DE127648C - - Google Patents

Info

Publication number
DE127648C
DE127648C DENDAT127648D DE127648DA DE127648C DE 127648 C DE127648 C DE 127648C DE NDAT127648 D DENDAT127648 D DE NDAT127648D DE 127648D A DE127648D A DE 127648DA DE 127648 C DE127648 C DE 127648C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carboxylic acid
phenylglycine
ester
carboxylate
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT127648D
Other languages
English (en)
Publication of DE127648C publication Critical patent/DE127648C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Phenylglycin - ο - carbonsäured ialkylester gehen durch Behandeln mit acetylirenden Mitteln, wie Essigsäureanhydrid oder Acetylchlorid, in Monoacetylderivate über.
Es wurde nun gefunden, dafs auch andere Säurereste in das Molecül des Phenylglycino-carbonsäuredialkylesters einführbar sind.
Man bedient sich zu diesem Zwecke der Chloride der einzuführenden Säureradieale, mit Ausnahme desjenigen der Ameisensäure, welches bekanntlich nicht zugänglich ist; statt dessen ist aber diese Säure selbst verwendbar.
Es sind auf diese Weise die Formyl-, Benzoyl- und Alkoxycarbonylderivate der Phenylglycin-o-carbonsäureester gewonnen worden, deren Darstellung auf dem beschriebenen Wege den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet. Diese Verbindungen theilen mit den Acetylphenylglycin-o-carbonsäureestern die werthvolle Eigenschaft, dafs sie mit aufserordentlicher Leichtigkeit, schon beim Erhitzen mit verdünnter Alkalilösung, ferner durch Erdalkalien, Alkoholate, Soda in wässriger Lösung oder Ammoniak, in Indoxyl bezw. Indoxylsäure übergehen, und dafs sie durch concentrirte oder rauchende Schwefelsäure Indigosulfosäuren liefern.
Beispiele:
I. Darstellung von Formylphenylglycin-o-carbonsäurediäthylester.
ι Theil Phenylglycin-o-carbonsäurediäthylester wird mit 2 Theilen Ameisensäure von 90 pCt. im geschlossenen Gefäfs 1 bis 2 Stunden auf 150 ° erhitzt. Nach dem Erkalten wird filtrirt und die klare Lösung im Vacuum verdampft. Der Rückstand, mit Aether aufgenommen und mit verdünnter Sodalösung ausgeschüttelt, ergiebt nach dem Verjagen des Aethers Formylphenylglycin-o-carbonsäurediäthylester. Die Formylverbindung ist in organischen Lösungsmitteln sehr leicht löslich und wenig krystallisationsfähig.
II. Darstellung von Benzoylphenylglycin-o-carbonsäurediäthyl ester.
10 Theile Phenylglycin-o-carbonsäurediäthylester werden mit 20 Theilen Benzoylchlorid Y2 Stunde auf dem Wasserbade erwärmt, bis die Salzsäureentwicklung nachgelassen hat. Das überschüssige Benzoylchlorid wird mit Wasserdampf abgeblasen, der Rückstand in Aether aufgenommen und die ätherische Lösung zur Entfernung der Benzoesäure mit Sodalösung durchgeschüttelt. Nach dem Trocknen wird der Aether abdestillirt. Der hinlerbleibende Benzoylphenylglycin -o - carbonsäurediäthylester konnte bisher nur als zähflüssiges OeI erhalten werden, welches selbst bei stark vermindertem Druck nicht unzersetzt siedet.
III. Darstellung von Aethoxycarbonylphenylglycin-o-carbonsäurediäthyl-
ester.
27 Theile Phenylglycin-o-carbonsäurediäthylester werden mit 11 Theilen Chlorameisensäureäthylester Übergossen und bis zur Beendigung der Salzsäureentwicklung auf dem Wasserbade erhitzt. Die geschmolzene Masse
erstarrt bald zu einem festen Kuchen, der, mit Wasser und kalter verdünnter Sodalösung behandelt, fast reinen Aethoxycarbony 1-phenylglycin-o-carbonsäureester ergiebt. Er ist aufserordentlich leicht löslich in allen organischen Lösungsmitteln, siedet unzersetzt oberhalb 3600 und zeigt den Schmelzpunkt 480.
IV.
Unter genau denselben Bedingungen, wie in Beispiel I für den Aethylester beschrieben, entsteht aus Phenylglycin-o-carbonsä'uredimethylester und Ameisensäure die entsprechende Formylverbindung, welche gleichfalls wenig krystallisationsfähig und in allen Lösungsmitteln sehr leicht löslich ist.
V.
Behandelt man Phenylglycin-o-carbonsäuredimethylester in gleicher Weise, wie dies in Beispiel II für den Aethylester beschrieben, mit Benzoychlorid, so wird der Benzoylphenylglycin-o-carbonsäuredimethylester als fast farbloses zähflüssiges OeI er
halten, welches in der Kälte wachsartig erstarrt.
VI. Darstellung von Methoxycarbonylphenylglycin-o-carbonsäuredimethyl-
ester.
23 TheilePhenylglycin-o-carbonsäuredimethylester werden mit ioTheilen Chlorameisensäuremethylester Übergossen und das Gemisch auf dem Wasserbade am Rückflufskühler so lange erhitzt, bis die Salzsäureentwicklung nachgelassen hat. Die Aufarbeitung geschieht genau nach Beispiel III. Der Methoxycarbonylphenylglycin-o-carbonsäuredimethylester ist ein bernsteingelbes, zähflüssiges OeI, welches unter 10 mm Druck bei 210 bis 215 ° unzersetzt siedet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Acidylderivaten der Phenylglycin-o-carbonsäuredialkylester, darin bestehend, dafs man die Phenylglycin-o-carbonsäuredialkylester mit Benzoylchlorid oder einem Alkylkohlensäurechlorid oder mit Ameisensäure behandelt.
    Beruh ceduückt in der
DENDAT127648D Active DE127648C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE127648C true DE127648C (de)

Family

ID=396228

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT127648D Active DE127648C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE127648C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2857282T1 (de) Process for the production of d,l-2-amino-4-methylsulphosphino-butyric acid
EP0403993B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Natrium- oder Kalium-L-Ascorbat
DE127648C (de)
DE2903891A1 (de) Optisch aktive benzamide, verfahren zu deren herstellung und deren anwendung
CH418332A (de) Verfahren zur Herstellung von Acylierungsprodukten der phosphorigen Säure mit mindestens 2 Phosphoratomen im Molekül
DE214376C (de)
DE3235372C2 (de)
DE1261511B (de) Verfahren zur Herstellung von Amidsaeureestern zweiwertiger Carbonsaeuren
DE1518703B2 (de) Verfahren zur Herstellung von trans-4-Aminomethylcyclohexan-l-carbonsäure
DE1770458A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Isatosaeureanhydrid
DE2810975A1 (de) Verfahren zur herstellung von glykolsaeure
DE2143720C3 (de) Verfahren zur Herstellung von reinem DL-Tryptophan
DE94175C (de)
DE656741C (de) Verfahren zur Darstellung von Lysergsaeurehydrazid
DE2245611A1 (de) Verfahren zur herstellung organischer isocyanate
DE621964C (de) Verfahren zur Herstellung von Barbitursaeuren
DE280824C (de)
DE91370C (de)
DE222741C (de)
DE556323C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxalsaeure
DE601465C (de) Verfahren zur Gewinnung von Cyanamid aus seinen Alkaliverbindungen
DE2400608A1 (de) Verfahren zur herstellung von pyrimidinderivaten
DE2150994A1 (de) Verfahren zur herstellung von reinen alkalisalzen von aminopolycarbonsaeuren
DE1903388C3 (de) Verfahren zur Herstellung des Natriumsalzes von Ampicillin
DE849100C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Natriumcyanat und Fettalkoholen