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Ein Gerät zum Prüfen der Zahnflanken von Gerad-und Schrägstirnrädern
mit Evolventenverzahnung sollte sowohl die Prüfung der Flankenform (Evolvente) als
auch der Flankenrichtung (Zahnschräge) ermöglichen. Es sind mehrere Bauarten von
Geräten bekanntgeworden, die diese beiden Prüfmöglichkeiten besitzen.
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Bei einer dieser Bauarten wird die Führung des auf einem tangential
zum Radumfang bewegten Schlittens im Abstand des Grundkreishalbmessers von der Prüflingsachse
eingestellten Meßtasters auf der Soll-Evolvente des Rades in bekannter Weise dadurch
bewirkt, daß ein am Schlitten befestigtes Wälzlineal über eine Wälzscheibe vom Durchmesser
des Soll-Grundkreises des Rades dieses bei der Verschiebung des Schlittens um den
dem Schlittenweg entsprechenden Grundkreisbogen dreht. Die zur Messung der Zahnschräge
erforderliche Führung des Meßtasters auf einer Soll-Schraubenlinie der Zahnflanke
wird bei diesem Gerät dadurch bewirkt, daß ein auf einer parallel zur Prüflingsachse
verlaufenden Führung bewegter, den Meßtaster tragender Schlitten über eine an ihm
befestigte winkeleinstellbare Geradführung das zu deisem Zwecke in einer Führung
des Tangentialschlittens parallel zu diesem verschiebliche Wälzlineal über einen
Kulissenstein antreibt. Dieses dreht über die Wälzscheibe den Prüfling bei entsprechender
Einstellung des Winkels der Geradführung um den zum axialen Verschiebungsweg des
Meßtasters erforderlichen Verschraubungswinkel.
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Bei dieser Bauart ist zwar durch die Winkeleinstellbarkeit der Geradführung
eine stufenlose Einstellung des zu prüfenden Schrägungswinkels möglich. Der Bereich,
innerhalb dessen dieser geprüft werden kann, ist jedoch durch die bei Annäherung
an den Selbsthemmungswinkel an der Geradführung auftretenden großen Kräfte beschränkt,
so daß die Zahnschräge an Prüflingen mit sehr großen Schrägungswinkeln, wie z. B.
Evolventenschnecken, mit dieser Einrichtung nicht geprüft werden kann. Für die Prüfung
der Evolvente sind Wälzscheiben mit dem jeweiligen Grundkreisdurchmesser erforderlich.
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Um den letztgenannten Nachteil zu vermeiden, hat man bei einer Weiterentwicklung
dieser Bauart einen von älteren, nur zur Prüfung der Evolvente dienenden Geräten
her bekannten Ubertragungshebel angebracht, durch den der Weg des an einer fest
im Gerät eingebauten Wälzscheibe abrollenden Wälzlineals zum Weg des Meßtasters
in das dem Verhältnis des Wälzscheibendurchmessers zum Grundkreisdurchmesser des
Prüflings entsprechende Verhältnis gebracht wird. Damit wird diese Bauart sowohl
hinsichtlich des Grundkreisdurchmessers für die E"olventenprüfung als auch hinsichtlich
der Prüfung des Schrägungswinkels stufenlos einstellbar. Während für den Prüfbereich
des Schrägungswinkels auch hier die obenerwähnte Grenze besteht, ergeben sich jedoch
auch hinsichtlich des einstellbaren Grundkreisdurchmessers infolge der am Übertragungshebel
auftretenden Krlifteverhliltnisic Schwierigkeiten, wenn der Grundkreis des Prüflings
erheblich kleiner wird als derjenige der eingebauten Wälzscheibe. Diese Schwierigkeiten
sind offensichtlich der Grund, weshalb bei dem einzigen bisher bekanntgewordenen
Gerät dieser Bauart der einstellbare Grundkreisdurchmesser eine bestimmte Grenze
nicht unterschreiten kann.
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Bei einer weiteren bekanntgewordenen Bauart wird die stufenlose Grundkreiseinstellung
ebenfalls mit
einem Ubertragungshebel bewirkt. Für die Prüfung des Schrägungswinkels
ist eine von den Elementen der Evolventenprüfung völlig unabhängige Einrichtung
vorgesehen, bei der ein Arm eines Winkelhebels den Prüfling in Richtung seiner Achse
bewegt, während der andere in seiner wirksamen Länge einstellbare Arm des Hebels
einen Schlitten im rechten Winkel zur Prüflingsachse verschiebt. An diesem Schlitten
wird ein Trum eines über zwei Scheiben, deren eine auf der Aufnahmespindel des Prüflings
sitzt, geschlun genen endlosen Stahlbandes mitgenommen. Dieses erteilt der Spindel
mit dem Prüfling bei entsprechender Einstellung der Hebellänge die zu ihrer Längsbewegung
erforderliche Verschraubungsdrehung nach N laßgabe des Schrägungswinkels des Prüflings.
Bei dieser Bauart ist, da die Bewegungseinleitung beim Prüfen der Evolvente an einem
durch Wälzbänder mit einem großen Wälzsegment verbundenen Schlitten erfolgt und
der Ubertragungshebel nur den leichtgängigen Meßschlitten anzutreiben hat, dem einzustellenden
Grundkreisdurchmesser keine untere Grenze gesetzt, d. h., er kann bis hinab zu Null
eingestellt werden.
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Für den Prüfbereich des Schrägungswinkels hingegen ergibt sich eine
in der Bauart begründete ohere Grenze, die um so niedriger liegt, je kleiner der
Raddurchmesser ist. Nachteilig ist bei dieser Bauart außerdem, daß der - bei größeren
Abmessungen unter Uinständen sehr schwere - Prüfling beide die relative Verschraubung
des Meßtasters an seiner Flanke ergebenden Bewegungen ausführen muß, d. h., daß
er, da er im Gerät mit senkrechter Achse aufgenommen ist, gehoben werden muß.
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Bei einer weiteren bekannten Bauart sind auf einer zur Prüflingsachse
rechtwinkligen Führungsbahn zwei Schlitten verschieblich, von denen der eine den
anderen teilweise umfaßt. Der umfassende Schlitten ist antreibbar und trägt eine
winkeleinstellbare Geradführung und ein Wälzlineal, während auf dem inneren auf
der Führung frei verschieblichen und festklemmbaren Schlitten eine zur Prüflingsachse
parallele Geradführung mit einem den Meßtaster tragenden antreibbaren Schlitten
angeordnet ist. Dieser führt sich mit einem Gleitstein zugleich in der winkeleinstellbaren
Führung des umfassenden Schlittens. Das Wälzlineal liegt an einer auf der Aufnahmespindel
des Prüflings befestigten Wälzscheibe an.
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Bei dieser Bauart kann zur Prüfung der Evolvente eine Wälzscheibe
mit dem Durchmesser des Grundkreises oder mit in einem gewissen Bereich von diesem
abweichendem Durchmesser verwendet werden. Im ersteren Fall wird nur der umfassende
Schlitten mit dem Wälzlineal angetrieben, während im zweiten Fall sowohl der umfassende
Schlitten als auch der parallel zur Prüflingsachse geführte Meßtasterschlitten angetrieben
wird. Bei entsprechender Winkeleinstellung der Geradführung auf dem umfassenden
Schlitten erteilt diese dann dem Meßtaster die zuln Ausgleich des Durchmesserunterschiedes
der Wtilzscheibe und des Grundkreises des Rades erforderliche zus. itzliche tangentiale
Differenzgeschwindigkeit Der wirks It} Grundkreisdurchmesser ist also innerhalb
essics gewissen Bereiches in der Nähe des Durchalessers der verwendeten Wälzscheibe
stufenlos einstellbar. Bei dieser Bauart können Schrägungswinkel im ganzen Bereich
von 0 bis 90'ohne Einschränkung stufenlos eingestellt oder gemessen werden, da bei
entsprechender Einstellung der winkeleinstellbaren Geradfuhrung die Meßbewegung
entweder an dem zur Radachse
parallelen Schlitten (Schrägungswinkel
von 0 bis 45) oder an dem umfasenden Tangentialschlittern (Schrägungswinkel von
45 bis 90. d. Ii. Steigungswinkel von 0 bis 45ç) eingeleitet werden kann, wobei
der die Meßtasterführung tragende innere Schlitten auf der Führung festgeklemmt
ist. Nachteilig ist bei dieser Bauart, daß trotz der bereichsweise stufenlosen Einstellbarkeit
des Grunkdieises bei der Evolventenprüfung von Riidern mit stark unterschiedlichen
Grundkreisdurchmessern eine größere Zahl von Wiilzschwiben benötigt wird. Da sich
der raster bei dem Meßverfahren mit vom Gruinkdreisduchmesser abwiechender Wälzscheibe
nicht in einer Stirnebene, sondern wegen der glechzitig tangentialen und axialen
Bewegung in einer Art Schraubenlinie üb@@e die Zahnflanke bewegt. ist außerdem für
das Abfahren der ganzen Zahnhöhe eine gewisse Mindestzahbreite erforderlich.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein Geriit
zu schaffen, das alle in den vorsteheden, zum Stand der Technik gehörenden Gerätenm
vorhandenen Meßmöglichkeiten bietet, jedoch bei der Evolvente mit stufenloser Grundkreiseinstellung
im ganzen Meßbereich, wobei sich der Meßtaster bei der Prüfung relativ zum Iiad
nur ill einer Stiritebene bewegt, und bei Zahnschräge mit stufenloser Schrägungswinkeleinstellung
im Bereich von 0 bis 90 Diese Aufgabe wird bei einem Gerät zum Prüfen der Zahnilanken
von Gerad- und Schrägstrnrädern init Evolventeavlrzahrlullg mit einem auf einer
Führung rechtwinklig zur Achse des zu prüfnden Rades verschieblichen ersten Schiltten,
einem diesen teilweise umfassenden, durch eine Spindel antreibbaren zweiten Schlitten,
der in einer zur Radachse tangentialen Ebene eille winkeleinstellbare geradführung
trägt, einem parallel zur Radachse auf dem ersten Schlitten geführten antreibbaren,
den Meßtaster tragenden dritten Schlitten, der sich mit einem Kulissenstein zugleich
in der winkeleinstellbaren Geradf21hrug des zweiten Schlittens führt, durch geltist,
daß auf einem vierten antreibbaren, rechtwinklig zu den beiden ersten geführten
Schlitten eine zweite winkeleinstellbare Geradführung angeordnet ist, deren Kulissensteill
am zweiten Schlitten gelenkig befestigt ist, sowie daß am vierten Schlitten ein
oder mehrere Wälzlineale befestigt sind, die wahlweise an einem oder mehrereii gleichachsig
mit dem Prüfling im Gerät fest eingebauten und niit diesem gekuppelten Wälzzylindern
abwälzen können.
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Dieses Gerät weist gegenüber den vorstehend geschilderten Bauarten
eine stufenlose Einstellbarkeit für den Grundkreisdurchmesser von 0 bis zu dem größten
im Anwndungsbereich liegenden Wert für die Prüfung der Evolvente sowie eine stufenlose
Einstellbarkeit für den Schrägungswinkel im Bereich von 0 bis 90 auf. Die Evolvente
wird ini ganzen stufenlosen Einstellbereich in einer zur Radachse sentrechten Ebene
(Strinebene) abgetastet. Darüber hi@@@@@@konnen auf dem Gerät infolge der Verwendungsmöglichkeit
genauer Grundkreisscheiben für @@@@@@volventenprüfung die bei der Messung mit @@@@los
eingestelltem Grundkreis erhaltenen Ergebnisse jederzeit mit dicsem äußerst zuverlässigen
Verfahren nachgeprüft werden. Dannt ist eine Selbstkontrolle des Gerätes im ganzen
Meßbereich möglich.
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Der Aufbau und die Wirkungsweise des Gerätes
sind nachstehend an Hand
der Zeichnung im einzelnen beschrieben. In der Zeichnung stcllt dar: F i g. I eine
Seitenansicht einer Prüfinaschine nach der Erfindung für die Prüfung der Zahnflanken
von Evolventenstrnrädern, Fig.2 eine Draufsicht auf die Ntaschine unter Fortlassung
des Werkstückhalters, F i g. 3 eine teilweise Ansicht in Richtung des Pfeiles 1
der Fig. 1, F i g. 4 eine teilweise Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig.
1, F i g. 5 eine halbschematische, pcrspektivische Darstellung der die Nleßbcwegungcn
bewirkenden Elemeute, Fig 6 einen Schnitt lägs der Linei AA der Fig. 1.
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Fig 7 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles B der F i g. 6.
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In Fig. 1 bis 4 ist 1 das nett der Priifinaschine, auf dessen Oberseite
auf den Führungen 2 der Wcrkstückschlitten 3 mit den Werkstückhalter 4 zur Einsteilung
des Grundkreisradius des Prüflings am Handrad 5 mit Feineinstellung an der Rändelscheibe
6 einstellbar ist. Die Einstellung ist an einem nicht sichtbaren Steich-Maßstab
mittels einer Optik 7 ablesbar. Der Werkstückhalter 4 trägt ein auf der senkrcchten
Führungsbahn 8 verstellbares Gegenlager 9 für den Werkstückaufnahmedorn. Auf dem
vorderen @@@@@@ Bettes ist zwischen zwei seitlich angeschraubten Komsolen 10 und
11 (Fig. 3) brückenartig ein Führungsballken 12 angeordnet auf dem ein innerer Schlitten
13 (F i g. 5) und ein ihn teilweise umfassender Schlitten 14 auf Wälzführugen, die
in fig. 5 durch Kugeln angedeutet sind, laufen. Der innere Schlitten 13 trägt einen
Aufsatz 15, in welchem sich eine senkrechte zur Prüflingsachse parallele Führungsbahn
16 befindet. In dieser iiiuft auf Wälzführunge ein Schlitten 17 mit dem elektroinduktiven
Meßfühler 18, dessen Tastsxcheide 19 die Flanke des Prüfligs 20 bei der Evolventenprüfung
in einer Grundzylidertangentialbebee berührt. Der umfassende Schlitten 14 trägt
in einem Aufsatz 21 eine nach einem eingebauten nicht dargestellten Teilkreius im
Winkel einstellbare Geradführung 22, die in der Nullstellung der Ablesung parallel
zur Prüflingsachse verläuft. Die Winkelstellung der Geradführung 22 kam am Eibvlick
23 einer Ableseoptik abgelesen werden. In der Geradführung 22 ist ein Gleitstein
24 geführt, der am Schlitten 17 drehbar angelenkt ist DEr umfassende Schlitten 14
kann durch eie Spindel 25 über eine einem und ausschaltabare Mutter 26 auf der Führungsbahn
8 quer zur Prüflingschse verschoben werden. Die Spindel 25 wird dazu entweder von
einem nicht dargestellten blotor oder von Hand am Handrad 27 27 angetrieben. Uber
ein Kegelradpaar 28 wird von der Spindel 25 her eine Spindel 29 angetrieben, durch
die L über eine ebenfals eine und ausrückbare Nlutter 30 der Schlitten 17 in der
zur Prüflingschase parallelen Führugsbahn 16 verschoben werden kann.
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Unterahlb des Führungsbalkens 12 ist im Bett auf Wälzführungen ein
Schlitten 31 radial zur Prüflingsachse, d. h. im rechten Winkel zu den Schlitten
13 und 14, gefiihrt, der eine winkeleinstellbare Geradführung 32 trägt. In dieser
Geradführung gleitet ei Stein 33, der über einen Bolzen 34 gelenkig mit dem umfassenden
Schlitten 14 verbunden ist. Am Schlitten 31 sind zwei Wälzlielae 35 und 36 (F i
g. 6 in der schematischen Darstellung in der F i g. 5 ist
nur ein
Wälzlineal gezeichnet) angelenkt, die wahlweise an zwei Wälzscheihen 37 und 38 auf
der Aufnahmespindel 39 mittels einer im folgenden noch näher zu beschreibenden.
in Es i g. 5 mit 40 bezeichneten Spanneinrichtung angepreßt werden können.
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Die Aufnahmespindel mit der unteren Spitze 41 ist durch einen in
F i g. 5 schematisch dargestellten Mitnehmer 42 mit dem den Prüfling 20 tragenden
Aufnahmedorn 43 gekuppelt.
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Der Schlitten 31 wird über eine eine und ausschaltbare Mutter 44
von einer Spindel 45 angetrieben.
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Die Spindel 45 kann von Iland am Handrad 27 oder motorisch von dem
bereits erwähnten, nicht dargestellten Motor angetrieben werden. Eine ebenfalls
nicht dargestellte Umschallkupplung auf einer Zwischenwelle gestattet, den Antrieb
wahlweise entweder auf die Spindel 25 oder die Spindel 45 zu schalten.
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Am umfassenden Schlitten 14 ist ebenfalls ein mit 46 bezeichnetes
B'älzlineal befestigt. Dieses kann an einer auf den Aufnahmedorn des Prünings aufzusetzenden
Wälzscheibe 47 mit dem Grundkreisdurchmesser des Prüflings (Grundkreisscheibe) abwälzen.
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Die für die Reibungsmitnahme erforderliche Antriebskraft wird beim
Ilereinfahren des Werkstückschlittens gegen das Wälzlineal ohne Belastung der Lagerung
der Aufnahmespindel dadurch hervorgebracht, daß eine auf dem Werkstückschlitten
federnd gelagerte Rolle 48 gegen die der Berührungsstelle von Wälzlineal und Wälzsclleibe
diametral gegenüberliegende Stelle des Umfangs der Wälzscheibe gedrückt wird.
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Die für die praktisch schlupflose Reibungsmitnahme zwischen den Wälzlinealen
35 und 36 und den Wälzscheiben 37 und 38 erforderliche Anpreßkraft wird ohne Rückwirkung
auf die Lagerung der Aufnahmespindel 39 durch die in 1 i g. 5 schematisch dargestellte
und mit 40 bezeichnete Spannzunge aufgebracht. deren Ausbildung aus F i g. 6 und
7 zu crsehen ist. Auf die Aufnahmespindel 39 ist der Wälzkörper 49 mit den beiden
genau rundlaufend geschliffenen zylindrischen Wälzflächen 37 und 38 verschiedenen
Druchmessers oben als Wälzscheiben 37 und 38 bezeichnet aufgcpreßt. der am unteren
Deckel eines Gehäuses 50 gelagert ist. das an der Unterseite des Werkstückschlittens
2 festgeschraubt ist. Je eines der beiden Wälzlineald 35 oder 36 kann wahlweise
an den zugehörgien Wälzzylinder 37 oder 38 mit der Kraft der vier Zugfedetn 51 angepreßt
werden. Die Federn sind an E ier hebeln 52 angell. ingt, die auf Bolzen 53 und 54
drehbar befestigt sind. Auf den In Langlöchern 55 des oberen und unteren Gehaus
deckels geführten Bolzen 53 und 54 sind Spannkörper 56 und 57 befestigt. in denen
längsverschiebliebe Bolzen 58 und 59 geführt sind. Auf diesen Bolzen sind axial
unverschieblich Druekrollen 60 und 61 gelagert. Zwei auf Böckchen 62 und 63. die
am unteren Gehäusedeckel angeschweißt sind. gelasgerte hebel 64 und 65 greifen mit
ihren geschlitzten Enden über Stifte 66 und 67. die in die unteren Enden der Bolzen
58 und 59 eingepreßt sind. Am anderen Ende ist in den Hebel 64 ein Stift 68 eingepreßt
der in einen Schlitz am Hebel 65 greift. Der Bolzen 58 ist an seinem oberen aus
dem Gehäuse hinaursragende Ede mit einem K ugelknopf 69 versehen, mittels dessen
er hochgezogen oder nach unten gedrückt werden kann, woudruch die rolle 60 entweder
vor das obere (35) oder das untere Wälzlineal (36) gebracht wird. Gelichzetig damit
wird uet die Hebel 64 und 65 der Bolzen
59 mit der Rolle 61 in gleicher Weise verschoben.
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Diese wird dadurch entweder vor einen oberen oder einen unteren Druckkörper
70 bzw. 71 gebracht.
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Auf den Druckkörpern 70, 71 sind je zwei Rollen 72 für die Ubertragung
der Druckkraft auf den oberen oder unteren Wälzzylinder (37 bzw. 38) des Wälzkörpers46
gelagert. An den Spannkörpern 56 und 57 sind zwei Stelzen 73 und 74 angelenkt, die
mit ihrem anderen Ende gelenkig an einem längsverschieblichen Bolzen 75 mit Kugelknopf
76 befestigt sind. Durch Herunterdrücken des Bolzens bis zur Totpunktstellung des
durch die Stelzen gebildeten Kniehebels werden die Spannkörper gegen die Kraft der
Federn auseinandergedrückt und die Rollen 60 und 61 von den Wälzlinealen bzw. Wälzzylindern
abgehoben. Der Wechsel von einer Wälzübersetzung auf die andere kann dann durch
Herunterdrücken bzw. Hinausziehen des Knopfes 69 leicht vollzogen werden.
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Die Aufnahmespindel 39 stützt sich über eine Kugel 77 auf einem im
unteren Gehäusedeckel befestigten Druckstück 78 ab. Das Druckstück wird bei der
Verschiebung des Werkstückschlittens mitgenommen, wobei es auf einem Längswälzlager
79 auf einer im Bett der Maschine vorgesehenen Tragleiste 80 abrollt. Diese Anordnung
entlastet den Werkstückschlitten 3 vollständig von dem bei großen Rädern recht erheblichen
Werkstückgewicht, wodurch alle elastischen Deformationen und die sich aus ihnen
ergebenden Verlagerungen der Aufnahmespindel und der für die Meßgenauigkeit maßgeblichen
Wälzelemente vermieden werden.
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Die Wirkungsweise der Prüfmaschine beim Prüfen der Evolvente ist
folgende: Nach dem Aufsetzen des Prüflings wird die geeignete Wälzübersetzung mittels
des Knopfes 69 gewählt. Für Räder im unteren Teil des Anwendungsbereiches wird der
kleinere Wälzzylinder 38 mit dem Wälzlineal 36, für größere Räder der größere Wälzzylinder
37 mit dem Wälzlineal 35 benutzt. Ist der Grundkreisdurchmesser des Prüflings kleiner,
gleich oder größer als derjenige der Wälzscheibe, dann muß die Tangentialgeschwindigkeit
r1 des Meßtasters, die ja gleich der Umfangsgeschwindigkeit 1,q am Grundkreis des
Prüflings sein muß, kleiner, gleich oder größer sein als die Verschiebungsgeschwindigkeit
rt. des Wälzlineals. Der in Fig. 5 mit qw bezeichnete Einstellwinkel der Geradfübrung
32 gegenüber der Verschiebungsrichtung des umfassenden Schlittens 14 muß in diesen
Fällen größer. gleich oder kleiner als 45 sein, denn die Um agsgeschwindigkeitine
am Wälzzylinder (uw) und am Grudkreis (ug) verhalten sich wie die Durchmesser. Es
gilt, wenn man den Wälzscheibendurchmesser mit dw und den Grundkrcisdurchmesser
des Prüfings mit dg bezeichnet, die Beziehung: r31 r2 dw tan qw = = = . (1) r14
rg dg Wenn qw kleiner ist als 45 , dann wird der Antrieb am umfassenden Schlitten
14. wenn es größer ist als 45 , am Schlitten 31 eingeleitet.
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Soll. sei es zur Kontrolle des Gerätes, sei es, weil eine große Zahl
gleicher Räder zu prüfen ist. die Prüfung nicht mit Benutzung der stufenlosen Grundkreisenistellung,
sondern unter Verwendeung einer Grundkreisscheibe erfolgen. dann wird durch Herindriicen
des Knopfes 76 der Reibungssechluß zwischen
den eingebauten Wälzscheiben
und Wälzlinealen aufgehoben, und es kann nach Aufsetzen der Grundkreisscheibe 47
auf den Aufnahmedorn in der bei Geräten mit auszuwechselnden Grundkreisscheiben
üblichen Art, d.h. hier unter Einleitung der Meßbewegung am umfassenden Schlitten
14, gemessen werden. Es besteht auch die Möglichkeit, mit einer aufgesetzten Wälzscheibe,
die im Durchmesser in einem gewissen Bereich vom Grundkreis des Prüflings abweicht,
die Evolvente zu prüfen. In diesem Fall muß wieder, je nachdem, ob der Grundkreis
des Prüflings kleiner oder größer als der Durchmesser der verwendeten Wälzscheibe
47 ist, die Tangentialgeschwindigkeit des Meßtasters gegenüber der des in diesem
Fall angetriebenen Schlittens 14 verkleinert oder vergrößert werden. Das wird erreicht,
indem zugleich mit dem Schlitten 14 durch Einkuppeln der Mutter 30 auch der Schlitten
17 angetrieben wird. Ist die Geradführung 22 auf dem Schlitten 14 in einem Winkel
qb zur Senkrechten, d. h. gegenüber der Parallelen zur Prüflingsachse, eingestellt,
dann wird dem inneren Schlitten 13 durch den sich in der Geradführung 22 verschiebenden
Stein 24 eine Relativbewegung gegenüber dem Schlitten 14 aufgezwungen. Die tangentiale
Geschwindigkeit des im Schlitten 17 rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Schlittens
13 geführten Meßtasters wird also gegenüber derjenigen des Schlittens 14 vergrößert
oder verkleinert.
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Bezeichnet wieder v14 die Verschiebungsgeschwindigkeit des Schlittens
14, die ja in diesem Falle der Umfangsgeschwindigkeit r, der Wälzscheibe 47 entspricht,
und v17 die Geschwindigkeit des Schlittens 17, wobei v17 auf Grund der eingebauten
Ubersetzung gteich i # v14 sien möge, sowie vg die Umfangsgechwindigkeit des Prüflings,'
dann gilt die Beziehung: F1 # tan qg = i # v14 # tan qg = i # vw # tan qg = vg -
vw und es folgt: vg - vw dg - dw tan qg = = . (2) i # vw i # dw Zum Pr2fen der Zhanschräge
muß der meßtaster parallel zur Prüflingsachse verschoben und der Prüfling gleichzeitig
so gedreht werden, daß die Umfangsgeschwindigkeit vg seines Grundkreises und die
Geschwindigket des Meßtasters 18, die ja der Geschwindigkeit v17 des Schlittens
17 in der Führung 16 entspricht, der Bedingung genügen: vg = t'17 tan jJ , (3) wobei
pg der Schrägungswinkel am Grundkreis des Prüflings ist. Andererseits wird, wenn
die Geradführung 22 auf dem Schlitten 14 auf einen Winkel p p eingestellt ist, der
Schlitten 14 über den Stein 24 mit der Geschwindigkeit V14 = v17 tan < a (4)
verschoben. War die Prüfmaschine vor der Durchführung der Zahnschrägemessung zur
Messung der Evolvente eingestellt, dann ist wie oben gezeigt v14 = vg, und aus den
Formeln (3) und (4) folgt: 'I p = (5) Der Einstellwinkel der Geradführung 22 entspricht
also dann dem Schrägungswinkel am Grundkreis des Prüflings. Der Antrieb der Meßbewegung
wird, wenn ßg und damit q iii kleiner ist als 45, am Schlitten
17 eingeleitet, d.
h., die Mutter 30 ist geschlpssen, und die Muttern 26 und 44 sind geöffnet, damit
die Schlitten 14 und 31 der Bewegung folgen können.
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Der Schlitten 13 wird hierbei, damit der Meßtaster sich parallel zur
Radachse bewegt, auf dem Führung balken 12 festgeklemmt.
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Ist pg größer als 45°, d. h. liegt der Steigungswinkel des Prüflings
zwischen 0 und 45°, dann wird der Antrieb der Meßbewegung am Schlitten 14 eingeleitet,
d. h., die Mutter 26 wird geschlossen und die Mutter 30 geöffnet, so daß der Schlitten
17 der Bewegung folgen kann.
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Diese Einstellungen gelten auch dann, wenn die Messung nicht mit
der stufenlosen Grundkreiseinstellung, sondern unter Verwendung einer auf den Aufnahmedorn
gesetzten Wälzscheibe vom Grundkreisdurchmesser des Prüflings (Grundkreisscheibe)
ausgeführt wird.
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Ist bei der stufenlosen Einstellung des Grundkreisdurchmessers der
Grundkreisdurchmesser des Prüflings kleiner als der Durchmesser des benutzten Wälzzylinders
37 bzw. 38, dann ist der Winkel q", bei der Evolventenprüfung größer als 45". Es
kann dann nicht vom Schlitten 14 über die Geradführung 32 auf den Schlitten 31 getrieben
werden. Die Geradführung 32 wird dah3er in diesem Fall für die Zahnschrägen prüfung
auf einen Winkel #k # 45° eingestellt. Die geschwindigkeit des Schlittens 14 wird
dann: v14 = v31 # cot qk = vw # cot qk = vg # dw/dg # cot qk.
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Mit diesem Wert folgt aus den Formeln (3) und (4) für den Winkel
qß, auf den die Geradführung 22 in dunsem Fall einzustellen ist, die Beziehug: dw
tan ßg tan qß = # (6) dg tan #k le nachdem, bo qß sich mit dem gewählten qk kleiner
oder größer als 45° ergibt, wird der Antrieb am Schlitten 17 oder am Schlitten 14
eingeleitet.