DE122802C - - Google Patents

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DE122802C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/48Medical, disinfecting agents, disinfecting, antibacterial, germicidal or antimicrobial compositions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
JVi 122802 KLASSE 30«.
Für die Zwecke der Hautdesinfection, insbesondere zur Verhinderung der Uebertragung ansteckender Hautkrankheiten, sind bereits Seifen mit desinficirend wirkenden Stoffen hergestellt und empfohlen worden, ohne dafs diese zu ausgedehnterer Verwendung gelangt wären. Auch werden für Waschungen flüssige Desinfectionsmittel benutzt, welche indefs in der Anwendung unbequem sind und hinsichtlich ihrer, desinficirenden Kraft nur zum geringsten Theil bei den Waschungen ausgenutzt werden. Gegenstand vorliegender Erfindung ist die Darstellung eines neben wenig Glycerin, Alaun, Borsäure.und Aetzsublimat enthaltenden Desinficiens, welches in der Art der Verwendung dem Gebrauch der Seife entspricht und, ohne Seife zu enthalten, in seifenartigen, festen, durchscheinenden, schleif- und polirfähigen geschmeidigen Stücken erhalten wird. Befeuchtet fühlt das Präparat sich sehr schlüpfrig an. Beim Gebrauch wirkt es unter sehr geringer Abnutzung und ohne jede Aetzung auf die Haut sehr angenehm und wohlthuend und äufserst stark desinficirend und wegen des Glyceringehalts den Teint reinigend und pflegend.
Zur Darstellung dieses Hautdesinficiens von angegebenen Eigenschaften wird wie folgt verfahren: Man schmilzt unter Erwärmen gepulverten krystallwasserhaltigen Alaun in seinem Krystallwasser, wobei eine Ueberhitzung, insbesondere ein Erhitzen über 1200, zu vermeiden ist, um die Bildung von gebranntem Alaun zu verhindern. In die Alaunschmelze trägt man unter Umrühren nach einander oder gleichzeitig ein etwa 5 pCt. (von der Alaunmenge) einer durch Lösen von Borsäure in nahezu siedendem Glycerin leicht erhältlichen 40 proc. Borsäureglycerinlösung und etwa ι pCt. einer gesättigten Sublimatlösung, deren Quecksilberchloridgehalt etwa 0,07 g pro 1 ecm beträgt. Sodann wird unter weiterem Rühren sofort diejenige Menge Wasser, welche bei dem Schmelzen des Alauns verloren gegangen ist und die im Durchschnitt 2 pCt. der Alaunmenge beträgt, ersetzt, worauf man die leicht flüssige und sehr leicht mischbare Masse, nachdem ihr event, noch etwas Riechstoff und Farbstoff zugemischt worden ist, in Formen erkalten und erstarren läfst. Sehr wesentlich ist es, das verdampfte Wasser, wie angegeben, zu ersetzen, anderenfalls entsteht eine trübe, leicht zerfallende Masse. Weiter empfiehlt es sich, behufs Erzielung möglicht klarer, schoner, leicht politurfähiger Stücke, schnell hinter einander zu arbeiten, zu welchem Zweck die Borsäureglycerinlösung und die Sublimatlösung vorräthig zu halten sind. Die Borsäureglycerinlösung bleibt bei mäfsig warmer Temperatur völlig klar.
Das Wesentliche an vorliegender Erfindung besteht nicht in erster Linie in dem Zusammenmischen der vorgenannten antiseptisch wirkenden Agentien, sondern in der beschriebenen Arbeitsweise, welche es ermöglicht, aus den genannten Stoffen seifenartige, durchscheinende, geschmeidige, politurfähige, für den Gebrauch
äufserst bequem zu verwendende und sich nur sehr allmählich abnutzende Stücke zu erhalten, welche von grofser antiseptischer Kraft sind und für viele Zwecke, so besonders auch für Rasirzwecke, in Frage kommen. Es sei noch bemerkt, dafs das nach dem beschriebenen Verfahren dargestellte Präparat durchaus verschieden ist von dem unter dem Namen »bloc hyalin« bekannten französischen Artikel, der lediglich aus geformtem Alaun besteht und dem deshalb die durch den Gehalt an Glycerin, Borsäure und Sublimat bedingte Weichheit, Milde und Geschmeidigkeit, sowie die hohe antiseptische Kraft des nach vorliegender Erfindung erhaltenen Präparates durchaus abgeht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:.
    Verfahren zur Darstellung eines im Aussehen, Form und Verhalten den transparenten Seifen ähnlichen, aus Alaun, Borsäure, Quecksilberchlorid und Glycerin bestehenden Hautdesinficiens, dadurch gekennzeichnet, dafs man in seinem Krystallwasser geschmolzenen krystallisirten Alaun bei einer nicht wesentlich über seine Schmelztemperatur hinausgehenden Temperatur mit etwa 5 pCt. einer etwa 40 proc. Lösung von Borsäure in Glycerin und etwa ι pCt. einer gesättigten Quecksilberchloridlösung mischt, das verdampfte Wasser ersetzt und die Masse nach event. Zusatz von Riech- und Farbstoffen erkalten läfst. ,
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