DE124641C - - Google Patents
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- DE124641C DE124641C DENDAT124641D DE124641DA DE124641C DE 124641 C DE124641 C DE 124641C DE NDAT124641 D DENDAT124641 D DE NDAT124641D DE 124641D A DE124641D A DE 124641DA DE 124641 C DE124641 C DE 124641C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D21/00—Lasting machines
- A43D21/12—Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last
- A43D21/127—Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last with wipers
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- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Leistenmaschine,
bei welcher der Leisten festgehalten und die Zehenklemme mit der erfafsten Kante
des Oberleders derart emporgehoben wird, dafs das Oberleder aufwärts gezogen und gestreckt
wird, bevor die Prefsplatten den über den Leisten vorragenden Theil des Oberleders auf
die Sohle des Leistens niederzudrücken beginnen. Die Zehenklemme trägt eine Klemmbacke,
welche mit der Klemme selbst eine starke Greifervorrichtung bildet und das Oberleder
während der Aufwä'rtsbewegung sicher festhält.
Die Prefsplatten zum Herumbiegen des Oberleders um das Zehenende des Leistens werden
von einem Hebel bethätigt, der mit einem Ende an die Zehenklemme und weiterhin an
eine in der Längsrichtung verschiebbare Platte angelenkt ist, durch welche die Bewegung des
Hebels mittelst Zwischenglieder und Gleitplatten auf die Prefsplatten übertragen wird.
Der drehbare Theil der Zehenklemme kann nach Aufhören des Druckes, welcher sein
Emporgehen veranlafste, behufs Entfernung des Leistens in seiner gehobenen Lage festgehalten
werden, indem man zwischen den drehbaren und den unteren Theil der Klemme einen Keil oder dergl. einsetzt, der durch einen
Hebel bethätigt werden kann. Dadurch, dafs man den drehbaren Theil während des Herausnehmens
des Leistens in seiner Stellung festhält, wird jegliches Abschaben des Oberleders
verhindert.
Beiliegende Zeichnungen stellen eine Leistenmaschine gemäfs vorliegender Erfindung dar,
und zwar zeigt Fig. 1 die Zehenklemme in Draufsicht, wobei die obere Platte weggedacht
ist, um die Anordnung der Gleitplatten und Verbindungsglieder zum Bewegen der Prefsplatten
zu veranschaulichen. Fig. 2 ist ein Längsschnitt nach Linie 4-4 der Fig. 1. Fig. 3
ist ein Querschnitt nach Linie 5-5 der Fig. 1. Fig. 4 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1
und veranschaulicht die Prefsplatten nebst Zubehör in Arbeitsstellung. Fig. 5 and 6 zeigen
rechtwinklig zu einander stehende Aufrisse der Greifervorrichtung und des Hebels zum Heben
der Zehenklemme. Fig. 7 ist eine Vorderansicht des Zehenringes oder der Greiffläche
der Greifbacke. Fig. 8 und 9 stellen in Seiten- und Endansicht eine Keilanordnung zum Festhalten
der Zehenklemme in gehobener Stellung dar, während der Leisten aus der Maschine
entfernt ist. Fig. 10 und 11 zeigen in Seitenansicht
und Grundrifs eine Keilanordnung zum Heben der Zehenklemme und zu deren Festhalten
in gehobener Stellung. Fig. 12 stellt das Zusammenwirken der verschiedenen Klemmeritheile
dar.
Die Zehen- und Fersenklemmen tragen Prefsplatten, um das Oberleder an dem Zehen- und
Fersenende des Leistens über die Leistensohle zu pressen, und da die Prefsplatten einander
ähnlich sind und bei beiden Klemmen in gleicher Weise bethätigt werden, so wird deren
Beschreibung mit Bezug auf die Zehenklemme ausreichend sein.
Die Prefsplatten W sind derart angeordnet, dafs sie sich um eine Achse X drehen können
(Fig. i, 2 und 4). Diese liegt in einer senk-
rechten Ebene, welche in der Längsrichtung durch den Mittelpunkt der Klemme hindurchgeht.
Die Platten können sich sowohl nach entgegengesetzten Richtungen, als auch beide
gleichzeitig nach rechts oder links drehen, um sich der Form des Leistens, je nachdem er
ein rechter oder linker ist, anzupassen. Die Platten W sind behufs Auswechselns mittelst
Schrauben Y an Platten Z befestigt. Jede Platte Z ist an ihrem hinteren Ende mit einem
Schlitz α versehen, mit dem Stifte auf den Stangen b in Eingriff stehen. Letztere können
bis zu einer bestimmten Entfernung in Nuthen einer, zweiten Platte c gleiten, die vorn mit
Ansätzen d versehen ist, welche sich gegen die Platten Z legen. Die Platte c ist bei e
auf einer dritten Platte f drehbar angeordnet, welche in der Längsrichtung zwischen
Führungsrippen g einer vierten Platte h gleiten kann. Letztere ist ebenfalls in der Längsrichtung
in der Klemme verschiebbar. Die Platte h ist durch Glieder i mit Armen k
verbunden, die sich auf dem Ende einer in der Längsrichtung beweglichen Stange /
drehen, die vorn mit dem Zapfen e in Eingriff steht, um welchen sich die Platten c
und f drehen und mit welchem auch der bei η auf der Klemme befestigte Handhebel m
verbunden ist (in Fig. ι und 4 durch punktirte Linien angedeutet). Die Aufsenkanten 0 der
Platten Z sind Bogen eines Kreises, dessen Mittelpunkt die Achse X ist, um welche sich
die Prefsplatten drehen, und legen sich gegen entsprechend gekrümmte Flächen der Rippen g.
Ist der Handhebel m in seiner gewöhnlichen Lage (Fig. 1), so sind die Prefsplatten W geöffnet
und die Platten c f und h in ihren hintersten Stellungen. Die Platte c wird in
dieser Lage von Federn q parallel zur Platte f festgehalten, und die Ränder der Platte c, welche
sich gegen die Rippen g der Platte h legen, sind Bogen eines Kreises, der von der Mitte
des Zapfens e aus geschlagen ist, so dafs sich die Platte c um den Zapfen e hinreichend weit
drehen kann. Die Vorwärtsbewegung der Platten cf und h in der Klemme kann mittelst
einer Spindel r mit Rechts- und Linksgewinde geregelt werden (Fig. 3). Diese Spindel ruht
in einem Lager s und ist mit Bunden t versehen, welche ihre Längsverschiebung verhindern.
Die ^Gewinde der Spindel greifen in Muttern w, die in Schlitzen ν in den Seiten
der Klemme gleiten können. Auf den Muttern u sind Blöcke n>
(Fig. 1) drehbar befestigt, die in Schlitzen χ in den Armen k
gleiten können; sie bilden Drehpunkte, um welche sich die Arme k drehen. Durch die
Drehung der Spindel r nach der einen oder anderen Richtung werden die Blöcke \v veranlafst,
in den Schlitzen χ zu dem Verbindungspunkte y der Arme k mit der Stange /
..hin oder von ihm weg zu gleiten, um hierdurch die Gröfse der Längsbewegung der
Platten cf und h und der Platten W zu erhöhen
, oder zu verringern.
Die Zehenklemme trägt eine Backe 15 zum
Ergreifen des Oberleders (Fig. 5, 6 und 12) zwischen Backe und Platten VF, wobei die
Backe mit einem Hebel zum Heben der Klemme und einer Stange zum Verhindern des Aufsteigens des Leistens versehen ist. Die
Vorrichtung ist in Fig. 5, 6 und 7 dargestellt. 15* stellt die obere Platte der Zehenklemme
dar, welche mit Böcken 16 versehen ist zur Stützung eines Hebels 17, der auf dem Drehzapfen
18 gleiten kann. Das vordere Ende des Hebels ist gegabelt und durch Oeffhungen
in den beiden Armen der Gabel geht eine hohle Stange 19, die bei 20 mit Gewinde
versehen ist, um eine Mutter 21 aufzunehmen, welche sich zwischen den Gabelarmen drehen
kann, so dafs durch ihre Drehung nach der einen oder anderen Richtung die hohle
Stange 19 veranlafst wird, mehr oder weniger weit vor der Unterseite des Hebels 17 vorzuragen.
Das untere . Ende der Stange ig trägt einen Block 22 mit Schlitzen 23 zur Aufnahme
von Zapfen 24, die auf dem Zehenring 25 vorragen. Zwischen dem Ring 25 und dem Block 22 ist eine Platte 26 aus nachgiebigem
Material, z. B. Gummi, eingeschaltet. An Stelle des Gummis können auch Federn angewendet
werden, welche den Zehenring in seiner Lage auf dem Block 22 festhalten und ein leichtes
Nachgeben des Ringes gestatten, wenn er mit dem Leder in Berührung gebracht wird. Die
Schlitze 23 sind an einem Ende offen, so dafs bei schwachem Drücken auf den Zehenring
der Block 26 oder die Federn nachgeben und der Zehenring durch seitliches Abziehen bequem
entfernt und wieder eingebracht werden kann. Zehenringe jeder Gröfse und Gestalt
können also bequem mit dem Block 22 verbunden werden, um sich der Gestalt des
Zehenendes des Leistens anzupassen. In der hohlen Stange 19 gleitet eine Stange 27 mit
einem Knopf 28 am unteren Ende, welcher auf der Sohle des Leistens aufruht und dadurch
dem Hebel zum Heben der Klemme als Widerlager dient. Das obere Ende der hohlen Stange 19 ist gegabelt, und dient als
Lager für einen Daumenhebel 29, der auf das obere Ende der Stange 27 gedrückt werden
kann, um das Heben der Klemme zu bewerkstelligen.
Wird ein mit dem aufzuleistenden Oberleder bedeckter Leisten in die Maschine eingesetzt,
so werden die Zehen- und Fersenklemmen vorwärts bewegt, so dafs sie den Leisten zwischen
sich einklemmen, worauf durch das Anstofsen des Zehenendes des Leistens gegen
die Kante der Prefsplatten W diese veranlafst
werden, sich um ihre Achse X zu drehen und sich der Gestalt des Zehentheiles des Leistens
anzupassen, wobei das hintere Ende einer der Platten Z gegen einen der Vorsprünge d der
Plattet- geprefst wird, infolge dessen letztere
sich derart um ihren Drehzapfen e dreht, dafs beide Vorsprünge d mit den Platten Z
in Berührung bleiben. Ist so der Leisten festgeklemmt, so wird die überstehende Kante
des Oberleders am Zehenende des Leistens auf die Prefsplatten W gelegt und die Greifer
vorrichtung 15 auf ihrem Zapfen 18 gedreht.
Ein auf ■ einem Hebel 63 sitzender Keil 62 wird dann zwischen der oberen Platte 15*
und dem hinteren Ende des Hebels 17 eingeschoben (Fig. 5 und 12), wodurch die
hohle Stange 19 abwärts geht und den Zehenring 2C1 derart mitnimmt, dafs er die umgelegte
Kante des Oberleders sicher zwischen sich und den Prefsplatten W erfassen kann.
Der Daumenhebel 29 wird dann aus der in Fig. 5 durch volle Linien veranschaulichten
Stellung in die durch punktirte Linien angedeutete Stellung gedreht, wodurch der
daumenartige Theil des Hebels 29, indem er auf die Spitze der Stange 27 drückt, bewirkt,
dafs die hohle Stange ig und mit dieser die Klemme auf der Stange 27 aufwärts gleiten;
da das Oberleder fest zwischen den Prefsplatten W und dem Zehenring 25 gehalten
wird, so wird es aufwärts gestreckt, bis die Prefsplatten W sich oberhalb des Leistens befinden.
Ist dies der Fall, so wird der Hebel m aus der in Fig. 1 angegebenen Stellung in die
der Fig. 4 gebracht, wodurch die Platten hf und c vorwärts gedrückt werden. Die auf
der Platte c sitzenden Vorsprünge d bewirken dann, indem sie gegen die hinteren Kanten
der. Träger Z stofsen, dafs die Prefsplatten W sich um die Achse X gegen einander drehen.
Durch diese Bewegung zusammen mit der gleichzeitigen Vorwärtsbewegung der Prefsplatten
bewirken sie ein Strecken des von der Greifervorrichtung festgehaltenen Oberleders
über die Brandsohle auf dem Leisten.
Ist der Streckprocefs vollendet, so wird der von der Zehenklemmvorrichtung getragene
Hebel 29 aus der punktirten Stellung Fig. 5 in die durch volle Linien veranschaulichte
Stellung gedreht, wobei der Druck der Stange 27 auf den Leisten aufgehoben wird. Dann wird
die Greifervorrichtung 15 wieder in ihre
ursprüngliche Stellung zurückgedreht. Der Leisten wird nunmehr zwischen den Zehen-
und Fersenstützen und den Prefsplatten der Zehen- und Fersenklemmen gehalten und
es kann nun das Oberleder in der gewöhnlichen Weise auf der Brandsohle befestigt werden. Da der Aufleistprocefs somit
beendet ist, kann der Leisten gelöst und aus der Maschine entfernt werden. Zu diesem
Zwecke müssen die Prefsplatten zunächst zurückgebracht werden, wobei die Zehenklemme
15, wenn sie nicht daran verhindert würde, abwärts gehen und das aufgeleistete
Oberleder abschaben würde. Um dies zu verhindern, kann z. B. die in Fig. 8 und 9 veranschaulichte
Einrichtung getroffen werden. Diese besteht aus einem mit keilförmigen Ansätzen
81 versehenen Rahmen 80, der bei 82 auf einem Hebel 83 drehbar angeordnet ist,
welcher seinerseits bei 84 auf der Platte L der Klemme drehbar ist. . Befindet sich die
Klemme in ihrer gehobenen Stellung, so kann der Rahmen 80 auf der Platte L derart
bewegt werden, dafs die keilförmigen Ansätze 81 unter Rollen 85 eines Drehzapfens P
greifen, durch welchen die Klemme mit dem Block Q verbunden ist. Die Klemme wird
infolge dessen in ihrer gehobenen Stellung festgehalten, während der Leisten entfernt wird,
so dafs ein Abschaben des Oberleders vermieden wird.
Fig. 11 und 1 2 veranschaulichen eine andere
Anordnung von Keilen, die zum Heben oder zur Unterstützung beim Heben der Klemme
und zum Festhalten derselben in ihrer gehobenen Stellung Verwendung finden können.
Es sind hier zwei Paar Keile 81,81* dargestellt, von welchen jedes Paar für sich in
Thätigkeit treten kann. Die Keile 81 sind vor den Keilen 81* angeordnet und dazu
bestimmt, in Thätigkeit zu treten, wenn hartes oder sprödes Material aufgeleistet werden soll,
wobei die Keile unter Rollen 85 in Bügeln 89 auf dem vorderen Ende der Klemme A geschoben
werden. Soll zarteres Material aufgeleistet werden, so werden die Keile 81 auf
dem Rahmen 80 eingestellt und durch Mutterngo festgenähten, so dafs, wenn der Rahmen 80
durch den Hebel 83 vorwärts geschoben wird, die Keile 81* unter Rollen 91 des Blockes Q
treten und die Klemme heben, bevor die Keile 81 die Rollen 85 erreichen.
Claims (2)
1. Eine Leistenmaschine, dadurch gekennzeichnet, dafs der Leisten unbeweglich
festgehalten wird, während die . Zehenklemme, welche in Verbindung mit einer Greifervorrichtung die Kante des Oberleders
erfafst, aufwärts bewegt wird und hierbei das Oberleder über die Zehe des Leistens streckt.
2. Eine Leistenmaschine nach Anspruch 1, bei welcher die Vorwärtsbewegung der
zum Festhalten des Oberleders dienenden Prefsplatten (W) der Zehenklemme den
verschiedenen Leistenformen dadurch angepafst werden kann, dafs Hebel (kj, welche
mit den Prefsplatten in Verbindung stehen, an ihren Enden Schlitze (x) besitzen, in
welchen Blöcke n> einstellbar angeordnet
sind, bei deren Bethätigung je nach ihrer Stellung die Prefsplatten entsprechend bewegt
werden.
Eine Leistenmaschine nach Anspruch i, bei welcher auf dem Maschinengestell verschiebbare
Keile 81 angeordnet sind, welche das Heben der Zehenklemme allein bewirken
oder nur vervollständigen können, und die Klemme in ihrer gehobenen Lage festhalten,
während der Leisten aus der Maschine entfernt wird, um ein Niedergehen der Klemme nach Zurückziehen der
Klemmplatten und somit ein Abschaben -des auf dem Leisten befindlichen Oberleders
durch die Klemme zu verhindern.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE124641C true DE124641C (de) |
Family
ID=393415
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT124641D Active DE124641C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE124641C (de) |
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- DE DENDAT124641D patent/DE124641C/de active Active
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