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Die Erfindung bezieht sich auf eine Belichtungszeitsteuereinrichtung
für photographische Apparate mit einem elektronischen Zeitgeber, der eine der Aufnahmehelligkeit
ausgesetzte lichtelektrische Zelle besitzt, die während der Belichtung die Zeitgeberfunktion
steuert.
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Derartige elektronische Belichtungssteuereinrichtungen sind in der
Lage, die Steuerung des Belichtungswertes, und zwar im allgemeinen der Belichtungszeit,
sogar während des kurzen Zeitintervalls einer Blitzlichtaufhellung in Abhängigkeit
von der hierdurch bewirkten Szenenhelligkeit einzustellen. Das Ansprechen der lichtelektrischen
Zelle ist jedoch bei konstantem Lichtpegel (z. B. Tageslichtaufnahmen) und sich
schnell ändernder Aufnahmeheiligkeit nicht gleich. Die im allgemeinen benutzten
Photowiderstände, beispielsweise Cadmiumsulfidzellen, weisen eine endliche Ansprechgeschwindigkeit
auf, d. h., die Widerstandsänderung folgt der Intensität des auf die Zelle fallenden
Lichts mit einer ge> wissen Trägheit. Hierdurch ergeben sich für Blitzaufnahmen
ungenaue, und zwar zu lange Belichtungszeiten, wenn die Belichtungssteuereinrichtung
für Tageslichtaufnahmen geeicht ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Belichtungszeitsteuereinrichtung,
die für Tageslichtaufnahmen oder sonstige Aufnahmen mit konstantem Lichtpegel geeicht
ist, auch für Blitzaufnahmen derart verwendbar zu machen, daß trotz der sich schnell
ändernden Helligkeit durch die elektronische Zeitgeberschaltung der richtige Belichtungswert
geliefert wird.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, .daß für sich
schnell ändernde Umgebungshelligkeit Kompensationsmittel einschaltbar sind, die
die bei konstanter Beleuchtung zutreffende Ausgangs -größe .der photoelektrischen
Zelle vergrößern. Unter »Ausgangsgröße der photoelektrischen Zelle« ist dabei der
Strom (bei Verwendung eines Photowiderstandes) oder die Spannung (bei Verwendung
eines Photoelements) zu verstehen. Spannung bzw. Strom erhöhen sich, wenn die auffallende
Lichtintensität sich vergrößert. Hierdurch wird die Zeitgeberfunktion im Sinne einer
Verkürzung der Belichtungszeit becinflußt, und diese Verkürzung ist aus Kompensationsgründen,
wie oben erläutert, für Blitzaufnahmen erforderlich.
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Die elektronische Schaltung ist demgemäß so geeicht, daß für Tageslichtaufnahmen
und andere Aufnahmen konstanter Helligkeit die Lichtdämpfungsmittel vor der lichtelektrischen
Zelle liegen und nur im Fall von Blitzaufnahmen aus dem Strahlengang herausgenommen
werden. Das heißt, wenn sich die Li.chtdämpfungsmittel in einer ersten Stellung
befinden (Tageslichtaufnahmen oder Aufnahmen mit konstanter Beleuchtung) das Licht
um einen solchen Betrag gedämpft wird, daß der Gleichgewichtswert des Zeitintegrals
der elektrischen Eigenschaft bei Blitzlicht im wesentlichen gleich dem tatsächlichen
Wert des Zeitintegrals der elektrischen Eigenschaft ist, wenn sich die Dämpfungsmittel
in der zweiten Stellung für Blitzaufnahmen befinden - (aus -dem Strahlengang herausgeschwenkt).
Mit anderen Worten ausgedrückt heißt dies, daß sowohl für Tageslichtaufnahmen als
auch für Blitzaufnahmen jeweils die gleiche Lichtmenge für die Belichtung zur Verfügung
gestellt wird, wobei jeweils das langsamere Ansprechen .der lichtempfindlichen Zelle
bei großen Helligkeitsgradienten berücksichtigt wird. Die Lichtdämpfungsmittel kennen
aus einer undurchsichtigen Platte bestehen, die mehrere öffnungen aufweist und wahlweise
vor die lichtempfindliche Zelle oder aus dem Strahlengang derselben i herausbewegt
werden kann.
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Zweckmäßigerweise werden die Lichtdämpfungsmittel selbsttätig beim
Anbringen des Blitzlichtgeräts an dem photographischen Apparat in die zweite Stellung
übergeführt. Dies kann durch Aufsetzen des Blitzlichtgehäuses auf das Kameragehäuse
bewerkstelligt werden oder durch Einstecken des Synchronkabels. Es ist zwar allgemein
bekannt, Umschaltorgane durch Einstecken eines Blitzsteckers zu betätigen, jedoch
bewirken die bekannten Umschaltorgane lediglich eine Änderung der Blende, sie dienen
jedoch nicht der angegebenen Kompensation.
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An Stelle oder zusätzlich zu dem Lichtdämpfungsmittel kann die Ausgangsgröße
der Photozelle auch durch Änderung des elektrischen Parameters der Triggerschaltung
vergrößert werden. Hierbei kann beim Umschalten von der ersten in .eine zweite Stellung
ein in Reihe mit dem RC-Glied des Zeitgebers liegender Widerstand kurzgeschlossen
werden. Auch hierdurch wird die für die Belichtung zur Verfügung gestellte Lichtmenge
nicht geändert, sondern lediglich eine Kompensation im Hinblick auf das langsame
Ansprechen der Photozelle bei großem Helligkeitsgradienten bewirkt.
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Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der
Zeichnung beschrieben.
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F i g. 1 zeigt teilweise schematisch und teilweise in perspektivischer
Darstellung einen photographischen Verschluß mit einer elektronischen Belichtungssteuereinrichtung;
F i g. 2 zeigt in einer graphischen Darstellung ein Beispiel für die Änderung der
Spannung in Abhängigkeit von der Zeit an der Ausgangsklemme der Schaltung nach F
i g. 1; F i g. 3 a bis 3 d zeigen in graphischen Dgrstellungen die Intensität des
auf ein lichtempfindliches Element fallenden Lichts und die entsprechenden zeitabhängigen
Änderungen einer -elektrischen Eigenschaft des Elements; F i g. 4 zeigt die Vorderansicht
einer photographischen Kamera mit einem durch die Schaltung nach F i g.1 gesteuerten
Verschluß und einem mit der Kamera verbundenen Blitzgerät; F i g. 5 ist eine auseinandergezogene
perspektivische Darstellung bestimmter Teile der Kamera und .des Blitzgeräts nach
F i g. 4; F i g. 6 ist eine Teildarstellung der in F i g. 5 gezeigten Teile
und zeigt diese in der Stellung, welche sie .einnehmen, wenn man das Blitzgerät
mit der Kamera verbindet; F i g. 7 zeigt in einer Teilansicht weitere Teile der
Kamera einschließlich eines Teils er Schaltung nach F i g.1 und von Teilen des Blitzgeräts.
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Die =Erfindung wird in Verbindung mit einem typischen photographischen
Verschluß beschrieben, der mit einer Lichtintegrationsschalteinrichtung versehen
ist, mittels deren die Dauer der durch den Verschluß bewirkten Belichtung geregelt
wird. Zwar ist der Verschlußmechanismus ebenso wie die Schaltung nach F i g. 1 typisch
für eine Vorrichtung, bei der die Erfindung anwendbar ist, .doch sei bemerkt, daß
sich die Erfindung auch bei anders ausgebildeten Belichtungsregelvorrichtungen anwenden
läßt. Aus diesem Grund zeigt F i g. 1 nur ein Minimum der
konstruktiven
Einzelheiten des Verschlußmechanismus.
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In F i g. 1 erkennt man einen Teil 10 eines Verschlußgehäuses,
eines Objektivträgers, eines Kameragehäuses oder anderer Mittel, durch welche gewöhnlich
eine Belichtungsöffnung 12 abgegrenzt wird, deren Mittelachse durch die strichpunktierte
Linie A-A bezeichnet ist. Zwei: Verschlußorgane 14
und 16 sind auf
geeigneten, hier nicht gezeigten Unterstützungsmitteln verschiebbar und gegenüber
der Öffnung 12 bewegbar gelagert. In F i g. 1 sind die Teile des Verschlusses in
ihrer gespannten Stellung wiedergegeben. Das Verschlußorgan 16 wird in der Spannstellung
entgegen der Kraft einer Feder 18
durch einen an einem in das Verschlußorgan
16 eingebauten Stift 22 angreifende Sperrhebel 20 festgehalten. Das
Verschlußorgan 14 wird in der Spannstellung entgegen :der Kraft der zugehörigen
Feder 24 dadurch festgehalten, daß eine vordere Kante des Verschlußorgans
14 an einer Stange 26 angreift, die mit dem Verschlußorgan 16 starr verbunden
ist. Der Sperrhebel 20 ist mit Hilfe eines Lagerbolzens 28
drehbar
gelagert und wird durch eine Feder 29 in Richtung auf ihre Eingriffsstellung
gegenüber dem Stift 22 vorgespannt. Wenn man das Ende 30 dies Sperrhebels
20 mit der Hand niederdrückt, wird der Sperrhebel gedreht, bis er den Stift
22 freigibt. Wenn dies geschieht, kann sich das Verschlußorgan 16 in eine in F i
g. 1 nicht gezeigte zweite Stellung bewegen, bei :der die Öffnung 32 gleichachsig
mit der Linie A-A angeordnet ist. Das Verschlußorgan 14
wird in seiner Stellung
nach F i g. 1 durch die Zugkraft festgehalten, die durch einen Elektromagneten
34 auf ein magnetisierbares Haltestück 36 bzw. einen Anker ausgeübt
wird, welcher mit der Hinterkante des Verschlußorgans 14 fest verbunden ist.
Eine noch zu erläuternde Schaltung dient dazu, den Elektromagneten 34 ein-
bzw. auszuschalten, um das Verschlußorgan 14 festzuhalten bzw. eine Bewegung
des Verschlußorgans zuzulassen.
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Wenn sich das Verschlußorgan 16 in seiner zweiten Stellung
befindet, während das Verschlußorgan 14 seine Ausgangsstellung einnimmt,
kann das von einer zu photographierenden Szene kommende Licht durch die Belichtungsöffnung
12, die Öffnung 38 des Verschlußorgans 14 und die Öffnung
32 des Verschlußorgans 16 auf einen hier nicht gezeigten photographischen
Film od. dgl. fallen, um eine photographische Belichtung zu bewirken. Wenn der Elektromagnet
34 ausgeschaltet wird, kann sich das Verschlußorgan 14 in eine in.
F i; g. 1 nicht gezeigte zweite Stellung bewegen, bei der sich ein :geschlossener
Teil des Verschlußorgans in Fluchtung mit der Achse A-A befindet, so daß kein Licht
mehr durch die Belichtungsöffnung 12 fallen kann, um so die Belichtung zu
beenden.
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Ferner ist ein Spann- oder Rückstellmechanismus vorgesehen, mittels
dessen die Verschlußorgane in die Stellung nach F i g. 1 zurückgeführt werden. Der
Spannmechanismus umfaßt eine Kurbel mit Armen 40 und 42, die beide
mit einer drehbar gelagerten Achse 44 starr verbunden sind. Der Arm
40 weist einen Schlitz 46 auf, in den :die Stange 26 -eingreift. Somit wird
die Kurbel gedreht, wenn sich das Verschlußorgan 16 in seine zweite Stellung
bewegt. Das freie Ende des Arms 42 kann mit der Hand in der entgegengesetzten
Richtung gedreht werden, damit auch der Arm 40 gedreht wird, um das Verschlußorgan
16 entgegen der Kraft der Feder 18
zurückzuführen. Bei der weiteren
Drehung des Arms 42 kehren beide Verschlußorgane in die Stellung nach F i
g. 1 zurück, in der sie durch den Sperrhebel 20 verriegelt werden. Wenn das Verschlußorgan
16 durch den Sperrhebel 20 festgehalten wird, wird auch das Verschlußo:rgan
14 durch die Stange 16 in einer solchen Stellung gehalten, daß der
Anker 36 die Polstücke des Elektromagneten 34 berührt.
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Die Zeitspanne, während welcher der Film durch das die Belichtungsöffnung
12 passierende Licht belichtet wird, entspricht im wesentlichen der Zeit
zwischen dem Eintreffen :des Verschlußorgans 16 in seiner zweiten Stellung
und der Bewegung des Verschlußorgans 14 in dessen zweite Stellung. Da die
Bewegung des Verschlußorgans 14 aus seiner Ausgangsstellung durch den Elektromagneten
34
gesteuert wird, können die Zei.tsteuermittel zum Regeln der Belichtungsdauer
geeignete Mittel umfassen, um den Elektromagneten nach dem Auslösen des Verschlußorgans
16 im richtigen Zeitpunkt auszuschalten. Bei der Ausbildungsform nach F i
g. 1 umfassen die Zeitsteuermittel eine transistorisierte, abgewandelte Schmittsche
Triggerschaltung zum Regeln. der Zufuhr eines Stroms zu einer Wicklung
50, mittels deren der Elektromagnet 34 betätigt wird-. Diese Schaltung
ermöglicht ein rasches Zuführen des Stroms zu der Wicklung 50, und sie arbeitet
mit geringem Energieverbrauch.
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Der Zeitsteuerteil der Schaltung umfaßt einen Kondensator
52, der mit einem lichtempfindlichen Element 54 in Reihe geschaltet
ist, bei welchem es sich um ein beliebiges von mehreren bekannten Elementen handeln
kann, wie man sie bei photographischen Apparaten zur Lichtmessung verwendet. Im
vorliegenden Fall sei angenommen, daß es sich bei dem Element 54 um ein photoleitfähiges
Element handelt, z. B. einen Cadmiumsulfid-Photoleiter, der so angeordnet ist, daß
ihm Licht von der zu photographierenden Szene aus zugeführt wird, und dessen Widerstand
von der Helligkeit der Szene abhängt. Zur Vereinfachung der Beschreibung der Wirkungsweise
der Schaltung sei bemerkt, daß es sich bei der elektrischen Eigenschaft des Elements
54, die in Beziehung zur Intensität .des auf das Element fallenden Lichts
steht, als Widerstand bezeichnet wird, daß man jedoch auch von der Leitfähigkeit
des Elements sprechen kann, bei der es sich um den reziproken Wert des Widerstandes
handelt.
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Der soeben beschriebene Zeitsteuerteil der Schaltung ist über noch
zu beschreibende Schalter zwischen den Klemmen 56 und 58 angeschlossen, so daß er
eine Integrationsschaltung bekannter Art bildet, deren Eingangsklemme die Klemme
56 und deren Ausgangsklemme die Klemme 60 ist, welch letztere zwischen dem
Kondensator 52 und dem lichtempfindlichen Element 54 liegt. Als Ausgangssignalentwickelt
dieser Teil der Schaltung in Abhängigkeit von einem Spannungseingangssignal in Form
einer Stufenfunktion eine zeitabhängig variierende Ausgangsspannung an der Klemme
60. Wenn der Kondensator 52 keine anfängliche Ladung aufweist, ist
die Zeit t, welche die Spannung an der Klemme 60 benötigt, einen vorbestimmten
Wert V1 zu erreichen, durch folgende Formel gegeben:
Hierin ist R der Widerstand des lichtempfindlichen Elements 54
bei der jeweiligen Intensität des auf das Element treffenden Lichts, C die Kapazität
des Kondensators 52 und Eo die Größe der Stufenfunktion-Eingangsspannung.
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Die spannungsempfindliche Triggerschaltung umfaßt einen Transistor
62 mit einer Basis 63, einem Kollektor 64 und einem Emitter 65. Die Basis 63 ist
mit der Klemme 60 verbunden, an der die Ausgangsspannung der Zeitsteuermittel erscheint.
Der Kollektor 64 ist mit der Klemme 56 über einen variablen Vorspannwid erstand
66 verbunden, und der Emitter 65 ist über einen variablen Vorspannwiderstand 68
an die Klemme 58 angeschlossen. Ferner ist ein zweiter Transistor 70 mit einer Basis
71, einem Kollektor 72 und einem Emitter 73 vorgesehen. Der Kollektor 72 ist mit
der Klemme 56 über die Wicklung 50 verbunden, und der Emitter 73 ist über einen
Vorspannwiderstand 68 an die Klemme 58 angeschlossen, so daß der Elektromagnet 34
eingeschaltet wird, wenn der Transistor 70 leitfähig .ist. Es sei bemerkt, daß bei
dieserAnordnung ein gemeinsamer Emitterwiderstand 68 vorhanden ist, der zu dem Zweck
eingestellt wird, die Spannung festzulegen, bei der die Schaltung getriggert werden
soll.
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Weiterhin umfaßt die Schaltung eine elektrische Energiequelle in Form
einer Batterie 74 mit der Spannung E., die von der Klemme 56 aus über einen Schalter
S1 mit der Klemme 58 verbunden werden kann; der Schalter S1 ist normalerweise offen,
damit der Batterie 74 möglichst wenig Strom entnommen wird. Die Kontakte des Schalters
S1 werden geschlossen, wenn das Ende 30 des Sperrhebels 20 mit der Hand niedergedrückt
wird, wodurch, wie schon erwähnt, das Verschlußorgan 16 freigegeben wird, um einen
Belichtungsvorgang einzuleiten. Die Größe der Bewegung des Sperrhebels 20, die erforderlich
ist, um den Schalter S1 zu schließen, ist geringer als die zum Freigeben des Verschlußorgans
16 erforderliche Bewegung, so daß der Schalter stets geschlossen ist, bevor die
Bewegung des Verschlußorgans 16 beginnt. Auf die Gründe hierfür wird im folgenden
näher eingegangen.
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Nachstehend wird die Wirkungsweise der Verschlußmittel zum Einleiten
und Beenden der Belichtung sowie die Arbeitsweise der Zeitsteuereinrichtung zum
Regeln der Belichtungsdauer beschrieben. Wenn der Benutzer das Ende 30 des Sperrhebels
20 nach unten drückt, bewegt sich der Sperrhebel, so daß die Kontakte des Schalters
S1 geschlossen werden. Der Transistor 70 wird beim Schließen des Schalters S1 nahezu
augenblicklich leitfähig, da die Kollektor-Basis-Verbindungsstelle des Transistors70
im Augenblick des Schließens des Schalters in umgekehrter Richtung vorgespannt ist,
so daß ein Strom durch den Widerstand 66 fließen kann, wodurch die Emitter-Basis-Verbindungsstelle
in der Vorwärtsrichtung vorgespannt wird. Die -Einstellung des variablen Widerstandes
66 bestimmt das Ausmaß der Leitfähigkeit des Transistors 70, so daß der durch die
Wicklung 50 fließende Strom eingestellt werden kann, um im magnetischen Kreis des
Elektrömagneten 34 eine magnetomotorische Kraft zu erzeugen, die ausreicht, um das
Verschlußorgan 14 in seiner Ausgangsstellung zu halten, nachdem sich das andere
Verschlußorgan 16 aus seiner Ruhestellung entfernt hat. Wenn ein Strom durch die
Widerstände 66 und 68 fließt, da der Transistor 70 leitfähig ist, erscheinen am
Kollektor 64 und am Emitter 65 des Transistors 62 Vorspannungen, die jeweils einen
ersten Wert haben, welcher sich nach der Stärke der betreffenden Ströme und den
Widerstandswerten richten.
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Wenn der Sperrhebel 20 nach dem Schließen des Schalters S1 weiter
nach unten bewegt wird, gibt der Sperrhebel den Stift 22 frei, so daß .das Verschlußorgan
16 durch die Feder 18 bewegt werden kann. Zwei Schalterkontakte werden durch einen
Teil des Verschlußorgans 16 geschlossen, wenn sich dieses Verschlußorgan in seiner
Spannstellung befindet; diese Kontakte gehören zu einem Schalter S2, der geöffnet
wird, sobald sich das Verschlußorgan 16 aus seiner Spannstellung entfernt. Im Augenblick
des Schließens des Schalters S1 und bis der Schalter S2 geöffnet wird, befindet
sich die Klemme 60 auf dem Erdpotential. Wie schon :erwähnt, wirken die Zeitsteuermittel
ähnlich wie eine Integrationsschaltung bekannter Art. Wenn an die Eingangsklemme
56 durch das Schließen des Schalters S1 eine Spannung angelegt wird, erscheint somit
an der Ausgangsklemme 60 beim Öffnen des Schalters S2 eine Spannung, die sich von
einem Ausgangswert - im vorliegenden Fall dem Erdpotential - in Richtung auf einen
vorgewählten Wert V1 innerhalb einer Zeitspanne t ändert, welche sich rasch .der
Kapazität des Kondensators 52 und der Leitfähigkeit des Elements 54 richtet, welche
ihrerseits von der Intensität des Lichts abhängt, das von der zu photographierenden
Szene auf das Element 54 fällt. Wenn die Spannung an der Klemme 60 ihren Ausgangswert
hat, während die Spannungen am Kollektor 72 und am Emitter 73 .des Transistors 70
den erwähnten ersten Werten entsprechen, wobei diese Vorspannungen auf die Leitfähigkeit
des Transistors 70 zurückzuführen sind, sind die Kollektor-Basis- und Emitter-Basis-VerbindungsstelIen
des Transistors 62 in der Rückwärtsrichtung vorgespannt, so daß der Transistor 62
abgeschaltet bzw. nicht leitfähig ist. Wenn die Spannung an der Ausgangsklemme 60
den vorgewählten Wert V1 erreicht, bei welchem die Emitter-Basis-Verbindungsstelle
des Transistors 62 in der Vorwärtsrichtung vorgespannt wird, wird der Transistor
62 leitfähig.
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Anfänglich bewirkt der durch den Vorspannwiderstand 66 fließende stärkere
Kollektorstrom des Transistors 62 eine Erhöhung des Spannungsabfalls an diesem Widerstand,
so daß die Spannung an der Basis 71 des Transistors 70 verringert wird. Hierdurch
wird die Vorspannung des Transistors 70 in der Vorwärtsrichtung herabgesetzt, so
daß durch den Transistor 70 ein schwächerer Strom fließt, wobei der Spannungsabfall
am Vorspannwiderstand 68 abnimmt, so daß die Vorspannung des Transistors 62 in der
Vorwärtsrichtung noch weiter erhöht wird. Diese regenerative Rückkopplung zwischen
den Stufen der spannungsempfindlichen Triggerschaltung bewirkt einen raschen übergang
der Leitfähigkeit vom Transistor 70 zum Transistor 62. Der geänderte Strom, welcher
wegen dieser Umschaltung der Transistoren durch die Vorspannwiderstände 66 und 68
fließt, legt andere Werte der Vorspannungen am Kollektor 64 und am Emitter 65 des
Transistors 62 fest. Somit wird die Leitfähigkeit des Transistors 70 durch die anderen
Werte der erwähnten Vorspannungen in starkem Maße und schnell verringert, so daß
ein schnelles Ausschalten des Elektromagneten,
34 erfolgt, um das
Verschlußorgan 14 in der beschriebenen Weise freizugeben. Der die Wicklung 50 überbrückende
Kondensator 76 bewirkt, daß der Stromstoß, welcher entgegen dem Magnetisierungsstrom
durch die Wicklung fließt, die magnetische Induktion in dem Elektromagneten 34 schnell
auf Null herabsetzt, so daß die Zeit verkürzt wird, welche die Feder 24 benötigt,
um die magnetische Anziehungskraft des Elektromagneten zu überwinden, wobei ein
scharf ausgeprägtes Freigeben des Verschlußorgans 14 erzielt wird, Um diese
regenerative Wirkung herbeizuführen, ist eine schnelle Verringerung der Stärke des
durch die Wicklung 50 fließenden Stroms erforderlich.
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In F i g. 2 repräsentiert die Kurve 80 die Art und Weise, in
der die Spannung V an der Klemme 60, d. h. die Ladung des Kondensators 52, in Abhängigkeit
von der Zeit T zunimmt, wenn beim öffnen des Schalters S2 eine Stufenfunktionsspannung
an dien Kondensator angelegt wird. Die Kurve 80 nähert sich exponentiell der Spannung
E., d. h. :der Spannung der Batterie 74, und sie erreicht den Wert VJ, d. :h. die
vorgewählte Trig,gerspannung, in dem in F i. g. 2 mit 82 bezeichneten Zeitpunkt.
Die Geschwindigkeit, mit der sich die Spannung V erhöht, richtet sich nach den elektrischen
Werten des Kondensators 52 und dem Widerstand bzw. der Leitfähigkeit der Photozelle
54, welche ihrerseits von der Lichtintensität abhängt. Das Produkt RC dieser Werte
wird gewöhnlich als Zeitkonstante bezeichnet und steht in einer funktionellen Beziehung
zur Intensität des Lichts, das von der zu photographierenden Szene auf die Photozelle
54 fällt. Somit richtet sich die Zeit, welche die Spannung benötigt, um die Tri.ggerspannung
V1 zu erreichen, nach der Zeitkonstante, welche ihrerseits einen Wert annimmt, der
durch die Intensität dies von der Szene kommenden Lichts bestimmt wird.
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F i g. 3 a veranschaulicht zeichnerisch die Beziehungen zwischen der
Intensität des auf die Photozelle 54 fallenden Lichts von der zu photographierenden
Szene (B) und der resultierenden Leitfähigkeit G der Photozelle 54 in Abhängigkeit
von der Zeit T. Die Einheiten für die Werte der Lichtintensität und der Leitfähigkeit
sind nicht angegeben, sondern die Werte sind in einem beliebigen geeigneten Maßstab
aufgetragen, der zu einem Gleichgewichtswert der Leitfähigkeit bei einem gegebenen
Pegel der Lichtintensität führt, welcher in der graphischen Darstellung auf den
gleichen Punkt fällt wie der Wert für die Intensität. Infolgedessen ist die Kurve
84 a, welche eine Lichtintensität repräsentiert, die bezogen auf die Zeit konstant
ist, und dir Kurve 86a, welche den Wert der Leitfähigkeit der Photozelle repräsentiert,
der der durch die Kurve 84 a dargestellten Intensität entspricht, einander
überlagert. In dem durch den Punkt 88a repräsentierten Zeitpunkt wird eine Belichtung
dadurch eingeleitet, daß das Verschlußorgan 16 in seine zweite Stellung gebracht
wird, und der Zeitsteuervorgang der Schaltung wird durch das öffnen des Schalters
S2 eingeleitet. Daraufhin beginnt die Spannung an der Ausgangsklemme 60 zu steigen,
bis sie die vorgewählte Triggerspannung erreicht, wodurch der Zeitsteuervorgang
und damit auch die Belichtung beendet wird. Der Zeitpunkt der Beendigung des Zeitsteuervorgangs
und der Belichtung ist in F i g. 3 a durch den Punkt 90a bezeichnet. Die Lichtmenge
Bf, welche von dem Film aufgenommen wird, der während des Belichtungsintervalls
belichtet wird, läßt sich durch folgenden Ausdruck wiedergeben:
Hierin bezeichnet 0 den Zeitpunkt, in welchem die Schaltung betätigt wird, um den
Zei:tsteuervorgang einzuleiten, und t den Zeitpunkt, in welchem die Schaltung getriggert
wird, wie es sich aus Gleichung (1) berechnen läßt. Gemäß F i g. 3 a ist das Integral
der Kurve 84a zwischen den zeitlichen Grenzen 88a und 90a die Lichtmenge, welche
während des Belichtungsintervalls auf den Film fällt; diese Lichtmenge wird im folgenden
als das, Zeitintegral der Lichtintensität während des Belichtungsintervalls bezeichnet.
Das Integral der Kurve 86a zwischen den Grenzen 88a und 90a wird als Zeitintegral
der Leitfähigkeit der Photozelle während des Belichtungsintervalls bezeichnet. Die
Zeit, welche die Spannung nach dem Öffnen des Schalters S2 benötigt, um .die Tri.ggerspannung
zu erreichen, läßt sich somit als Zeitintegral der Leitfähigkeit der Photozelle
ausdrücken. Mit anderen Worten, die Schaltung wird getriggert, wenn die Fläche unter
der Leitfähigkeitskurve über der Zeit einen vorbestimmten Wert erreicht.
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Da bei F i g. 3 a eine konstante Lichtintensität angenommen wurde,
befindet sich .die Leitfähigkeit der Photozelle bei dieser Intensität sozusagen
auf ihrem Gleichgewichtswert. Wie schon .erwähnt, tritt bei Photozellen bekannter
Konstruktion eine zeitliche Verzögerung zwischen den Änderungen der Intensität des
auf die Photozelle fallenden Lichts und den entsprechenden Änderungen des Wertes
der variablen elektrischen Eigenschaft der Photozelle auf. Wenn die zu photographierende
Szene mit einem Blitzgerät beleuchtet wird, ändert sich .die Lichtintensität schneller
als der Gleichgewichtswert der variahlen elektrischen Eigenschaft der Photozelle.
Der tatsächliche Wert der elektrischen Eigenschaft der Photozelle in einem bestimmten
Zeitpunkt während der Änderung der Lichtintensität entspricht daher nicht dem Gleichgewichtswert
in dem betreffenden Zeitpunkt. In F i g. 3 b repräsentiert die Kurve 84 b d',e Helligkeit
einer mit Hilfe eines Blitzgeräts beleuchteten Szene in Abhängigkeit von .der Zeit.
Der Punkt 85b repräsentiert den Wert der Umgebungshelligkeit der Szene vor
der Beleuchtung der Szene durch das Blitzgerät. Die Kurve 86 b repräsentiert den
tatsächlichen Wert der Leitfähigkeit der gleichen Photozelle wie bei dem Beispiel
nach F i g. 3 a für den Fall, daß die Photozelle dem durch die Kurve 84b wiedergegebenen
Licht ausgesetzt wird. Da die Maßstäbe in F i g. 3 a und 3 b die gleichen sind,
würde eine Kurve, die den Gleichgewichtswert der Leitfähigkeit der Photozelle repräsentiert,
welche der durch die Kurve 84b wiedergegebenen Beleuchtung ausgesetzt wird, :einer
der Kurve 84b überlagerten Kurve entsprechen. Infolgedessen zeigt der Unterschied
zwischen den Kurven 84b und 86b den Unterschied zwischen dem Gleichgewichtswert
und den tatsächlichen Werten der Leitfähigkeit an, welche der .durch die Kurve 84b
dargestellten Änderung der Lichtintensität entsprechen. Wenn .eine Belichtung eingeleitet
und die Zeitsteuereinrichtung betätigt wird,
um den Zeitsteuervorgang
im Zeitpunkt 88 b einzuleiten, steigt die Ausgangsspannung der Schaltung mit einer
durch die -Leitfähigkeit der Photozelle bestimmten Geschwindigkeit an. Wenn das
Zeitintegral der Leitfähigkeit, d. h. die Fläche unter der im Zeitpunkt 88b
beginnenden Kurve 86b, einen vorbestimmten Wert erreicht, der im Zeitpunkt
90 b gegeben ist, wird die Schaltung getriggert, um die Belichtung zu beenden. Die
Dauer der Belichtung wird durch den tatsächlichen Wert der Leitfähigkeit bestimmt,
.der im Fall von F i g. 3 b nicht den Gleichgewichtswert der Leitfähigkeit wiedergibt,
welcher der Helligkeit der aufzunehmenden Szene entspricht. Da die Schaltung durch
das Einstellen des variablen Widerstandes 68 geeicht worden ist, um die richtige
Belichtung des Films zu gewährleisten, wenn die Leitfähigkeit ihren Gleichgewichtswert
hat, wird die gemäß Beispiel nach F i .g. 3 b bewirkte Belichtung falsch sein. Man
kann den Belichtungsfehler als den Unterschied zwischen den Flächen unter den Kurven
84b und 86b zwischen den Punkten 88b und 90b ausdrücken. Man
erkennt ohne weiteres, daß die während des Belichtungsintervalls aufgenommene Lichtmenge
die für die richtige Belichtung des Films benötigte Lichtmenge überschreitet, so
daß sich eine Überbelichtung ergibt. Dieser Fehler steht in einer direkten Beziehung
zur Ansprechgeschwindigkeit der bei der Zeitsteuerschaltung verwendeten Photozelle.
Gemäß der Aufgabe der Erfindung soll dieser Fehler ausgeschaltet oder auf ein Mindestmaß
verringert werden.
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Die Ansprechgeschwindigkeit der meisten Photozellen steht in einer
Beziehung zur Größe der Änderung der Intensität des Lichts, dem die Photozelle ausgesetzt
wird. Mit anderen Worten, wenn die Intensität des Lichts um einen relativ großen
Betrag gesteigert wird, ändert sich die elektrische Eigen-Schaft der Photozelle
schneller in Richtung auf ihren Gleichgewichtswert, als wenn sich die Lichtintensität
um einen kleinen Betrag ändern würde. Die Helligkeit einer durch ein Blitzgerät
beleuchteten Szene ändert sich umgekehrt mit dem Quadrat .der Entfernung zwischen
dem Blitzgerät und der damit beleuchteten Szene. Es ist allgemein üblich, das Blitzgerät
auf der Kamera anzuordnen, mittels derer die mit Hilfe des Blitzgeräts beleuchtete
Szene photographiert wird. Für de Zwecke der vorliegenden Beschreibung wird daher
angenommen, daß das Blitzgerät, die Photozelle und der zu belichtende Film gleich
weit von der aufzunehmenden Szene antfernt sind.
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Da die Ansprechgeschwindigkeit in einer Beziehung sowohl zu einer
Verringerung als auch zu einer Steigerung der Intensität des auf :die Photozelle
fallenden Lichts steht, geht der tatsächliche Wert der Leitfähigkeit langsamer zurück
als die Intensität des durch das Blitzgerät erzeugten Lichts. Aus diesem Grund kreuzen
sich die Kurven 84b und 86b gemäß F i g. 3 b im Punkt 91 b, und der tatsächliche
Wert der Leitfähigkeit der Photozelle ist dann höher als der Gleichgewichtswert
für die in diesem Zeitpunkt vorhandene Lichtintensität. Somit liegt während der
Zeit, die jenseits des Kreuzungspunktes 91 b verstreicht, die durch die Photozelle
»gemessene« Lichtmenge über der tatsächlich vorhandenen. Die Tatsache könnte sich
so auswirken, daß das Ausmaß der Überbelichtung etwas verringert wird, doch in vielen
Fällen ist der Belichtungsvorgang bereits beendet, bevor der Zeitpunkt 91b erreicht
wird, in welchem sich die beiden Kurven kreuzen. Jedenfalls genügt der Fehler in
Richtung auf eine Unterbelichtung, der auftritt, wenn die tatsächliche Leitfähigkeit
höher ist als der Gleichgewichtswerft, niemals, um den Fehler in Richtung einer
Überbelichtung auszugleichen, der sich ergibt, wenn die tatsächliche Leitfähigkeit
geringer ist als der Gleichgewichtswert.
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Aus den vorstehenden Betrachtungen ist ersichtlich, daß man einen
photographischen Verschluß so ausbilden kann, daß die Dauer der durch den Verschluß
bewirkten Belichtung durch das Zeitintegral einer elektrischen Eigenschaft einer
Zeitsteuereinrichtung bestimmt wird, die einen Bestandteil des Verschlusses bildet
oder dem Verschluß betriebsmäßig zugeordnet ist. Bei gegebener Filmempfindlichkeit
und gegebener Größe der Belichtungsöffnung wird die richtige Belichtung durch ein
bestimmtes Zeitintegral der Lichtintensität während des Belichtungsintervalls bewirkt.
Da die erwähnte elektrische Eigenschaft in einer funktionellen Beziehung zur Lichtintensität
stehen kann, läßt sich eine richtige Belichtung mit Hilfe der Zeitsteuereinrichtung
erzielen, wenn sich diese funktionelle Beziehung von einer Belichtung zur nächsten
oder während des Belichtungsintervalls nicht ändert. Wenn sich die Lichtintensität
schneller ändert als die elektrische Eigenschaft, ist jedoch die funktionelle Beziehung
nicht mehr die gleiche, so daß Belichtungsfehler auftreten.
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In F i g. 3 c entspricht die Kurve 84 c der Kurve 84 b in F i g. 3
b, d. h., die Lichtintensität in Abhängigkeit von der Zeit ist in F i g. 3 b und
3 c genau die gleiche. Das Bezugszeichen 85c bezeichnet wiederum wie bei dem vorangehenden
Beispiel den Pegel der Umgebungsbeleuchtung. Die Kurve 92c repräsentiert den Gleichgewichtswert
der Leitfähigkeit der Photozelle entsprechend der durch die Kurve 84c repräsentierten
Lichtintensität. Obwohl die funktionelle Beziehung zwischen der Leitfähigkeit der
Photozelle und der Lichtintensität in dem Beispiel nach F i g. 3 c offensichtlich
nicht die gleiche ist wie in F i g. 3 b, ist die Ansprechgeschwindigkeit der Photozelle
die gleiche. Wenn die Photozelle nach F i g. 3 c mit Licht belichtet wird, dessen
Intensität in Abhängigkeit von der Zeit der Kurve 84centspricht, ist die tatsächliche
Leitfähigkeit der Photozelle in Abhängigkeit von der Zeit durch die Kurve 86 c gegeben.
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Da die Schaltung auf die tatsächliche Leitfähigkeit der. -Photozelle
anspricht, wenn die Schaltung betätigt wird, um den Zeitsteuervorgang im Punkt 88
c beginnen zu lassen, erfolgt die Triggerung im Punkt 90e, wenn das Zeitintegral
der tatsächlichen Leitfähigkeit der Photozelle den vorbestimmten Wert erreicht,
welcher der gleiche ist wie bei den vorangehenden Beispielen. Der ideale Wert der
Leitfähigkeit der Photozelle in Abhängigkeit von der Zeit würde wie im Fall des
Beispiels nach F i g. 3 a durch eine Kurve repräsentiert werden, die der Intensitäts-Zeit-Kurve
überlagert ist, oder durch eine beliebige andere Kurve, deren Integral zwischen
den Grenzen 88 c und 90 c gleich dem Integral der Kurve
84 c zwischen den gleichen Grenzen ist. Zwar ist die Kurve 86c der Kurve
84c während des Belichtungsintervalls, d. h. zwischen 88c und 90c, nicht überlagert,
doch zeigt es sich, daß die Flächen bzw. die Zeitintegrale der beiden Kurven während
dieser Zeitspanne nahezu gleich groß sind.
F i g. 3 d veranschaulicht
eine sich ändernde Lichtintensität, die etwas geringer ist als die in F i g. 3 b
und 3 c dargestellte. Die Lichtintensität wird durch die Kurve 84d repräsentiert,
der dieser Lichtintensität entsprechende Gleichgewichtswert der Leitfähigkeit der
Photozelle durch die Kurve 92 d und der tatsächliche Wert der Leitfähigkeit unter
dem Einfiuß der dargestellten Beleuchtung durch die. Kurve 86 d. Die funktionelle
Beziehung zwischen der Leitfähigkeit der Photozelle und der Lichtintensität sowie
die Ansprechgeschwindi,gkeit der Photozelle sind die gleichen wie in F i g. 3 c.
Da die Änderung der Lichtintensität in F i g. 3 d kleiner ist als in F i g. 3 c,
ändert sich der tatsächliche Wert der Leitfähigkeit in Richtung auf diesen Gleichgewichtswert
langsamer. Die Schaltung wird im Zeitpunkt 88 d betätigt, und die Triggerung erfolgt
bei 90d, wenn die Fläche unter der Kurve 86d den gewünschten Wert erreicht. Die
Lichtintensität und daher auch die Leitfähigkeit der Photozelle ist in F i g. 3
d geringer als in F i g. 3 c, so daß das Belichtungsintervall länger ist. Somit
ist das Zeitintegral der Leitfähigkeit während des Belichtungsintervalls immer noch
im wesentlichen das gleiche wie das Zeitintegral der Lichtintensität während des
gleichen Intervalls, obwohl der Unterschied zwischen der tatsächlichen und der idealen
Leitfähigkeit größer ist, wenn die Lichtintensität ansteigt, und auch größer ist,
wenn die Intensität zurückgeht; das längere Belichtungsintervall berücksichtigt
diese beiden Tatsachen.
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Es ist wichtig zu bemerken, daß die verschiedenen Kurven in F i g.
3 a bis 3 d lediglich dazu dienen, die Wirkungsweise der Schaltung in Abhängigkeit
von der Lichtintensität und die Wirkung der Verzögerung der Photoleitfähigkeit zu
erläutern. Man kann die Lichtintensität als Funktion der Zeit auftragen, und wenn
die funktionelle Beziehung zwischen der Lichtintensität und der Leitfähigkeit sowie
der Ansprechgeschwindigkeit der Photozelle bekannt ist, kann man auch die Leitfähigkeit
als Funktion der Zeit darstellen. Eine richtige Belichtung wird dann erzielt, wenn
das Zeitintegral der Lichtintensität während des Belichtungsintervalls gemäß Gleichung
(2) gleich dem Ausdruck
ist, wenn A die Fläche der Öffnung ist, über welche der Film belichtet wird, wenn
S". die Empfindlichkeit des belichteten Films ist und wenn K eine Dimensionskonstante
ist. Wenn die Öffnungsgröße und die Filmempfindlichkeit bekannt sind, kann. man
somit das richtige Zeitintegral der Lichtintensität berechnen. Da die funktionelle
Beziehung zwischen Lichtintensität und Leitfähigkeit ebenfalls bekannt ist, kann
man auch das richtige Zeitintegral der Leitfähigkeit berechnen. Die Schaltung wird
,dann geeicht, um die Triggerung zu bewirken, und zwar in der Weise, daß die Belichtung
beendet wird, wenn das Zeitintegral der Leitfähigkeit den so berechneten Wert erreicht,
und zwar zwischen dem Zeitpunkt der Betätigung der Schaltung und dem Beginn des
Zeitsteuervorgan.gs. Zwar geht aus F i g. 3 a bis 3 d hervor, daß die Belichtung
gleichzeitig mit der Betätigung bzw. der Triggerung der Schaltung eingeleitet bzw.
beendet wird, doch kann man die mechanische Betätigung des Verschlusses auf beliebige
geeignete Weise mit der Betätigung der Schaltung synchronisieren, solange die Beziehung
zwischen dem Zeitintegral der Leitfähigkeit, das erforderlich ist, um die Schaltung
zu triggern, und das Zeitintegral der Lichtintensität zwischen -dem Öffnen und dem
Schließen des Verschlusses in Abhängigkeit von der Triggerung der Schaltung in der
richtigen Weisse festgelegt und aufrechterhalten wird.
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Aus den an Hand von F i g. 3 a bis 3 d angestellten Betrachtungen
ergibt sich somit, daß Belichtungsfehler entweder dann auftreten, wenn die Lichtintensität
konstant ist, oder wenn sich die Lichtintensität während des Belichtungsintervalls
ändert, und zwar in Abhängigkeit von der Eichung der Schaltung, wenn die Ansprechgeschwindigkeit
der Photozelle nicht berücksichtigt wird. Wird die Schaltung so eingestellt, daß
die Triggerung zur Erzielung einer richtigen Belichtung erfolgt, wenn die Lichtintensität
in Abhängigkeit von der Zeit gemäß F i g. 3 a konstant ist, ergibt sich eine überbelichtung,
wenn man die Vorrichtung betätigt, wenn sich die Lichtintensität gemäß F i g. 3
b während des Belichtungsintervalls erheblich ändert. Wenn die funktionelle Beziehung
zwischen der Lichtintensität und der idealen bzw. der dem Gleichgewicht entsprechenden
Leitfähigkeit den Kurven 84 e, 84 d und 92 e, 92 d entspricht, führt die tatsächliche
Leitfähigkeit bei einer Belichtung der Photozelle entsprechend den Kurven 86c und
86d zu .einer richtigen oder nahezu richtigen Belichtung. Würde man jedoch diese
funktionelle Beziehung beibehalten und die Vorrichtung bei Licht von konstanter
Intensität benutzen, würde die resultierende Belichtung nicht durch die Verzögerung
beeinflußt, und die Beziehung zwischen, der tatsächlichen Leitfähigkeit und der
Lichtintensität würde nicht die gleiche sein.
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In manchen Fällen ist es aus konstruktiven Gründen erforderlich oder
erwünscht, eine erste mechanische Zeitverzögerung zwischen der Einleitung des Betriebs
der Zeitsteuerschaltung und dem tatsächlichen Öffnen des Verschlusses zum Einleiten
der Belichtung vorzusehen. Eine zweite mechanische Zeitverzögerung kann zwischen
der Beendigung des Zeitintervalls durch die Trigge.rung der Schaltung und der tatsächlichen
Beendigung der Belichtung durch die Bewegung des Verschlusses in seine geschlossene
Stellung gegenüber der Belichtungsöffnung vorgesehen sein. Wenn z. B. die erste
und die zweite Zeitverzögerung von gleicher Dauer sind, ist die durch die Zeitsteuerschaltung
gemessene, jedoch während der ersten Zeitverzögerung nicht in die Belichtungsdauer
einbezogene Lichtmenge gleich derjenigen Lichtmenge, welche in die Belichtungsdauer
einbezogen wird, nachdem die Schaltung getriggert worden ist, wenn man annimmt,
daß .die Helligkeit der Szene konstant ist. Wenn sich jedoch die Helligkeit der
Szene zwischen den beiden Verzögerungszeiten erheblich unterscheidet, wie es bei
der Benutzung eines Blitzgeräts der Fall sein kann, besteht die Gefahr einer falschen
Belichtung, daher ist es zum Ausgleich eines solchen Fehlers zweckmäßig, den Triggerzeitpunkt
der Schaltung und damit auch den Zeitpunkt der Beendigung der Belichtung vorzuverlegen,
denn die zweite mechanische Zeitverzögerung bleibt die gleiche. Hierbei ist natürlich
angenommen, daß die erste Zeitverzögerung beendet ist, bevor die zweite Zeitverzögerung
beginnt. Mit anderen Worten, die Bewegungsgeschwindigkeit des ersten Verschlußorgans
zwischen dem Öffnen des Schalters S2 und
der tatsächlichen Einleitung
der Belichtung ist derart, daß diese Bewegung beendet ist, bevor die Schaltung getriggert
wird, und es dem zweiten Verschlußorgan ermöglicht, die Belichtung zu beenden.
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Wenn gemäß F i g. 1 der Schalter S3 während des Zeitsteuervorgangs
offen ist, :ist der Widerstand 78 mit dem Kondensator 52 in Reihe geschaltet. In
diesem Fall wird die Zeitkonstante sowohl durch den Widerstand der Photozelle
54 als auch durch denjenigen des Widerstandes 78 beeinflußt. Die Zeitkonstante
ist jetzt bei .einem beliebigen gegebenen Pegel nicht nur gleich dem Produkt aus
der Kapazität und dem Photozellenwiderstand, .sondern gleich (R+r)C, wobei R der
Widerstand der Photozelle 54 und r der Widerstand des Festwiderstandes 78 ist. Die
Zeit t2, welche erforderlich :ist, um die Triggerspannung V1 zu erreichen, ist wie
folgt gegeben:
eigeleitet wird. In der Praxis wird der Schalter häufig durch die Bewegung des Versehlußorgans
selbst geschlossen.
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Bei dem in F i g.1 -gezeigten Schalter S4 handelt es sich um einen
Blitzlichtsynchronisationssehalter zum Zuführen von Energie zu der in F i g. 1 ebenfalls
schematisch angedeuteten Blitzlichtbirne 114. Zwar läßt das Schaltbild erkennen,
daß der Birne 114 Energie von der Spannungsquelle 74 aus beim Schlicßen des Schalters
S4 zugeführt wird, doch ist es möglich und manchmal auch erwünscht, eine gesonderte
Energiequelle für die Birne 114 vorzusehen. An einem Ende der flexiblen :elektrischen
Zuleitungen 110 ist ein Stecker 1.16 vorgesehen, der in eine noch zu beschreibende
Steckdose 118 im V,erschlußgehhuse eingeführt werden kann.
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Eine bevorzugte Ausbildungsform einer Einrichtung, mittels derer die
automatische Arbeitsweise der Zeitsteuervorrichtung geändert werden kann, um Fehler
auszugleichen, wie sie in der weiter oben beschriebenen Weise beim Gebrauch des
Blit7,geräts auftreten können, ist in F i g. 5, 6 und 7 dargestellt. Die
optische Achse der Kamera 100 ist durch die LinieA-A und die Achse der Photozelle
54 und der Öffnung 102 durch die Linie B-B angedeutet. Eine undurchsichtige
Platte 120 ist auf Stiften 122 verschiebbar gelagert, die sich durch einen Schlitz
124 der Platte 120 erstrecken und in eine ortsfeste Halterung auf einem innenliegenden
Teil 126 des Verschlußgehäuses eingreifen. Die Platte 120 umfaßt erste Öffnungsmittel
128, die bei der hier gezeigten Ausbildungsform mehrere relativ kleine unveränderliche
öffnungen umfassen, sowie zweite Öffnungsmittel 130 in Form einer einzigen
relativ großen Öffnung.
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Eine Kurbel 132 ist auf einem ortsfesten Bolzen 134 gelagert,
der gegenüber der Vorderwand 10 des Verschlußgehäuses nach innen vorspringt. Auf
dem Bolzen 134 ist zwischen der Kurbel 132 und ,einer Feder 138 eine Abstandscheibe
136 angeordnet, und alle diese Teile werden durch einen Vorsteckring 140 in ihrer
Lage auf dem Bolzen 134 .gehalten. Gemäß F i g. 6 stützt sich ein Ende der
Feder 138 an einem ortsfesten Anschlag 142 am Verschlußgehäuse ab, während .das
andere Ende der Feder an einem Teil der Kurbel 132 angreift, um die Kurbel gemäß
Fig. 6 im Uhrzeigersinn vorzuspannen. Auf einer Seite ihrer Lagerung trägt die Kurbel
132 einen Stift 144, der in einen kurzen waagerechten Schlitz der Platte 120 eingreift.
An ihrem von dem Stift 144 abgewandten Ende trägt die Kurbel 132 eine Nase
148.
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Der Stecker 11.6, welcher in das Buchsenaggregat 118 eingeführt
werden kann, trägt ein Organ 150,
,einen L-förmigen Arm 1.52 und einen .elektrischen
Kontakt 154, der mit den Zuleitungen 110 verbunden ist. Das Buchsenaggregat 118
umfäßt eine elektrische Klinke 156, in die das Kontaktstück 154 eingeführt werden
kann, sowie eine Öffnung 158, durch die das Organ 150 und der Arm 152 nach innen
ragen, wenn man den Stecker 116 gemäß F i g. 6 in das Buehsenaggregat einführt.
Das Einführen des Kontaktstücks 154 in die Klinke 156 dient dazu, das Blitzgerät
104 an die Synchronisationsschaltung der Kamera 100 anzuschließen. Beim Einführen
des Steckers 116 erstreckt sich der Arm 152 durch die öfnung 158 zu der Kontaktnase
148 der Kurbel 132, so daß die Kurbel entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird. Hierbei
wird die Platte 120 in die in F i g. 6 gezeigte Somit gibt Gleichung (1)
die Zeit t1 an, die erforderlich ist, um die Triggerspannung V1 zu erreichen, wenn
der Schalter S3 geschlossen ist, während Gleichung (3) die Zeit t2 angibt, die benötigt
wird, um die Triggerspannung bei offenem Schalter S3 zu erreichen. Der Unterschied
zwischen t.-t, ist .gleich rC, d. h. gleich der Zeitspanne, um welche die Triggerung
der Schaltung vorverlegt wird, wenn der Schalter S3 offen ist.
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In F i g. 4 ist eine photographische Kamera dargestellt und insgesamt
mit 100 bezeichnet; die Kamera besitzt die gebräuchliche Belichtungsöffnung
12, wie sie auch in F i g. 1 dargestellt ist, in der Vorderwand 10 des Verschlußgehäuses.
Zwar kann d:e Kamera 100 von beliebiger bekannter Konstruktion sein, doch
ist der Verschlußmechanismus so ausgebildet, daß er durch die Schaltung nach F1
g. 1 gesteuert werden kann. Das lichtempfindliche Element 54 der Schaltung ist hinter
einer Öffnung 102 angeordnet, damit das Licht von der mit Hilfe der Belichtungsöffnung
12 zu photographierenden Szene auf das Element 54 fällt.
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Das zugehörige Blitzgerät 104 umfaßt einen Reflektor 106, einen Halter
108 und elektrische Zuleitungen 110. Der Halter 108 kann an der Kamera 1.00 mit
Hilfe beliebiger geeigneter bekannter Mittel lösbar befestigt werden, und um das
Blitzgerät abzunehmen, wird ein Rasthebel 112 betätigt. Die Blitzlichtbirne 114
von beliebiger bekannter Art ist gegenüber dem Reflektor 106 so angeordnet, daß
das Licht von der Kamera 100 aus nach vorn abgegeben wird, uni die aufzunehmende
Szene zu beleuchten. Verwendet man ein Blitzgerät, das während einer kurzen Zeit
Licht von hoher Intensität liefert, ist es gewöhnlich erforderlich, die,
Betätigung der Blitzlichtbirne mit der Bewegung des Kameraverschlusses zu synchronisieren,
um eine Belichtung durchzuführen. Aus diesem Grund ist es allgemein üblich, bei
photographischen Kameras zur Verwendung in Verbindung mit Blitzgeräten eine Blitzlichtsynchronisationssehaltung
vorzusehen. Diese Schaltung ermöglicht es die Blitzlichtbirne dadurch zu betätigen,
daß ein Schalter in zeitlicher Abstimmung auf das Öffnen des Kameraverschlusses
geschlossen wird, damit der Blitzlichtbime Energie zugeführt und die Belichtung
Stellung
gebracht und in dieser Stellung gehalten, bei der die Öffnungsmittel 130 auf die
Achse B-B ausgerichtet sind-; diese Bewegung der Platte 120 wird durch den Stift
144 hervorgerufen, wenn die Kurbe1132 .gedreht wird. Beim Herausziehen des Steckers
116 dreht sich die Kurbel unter der Wirkung der Feder 138 im Uhrzei@gersinn, wobei
die Platte 120 in eine Stellung gebracht wird, bei der die öffnungsmittel 128 auf
die Achse B-B ausgerichtet sind. Hierbei ermöglicht die Form der Öffnung 146 eine
ungehinderte Bewegung des Stiftes 144 längs eines Kreisbogens, während sich die
Platte 120 geradlinig bewegt.
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In F i g. 7 bezeichnet das Bezugszeichen 160 einen Teil eines Tragklotzes,
auf dem die elektrischen Elemente der Schaltung nach F i g. 1 angeordnet sind und
der die Rückwand des Verschlußgehäuses mit der Vorderwand 10 bilden kann. Ferner
erkennt man in F i g. 7 einen Teil des Arms 152, der in F i g. 6 von der entgegengesetzten
Seite her sichtbar ist. Der Tragklotz 160 und die darauf angeordneten Elemente
sind in F i g. 5 und 6 nicht dargestellt, um die soeben beschriebenen Teile sichtbar
zu machen.
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Gemäß F i g. 1 ist der Widerstand 78 mit dem Kondensator 52 in Reihe
geschaltet, wenn der Schalter S3 offen ist. An eine Verbindungsstelle zwischen dem
Widerstand und dien Kondensator ist ein elektrischer Schalterkontakt 162 angeschlossen,
der einem zweiten Kontakt 164 zugeordnet ist. Diese Kontakte sind nicht nur in F
i g. 1, sondern auch in F i g. 7 dargestellt, wo sie in ihrer praktischen Ausbildungsform
mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet sind. Der Kontakt 164 hat die Form einer
gegen den Kontakt 162 vorgespannten Feder und ist auf dem Tragklotz 160 durch einen
Niet 166 verankert. Das Ansehlußstück 168 des Kontakts 164 ist mit der Erdungsklemme
58 verbunden.
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Wenn der Stecker 116 gemäß F i g. 7 in das Buchsenaggregat 118 eingeführt
wird, greift das Organ 150 an dem Kontakt 164 an, um ihn in einem
Abstand von dem Kontakt 162 zu halten. Beim Herausziehen :des Steckers 116 bewirkt
die Federspannung des Kontakts 164, daß sich dieser Kontakt wieder an den Kontakt
162 anlegt. Bei eingeführtem Stecker 116 befinden sich somit die Kontakte in der
in F i g.1 mit Vollinien wiedergegebenen Stellung, so daß der Widerstand 78 mit
dem Kondensator 52 in Reihe geschaltet ist. Beim Herausziehen des Stekkers wird
der Kondensator 52 über die Kontakte 162 und 164 unter Umgehung des Widerstandes
78 direkt geerdet, wie es in F i g. 1 bezüglich des Schalters S 3 durch eine gestrichelte
Linie angedeutet ist.
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Die Tatsache, d'aß der Widerstand 78 mit dem Kondensator 52 in Reihe
.geschaltet wird, bewirkt, daß sich die Zeit verkürzt, die der Kondensator benötigt,
um sich auf die vorgewählte Spannung aufzuladen, welche erforderlich ist, um die
Basis-Emitter-Verbindungsstelle des Transistors 62 in der Vorwärtsrichtung vorzuspannen.
Da ein Stromstoß durch den Widerstand 78 fließt, sobald der Schalter S 2 geöffnet
wird, erscheint am Kondensator 52 eine anfängliche Spannung, die gleich dem anfänglichen
Abfall IR längs des Widerstandes ist. Somit ist es erforderlich, die Ladung des
Kondensators von dieser anfänglichen Spannung auf die vorgewählte Triggerspannung
zu erhöhen, statt sie vom Erdpotential aus zu erhöhen, wie es der Fall ist, wenn
der Widerstand nicht in dem Stromkreis liegt. Da das Organ 150 dazu dient, unter
Federspannung stehende elektrische Kontakte zu trennen, besteht es vorzugsweise
aus einem starren elektrisch isolierenden Material. Der Arm 152 hat die rein mechanische
Aufgabe zu erfüllen, die Kurbel 132 um ihre Lagerung zu drehen, und er kann
daher aus einem beliebigen geeigneten starren Material wie Metall od. dgl. hergestellt
sein. Um die Starrheit zu erhöhen, wird ein Schenkel des L-förmigen Arms vorzugsweise
an dem Organ 150 befestigt.
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Die Platte 120 ist in F i g. 1 schematisch angedeutet; die
gestrichelte Linie 170 zwischen der Platte und dem Schalter S3 deutet das Zusammenwirken
dieser Teile an. Die gewellte Linie bezeichnet die auf das lichtempfindliche Element
54 fallenden Lichtstrahlen und deutet an, daß sich die Öffnungsmittel
130 auf der Achse B-B nach F i g. 5 zwischen dem Element 54 und der aufzunehmenden
Szene befinden, wenn der Schalter S 3 offen ist, wie es in F i g. 1 durch eine Vollinie
dargestellt ist. Die genannten Teile werden in dieser Stellung durch die erwähnten
Teile des Steckers 116 festgehalten, bei dessen Einführung in das Buchsenaggregat
118 auch das Blitzgerät 104 an die Blitzlichtsynchronisationsschaltung der Kamera
100 angeschlossen wird. Beim Herausziehen des Steckers bewegt sich die Platte
120, um die Öffnungsmittel 128 zwischen dem Element 54 und der aufzunehmenden
Szene anzuordnen, und die Kontakte werden betätigt, um den Schalter S3 zu schließen.
Natürlich wird auch die elektrische Verbindung zwischen dem Blitzgerät und der Synchronisierungsschaltung
der Kamera unterbrochen, so daß das Blitzgerät auch dann, wenn es noch mit der Kamera
verbunden ist, nicht durch das Schließen des Blitzlichtsynchronisationsschalters
S4 betätigt wird. Natürlich ist es möglich, die Elemente des Steckers 116 direkt
dem Halter für das Blitzgerät zuzuordnen, statt die hier gezeigten flexiblen Leitungen
110 vorzusehen. Die Anordnung und Ausbildung der verschiedenen Elemente sowohl der
Kamera als auch des Blitzgeräts gewährleisten somit die richtige Wirkungsweise der
Beli:chtungsregelungsmittel, wobei eine automatische Umstellung beim Anbringen des
Blitzgeräts an der Kamera erfolgt.