DE1286397B - Belichtungszeitsteuereinrichtung fuer photographische Apparate mit lichtelektrischerZelle - Google Patents

Belichtungszeitsteuereinrichtung fuer photographische Apparate mit lichtelektrischerZelle

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DE1286397B
DE1286397B DE1964I0025539 DEI0025539A DE1286397B DE 1286397 B DE1286397 B DE 1286397B DE 1964I0025539 DE1964I0025539 DE 1964I0025539 DE I0025539 A DEI0025539 A DE I0025539A DE 1286397 B DE1286397 B DE 1286397B
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photocell
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DE1964I0025539
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Topaz Jeremy Myles
Wareham Richard Rogers
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Polaroid Corp
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/081Analogue circuits
    • G03B7/083Analogue circuits for control of exposure time

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exposure Control For Cameras (AREA)
  • Stroboscope Apparatuses (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Belichtungszeitsteuereinrichtung für photographische Apparate mit einem elektronischen Zeitgeber, der eine der Aufnahmehelligkeit ausgesetzte lichtelektrische Zelle besitzt, die während der Belichtung die Zeitgeberfunktion steuert.
  • Derartige elektronische Belichtungssteuereinrichtungen sind in der Lage, die Steuerung des Belichtungswertes, und zwar im allgemeinen der Belichtungszeit, sogar während des kurzen Zeitintervalls einer Blitzlichtaufhellung in Abhängigkeit von der hierdurch bewirkten Szenenhelligkeit einzustellen. Das Ansprechen der lichtelektrischen Zelle ist jedoch bei konstantem Lichtpegel (z. B. Tageslichtaufnahmen) und sich schnell ändernder Aufnahmeheiligkeit nicht gleich. Die im allgemeinen benutzten Photowiderstände, beispielsweise Cadmiumsulfidzellen, weisen eine endliche Ansprechgeschwindigkeit auf, d. h., die Widerstandsänderung folgt der Intensität des auf die Zelle fallenden Lichts mit einer ge> wissen Trägheit. Hierdurch ergeben sich für Blitzaufnahmen ungenaue, und zwar zu lange Belichtungszeiten, wenn die Belichtungssteuereinrichtung für Tageslichtaufnahmen geeicht ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Belichtungszeitsteuereinrichtung, die für Tageslichtaufnahmen oder sonstige Aufnahmen mit konstantem Lichtpegel geeicht ist, auch für Blitzaufnahmen derart verwendbar zu machen, daß trotz der sich schnell ändernden Helligkeit durch die elektronische Zeitgeberschaltung der richtige Belichtungswert geliefert wird.
  • Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, .daß für sich schnell ändernde Umgebungshelligkeit Kompensationsmittel einschaltbar sind, die die bei konstanter Beleuchtung zutreffende Ausgangs -größe .der photoelektrischen Zelle vergrößern. Unter »Ausgangsgröße der photoelektrischen Zelle« ist dabei der Strom (bei Verwendung eines Photowiderstandes) oder die Spannung (bei Verwendung eines Photoelements) zu verstehen. Spannung bzw. Strom erhöhen sich, wenn die auffallende Lichtintensität sich vergrößert. Hierdurch wird die Zeitgeberfunktion im Sinne einer Verkürzung der Belichtungszeit becinflußt, und diese Verkürzung ist aus Kompensationsgründen, wie oben erläutert, für Blitzaufnahmen erforderlich.
  • Die elektronische Schaltung ist demgemäß so geeicht, daß für Tageslichtaufnahmen und andere Aufnahmen konstanter Helligkeit die Lichtdämpfungsmittel vor der lichtelektrischen Zelle liegen und nur im Fall von Blitzaufnahmen aus dem Strahlengang herausgenommen werden. Das heißt, wenn sich die Li.chtdämpfungsmittel in einer ersten Stellung befinden (Tageslichtaufnahmen oder Aufnahmen mit konstanter Beleuchtung) das Licht um einen solchen Betrag gedämpft wird, daß der Gleichgewichtswert des Zeitintegrals der elektrischen Eigenschaft bei Blitzlicht im wesentlichen gleich dem tatsächlichen Wert des Zeitintegrals der elektrischen Eigenschaft ist, wenn sich die Dämpfungsmittel in der zweiten Stellung für Blitzaufnahmen befinden - (aus -dem Strahlengang herausgeschwenkt). Mit anderen Worten ausgedrückt heißt dies, daß sowohl für Tageslichtaufnahmen als auch für Blitzaufnahmen jeweils die gleiche Lichtmenge für die Belichtung zur Verfügung gestellt wird, wobei jeweils das langsamere Ansprechen .der lichtempfindlichen Zelle bei großen Helligkeitsgradienten berücksichtigt wird. Die Lichtdämpfungsmittel kennen aus einer undurchsichtigen Platte bestehen, die mehrere öffnungen aufweist und wahlweise vor die lichtempfindliche Zelle oder aus dem Strahlengang derselben i herausbewegt werden kann.
  • Zweckmäßigerweise werden die Lichtdämpfungsmittel selbsttätig beim Anbringen des Blitzlichtgeräts an dem photographischen Apparat in die zweite Stellung übergeführt. Dies kann durch Aufsetzen des Blitzlichtgehäuses auf das Kameragehäuse bewerkstelligt werden oder durch Einstecken des Synchronkabels. Es ist zwar allgemein bekannt, Umschaltorgane durch Einstecken eines Blitzsteckers zu betätigen, jedoch bewirken die bekannten Umschaltorgane lediglich eine Änderung der Blende, sie dienen jedoch nicht der angegebenen Kompensation.
  • An Stelle oder zusätzlich zu dem Lichtdämpfungsmittel kann die Ausgangsgröße der Photozelle auch durch Änderung des elektrischen Parameters der Triggerschaltung vergrößert werden. Hierbei kann beim Umschalten von der ersten in .eine zweite Stellung ein in Reihe mit dem RC-Glied des Zeitgebers liegender Widerstand kurzgeschlossen werden. Auch hierdurch wird die für die Belichtung zur Verfügung gestellte Lichtmenge nicht geändert, sondern lediglich eine Kompensation im Hinblick auf das langsame Ansprechen der Photozelle bei großem Helligkeitsgradienten bewirkt.
  • Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben.
  • F i g. 1 zeigt teilweise schematisch und teilweise in perspektivischer Darstellung einen photographischen Verschluß mit einer elektronischen Belichtungssteuereinrichtung; F i g. 2 zeigt in einer graphischen Darstellung ein Beispiel für die Änderung der Spannung in Abhängigkeit von der Zeit an der Ausgangsklemme der Schaltung nach F i g. 1; F i g. 3 a bis 3 d zeigen in graphischen Dgrstellungen die Intensität des auf ein lichtempfindliches Element fallenden Lichts und die entsprechenden zeitabhängigen Änderungen einer -elektrischen Eigenschaft des Elements; F i g. 4 zeigt die Vorderansicht einer photographischen Kamera mit einem durch die Schaltung nach F i g.1 gesteuerten Verschluß und einem mit der Kamera verbundenen Blitzgerät; F i g. 5 ist eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung bestimmter Teile der Kamera und .des Blitzgeräts nach F i g. 4; F i g. 6 ist eine Teildarstellung der in F i g. 5 gezeigten Teile und zeigt diese in der Stellung, welche sie .einnehmen, wenn man das Blitzgerät mit der Kamera verbindet; F i g. 7 zeigt in einer Teilansicht weitere Teile der Kamera einschließlich eines Teils er Schaltung nach F i g.1 und von Teilen des Blitzgeräts.
  • Die =Erfindung wird in Verbindung mit einem typischen photographischen Verschluß beschrieben, der mit einer Lichtintegrationsschalteinrichtung versehen ist, mittels deren die Dauer der durch den Verschluß bewirkten Belichtung geregelt wird. Zwar ist der Verschlußmechanismus ebenso wie die Schaltung nach F i g. 1 typisch für eine Vorrichtung, bei der die Erfindung anwendbar ist, .doch sei bemerkt, daß sich die Erfindung auch bei anders ausgebildeten Belichtungsregelvorrichtungen anwenden läßt. Aus diesem Grund zeigt F i g. 1 nur ein Minimum der konstruktiven Einzelheiten des Verschlußmechanismus.
  • In F i g. 1 erkennt man einen Teil 10 eines Verschlußgehäuses, eines Objektivträgers, eines Kameragehäuses oder anderer Mittel, durch welche gewöhnlich eine Belichtungsöffnung 12 abgegrenzt wird, deren Mittelachse durch die strichpunktierte Linie A-A bezeichnet ist. Zwei: Verschlußorgane 14 und 16 sind auf geeigneten, hier nicht gezeigten Unterstützungsmitteln verschiebbar und gegenüber der Öffnung 12 bewegbar gelagert. In F i g. 1 sind die Teile des Verschlusses in ihrer gespannten Stellung wiedergegeben. Das Verschlußorgan 16 wird in der Spannstellung entgegen der Kraft einer Feder 18 durch einen an einem in das Verschlußorgan 16 eingebauten Stift 22 angreifende Sperrhebel 20 festgehalten. Das Verschlußorgan 14 wird in der Spannstellung entgegen :der Kraft der zugehörigen Feder 24 dadurch festgehalten, daß eine vordere Kante des Verschlußorgans 14 an einer Stange 26 angreift, die mit dem Verschlußorgan 16 starr verbunden ist. Der Sperrhebel 20 ist mit Hilfe eines Lagerbolzens 28 drehbar gelagert und wird durch eine Feder 29 in Richtung auf ihre Eingriffsstellung gegenüber dem Stift 22 vorgespannt. Wenn man das Ende 30 dies Sperrhebels 20 mit der Hand niederdrückt, wird der Sperrhebel gedreht, bis er den Stift 22 freigibt. Wenn dies geschieht, kann sich das Verschlußorgan 16 in eine in F i g. 1 nicht gezeigte zweite Stellung bewegen, bei :der die Öffnung 32 gleichachsig mit der Linie A-A angeordnet ist. Das Verschlußorgan 14 wird in seiner Stellung nach F i g. 1 durch die Zugkraft festgehalten, die durch einen Elektromagneten 34 auf ein magnetisierbares Haltestück 36 bzw. einen Anker ausgeübt wird, welcher mit der Hinterkante des Verschlußorgans 14 fest verbunden ist. Eine noch zu erläuternde Schaltung dient dazu, den Elektromagneten 34 ein- bzw. auszuschalten, um das Verschlußorgan 14 festzuhalten bzw. eine Bewegung des Verschlußorgans zuzulassen.
  • Wenn sich das Verschlußorgan 16 in seiner zweiten Stellung befindet, während das Verschlußorgan 14 seine Ausgangsstellung einnimmt, kann das von einer zu photographierenden Szene kommende Licht durch die Belichtungsöffnung 12, die Öffnung 38 des Verschlußorgans 14 und die Öffnung 32 des Verschlußorgans 16 auf einen hier nicht gezeigten photographischen Film od. dgl. fallen, um eine photographische Belichtung zu bewirken. Wenn der Elektromagnet 34 ausgeschaltet wird, kann sich das Verschlußorgan 14 in eine in. F i; g. 1 nicht gezeigte zweite Stellung bewegen, bei der sich ein :geschlossener Teil des Verschlußorgans in Fluchtung mit der Achse A-A befindet, so daß kein Licht mehr durch die Belichtungsöffnung 12 fallen kann, um so die Belichtung zu beenden.
  • Ferner ist ein Spann- oder Rückstellmechanismus vorgesehen, mittels dessen die Verschlußorgane in die Stellung nach F i g. 1 zurückgeführt werden. Der Spannmechanismus umfaßt eine Kurbel mit Armen 40 und 42, die beide mit einer drehbar gelagerten Achse 44 starr verbunden sind. Der Arm 40 weist einen Schlitz 46 auf, in den :die Stange 26 -eingreift. Somit wird die Kurbel gedreht, wenn sich das Verschlußorgan 16 in seine zweite Stellung bewegt. Das freie Ende des Arms 42 kann mit der Hand in der entgegengesetzten Richtung gedreht werden, damit auch der Arm 40 gedreht wird, um das Verschlußorgan 16 entgegen der Kraft der Feder 18 zurückzuführen. Bei der weiteren Drehung des Arms 42 kehren beide Verschlußorgane in die Stellung nach F i g. 1 zurück, in der sie durch den Sperrhebel 20 verriegelt werden. Wenn das Verschlußorgan 16 durch den Sperrhebel 20 festgehalten wird, wird auch das Verschlußo:rgan 14 durch die Stange 16 in einer solchen Stellung gehalten, daß der Anker 36 die Polstücke des Elektromagneten 34 berührt.
  • Die Zeitspanne, während welcher der Film durch das die Belichtungsöffnung 12 passierende Licht belichtet wird, entspricht im wesentlichen der Zeit zwischen dem Eintreffen :des Verschlußorgans 16 in seiner zweiten Stellung und der Bewegung des Verschlußorgans 14 in dessen zweite Stellung. Da die Bewegung des Verschlußorgans 14 aus seiner Ausgangsstellung durch den Elektromagneten 34 gesteuert wird, können die Zei.tsteuermittel zum Regeln der Belichtungsdauer geeignete Mittel umfassen, um den Elektromagneten nach dem Auslösen des Verschlußorgans 16 im richtigen Zeitpunkt auszuschalten. Bei der Ausbildungsform nach F i g. 1 umfassen die Zeitsteuermittel eine transistorisierte, abgewandelte Schmittsche Triggerschaltung zum Regeln. der Zufuhr eines Stroms zu einer Wicklung 50, mittels deren der Elektromagnet 34 betätigt wird-. Diese Schaltung ermöglicht ein rasches Zuführen des Stroms zu der Wicklung 50, und sie arbeitet mit geringem Energieverbrauch.
  • Der Zeitsteuerteil der Schaltung umfaßt einen Kondensator 52, der mit einem lichtempfindlichen Element 54 in Reihe geschaltet ist, bei welchem es sich um ein beliebiges von mehreren bekannten Elementen handeln kann, wie man sie bei photographischen Apparaten zur Lichtmessung verwendet. Im vorliegenden Fall sei angenommen, daß es sich bei dem Element 54 um ein photoleitfähiges Element handelt, z. B. einen Cadmiumsulfid-Photoleiter, der so angeordnet ist, daß ihm Licht von der zu photographierenden Szene aus zugeführt wird, und dessen Widerstand von der Helligkeit der Szene abhängt. Zur Vereinfachung der Beschreibung der Wirkungsweise der Schaltung sei bemerkt, daß es sich bei der elektrischen Eigenschaft des Elements 54, die in Beziehung zur Intensität .des auf das Element fallenden Lichts steht, als Widerstand bezeichnet wird, daß man jedoch auch von der Leitfähigkeit des Elements sprechen kann, bei der es sich um den reziproken Wert des Widerstandes handelt.
  • Der soeben beschriebene Zeitsteuerteil der Schaltung ist über noch zu beschreibende Schalter zwischen den Klemmen 56 und 58 angeschlossen, so daß er eine Integrationsschaltung bekannter Art bildet, deren Eingangsklemme die Klemme 56 und deren Ausgangsklemme die Klemme 60 ist, welch letztere zwischen dem Kondensator 52 und dem lichtempfindlichen Element 54 liegt. Als Ausgangssignalentwickelt dieser Teil der Schaltung in Abhängigkeit von einem Spannungseingangssignal in Form einer Stufenfunktion eine zeitabhängig variierende Ausgangsspannung an der Klemme 60. Wenn der Kondensator 52 keine anfängliche Ladung aufweist, ist die Zeit t, welche die Spannung an der Klemme 60 benötigt, einen vorbestimmten Wert V1 zu erreichen, durch folgende Formel gegeben: Hierin ist R der Widerstand des lichtempfindlichen Elements 54 bei der jeweiligen Intensität des auf das Element treffenden Lichts, C die Kapazität des Kondensators 52 und Eo die Größe der Stufenfunktion-Eingangsspannung.
  • Die spannungsempfindliche Triggerschaltung umfaßt einen Transistor 62 mit einer Basis 63, einem Kollektor 64 und einem Emitter 65. Die Basis 63 ist mit der Klemme 60 verbunden, an der die Ausgangsspannung der Zeitsteuermittel erscheint. Der Kollektor 64 ist mit der Klemme 56 über einen variablen Vorspannwid erstand 66 verbunden, und der Emitter 65 ist über einen variablen Vorspannwiderstand 68 an die Klemme 58 angeschlossen. Ferner ist ein zweiter Transistor 70 mit einer Basis 71, einem Kollektor 72 und einem Emitter 73 vorgesehen. Der Kollektor 72 ist mit der Klemme 56 über die Wicklung 50 verbunden, und der Emitter 73 ist über einen Vorspannwiderstand 68 an die Klemme 58 angeschlossen, so daß der Elektromagnet 34 eingeschaltet wird, wenn der Transistor 70 leitfähig .ist. Es sei bemerkt, daß bei dieserAnordnung ein gemeinsamer Emitterwiderstand 68 vorhanden ist, der zu dem Zweck eingestellt wird, die Spannung festzulegen, bei der die Schaltung getriggert werden soll.
  • Weiterhin umfaßt die Schaltung eine elektrische Energiequelle in Form einer Batterie 74 mit der Spannung E., die von der Klemme 56 aus über einen Schalter S1 mit der Klemme 58 verbunden werden kann; der Schalter S1 ist normalerweise offen, damit der Batterie 74 möglichst wenig Strom entnommen wird. Die Kontakte des Schalters S1 werden geschlossen, wenn das Ende 30 des Sperrhebels 20 mit der Hand niedergedrückt wird, wodurch, wie schon erwähnt, das Verschlußorgan 16 freigegeben wird, um einen Belichtungsvorgang einzuleiten. Die Größe der Bewegung des Sperrhebels 20, die erforderlich ist, um den Schalter S1 zu schließen, ist geringer als die zum Freigeben des Verschlußorgans 16 erforderliche Bewegung, so daß der Schalter stets geschlossen ist, bevor die Bewegung des Verschlußorgans 16 beginnt. Auf die Gründe hierfür wird im folgenden näher eingegangen.
  • Nachstehend wird die Wirkungsweise der Verschlußmittel zum Einleiten und Beenden der Belichtung sowie die Arbeitsweise der Zeitsteuereinrichtung zum Regeln der Belichtungsdauer beschrieben. Wenn der Benutzer das Ende 30 des Sperrhebels 20 nach unten drückt, bewegt sich der Sperrhebel, so daß die Kontakte des Schalters S1 geschlossen werden. Der Transistor 70 wird beim Schließen des Schalters S1 nahezu augenblicklich leitfähig, da die Kollektor-Basis-Verbindungsstelle des Transistors70 im Augenblick des Schließens des Schalters in umgekehrter Richtung vorgespannt ist, so daß ein Strom durch den Widerstand 66 fließen kann, wodurch die Emitter-Basis-Verbindungsstelle in der Vorwärtsrichtung vorgespannt wird. Die -Einstellung des variablen Widerstandes 66 bestimmt das Ausmaß der Leitfähigkeit des Transistors 70, so daß der durch die Wicklung 50 fließende Strom eingestellt werden kann, um im magnetischen Kreis des Elektrömagneten 34 eine magnetomotorische Kraft zu erzeugen, die ausreicht, um das Verschlußorgan 14 in seiner Ausgangsstellung zu halten, nachdem sich das andere Verschlußorgan 16 aus seiner Ruhestellung entfernt hat. Wenn ein Strom durch die Widerstände 66 und 68 fließt, da der Transistor 70 leitfähig ist, erscheinen am Kollektor 64 und am Emitter 65 des Transistors 62 Vorspannungen, die jeweils einen ersten Wert haben, welcher sich nach der Stärke der betreffenden Ströme und den Widerstandswerten richten.
  • Wenn der Sperrhebel 20 nach dem Schließen des Schalters S1 weiter nach unten bewegt wird, gibt der Sperrhebel den Stift 22 frei, so daß .das Verschlußorgan 16 durch die Feder 18 bewegt werden kann. Zwei Schalterkontakte werden durch einen Teil des Verschlußorgans 16 geschlossen, wenn sich dieses Verschlußorgan in seiner Spannstellung befindet; diese Kontakte gehören zu einem Schalter S2, der geöffnet wird, sobald sich das Verschlußorgan 16 aus seiner Spannstellung entfernt. Im Augenblick des Schließens des Schalters S1 und bis der Schalter S2 geöffnet wird, befindet sich die Klemme 60 auf dem Erdpotential. Wie schon :erwähnt, wirken die Zeitsteuermittel ähnlich wie eine Integrationsschaltung bekannter Art. Wenn an die Eingangsklemme 56 durch das Schließen des Schalters S1 eine Spannung angelegt wird, erscheint somit an der Ausgangsklemme 60 beim Öffnen des Schalters S2 eine Spannung, die sich von einem Ausgangswert - im vorliegenden Fall dem Erdpotential - in Richtung auf einen vorgewählten Wert V1 innerhalb einer Zeitspanne t ändert, welche sich rasch .der Kapazität des Kondensators 52 und der Leitfähigkeit des Elements 54 richtet, welche ihrerseits von der Intensität des Lichts abhängt, das von der zu photographierenden Szene auf das Element 54 fällt. Wenn die Spannung an der Klemme 60 ihren Ausgangswert hat, während die Spannungen am Kollektor 72 und am Emitter 73 .des Transistors 70 den erwähnten ersten Werten entsprechen, wobei diese Vorspannungen auf die Leitfähigkeit des Transistors 70 zurückzuführen sind, sind die Kollektor-Basis- und Emitter-Basis-VerbindungsstelIen des Transistors 62 in der Rückwärtsrichtung vorgespannt, so daß der Transistor 62 abgeschaltet bzw. nicht leitfähig ist. Wenn die Spannung an der Ausgangsklemme 60 den vorgewählten Wert V1 erreicht, bei welchem die Emitter-Basis-Verbindungsstelle des Transistors 62 in der Vorwärtsrichtung vorgespannt wird, wird der Transistor 62 leitfähig.
  • Anfänglich bewirkt der durch den Vorspannwiderstand 66 fließende stärkere Kollektorstrom des Transistors 62 eine Erhöhung des Spannungsabfalls an diesem Widerstand, so daß die Spannung an der Basis 71 des Transistors 70 verringert wird. Hierdurch wird die Vorspannung des Transistors 70 in der Vorwärtsrichtung herabgesetzt, so daß durch den Transistor 70 ein schwächerer Strom fließt, wobei der Spannungsabfall am Vorspannwiderstand 68 abnimmt, so daß die Vorspannung des Transistors 62 in der Vorwärtsrichtung noch weiter erhöht wird. Diese regenerative Rückkopplung zwischen den Stufen der spannungsempfindlichen Triggerschaltung bewirkt einen raschen übergang der Leitfähigkeit vom Transistor 70 zum Transistor 62. Der geänderte Strom, welcher wegen dieser Umschaltung der Transistoren durch die Vorspannwiderstände 66 und 68 fließt, legt andere Werte der Vorspannungen am Kollektor 64 und am Emitter 65 des Transistors 62 fest. Somit wird die Leitfähigkeit des Transistors 70 durch die anderen Werte der erwähnten Vorspannungen in starkem Maße und schnell verringert, so daß ein schnelles Ausschalten des Elektromagneten, 34 erfolgt, um das Verschlußorgan 14 in der beschriebenen Weise freizugeben. Der die Wicklung 50 überbrückende Kondensator 76 bewirkt, daß der Stromstoß, welcher entgegen dem Magnetisierungsstrom durch die Wicklung fließt, die magnetische Induktion in dem Elektromagneten 34 schnell auf Null herabsetzt, so daß die Zeit verkürzt wird, welche die Feder 24 benötigt, um die magnetische Anziehungskraft des Elektromagneten zu überwinden, wobei ein scharf ausgeprägtes Freigeben des Verschlußorgans 14 erzielt wird, Um diese regenerative Wirkung herbeizuführen, ist eine schnelle Verringerung der Stärke des durch die Wicklung 50 fließenden Stroms erforderlich.
  • In F i g. 2 repräsentiert die Kurve 80 die Art und Weise, in der die Spannung V an der Klemme 60, d. h. die Ladung des Kondensators 52, in Abhängigkeit von der Zeit T zunimmt, wenn beim öffnen des Schalters S2 eine Stufenfunktionsspannung an dien Kondensator angelegt wird. Die Kurve 80 nähert sich exponentiell der Spannung E., d. h. :der Spannung der Batterie 74, und sie erreicht den Wert VJ, d. :h. die vorgewählte Trig,gerspannung, in dem in F i. g. 2 mit 82 bezeichneten Zeitpunkt. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Spannung V erhöht, richtet sich nach den elektrischen Werten des Kondensators 52 und dem Widerstand bzw. der Leitfähigkeit der Photozelle 54, welche ihrerseits von der Lichtintensität abhängt. Das Produkt RC dieser Werte wird gewöhnlich als Zeitkonstante bezeichnet und steht in einer funktionellen Beziehung zur Intensität des Lichts, das von der zu photographierenden Szene auf die Photozelle 54 fällt. Somit richtet sich die Zeit, welche die Spannung benötigt, um die Tri.ggerspannung V1 zu erreichen, nach der Zeitkonstante, welche ihrerseits einen Wert annimmt, der durch die Intensität dies von der Szene kommenden Lichts bestimmt wird.
  • F i g. 3 a veranschaulicht zeichnerisch die Beziehungen zwischen der Intensität des auf die Photozelle 54 fallenden Lichts von der zu photographierenden Szene (B) und der resultierenden Leitfähigkeit G der Photozelle 54 in Abhängigkeit von der Zeit T. Die Einheiten für die Werte der Lichtintensität und der Leitfähigkeit sind nicht angegeben, sondern die Werte sind in einem beliebigen geeigneten Maßstab aufgetragen, der zu einem Gleichgewichtswert der Leitfähigkeit bei einem gegebenen Pegel der Lichtintensität führt, welcher in der graphischen Darstellung auf den gleichen Punkt fällt wie der Wert für die Intensität. Infolgedessen ist die Kurve 84 a, welche eine Lichtintensität repräsentiert, die bezogen auf die Zeit konstant ist, und dir Kurve 86a, welche den Wert der Leitfähigkeit der Photozelle repräsentiert, der der durch die Kurve 84 a dargestellten Intensität entspricht, einander überlagert. In dem durch den Punkt 88a repräsentierten Zeitpunkt wird eine Belichtung dadurch eingeleitet, daß das Verschlußorgan 16 in seine zweite Stellung gebracht wird, und der Zeitsteuervorgang der Schaltung wird durch das öffnen des Schalters S2 eingeleitet. Daraufhin beginnt die Spannung an der Ausgangsklemme 60 zu steigen, bis sie die vorgewählte Triggerspannung erreicht, wodurch der Zeitsteuervorgang und damit auch die Belichtung beendet wird. Der Zeitpunkt der Beendigung des Zeitsteuervorgangs und der Belichtung ist in F i g. 3 a durch den Punkt 90a bezeichnet. Die Lichtmenge Bf, welche von dem Film aufgenommen wird, der während des Belichtungsintervalls belichtet wird, läßt sich durch folgenden Ausdruck wiedergeben: Hierin bezeichnet 0 den Zeitpunkt, in welchem die Schaltung betätigt wird, um den Zei:tsteuervorgang einzuleiten, und t den Zeitpunkt, in welchem die Schaltung getriggert wird, wie es sich aus Gleichung (1) berechnen läßt. Gemäß F i g. 3 a ist das Integral der Kurve 84a zwischen den zeitlichen Grenzen 88a und 90a die Lichtmenge, welche während des Belichtungsintervalls auf den Film fällt; diese Lichtmenge wird im folgenden als das, Zeitintegral der Lichtintensität während des Belichtungsintervalls bezeichnet. Das Integral der Kurve 86a zwischen den Grenzen 88a und 90a wird als Zeitintegral der Leitfähigkeit der Photozelle während des Belichtungsintervalls bezeichnet. Die Zeit, welche die Spannung nach dem Öffnen des Schalters S2 benötigt, um .die Tri.ggerspannung zu erreichen, läßt sich somit als Zeitintegral der Leitfähigkeit der Photozelle ausdrücken. Mit anderen Worten, die Schaltung wird getriggert, wenn die Fläche unter der Leitfähigkeitskurve über der Zeit einen vorbestimmten Wert erreicht.
  • Da bei F i g. 3 a eine konstante Lichtintensität angenommen wurde, befindet sich .die Leitfähigkeit der Photozelle bei dieser Intensität sozusagen auf ihrem Gleichgewichtswert. Wie schon .erwähnt, tritt bei Photozellen bekannter Konstruktion eine zeitliche Verzögerung zwischen den Änderungen der Intensität des auf die Photozelle fallenden Lichts und den entsprechenden Änderungen des Wertes der variablen elektrischen Eigenschaft der Photozelle auf. Wenn die zu photographierende Szene mit einem Blitzgerät beleuchtet wird, ändert sich .die Lichtintensität schneller als der Gleichgewichtswert der variahlen elektrischen Eigenschaft der Photozelle. Der tatsächliche Wert der elektrischen Eigenschaft der Photozelle in einem bestimmten Zeitpunkt während der Änderung der Lichtintensität entspricht daher nicht dem Gleichgewichtswert in dem betreffenden Zeitpunkt. In F i g. 3 b repräsentiert die Kurve 84 b d',e Helligkeit einer mit Hilfe eines Blitzgeräts beleuchteten Szene in Abhängigkeit von .der Zeit. Der Punkt 85b repräsentiert den Wert der Umgebungshelligkeit der Szene vor der Beleuchtung der Szene durch das Blitzgerät. Die Kurve 86 b repräsentiert den tatsächlichen Wert der Leitfähigkeit der gleichen Photozelle wie bei dem Beispiel nach F i g. 3 a für den Fall, daß die Photozelle dem durch die Kurve 84b wiedergegebenen Licht ausgesetzt wird. Da die Maßstäbe in F i g. 3 a und 3 b die gleichen sind, würde eine Kurve, die den Gleichgewichtswert der Leitfähigkeit der Photozelle repräsentiert, welche der durch die Kurve 84b wiedergegebenen Beleuchtung ausgesetzt wird, :einer der Kurve 84b überlagerten Kurve entsprechen. Infolgedessen zeigt der Unterschied zwischen den Kurven 84b und 86b den Unterschied zwischen dem Gleichgewichtswert und den tatsächlichen Werten der Leitfähigkeit an, welche der .durch die Kurve 84b dargestellten Änderung der Lichtintensität entsprechen. Wenn .eine Belichtung eingeleitet und die Zeitsteuereinrichtung betätigt wird, um den Zeitsteuervorgang im Zeitpunkt 88 b einzuleiten, steigt die Ausgangsspannung der Schaltung mit einer durch die -Leitfähigkeit der Photozelle bestimmten Geschwindigkeit an. Wenn das Zeitintegral der Leitfähigkeit, d. h. die Fläche unter der im Zeitpunkt 88b beginnenden Kurve 86b, einen vorbestimmten Wert erreicht, der im Zeitpunkt 90 b gegeben ist, wird die Schaltung getriggert, um die Belichtung zu beenden. Die Dauer der Belichtung wird durch den tatsächlichen Wert der Leitfähigkeit bestimmt, .der im Fall von F i g. 3 b nicht den Gleichgewichtswert der Leitfähigkeit wiedergibt, welcher der Helligkeit der aufzunehmenden Szene entspricht. Da die Schaltung durch das Einstellen des variablen Widerstandes 68 geeicht worden ist, um die richtige Belichtung des Films zu gewährleisten, wenn die Leitfähigkeit ihren Gleichgewichtswert hat, wird die gemäß Beispiel nach F i .g. 3 b bewirkte Belichtung falsch sein. Man kann den Belichtungsfehler als den Unterschied zwischen den Flächen unter den Kurven 84b und 86b zwischen den Punkten 88b und 90b ausdrücken. Man erkennt ohne weiteres, daß die während des Belichtungsintervalls aufgenommene Lichtmenge die für die richtige Belichtung des Films benötigte Lichtmenge überschreitet, so daß sich eine Überbelichtung ergibt. Dieser Fehler steht in einer direkten Beziehung zur Ansprechgeschwindigkeit der bei der Zeitsteuerschaltung verwendeten Photozelle. Gemäß der Aufgabe der Erfindung soll dieser Fehler ausgeschaltet oder auf ein Mindestmaß verringert werden.
  • Die Ansprechgeschwindigkeit der meisten Photozellen steht in einer Beziehung zur Größe der Änderung der Intensität des Lichts, dem die Photozelle ausgesetzt wird. Mit anderen Worten, wenn die Intensität des Lichts um einen relativ großen Betrag gesteigert wird, ändert sich die elektrische Eigen-Schaft der Photozelle schneller in Richtung auf ihren Gleichgewichtswert, als wenn sich die Lichtintensität um einen kleinen Betrag ändern würde. Die Helligkeit einer durch ein Blitzgerät beleuchteten Szene ändert sich umgekehrt mit dem Quadrat .der Entfernung zwischen dem Blitzgerät und der damit beleuchteten Szene. Es ist allgemein üblich, das Blitzgerät auf der Kamera anzuordnen, mittels derer die mit Hilfe des Blitzgeräts beleuchtete Szene photographiert wird. Für de Zwecke der vorliegenden Beschreibung wird daher angenommen, daß das Blitzgerät, die Photozelle und der zu belichtende Film gleich weit von der aufzunehmenden Szene antfernt sind.
  • Da die Ansprechgeschwindigkeit in einer Beziehung sowohl zu einer Verringerung als auch zu einer Steigerung der Intensität des auf :die Photozelle fallenden Lichts steht, geht der tatsächliche Wert der Leitfähigkeit langsamer zurück als die Intensität des durch das Blitzgerät erzeugten Lichts. Aus diesem Grund kreuzen sich die Kurven 84b und 86b gemäß F i g. 3 b im Punkt 91 b, und der tatsächliche Wert der Leitfähigkeit der Photozelle ist dann höher als der Gleichgewichtswert für die in diesem Zeitpunkt vorhandene Lichtintensität. Somit liegt während der Zeit, die jenseits des Kreuzungspunktes 91 b verstreicht, die durch die Photozelle »gemessene« Lichtmenge über der tatsächlich vorhandenen. Die Tatsache könnte sich so auswirken, daß das Ausmaß der Überbelichtung etwas verringert wird, doch in vielen Fällen ist der Belichtungsvorgang bereits beendet, bevor der Zeitpunkt 91b erreicht wird, in welchem sich die beiden Kurven kreuzen. Jedenfalls genügt der Fehler in Richtung auf eine Unterbelichtung, der auftritt, wenn die tatsächliche Leitfähigkeit höher ist als der Gleichgewichtswerft, niemals, um den Fehler in Richtung einer Überbelichtung auszugleichen, der sich ergibt, wenn die tatsächliche Leitfähigkeit geringer ist als der Gleichgewichtswert.
  • Aus den vorstehenden Betrachtungen ist ersichtlich, daß man einen photographischen Verschluß so ausbilden kann, daß die Dauer der durch den Verschluß bewirkten Belichtung durch das Zeitintegral einer elektrischen Eigenschaft einer Zeitsteuereinrichtung bestimmt wird, die einen Bestandteil des Verschlusses bildet oder dem Verschluß betriebsmäßig zugeordnet ist. Bei gegebener Filmempfindlichkeit und gegebener Größe der Belichtungsöffnung wird die richtige Belichtung durch ein bestimmtes Zeitintegral der Lichtintensität während des Belichtungsintervalls bewirkt. Da die erwähnte elektrische Eigenschaft in einer funktionellen Beziehung zur Lichtintensität stehen kann, läßt sich eine richtige Belichtung mit Hilfe der Zeitsteuereinrichtung erzielen, wenn sich diese funktionelle Beziehung von einer Belichtung zur nächsten oder während des Belichtungsintervalls nicht ändert. Wenn sich die Lichtintensität schneller ändert als die elektrische Eigenschaft, ist jedoch die funktionelle Beziehung nicht mehr die gleiche, so daß Belichtungsfehler auftreten.
  • In F i g. 3 c entspricht die Kurve 84 c der Kurve 84 b in F i g. 3 b, d. h., die Lichtintensität in Abhängigkeit von der Zeit ist in F i g. 3 b und 3 c genau die gleiche. Das Bezugszeichen 85c bezeichnet wiederum wie bei dem vorangehenden Beispiel den Pegel der Umgebungsbeleuchtung. Die Kurve 92c repräsentiert den Gleichgewichtswert der Leitfähigkeit der Photozelle entsprechend der durch die Kurve 84c repräsentierten Lichtintensität. Obwohl die funktionelle Beziehung zwischen der Leitfähigkeit der Photozelle und der Lichtintensität in dem Beispiel nach F i g. 3 c offensichtlich nicht die gleiche ist wie in F i g. 3 b, ist die Ansprechgeschwindigkeit der Photozelle die gleiche. Wenn die Photozelle nach F i g. 3 c mit Licht belichtet wird, dessen Intensität in Abhängigkeit von der Zeit der Kurve 84centspricht, ist die tatsächliche Leitfähigkeit der Photozelle in Abhängigkeit von der Zeit durch die Kurve 86 c gegeben.
  • Da die Schaltung auf die tatsächliche Leitfähigkeit der. -Photozelle anspricht, wenn die Schaltung betätigt wird, um den Zeitsteuervorgang im Punkt 88 c beginnen zu lassen, erfolgt die Triggerung im Punkt 90e, wenn das Zeitintegral der tatsächlichen Leitfähigkeit der Photozelle den vorbestimmten Wert erreicht, welcher der gleiche ist wie bei den vorangehenden Beispielen. Der ideale Wert der Leitfähigkeit der Photozelle in Abhängigkeit von der Zeit würde wie im Fall des Beispiels nach F i g. 3 a durch eine Kurve repräsentiert werden, die der Intensitäts-Zeit-Kurve überlagert ist, oder durch eine beliebige andere Kurve, deren Integral zwischen den Grenzen 88 c und 90 c gleich dem Integral der Kurve 84 c zwischen den gleichen Grenzen ist. Zwar ist die Kurve 86c der Kurve 84c während des Belichtungsintervalls, d. h. zwischen 88c und 90c, nicht überlagert, doch zeigt es sich, daß die Flächen bzw. die Zeitintegrale der beiden Kurven während dieser Zeitspanne nahezu gleich groß sind. F i g. 3 d veranschaulicht eine sich ändernde Lichtintensität, die etwas geringer ist als die in F i g. 3 b und 3 c dargestellte. Die Lichtintensität wird durch die Kurve 84d repräsentiert, der dieser Lichtintensität entsprechende Gleichgewichtswert der Leitfähigkeit der Photozelle durch die Kurve 92 d und der tatsächliche Wert der Leitfähigkeit unter dem Einfiuß der dargestellten Beleuchtung durch die. Kurve 86 d. Die funktionelle Beziehung zwischen der Leitfähigkeit der Photozelle und der Lichtintensität sowie die Ansprechgeschwindi,gkeit der Photozelle sind die gleichen wie in F i g. 3 c. Da die Änderung der Lichtintensität in F i g. 3 d kleiner ist als in F i g. 3 c, ändert sich der tatsächliche Wert der Leitfähigkeit in Richtung auf diesen Gleichgewichtswert langsamer. Die Schaltung wird im Zeitpunkt 88 d betätigt, und die Triggerung erfolgt bei 90d, wenn die Fläche unter der Kurve 86d den gewünschten Wert erreicht. Die Lichtintensität und daher auch die Leitfähigkeit der Photozelle ist in F i g. 3 d geringer als in F i g. 3 c, so daß das Belichtungsintervall länger ist. Somit ist das Zeitintegral der Leitfähigkeit während des Belichtungsintervalls immer noch im wesentlichen das gleiche wie das Zeitintegral der Lichtintensität während des gleichen Intervalls, obwohl der Unterschied zwischen der tatsächlichen und der idealen Leitfähigkeit größer ist, wenn die Lichtintensität ansteigt, und auch größer ist, wenn die Intensität zurückgeht; das längere Belichtungsintervall berücksichtigt diese beiden Tatsachen.
  • Es ist wichtig zu bemerken, daß die verschiedenen Kurven in F i g. 3 a bis 3 d lediglich dazu dienen, die Wirkungsweise der Schaltung in Abhängigkeit von der Lichtintensität und die Wirkung der Verzögerung der Photoleitfähigkeit zu erläutern. Man kann die Lichtintensität als Funktion der Zeit auftragen, und wenn die funktionelle Beziehung zwischen der Lichtintensität und der Leitfähigkeit sowie der Ansprechgeschwindigkeit der Photozelle bekannt ist, kann man auch die Leitfähigkeit als Funktion der Zeit darstellen. Eine richtige Belichtung wird dann erzielt, wenn das Zeitintegral der Lichtintensität während des Belichtungsintervalls gemäß Gleichung (2) gleich dem Ausdruck ist, wenn A die Fläche der Öffnung ist, über welche der Film belichtet wird, wenn S". die Empfindlichkeit des belichteten Films ist und wenn K eine Dimensionskonstante ist. Wenn die Öffnungsgröße und die Filmempfindlichkeit bekannt sind, kann. man somit das richtige Zeitintegral der Lichtintensität berechnen. Da die funktionelle Beziehung zwischen Lichtintensität und Leitfähigkeit ebenfalls bekannt ist, kann man auch das richtige Zeitintegral der Leitfähigkeit berechnen. Die Schaltung wird ,dann geeicht, um die Triggerung zu bewirken, und zwar in der Weise, daß die Belichtung beendet wird, wenn das Zeitintegral der Leitfähigkeit den so berechneten Wert erreicht, und zwar zwischen dem Zeitpunkt der Betätigung der Schaltung und dem Beginn des Zeitsteuervorgan.gs. Zwar geht aus F i g. 3 a bis 3 d hervor, daß die Belichtung gleichzeitig mit der Betätigung bzw. der Triggerung der Schaltung eingeleitet bzw. beendet wird, doch kann man die mechanische Betätigung des Verschlusses auf beliebige geeignete Weise mit der Betätigung der Schaltung synchronisieren, solange die Beziehung zwischen dem Zeitintegral der Leitfähigkeit, das erforderlich ist, um die Schaltung zu triggern, und das Zeitintegral der Lichtintensität zwischen -dem Öffnen und dem Schließen des Verschlusses in Abhängigkeit von der Triggerung der Schaltung in der richtigen Weisse festgelegt und aufrechterhalten wird.
  • Aus den an Hand von F i g. 3 a bis 3 d angestellten Betrachtungen ergibt sich somit, daß Belichtungsfehler entweder dann auftreten, wenn die Lichtintensität konstant ist, oder wenn sich die Lichtintensität während des Belichtungsintervalls ändert, und zwar in Abhängigkeit von der Eichung der Schaltung, wenn die Ansprechgeschwindigkeit der Photozelle nicht berücksichtigt wird. Wird die Schaltung so eingestellt, daß die Triggerung zur Erzielung einer richtigen Belichtung erfolgt, wenn die Lichtintensität in Abhängigkeit von der Zeit gemäß F i g. 3 a konstant ist, ergibt sich eine überbelichtung, wenn man die Vorrichtung betätigt, wenn sich die Lichtintensität gemäß F i g. 3 b während des Belichtungsintervalls erheblich ändert. Wenn die funktionelle Beziehung zwischen der Lichtintensität und der idealen bzw. der dem Gleichgewicht entsprechenden Leitfähigkeit den Kurven 84 e, 84 d und 92 e, 92 d entspricht, führt die tatsächliche Leitfähigkeit bei einer Belichtung der Photozelle entsprechend den Kurven 86c und 86d zu .einer richtigen oder nahezu richtigen Belichtung. Würde man jedoch diese funktionelle Beziehung beibehalten und die Vorrichtung bei Licht von konstanter Intensität benutzen, würde die resultierende Belichtung nicht durch die Verzögerung beeinflußt, und die Beziehung zwischen, der tatsächlichen Leitfähigkeit und der Lichtintensität würde nicht die gleiche sein.
  • In manchen Fällen ist es aus konstruktiven Gründen erforderlich oder erwünscht, eine erste mechanische Zeitverzögerung zwischen der Einleitung des Betriebs der Zeitsteuerschaltung und dem tatsächlichen Öffnen des Verschlusses zum Einleiten der Belichtung vorzusehen. Eine zweite mechanische Zeitverzögerung kann zwischen der Beendigung des Zeitintervalls durch die Trigge.rung der Schaltung und der tatsächlichen Beendigung der Belichtung durch die Bewegung des Verschlusses in seine geschlossene Stellung gegenüber der Belichtungsöffnung vorgesehen sein. Wenn z. B. die erste und die zweite Zeitverzögerung von gleicher Dauer sind, ist die durch die Zeitsteuerschaltung gemessene, jedoch während der ersten Zeitverzögerung nicht in die Belichtungsdauer einbezogene Lichtmenge gleich derjenigen Lichtmenge, welche in die Belichtungsdauer einbezogen wird, nachdem die Schaltung getriggert worden ist, wenn man annimmt, daß .die Helligkeit der Szene konstant ist. Wenn sich jedoch die Helligkeit der Szene zwischen den beiden Verzögerungszeiten erheblich unterscheidet, wie es bei der Benutzung eines Blitzgeräts der Fall sein kann, besteht die Gefahr einer falschen Belichtung, daher ist es zum Ausgleich eines solchen Fehlers zweckmäßig, den Triggerzeitpunkt der Schaltung und damit auch den Zeitpunkt der Beendigung der Belichtung vorzuverlegen, denn die zweite mechanische Zeitverzögerung bleibt die gleiche. Hierbei ist natürlich angenommen, daß die erste Zeitverzögerung beendet ist, bevor die zweite Zeitverzögerung beginnt. Mit anderen Worten, die Bewegungsgeschwindigkeit des ersten Verschlußorgans zwischen dem Öffnen des Schalters S2 und der tatsächlichen Einleitung der Belichtung ist derart, daß diese Bewegung beendet ist, bevor die Schaltung getriggert wird, und es dem zweiten Verschlußorgan ermöglicht, die Belichtung zu beenden.
  • Wenn gemäß F i g. 1 der Schalter S3 während des Zeitsteuervorgangs offen ist, :ist der Widerstand 78 mit dem Kondensator 52 in Reihe geschaltet. In diesem Fall wird die Zeitkonstante sowohl durch den Widerstand der Photozelle 54 als auch durch denjenigen des Widerstandes 78 beeinflußt. Die Zeitkonstante ist jetzt bei .einem beliebigen gegebenen Pegel nicht nur gleich dem Produkt aus der Kapazität und dem Photozellenwiderstand, .sondern gleich (R+r)C, wobei R der Widerstand der Photozelle 54 und r der Widerstand des Festwiderstandes 78 ist. Die Zeit t2, welche erforderlich :ist, um die Triggerspannung V1 zu erreichen, ist wie folgt gegeben: eigeleitet wird. In der Praxis wird der Schalter häufig durch die Bewegung des Versehlußorgans selbst geschlossen.
  • Bei dem in F i g.1 -gezeigten Schalter S4 handelt es sich um einen Blitzlichtsynchronisationssehalter zum Zuführen von Energie zu der in F i g. 1 ebenfalls schematisch angedeuteten Blitzlichtbirne 114. Zwar läßt das Schaltbild erkennen, daß der Birne 114 Energie von der Spannungsquelle 74 aus beim Schlicßen des Schalters S4 zugeführt wird, doch ist es möglich und manchmal auch erwünscht, eine gesonderte Energiequelle für die Birne 114 vorzusehen. An einem Ende der flexiblen :elektrischen Zuleitungen 110 ist ein Stecker 1.16 vorgesehen, der in eine noch zu beschreibende Steckdose 118 im V,erschlußgehhuse eingeführt werden kann.
  • Eine bevorzugte Ausbildungsform einer Einrichtung, mittels derer die automatische Arbeitsweise der Zeitsteuervorrichtung geändert werden kann, um Fehler auszugleichen, wie sie in der weiter oben beschriebenen Weise beim Gebrauch des Blit7,geräts auftreten können, ist in F i g. 5, 6 und 7 dargestellt. Die optische Achse der Kamera 100 ist durch die LinieA-A und die Achse der Photozelle 54 und der Öffnung 102 durch die Linie B-B angedeutet. Eine undurchsichtige Platte 120 ist auf Stiften 122 verschiebbar gelagert, die sich durch einen Schlitz 124 der Platte 120 erstrecken und in eine ortsfeste Halterung auf einem innenliegenden Teil 126 des Verschlußgehäuses eingreifen. Die Platte 120 umfaßt erste Öffnungsmittel 128, die bei der hier gezeigten Ausbildungsform mehrere relativ kleine unveränderliche öffnungen umfassen, sowie zweite Öffnungsmittel 130 in Form einer einzigen relativ großen Öffnung.
  • Eine Kurbel 132 ist auf einem ortsfesten Bolzen 134 gelagert, der gegenüber der Vorderwand 10 des Verschlußgehäuses nach innen vorspringt. Auf dem Bolzen 134 ist zwischen der Kurbel 132 und ,einer Feder 138 eine Abstandscheibe 136 angeordnet, und alle diese Teile werden durch einen Vorsteckring 140 in ihrer Lage auf dem Bolzen 134 .gehalten. Gemäß F i g. 6 stützt sich ein Ende der Feder 138 an einem ortsfesten Anschlag 142 am Verschlußgehäuse ab, während .das andere Ende der Feder an einem Teil der Kurbel 132 angreift, um die Kurbel gemäß Fig. 6 im Uhrzeigersinn vorzuspannen. Auf einer Seite ihrer Lagerung trägt die Kurbel 132 einen Stift 144, der in einen kurzen waagerechten Schlitz der Platte 120 eingreift. An ihrem von dem Stift 144 abgewandten Ende trägt die Kurbel 132 eine Nase 148.
  • Der Stecker 11.6, welcher in das Buchsenaggregat 118 eingeführt werden kann, trägt ein Organ 150, ,einen L-förmigen Arm 1.52 und einen .elektrischen Kontakt 154, der mit den Zuleitungen 110 verbunden ist. Das Buchsenaggregat 118 umfäßt eine elektrische Klinke 156, in die das Kontaktstück 154 eingeführt werden kann, sowie eine Öffnung 158, durch die das Organ 150 und der Arm 152 nach innen ragen, wenn man den Stecker 116 gemäß F i g. 6 in das Buehsenaggregat einführt. Das Einführen des Kontaktstücks 154 in die Klinke 156 dient dazu, das Blitzgerät 104 an die Synchronisationsschaltung der Kamera 100 anzuschließen. Beim Einführen des Steckers 116 erstreckt sich der Arm 152 durch die öfnung 158 zu der Kontaktnase 148 der Kurbel 132, so daß die Kurbel entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird. Hierbei wird die Platte 120 in die in F i g. 6 gezeigte Somit gibt Gleichung (1) die Zeit t1 an, die erforderlich ist, um die Triggerspannung V1 zu erreichen, wenn der Schalter S3 geschlossen ist, während Gleichung (3) die Zeit t2 angibt, die benötigt wird, um die Triggerspannung bei offenem Schalter S3 zu erreichen. Der Unterschied zwischen t.-t, ist .gleich rC, d. h. gleich der Zeitspanne, um welche die Triggerung der Schaltung vorverlegt wird, wenn der Schalter S3 offen ist.
  • In F i g. 4 ist eine photographische Kamera dargestellt und insgesamt mit 100 bezeichnet; die Kamera besitzt die gebräuchliche Belichtungsöffnung 12, wie sie auch in F i g. 1 dargestellt ist, in der Vorderwand 10 des Verschlußgehäuses. Zwar kann d:e Kamera 100 von beliebiger bekannter Konstruktion sein, doch ist der Verschlußmechanismus so ausgebildet, daß er durch die Schaltung nach F1 g. 1 gesteuert werden kann. Das lichtempfindliche Element 54 der Schaltung ist hinter einer Öffnung 102 angeordnet, damit das Licht von der mit Hilfe der Belichtungsöffnung 12 zu photographierenden Szene auf das Element 54 fällt.
  • Das zugehörige Blitzgerät 104 umfaßt einen Reflektor 106, einen Halter 108 und elektrische Zuleitungen 110. Der Halter 108 kann an der Kamera 1.00 mit Hilfe beliebiger geeigneter bekannter Mittel lösbar befestigt werden, und um das Blitzgerät abzunehmen, wird ein Rasthebel 112 betätigt. Die Blitzlichtbirne 114 von beliebiger bekannter Art ist gegenüber dem Reflektor 106 so angeordnet, daß das Licht von der Kamera 100 aus nach vorn abgegeben wird, uni die aufzunehmende Szene zu beleuchten. Verwendet man ein Blitzgerät, das während einer kurzen Zeit Licht von hoher Intensität liefert, ist es gewöhnlich erforderlich, die, Betätigung der Blitzlichtbirne mit der Bewegung des Kameraverschlusses zu synchronisieren, um eine Belichtung durchzuführen. Aus diesem Grund ist es allgemein üblich, bei photographischen Kameras zur Verwendung in Verbindung mit Blitzgeräten eine Blitzlichtsynchronisationssehaltung vorzusehen. Diese Schaltung ermöglicht es die Blitzlichtbirne dadurch zu betätigen, daß ein Schalter in zeitlicher Abstimmung auf das Öffnen des Kameraverschlusses geschlossen wird, damit der Blitzlichtbime Energie zugeführt und die Belichtung Stellung gebracht und in dieser Stellung gehalten, bei der die Öffnungsmittel 130 auf die Achse B-B ausgerichtet sind-; diese Bewegung der Platte 120 wird durch den Stift 144 hervorgerufen, wenn die Kurbe1132 .gedreht wird. Beim Herausziehen des Steckers 116 dreht sich die Kurbel unter der Wirkung der Feder 138 im Uhrzei@gersinn, wobei die Platte 120 in eine Stellung gebracht wird, bei der die öffnungsmittel 128 auf die Achse B-B ausgerichtet sind. Hierbei ermöglicht die Form der Öffnung 146 eine ungehinderte Bewegung des Stiftes 144 längs eines Kreisbogens, während sich die Platte 120 geradlinig bewegt.
  • In F i g. 7 bezeichnet das Bezugszeichen 160 einen Teil eines Tragklotzes, auf dem die elektrischen Elemente der Schaltung nach F i g. 1 angeordnet sind und der die Rückwand des Verschlußgehäuses mit der Vorderwand 10 bilden kann. Ferner erkennt man in F i g. 7 einen Teil des Arms 152, der in F i g. 6 von der entgegengesetzten Seite her sichtbar ist. Der Tragklotz 160 und die darauf angeordneten Elemente sind in F i g. 5 und 6 nicht dargestellt, um die soeben beschriebenen Teile sichtbar zu machen.
  • Gemäß F i g. 1 ist der Widerstand 78 mit dem Kondensator 52 in Reihe geschaltet, wenn der Schalter S3 offen ist. An eine Verbindungsstelle zwischen dem Widerstand und dien Kondensator ist ein elektrischer Schalterkontakt 162 angeschlossen, der einem zweiten Kontakt 164 zugeordnet ist. Diese Kontakte sind nicht nur in F i g. 1, sondern auch in F i g. 7 dargestellt, wo sie in ihrer praktischen Ausbildungsform mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet sind. Der Kontakt 164 hat die Form einer gegen den Kontakt 162 vorgespannten Feder und ist auf dem Tragklotz 160 durch einen Niet 166 verankert. Das Ansehlußstück 168 des Kontakts 164 ist mit der Erdungsklemme 58 verbunden.
  • Wenn der Stecker 116 gemäß F i g. 7 in das Buchsenaggregat 118 eingeführt wird, greift das Organ 150 an dem Kontakt 164 an, um ihn in einem Abstand von dem Kontakt 162 zu halten. Beim Herausziehen :des Steckers 116 bewirkt die Federspannung des Kontakts 164, daß sich dieser Kontakt wieder an den Kontakt 162 anlegt. Bei eingeführtem Stecker 116 befinden sich somit die Kontakte in der in F i g.1 mit Vollinien wiedergegebenen Stellung, so daß der Widerstand 78 mit dem Kondensator 52 in Reihe geschaltet ist. Beim Herausziehen des Stekkers wird der Kondensator 52 über die Kontakte 162 und 164 unter Umgehung des Widerstandes 78 direkt geerdet, wie es in F i g. 1 bezüglich des Schalters S 3 durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist.
  • Die Tatsache, d'aß der Widerstand 78 mit dem Kondensator 52 in Reihe .geschaltet wird, bewirkt, daß sich die Zeit verkürzt, die der Kondensator benötigt, um sich auf die vorgewählte Spannung aufzuladen, welche erforderlich ist, um die Basis-Emitter-Verbindungsstelle des Transistors 62 in der Vorwärtsrichtung vorzuspannen. Da ein Stromstoß durch den Widerstand 78 fließt, sobald der Schalter S 2 geöffnet wird, erscheint am Kondensator 52 eine anfängliche Spannung, die gleich dem anfänglichen Abfall IR längs des Widerstandes ist. Somit ist es erforderlich, die Ladung des Kondensators von dieser anfänglichen Spannung auf die vorgewählte Triggerspannung zu erhöhen, statt sie vom Erdpotential aus zu erhöhen, wie es der Fall ist, wenn der Widerstand nicht in dem Stromkreis liegt. Da das Organ 150 dazu dient, unter Federspannung stehende elektrische Kontakte zu trennen, besteht es vorzugsweise aus einem starren elektrisch isolierenden Material. Der Arm 152 hat die rein mechanische Aufgabe zu erfüllen, die Kurbel 132 um ihre Lagerung zu drehen, und er kann daher aus einem beliebigen geeigneten starren Material wie Metall od. dgl. hergestellt sein. Um die Starrheit zu erhöhen, wird ein Schenkel des L-förmigen Arms vorzugsweise an dem Organ 150 befestigt.
  • Die Platte 120 ist in F i g. 1 schematisch angedeutet; die gestrichelte Linie 170 zwischen der Platte und dem Schalter S3 deutet das Zusammenwirken dieser Teile an. Die gewellte Linie bezeichnet die auf das lichtempfindliche Element 54 fallenden Lichtstrahlen und deutet an, daß sich die Öffnungsmittel 130 auf der Achse B-B nach F i g. 5 zwischen dem Element 54 und der aufzunehmenden Szene befinden, wenn der Schalter S 3 offen ist, wie es in F i g. 1 durch eine Vollinie dargestellt ist. Die genannten Teile werden in dieser Stellung durch die erwähnten Teile des Steckers 116 festgehalten, bei dessen Einführung in das Buchsenaggregat 118 auch das Blitzgerät 104 an die Blitzlichtsynchronisationsschaltung der Kamera 100 angeschlossen wird. Beim Herausziehen des Steckers bewegt sich die Platte 120, um die Öffnungsmittel 128 zwischen dem Element 54 und der aufzunehmenden Szene anzuordnen, und die Kontakte werden betätigt, um den Schalter S3 zu schließen. Natürlich wird auch die elektrische Verbindung zwischen dem Blitzgerät und der Synchronisierungsschaltung der Kamera unterbrochen, so daß das Blitzgerät auch dann, wenn es noch mit der Kamera verbunden ist, nicht durch das Schließen des Blitzlichtsynchronisationsschalters S4 betätigt wird. Natürlich ist es möglich, die Elemente des Steckers 116 direkt dem Halter für das Blitzgerät zuzuordnen, statt die hier gezeigten flexiblen Leitungen 110 vorzusehen. Die Anordnung und Ausbildung der verschiedenen Elemente sowohl der Kamera als auch des Blitzgeräts gewährleisten somit die richtige Wirkungsweise der Beli:chtungsregelungsmittel, wobei eine automatische Umstellung beim Anbringen des Blitzgeräts an der Kamera erfolgt.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Belichtungszeitsteuereinrichtung für photographische Apparate mit einem elektronischen Zeitgeber, der eine der Aufnahmehelligkeit ausgesetzte lichtelektrische Zelle besitzt, die während der Belichtung die Zeitgeberfunktion steuert, dadurch gekennzeichnet, daß für sich schnell ändernde Umgebungshelligkeit Kompensationsmittel einschaltbar sind, die die bei konstanter Beleuchtung zutreffende Ausgangsgröße der photoelektrischen Zelle vergrößern.
  2. 2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsmittel Lichtdämpfungsmittel (120) aufweisen, die in einer konstanter Lichtintensität zugeordneten ersten Stellung eine Dämpfung des von .der Aufnahmeszene auf die lichtelektrische Zelle (54) fallenden Lichts bewirken.
  3. 3. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsmittel zwischen der ersten und einer für sich schnell ändernde Umgebungshelligkeit bestimmten zweiten Stellung wahlweise bewegbar sind.
  4. 4. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Li:chtdämpfungsmittel eine undurchsichtige Platte (120) mit mehreren Öffnungen (128) umfassen, die zwischen der lichtempfindlichen Zelle (54) und dem von der Szene kommenden Licht angeordnet ist, wenn. sich die Dämpfungsmittel in @ der ersten Stellung befinden.
  5. 5. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, .daß die Li:chtdämpfungsmittel selbsttätig beim Anbringen des Blitzlichtgeräts an dem photographischen Apparat in die zweite Stellung übergeführt werden.
  6. 6. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Lichtdämpfungsmittel als eine oder mehrere öffnungen in einem Schieber (120) ausgebildet ist, der über eine feste Zellenblende bringbar ist.
  7. 7. Steuereinrichtung nach Anspruch 3, für eine Kamera, deren Blitzgerät mittels Steckvorrichtung anschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Steckvorrichtung Mittel .in der Kamera zugeordnet sind, die beim Einführen des Steckers in die Kamera die Kompensationsmittel von der ersten in die zweite Stellung bewegen. B.
  8. Steuereinnchtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsgröße der Photozelle durch Änderung des elektrischen Parameters der Triggerschaltung vergrößert wird.
  9. 9. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 3 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß beim Umschalten von der ersten in die zweite Stellung ein in Reihe mit dem RC-Glied (54, 52) des Zeitgebers liegender Widerstand (78) kurzgeschlossen wird.
DE1964I0025539 1963-03-29 1964-03-25 Belichtungszeitsteuereinrichtung fuer photographische Apparate mit lichtelektrischerZelle Pending DE1286397B (de)

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US268998A US3205802A (en) 1963-03-29 1963-03-29 Photographic camera and accessory
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1121921B (de) * 1962-01-11 Ferdinand Royet Samt Etienne Loire Paul (Frankreich) Blcndenregler fur Foto und Kmogeratc

Patent Citations (1)

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