DE127803C - - Google Patents

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DE127803C
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carbide
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H9/00Acetylene gas generators according to Dobereiner's principle with fixed carbide bell

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
JVl 127803 KLASSE 266. Z
Acetylenentwickler mit Karbidbespülung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ίζ. März 1901 ab.
Die oben Genannten haben es sich zur Aufgabe gemacht, eine allgemein brauchbare, einfach zu handhabende Acetylenlampe herzustellen, bei welcher Uebelstände anderer Systeme, wie ungewöhnlich grofse Form, kurze Brenndauer, unregelmäfsiges Brennen, feine, leicht zerstörbare Innentheile, vermieden sind.
Ihre Acetylenlampe besteht aus den Wassergefäfsen 1 und 2, welche durch die beiden. Röhren α mit einander in Verbindung sind.
In dem Wassergefäfse 2 ist der Entwickelungscylinder 3 angebracht, welcher oben den abnehmbaren Deckel 4 besitzt. Der Entwickelungscylinder kann von beliebiger Weite sein, da sich in ihm das Gas entwickeln und ansammeln soll entgegen der Anordnung in der Patentschrift 121323 der Kl. 26b, wo eine möglichst eng an den geformten Karbidkörper anschliefsende Hülse verwendet ist, um den Karbidkörper vor Wasserdämpfen zu schützen. Diese Hülse oder Röhre kann nicht als Entwickelungscylinder gedacht werden, sonst wäre deren Zweck, Schutz vor Wasserdämpfen, nicht erreicht.
Auf dem Deckel 4 ist der Hahn mit dem Brenner und in dem Deckel das Gasreinigungsgefäfs 5 verschraubt.
In dem Cylinder 3 befindet sich oben eingehängt oder auch unten eingesteckt der Führungsstift 6, welcher durch einen oder mehrere Karbidkörper hindurchgeht, so dafs letztere an dem Stift oder Stab aufgereiht sind, wobei das unterste Stück auf einem Knopf oder einer Scheibe ruht.
Der Zweck dieser Anordnung ist, eine möglichst ungehinderte Beweglichkeit der Karbidkörper im Nachgleiten ' und ein leichtes Abfallen des Karbidschlammes zu erreichen.
Da der Entwickelungscylinder beliebig weit sein kann, so können zur Gasentwickelung Karbidkörper beliebiger Form, im Besonderen durchlochte Rohbrocken verwendet werden, ohne dafs sich diese an den Seitenwänden des Cylinders reiben, entgegen der Anordnung in der oben erwähnten Patentschrift 121323, welche ausschliefslich die Anwendung eines geformten Karbidstückes verlangt, das sich möglichst eng an die Seitenwände der Hülse anschliefsen mufs.
Die Thätigkeit der Lampe beginnt mit dem Oeffnen des Hahnes. Hierauf bespült das Wasser das ruhig in derselben Stellung hangende Karbid, entwickelt so viel Gas, als der Brenner durchläfst, das verbrauchte Karbid fällt als Schlamm auf den Boden der Lampe, während der durchlochte Karbidkörper selbstthätig nachrutscht in dem Mafse, als er verbraucht wird.
Dieses Nachrutschen des Karbides an dieselbe Stelle hat den Vortheil, dafs die Entwickelung, weil immer in derselben Höhe vor sich gehend, eine ruhige und das Licht ein gleichmäfsiges wird.
Das mit Wasserdämpfen gemischte Gas wird wiederum entgegen der Einrichtung in der Pa-
tentschrift 121323 an den aufgereihten Karbidkörpern vorbeigeführt, ohne dafs dadurch das ruhige Brennen der Flamme gestört wird. Die Einwirkung der Feuchtigkeit wird durch Vorbehandlung des Karbides gemildert.
Zur Sicherheit für das aufgereihte Karbid ist der Korb 7 angebracht.
Das Auslöschen der Lampe geschieht durch Zudrehen des Hahnes, wobei das Gas das Wasser vom Karbid abhält. Ein grofser Vorzug dieser Erfindung ist die äufserst einfache Art und Handhabung und die vollständige Gefahrlosigkeit der Lampe, darauf beruhend, dafs jeweils nur eine geringe Gasmenge erzeugt wird.
Dieses System läfst sich vortheilhaft auch bei Kandelabern, Geschäfts- und Werkstattlampen, wie auch bei Kochapparaten verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Acetylen-, Tisch- und Hauslampe mit Karbidbespülung, dadurch gekennzeichnet, dafs der Karbidvorrath auf einen Stab aufgereiht ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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