DE122893C - - Google Patents

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DE122893C
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paraffin
cardboard
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impregnation
pitch
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N5/00Roofing materials comprising a fibrous web coated with bitumen or another polymer, e.g. pitch

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Cf
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Destillation der Fettsäuren werden theerartige Destillationsrückstände, sogenannte Goudrons, gewonnen. Bei der nochmaligen Destillation dieser Goudrons erhält man einen dicktheerigen bis asphaltartigen, zähen, unter der Bezeichnung Stearinpech bekannten Rückstand (vergl. Chemiker-Zeitung, Jahrg. 1893, Nr. 97 vom 6. December, Untersuchungen von D on at h und Strasser). Dieses Steariiv pech in Verbindung mit Harz und Leinöl oder mit Harz und Paraffinöl, welchem event, auch noch Paraffin zugesetzt werden kann, eignet sich vorzüglich zur wasserdichten Imprägnirung von Pappen und Papieren. Die Vorzüge, welche derartig imprägnirte Pappen und Papiere haben, sind folgende:
Man kann hellfarbige Anstriche darauf anbringen, ohne befürchten zu müssen, dais diese Anstriche, braun oder schwarz nachdunkeln, wie dies bekanntlich bei mit Steinkohlentheer imprägnirten Pappen und Papieren der Fall ist. Hellfarbig streichbare, wasserdichte Pappen und Papiere sind aufserordeiitlich wichtig als Bedachungsmaterial für warme Länder, sowie für Gebäude, von denen man Wärme abhalten will, ' also z. B. für Pulvermagazine, Petroleumlager u. dergl.; denn hellfarbige Stoffe werfen die Sonnenstrahlen bekanntlich in höherem Mafse als dunkelfarbige zurück. Sehr wichtig sind hellfarbig streichbare, wasserdichte Stoffe aber auch bei der Bekleidung von Innenräumen, um helle, lichte Räume mit wasserdichten Wänden zu erzielen.
Pappen und Papiere, deren Imprägnirungsmasse aus Stearinpech, Harz und Leinöl bezw. Paraffinöl besteht, sind von hervorragender Geschmeidigkeit und Zähigkeit. Ein Zusatz von einer aus Stearinpech, Harz und Leinöl oder Paraffinöl bestehenden Imprägnirungsmasse zu einer der bekannten Imprägnirüngsmassen, also z. B. zu abdestillirtem Steinkohlentheer, genügt schon, um die damit imprägnirten Pappen und Papiere zäher und geschmeidiger zu machen. Die gröfsere Haltbarkeit, Dauerhaftigkeit und Wetterbeständigkeit hängen bekanntlich mit der Geschmeidigkeit und Zähigkeit eng zusammen. Je geschmeidiger und zäher derartige Fabrikate sind, um so haltbarer, dauerhafter und wetterbeständiger sind sie auch.
Mit Stearinpech, Harz und Leinöl getränkte Pappen und Papiere haben fast gar keinen oder doch nur einen sehr schwachen, nicht unangenehmen Geruch im Vergleich zu den mit den bisherigen, hauptsächlich aus rohem oder abdestillirtem Steinkohlentheer bestehenden Imprägnirungsmassen, so dafs sich die nach dem neuen Verfahren hergestellten Fabrikate auch in dieser Beziehung zur Verwendung im Inneren der Gebäude eignen. Da, wo es auf den Geruch nicht ankommt, also z. B. bei Bedachungen, kann der gröfseren Billigkeit halber anstatt Leinöl auch Paraffinöl angewendet werden. Auch kann, wo es zweckmäfsig sein sollte, der Imprägnirungsmasse noch Paraffin zugesetzt werden. Die Mischungsverhältnisse der einzelnen Bestand-
tlieile können ganz verschiedenartig sein, sie hängen vor allem von dem besonderen Zweck ab, welcher erreicht werden soll. Soll die Pappe zu Bedachungszwecken Verwendung finden, so empfiehlt sich z. B. folgende Zusammensetzung : 20 Th. Paraffinöl, 30 Th. amerikanisches Harz, 50 Th. Stearinpech. Soll die Pappe oder das Papier zur Bekleidung von Innenwänden dienen, so ist z. B. eine Zusammensetzung von 24 Th. Leinöl, ι Th. Paraffin, 40 Th. Harz und 25 Th. Stearinpech zu empfehlen.
Eine besondere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dais man die oben angegebenen Bestandteile, also Stearinpech, Harz und Leinöl oder Paraffinöl, event, auch noch Paraffin, den bisherigen Imprägnirungsmassen, also z. B. abdestillirtem Steinkohlenteer zusetzt. Schon bei einem geringen Zusatz .werden die nach diesem Verfahren zu imprägnirenden P,appen und Papiere in Bezug auf Geschmeidigkeit, Wasserdichtigkeit und Dauerhaftigkeit verbessert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    A'erfahren zur Herstellung von Dachpappen, Isolirpappen und anderen wasserdicht imprägnirten Pappen und Papieren beliebigen Querschnittes, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Imprägnirung eine Masse verwendet wird, die gleichzeitig Harz und Stearinpech und aufserdem Leinöl oder Paraffinöl, event, auch noch Paraffin enthält.
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