieses Stück 12 ist umgeben von einem ringförmigen Kopfe 14, mit welchem eine Anzahl Formen 15 verbunden sind. Der Kopf ist mit einer Hülse 16 versehen, welche unten mit einem Ringe 17 auf einem Vorsprunge 18 in der Oeffnung der Grundplatte aufliegt, um eine Bewegung des Kopfes in senkrechter Richtung zu verhindern. Ein an dem Gufsstück 12 befindlicher Flantsch 19 ruht oben auf der Grundplatte auf Und bildet

Claims (1)

  1. so eine Stütze für den Kopf. Im Innern des Gufsstückes 12 befindet sich ein ringförmiger Raum oder eine Kammer 20, in welche die Luft aus der Kammer 8 eintritt. Dieser Raum 20 bildet einen für die verschiedenen Formen gemeinschaftlichen Luftbehälter. 21,21 sind Auslafsöffnungen aus der Kammer 20. Die Welle 13 pafst dicht in den Kopf des Gufsstückes 12, besitzt aber einen geringeren Querschnitt als die Bohrung der Hülse 16, um zu gestatten, dafs die Luft aus der Kammer 8 frei in die Kammer 20 strömen kann. Die Welle ist weiter mit einem Federkeil 22 versehen, welcher eine senkrechte Einstellung der Welle im Kopfe gestattet und die Umdrehung der Welle im Kopfe verhindert.
    Es werden vorzugsweise fünf getheilte Formen 15 verwendet, welche mit dem Kopfe 12 verbunden sind, und welche vermittelst eines unabhängigen, die Welle 13 antreibenden Motors 23 einen kreisförmigen Weg beschreiben. Soweit ist die Maschine als bekannt anzusehen.
    Bei Glasblasemaschinen, bei welchen einen Umlauf ausführende Formen verwendet wurden, pflegte man die Formen entweder mit der Hand oder mittelst eines Excenters zu öffnen und zu schliefsen. Im letzteren Falle wird das richtige Oeffnen und Schliefsen der Formen bald durch die Abnutzung der Theile gestört, die erheblich ist, weil ein grofser Theil des Gewichtes der Formen und Formträger auf den führenden Flächen lastet, und da die Bewegung der Formen hier vollständig von der Bewegung ihrer Schlitten abhängt, war zu viel Zeit zum Oeffnen und Schliefsen der Formen erforderlich.
    Um diese Umstände zu vermeiden, wird nun gemä'fs der vorliegenden Erfindung ein unabhängiger Motor für die einzelnen Formen verwendet, welcher deren augenblickliches Oeffnen und Schliefsen in im Voraus bestimmten Zeitpunkten verursacht.
    An sich ist übrigens die Anordnung eines besonderen Kolbenmotors zum Oeffnen und Schliefsen je einer von mehreren an einer Glasblasemaschine angeordneten Formen nebst selbstthätiger Umsteuerung nicht neu, sondern bei Glasblasemaschinen, bei denen die Form nach der Einführung der Glasmasse um eine wagerechte Achse um i8o° gedreht wird, bereits in der Weise verwirklicht worden, dafs die Umsteuerung selbsttätig beim Umkippen der Form geschah. Eine Bewegung der Form und Beanspruchung der Steuerungsanschläge während des Blasevorganges, also während längerer Zeit findet bei diesen Maschinen nicht statt, daher bedeutet die Anordnung eines besonderen Motors für jede Form bei jenen Maschinen nicht eine Verbesserung mit der Wirkung, die bei Maschinen der hier in Betracht kommenden Art erreicht werden soll.
    Die Einrichtung der Form und der Vorrichtung zu ihrer Bewegung ist folgende:
    Der Formschlitten 24 hat vorzugsweise die Form einer Platte, welche mittelst eines Scharnieres 25 mit dem Kopf 14 verbunden ist und an seinem freien Ende eine Rolle 26 trägt, welche auf der Bahn 5 geführt wird. Auf der Platte 24 sitzen die beiden scharnierartig verbundenen Formentheile 27 und 28, deren Zapfen 29 sie auch gelenkig mit der Platte selbst verbindet, wie in Fig. 3 dargestellt. Zwischen der Form und dem Gelenktheile der Platte liegt der Motor 30. Dieser Motor (Fig. 4), welcher vorzugsweise ein Kolbenmotor ist, besteht aus einem Ventilgehäuse 31 und einem darin eingepafsten, mit den Köpfen 33, 34 versehenen Kolbenventil 32, aus einem Cylindergehäuse 35 und einer Kolbenstange 36. Die Kolbenstange, wie in Fig. 3 gezeigt, ist mit einem Kreuzkopf 37 versehen, der in Führungen 38 auf der Platte 24 gleitet und mittelst der Gelenke 39 mit den an den Formentheilen befindlichen Zapfen 40 verbunden ist. Der Zapfen des Kolbenventil·; steht unterhalb eines Gehäuses ungefähr im rechten Winkel zur Kolbenstange 36 vor und ist an seinem Ende mit einem Kopfe 41 versehen, welcher auf der Anlauffläche 11 aufruht, so dafs er während der Bewegung der Formen verschoben wird. Die einzelnen Motore werden durch Einlafsöffnungen 42 in ihren Ventilgehäusen von dem gemeinschaftlichen Behälter 20 aus mit Luft versehen, wobei biegsame Kuppelungen 43 'die Einlafsöffnungen mit den Auslafsöffnungen des Luftbehälters verbinden.
    Wenn sich die Theile in der in Fig. 4 gezeigten Stellung befinden, ist der auf den Köpfen 33 und 34 des Ventils 32 befindliche Luftdruck ein gleicher, und es werden deshalb, die Formentheile unbeweglich bleiben. Sobald aber der Zapfen des Ventiles 32 durch den sich auf der Bahn 11 bewegenden Kopf 41 angehoben wird, strömt die Druckluft aus der Einlafsöffnung 42 durch die Oeffnung 45 nach der Oeffnung 46, wo sie in ein Ende des Cylindergehäuses eintritt. Der sich hierdurch bewegende Kolben verursacht jetzt durch Vermittelung des Kreuzkopfes und der Gelenke das Schliefsen der Formentheile 27, 28.
    Die im Cylinder auf der anderen Seite des Kolbens enthaltene Luft wird in bekannter Weise durch die Ausströmungsöifnungen 47, 48 ausgetrieben.
    Die Anlauffläche 11 ist auf der Grundplatte derart angeordnet, dafs der Ventilzapfen bei der Bewegung des Formenschlittens dann mit der Bahn in Berührung kommt, wenn die Form den Wasserbehälter verläfst. Diese Anlauffläche läuft um die ganze Grundplatte herum und .hält die einzelnen Ventilzapfen in ihrer angehobenen Stellung, wodurch die Formen
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