DE125342C - - Google Patents

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DE125342C
DE125342C DENDAT125342D DE125342DA DE125342C DE 125342 C DE125342 C DE 125342C DE NDAT125342 D DENDAT125342 D DE NDAT125342D DE 125342D A DE125342D A DE 125342DA DE 125342 C DE125342 C DE 125342C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B13/00Circular knitting machines with fixed spring or bearded needles, e.g. loop-wheel machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
■Jig 125342 -KLASSE 25 a.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung zur Herstellung von Petinetmustern auf dem französischen Rundwirkstuhl besteht im Wesentlichen aus einem oberhalb der Stuhlnadeln α mit seinem Bolzen η drehbar gelagerten Deckrad b b1 (Fig. i), welches ähnlich einer Mailleuse mit radialen Einschnitten zur Aufnahme und Führung paarweise zusammenarbeitender Decker c1 (Fig. i) und hakenförmiger Platinen d (Fig. ia und 3) versehen ist. Diese Decker und Platinen erhalten eine Bewegung sowohl in der Achsrichtung der Stuhlnadeln als auch senkrecht zu diesen, für welchen Zweck feststehende, am Deckrad angeordnete Curven- oder Excenterringe e und f (Fig. ι und 2), sowie Formstücke (Excenter) ikl (Fig. ι und 3) vorgesehen sind. Beim Drehen des Deckrades bbl, dessen Antrieb durch das Zahnradgetriebe gh (Fig. 1) erfolgt, werden die Decker und Platinen beständig durch die Curvenringe (Excenter) ef und Excenter ikl in die jeweils zu den Stuhlnadeln erforderliche Stellung gebracht. Die Drehrichtung der Stahlnadelreihe und des Deckrades ist aus den Fig. 3 bis 6 ersichtlich.
Zum Zwecke der Erzeugung von Petinetmustern geht nun mit der geschilderten Vorrichtung beispielsweise das Abdecken einer Stuhlnadel al (Fig. 5) und Uebertragen ihrer Masche ml auf die nächslstehende Nadel α2 (Fig. 6) auf folgende, in den Fig. 9 bis 14 dargestellte Weise vor sich;
Die hakenförmigen Platinen d werden von der Curvenbahn e (Fig. 1 und 9) in der Pfeilrichtung von Fig. 9 a nach vorn bewegt und, sobald sich die Decknadel c1 über der abzudeckenden Stuhlnadel a1 befindet, gemeinsam mit dieser durch Einwirkung der Excenter i k bezw. durch die Erhöhung il (Fig. 5) so weit herabgedrückt (Pfeilrichtung von Fig. 10), dafs sich die Decknadel c1 auf die Stuhlnadel a1 aufsetzt, die Platine d aber zwischen zwei Stuhlnadeln (a° und αλ) tritt und die zwischen diesen liegende Platinenmasche mit ihrem Haken erfafst (Fig. 10, ioa und 5). Das Curvenstück e1 (Fig. 1 a und ii), auf welches die Platine d hierauf gelangt, bewirkt die Rückführung derselben im Sinne des Pfeiles von Fig. 11 a und das Vorziehen der Waare w mittelst dieser Platine derart, dafs die abzudeckende Masche m1 auf die Decknadel c1 kommt (Fig. 11 und iia). Damit sodann die Platine d die erfafste Platinenmasche wieder freigiebt, wird sie von e1 (Fig. 12) in der Pfeilrichtung gehoben, ebenso bewirkt Excenter / (Fig. 12 und 5) das Heben der Decknadel cx mit der aufgetragenen Masche m1. Während der Ausführung dieser 'Bewegungen drehen sich die Stuhlnadelreihe α und das Deckrad b b1 im Sinne der Pfeile von Fig. 6 weiter; der Stuhlnadelkranz besitzt aber zufolge entsprechender Uebersetzung der Antriebsräder g und h (Fig. 1) gegenüber dem Deckrad eine derart gröfsere Umfangsgeschwindigkeit, dafs die Decknadel c1, wenn sie zwecks Aufdeckens beim Punkt f2 des Excenters i (Fig. 6) eine abermalige Abwärtsbewegung erhält, infolge der Nacheilung des Deckrades auf die nächstfolgende Stuhlnadel a? trifft (Fig. 13a und 6) und somit die Masche nunmehr an diese abgeben kann. In
diesem Augenblick bewirkt ein Einstreichrad s oder dergleichen (Fig. 2, 4 und 14) das Aufschieben der Masche ml auf die Stuhlnadel a2 bezw. das Rückführen der Waare w bis hinter die Nadelhaken; gleichzeitig wird die hierbei leer gewordene Decknadel c1 durch Aufsteigen bei f von der Stuhlnadel abgehoben (Fig. 14); die abgehobene Masche m1 ist hierdurch auf die Nadel α2 gelangt (Fig. 6 und 14a), letztere besitzt demnach nunmehr zwei Maschen (ml und in2), während die Nadel α1 leer geworden ist. Hiermit ist ein Arbeitsgang beendet; sobald sich das Deckrad so weit gedreht hat (Fig. 3), dafs der nächste Decker c an die Arbeitsstelle des vorhergehenden Deckers gelangt ist, wiederholen sich die Bewegungen in der oben geschilderten Weise. Gruppirt man im Deckrad die Decker und Platinen nach einem bestimmten Schema, indem man beispielsweise wie bei einem Prefsmuster auf bekannte Art den Musterumfang xy (Fig. 8) bestimmt und die Decker nebst Platinen hiernach im Deckrad vertheilt, so ist es mit der beschriebenen Vorrichtung möglich, Petinetmuster in mannigfachster Art herzustellen.
Ferner läfst sich zur Erleichterung der von den Platinen d zu verrichtenden Arbeit bezw. des Vorbringens der Waare ein Streicheisen r (Fig. 4) anordnen, welches zur gegebenen Zeit gemeinsam mit den Platinen d das Ausstreichen der Waare bewirkt. Wollte man das Verschieben der abzudeckenden Maschen lediglich mit dem Ausstreicheisen r bewerkstelligen, die Platinen d also in Wegfall bringen, so würde das Aufbringen der Maschen auf die Decknadeln nicht mit genügender Sicherheit vor sich gehen; die Auftragplatinen haben daher zugleich die Aufgabe, die Maschen in bestimmter Richtung zu halten, so dafs ein ungenaues Einstechen der Decknadeln in die abzudeckenden Maschen bezw. ein Spalten derselben durch die Decknadeln nicht vorkommen kann.
Um die Wirkung des Deckrades zeitweilig zu unterbrechen und somit das Arbeiten »gemusterter« und »glatter« WTaarenstreifen nach Belieben wechseln zu können, ist es nur nöthig die Waare auf den Stuhlnadeln so weit zurückzuhalten, dafs sie von den Platinen d nicht erfafst werden kann; es läfst sich dies beispielsweise bewerkstelligen, indem man ein vor der Waare angeordnetes Streicheisen q, sowie das Streicheisen r (Fig. 3 und 4) aus der ausgezogenen in die punktirte Stellung bezw. in solche Lage bringt, dafs die Waare genügend weit hinten bleibt. Ein Arbeiten von Langreihen zwecks Erleichterung des Musterns, wie dies die bisher bekannten Einrichtungen erfordern, macht sich bei der beschriebenen neuen Petinetvorrichtung nicht nöthig; die Waare wird daher nicht streifig, sondern erhält durchaus gleichmäfsige Maschen bezw. regelrechte Festigkeit.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung für französische Rundwirkstühle zur Herstellung von Petinetmustern, gekennzeichnet durch ein über der Stuhlnadelreihe (a) angeordnetes, sich drehendes Deckrad (bbx) mit beweglichen, paarweise zusammenarbeitenden Deckern (c) und hakenförmigen Auftragplatinen (d), welche das Abheben und Uebertragen der Maschen dadurch bewirken, dafs sich im gegebenen Augenblick eine Decknadel (cx) auf die abzudeckende Stuhlnadel (a1, Fig. 5) auflegt, durch die zwischen die Stuhlnadeln tretende Platine (d) unter event. Mitwirkung eines Streicheisens die Masche (m1) auf die Decknadel geschoben und auf die nächste Stuhlnadel (cß, Fig. 6) übertragen wird, indem durch abermaliges Niedergehen die mit Masche versehene Decknadel sich auf die der leer gewordenen Stuhlnadel (ax) nächstfolgende Nadel (cP) legt und eine Abstreichvorrichtung ihre Masche auf die neue Nadel überträgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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