DE374105C - Selbstregelnder Azetylenentwickler mit feststehenden Raeumen und beweglicher Wassersaeule - Google Patents

Selbstregelnder Azetylenentwickler mit feststehenden Raeumen und beweglicher Wassersaeule

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DE374105C
DE374105C DESCH62349D DESC062349D DE374105C DE 374105 C DE374105 C DE 374105C DE SCH62349 D DESCH62349 D DE SCH62349D DE SC062349 D DESC062349 D DE SC062349D DE 374105 C DE374105 C DE 374105C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H9/00Acetylene gas generators according to Dobereiner's principle with fixed carbide bell

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)
  • Pipeline Systems (AREA)

Description

  • Selbstregelnder Azetylenentwickler mit feststehenden Räumen und beweglicherWassersäule. Gegenstand der Erfindung ist ein selbstregelnder Sicherheitsazetylensparapparat für Glühlicht, Heiz- oder Schweißzwecke mit feststehenden Räumen und beweglicher Wassersäule. Neu ist im allgemeinen die Zusammenfassung einer Reihe wertvoller, bei ebensoviel Einzelerfindungen schon getrennt vorhandener Eigenschaften bzw. Konstruktionsvorteile in einem einzigen Apparat, der dadurch auf eine viel höhere Stufe technischer Vollkommenheit rückt. Neu ist im besonderen erstens, daß die Vermeidung des Gasverlustes (Gasrückstandes) bei Neufüllung dadurch erreicht wird, daß der Gasrest durch die Wassersäule nicht nur in bekannter Weise selbsttätig und vollständig in den Gasvorratsraum gedrückt, sondern daß vor allen Dingen bei völligem Ablassen des Entwicklungswassers stets selbsttätig ein Wassersackabschluß entsteht, der erst nach Lösung einer besonderen Verschlußmutter abzufließen vermag und der die verlustlose Aufbewahrung des Gasrückstandes jeder Betriebsperiode so lange ermöglicht, bis er bei Wiedergebrauch des Entwicklers (der Lampe) nach Neubeschickung mitverbrennt. Neu ist zweitens die besondere Art und Weise der Anordnung einer Sicherheitsschraube, deren Benutzung an sich bei Entwicklern nicht neu ist, die aber hier in grundsätzlich anderer und vorteilhafterer `'eise angewendet wird und den bekannten Zweck verfolgt, jede Gefahr, die durch falsche Bedienung des Apparates (der Lampe) entstehen könnte, vollkommen auszuschalten, sobald der Karbidraum nach vorschriftsmäßiger Beschickung ordnungsgemäß verschlossen wurde. Alsdann genügt für Inbetriebnahme oder Außerbetriebsetzung die Öffnung oder Schließung des Gashaupthahnes i. Neu ist drittens insbesondere für selbstentwickelnde Lampen, daß das infolge übermäßiger Entwicklung entweichende Gas nur unter Wassersäulendruck und -abschluß aufgefangen und dann ohne Rückstand einem besonders konstruierten Brenner zugeführt werden kann, der es allmählich mitverbrennt. Neu ist viertens die Kombination zu Doppel-, Mehrfach- und Hochdruckapparaten unter Wahrung des Grundprinzips, insofern diese Apparate andern derartigen Entwicklern gegenüber die ganze Reihe der wertvollen Eigenschaften aufzuweisen haben, die sonst nur einzeln vorkommen, insbesondere auch bei dem mittels Zahntriebes für beliebige Drucke einstellbaren Entwickler der Abb. 12.
  • Die schematisch gehaltenen Zeichnungen zeigen in Abb. i den Hauptschnitt durch alle Räume einer Tischlampe ohne Gasreinigungskammer, Abb. 2 den Schnitt A-B der Abb. i, Abb. 3 den Schnitt C-D der Abb. i, Abb. q. den Schnitt E-F der Abb. 2, Abb. 5 den Schnitt G-H der Abb. 3, Abb.6 einen Schnitt durch den Wasserhochbehälter e einer Lampe mit Gasreinigungskammer p, Abb. 7 den -Schnitt I-K der Abb. 6, Abb. 8 einen dreigeteilten Karbidkorb, Abb. g einen Verschlußdeckel mit loser Sicherheitsmutter, Abb. io den Unterteil eines Doppelapparates für Dauerbetrieb, Abb. ii einen Schnitt N-0 durch Abb. io, Abb. 12 einen Schnitt mit teilweisen Ansichten durch einen Hochdruckschweißapparat für verstellbaren Druck.
  • Insbesondere ist a der Karbidraum, b der Gasentwicklungsraum; c, cl, c2 sind Wassersteigeräume, die auch rohrartig oder ähnlich und gleichzeitig als Griffe für die Lampe ausgebildet werden können. Ferner ist d der Auffangeraum für überschüssiges Gas, e der Wasserhochbehälter, f der Gasvorratsraum, g das Gashauptrohr, das durch den Gashaupthahn i verschlossen wird, h das Gasnebenrohr, das überschüssiges Gas aus dem Auffangeraum d zum Brenner führt; k ist der Sicherheitshahn mit gebogenem Griffhebel, der nach jeder Neubeschickung durch die Sicherheitsschraube u1 des hier dreiteiligen Verschlußdeckels (L, h, 7c1) festgeschraubt wird, wodurch der Hahn k dauernd offen bleibt, bis die Reinigung erfolgen soll; alsdann wird die schematisch in Abb. io ohne Gewinde dargestellte Sicherheitsschraube ui gelöst und der Hahnhebel muß unvermeidlich gedreht und dadurch Sicherheitshahn k geschlossen werden, da anders die Herausnähme des Verschlußdeckels L bzw. 1l nicht möglich ist. Die richtige Behandlung des Apparates ergibt sich also zwangläufig von selbst. Auch bei Neubeschickung ist dieser Zwang vorhanden. Sicherheitsschraube ui besitzt nämlich eine ringförmige Aussparung, mit der sie in dem etwas länglich ringförmig ausgebildeten Ende des Griffhebels von k und unter Zuhilfenahme eines beschränkte Bewegung gestattenden-Gelenkes oder anderer sinngemäß angeordneter Verbindungen zwar drehbar und in den notwendigen engen dreidimensional verschiebbar, im übrigen aber doch fest verbunden ist. In dem Karbidraum a, der zur Vermeidung der Einwirkung von Wellenschlag (bei Bewegung der Lampe) auf das Karbid rohrartig in voller Weite in den Gasentwicklungsraum b hinabgeführt ist, liegt, um Herabfallen unverbrauchten Karbids zu verhindern, im unteren Teile ein Doppelsiebkörper m, der auf der oberen Seite weite, auf der unteren Seite engere Maschen besitzt. Dort wo der Karbidraum a rohrartig in den Gasentwicklungsraum b eintritt, sind in der Rohrwandung seitlich mehrere Öffnungen ringförmig und so hoch angeordnet, daß jederzeit volle Verbindung der Räume a und b vorhanden ist und sich insonderheit keine Gasblasen im Raume b halten können, wenn sich dieser zum Schluß einer Brenndauer mit Wasser vollkommen anfüllt, was durch leichte, sinngemäße Wölbung der Decke des Raumes b unterstützt werden kann. Der Gasentwicklungsraum b wird durch die beiden Zwischenwä4de n1 (Abb. 3 und 5) von dem Wassersteigeraum c getrennt und steht mit diesem nur durch einen i bis 2 cm breiten Wasserdurchgangsspalt c° dicht über dem Boden des Raumes b in Verbindung. Die beiden Zwischenwände ial sind seitlich mit den Außenwänden der Räume f und b, oberseits mit dem Boden des Kühlraumes o luftdicht verbunden. Zum Wasserkühlraum führt nur von o bzw. cl aus ein allerdings breiter Zugang mit zwei beiderseits vom Rohrkörper ' des Raumes f liegenden Öffnungen, deren Querschnitte die Abb. q. und 5 bei o zeigen. In gleicher Weise, wie zwischen b und c die Zwischenwand n1, ist zwischen f einerseits und cl sowie c2 anderseits (innerhalb der Rohrkörperwand von fliegend) eine Scheidewand n angeordnet, die mit n1 zwar in derselben Ebene liegt und am unteren Ende einen ähnlichen Wasserdurchgangsspalt zwischen sich und dem Boden des Raumes f frei läßt wie ml bei dem Boden von b, im übrigen aber viel höher hinaufgeht, nämlich bis zum oberen Boden des Raumes f und dort luftdicht verlötet ist.
  • Der Wasserkühlraum o hat den Zweck, bei größeren Apparaten den Karbidraum a zu kühlen und kann auch bei dem Entwickler der Abb. 12 ohne Schwierigkeit angebracht werden. Er ist so gebaut, daß sein höchster Punkt nach der Seite des Wassersteigeraumes zu liegt, so daß Gas- und Luftblasen in ihm nicht zu halten vermögen. Bei kleineren Apparaten bzw. Lampen ist er nicht notwendig und kann gänzlich fortfallen. Die Lampe der Abb. i besitzt keine, hingegen die der Abb. 6 eine Gasreinigungskammer p ; letztere ist aber im übrigen genau so eingerichtet wie die der Abb. i. Das Gas steigt bei der Lampe der Abb. 6 bis zum höchsten Punkt des Rohres g1 und tritt dann in die herausnehmbare Reinigungsbüchse, deren äußerer Mantel ein nur unten offener Blechzylinder ist. Dieser Blechzylinder zwingt das unter Druck stehende Gas, seinen Weg nach unten, also durch die Reinigungsmasse hindurch zu nehmen, um dann an der Außenwand des Blechzylinders hochzusteigen und durch die Deckelöffnung und den Hahn i zum Brenner zu strömen. Im übrigen vermag nach jeder Betriebsperiode in b oder a auch nicht der Bruchteil eines Kubikzentimeters Gas zurückzubleiben, da der Wassersäulendruck alles Gas durch Hahn k hindurch nach Vorratsranm f drängt und auch dann noch mindestens 8o mm beträgt, wenn der Wasserspiegel in a bis zur Einmündung des Hahnes k gestiegen ist. Um die vollkommene Verdrängung des Gases zu erleichtern, greift der auf der Unterseite abgeschrägte Verschlußdeckel l an der Seite des Hahnes k bis zur halben Öffnungshöhe dieses Hahnes, auf der entgegengesetzten Seite aber etwas tiefer in den Karbidraum (eventuell eingeschliffen) a hinein und ist außerdem für die Öffnung des Hahnes k (soweit notwendig) ausgespart, der selber ein wenig schräg gestellt ist, und zwar so, daß die Öffnung an der Seite des Raumes f höher liegt. Sobald die Verdrängung des Gasrestes aus a zu Ende geht, zeigt es der Brenner durch leichtes Flackern an, das durch das Platzen der jetzt in f entstehenden Gasblasen erzeugt wird. Das Karbid wird mittels eines Karbidkorbes, wie ihn Abb. 8 zeigt, oder einer beliebigen anders gearteten Vorrichtung in den Raum a hineingehängt oder -gestellt.
  • Überschüssiges Gas kann durch die Wasserdurchlaßspalte erst dann entweichen, wenn alles verdrängbare Wasser aus a und b nach e hochgedrückt und Raum d unter Wassersäulendruck gesetzt wurde. Das Wasser aus d wird durch den entweichenden Gasüberschuß zum Teil verdrängt und dieser unter Wassersäulendruck durch Rohr k in den besonders konstruierten Brenner geführt, wo es vollkommen verbrennt, so daß es die Luft nicht verunreinigen kann.
  • Abb. io zeigt die Anordnung je zweier Räume a und b in Verbindung mit nur je einem Raume c, cl, f, d, e usw. bei einem Apparat (Lampe) für Dauerbetrieb; Abb. ii zeigt den Umschaltehahn k2, der, wenn man seinen Handgriff entsprechend verlängert und mit Gelenk versieht, ebenfalls durch eine Sicherheitsmutter -rsl festgehalten werden kann, wie es in Abb. ii punktiert angedeutet ist. Bei Benutzung nur einer Seite des Doppelapparates kann man bei zeitweiser Außerbetriebsetzung die andere vollkommen mit Wasser angefüllte Seite (sinngemäße Einrichtung des Umschaltehebels k2 usw. vorausgesetzt) als Reservegasbehälter benutzen, so daß auch bei starker Nachentwicklung kein Gas mehr entweichen würde.
  • Abb. 12 zeigt einen Hochdruckentwickler, der an seinem Umfange mit beliebig vielen Karbidräumen a versehen sein kann und die Einstellung des Druckes innerhalb weit?r Grenzen gestattet. Zu dem Zwecke wird der Wassethochbehälter e1 durch den rohrartig ausgebildeten Wassersteigeraum c3, der luftdicht durch die Stopfbuchse y hindurchgeführt ist, mit dem ebenfalls rohrartig ausgebildeten Wassersteigeraum cl in der Weise verbunden, daß e1 mit c3 zusammen durch ein Zahnradgetriebe z mit vier diametral gegenüberstehenden Zahntriebstangen (es genügen auch schon drei) :,l reliebig gehoben oder gesenkt und in jeder Lage durch eine Sperrvorrichtung festgehalten werden kann. Im übrigen unterscheidet sich der Apparat von den vorher beschriebenen nur dadurch, daß der Wasserhochbehälter e in zwei Teile, einen feststehenden und einen beweglichen, zerlegt worden ist; die sonstigen Eigenschaften decken sich (abgesehen von der Verstellbarkeit des Gasdruckes) vollkommen mit den Apparaten der Abb. i bis 5, die auch in ähnlicher Weise ausgestaltet werden können.
  • Die Räume der Apparate in den Abb. i, 6 und i2 brauchen nicht rund oder rohrartig, sondern können auch für besondere Zwecke (Raumausnutzung) rechteckig oder ähnlich ausgebildet werden, z. B. wenn der Apparat in eine Gaskochmaschine eingebaut wird. Alsdann wird vorteilhaft der Doppelapparat der Abb. lo und il verwendet, jedoch mit dem Unterschiede, daß die beiden Karbidbehälter a nebeneinander auf derselben Seite des Raumes f liegen, wodurch die selbsttätige Einschaltung des zweiten bei Außerbetriebsetzung des ersten und umgekehrt in einfachster «"eise ermöglicht wird. Überhaupt eignen sich die Lampen auch vorzüglich zum Betriebe von Schnellkochern u. dgl. und erhalten zu diesem Zwecke statt des einfachen Haupthahnes i einen Dreiwegehahn mit Schlauchansatz, so daß gleichzeitig Kocher und Glühlampe oder jeder Brenner auch einzeln für sich benutzt werden kann.
  • Die einzelnen Konstruktionselemente des Erfindungsgegenstandes sind bekannt; aber die Zusammensetzung in bestimmter Weise zur Erreichung bestimmter Zwecke ist neu und wird als patentfähig beansprucht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: x. Selbstregelnder Azetylenentwickler mit feststehenden Räumen und beweglicher Wassersäule, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Räume a, b, d, c und f so angeordnet und verbunden sind, daß der nach jedem Betriebsabschnitt verbleibende Gasrückstand ohne Luftbeimengung unter Anzeige der bevorstehenden Beendigung des Vorganges durch Flackern der Flamme nicht nur restlos in den Vorratsraum f hineingedrückt, sondern daß er hier außerdem mittels zwangläufig erfolgenden Hahnabschlusses und mittels auch bei völliger Entleerung des Ent-iicklungswassers selbsttätig sich bildenden und alsdann bestehen bleibenden Wassersackabschlusses beliebig lange aufbewahrt und bei der nächsten Betriebsperiode mit verwendet werden kann, daß ferner ein Gasüberschuß erst gebildet und aufgefangen wird, wenn die Auffangevorrichtung d unter Wassersäule steht, so daß unter diesem Druck der Gasüberschuß restlos der Verbrennung zufließt.
  2. 2. Azetylenentwickler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die doppelt (oder mehrfach) ausgeführten Räume a und b zu einem einheitlichen Körper ohne Verbindungsleitungen so vereinigt sind, daß mittels eines (ohne Rohrleitungen) eingebauten Umschaltehahnes sowohl abwechselnd beide (mehrere) Gasentwicklungsräume zur Herstellung eines Dauerbetriebes wie auch jeder einzeln (unter Einschaltung des andern als Reservegasbehälter, falls erwünscht) benutzt werden können.
  3. 3. Azetylenentwickler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum e in zwei durch teleskopartig ineinander verschiebbare Rohre dauernd verbundene Behälter geteilt wird, von denen der untere fest und der obere zwecks beliebiger Einstellung des Wasserdrucks mittels eines Zahnstangengetriebes beweglich ist, dessen Zahnkranz den Stopfbuchsensitz des verschiebbaren Rohres als Achse und den Oberboden des Raumes e als Auflage benutzt.
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