DE1205720B - Preisberechnungs-Neigungswaage - Google Patents

Preisberechnungs-Neigungswaage

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DE1205720B
DE1205720B DEB64082A DEB0064082A DE1205720B DE 1205720 B DE1205720 B DE 1205720B DE B64082 A DEB64082 A DE B64082A DE B0064082 A DEB0064082 A DE B0064082A DE 1205720 B DE1205720 B DE 1205720B
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DEB64082A
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Dipl-Ing Ernst Kuhnle
Josef Schwarz
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Bizerba SE and Co KG
Original Assignee
Bizerba Werke Wilhelm Kraut GmbH and KG
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    • G01GWEIGHING
    • G01G19/00Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups
    • G01G19/40Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups with provisions for indicating, recording, or computing price or other quantities dependent on the weight
    • G01G19/41Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups with provisions for indicating, recording, or computing price or other quantities dependent on the weight using mechanical computing means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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Description

  • Preisberechnungs-Neigungswaage Die Erfindung betrifft eine Preisberechnungs-Neigungswaage mit einer auf den Tangens des Neigungswinkels des ausgeschlagenen Pendels ansprechenden Anzeigevorrichtung, bei welcher entsprechend dem Ausschlag des Neigungspendels das Gewicht und der Preis durch in unterschiedlichen Abständen vom Pendeldrehpunkt angeordnete, auf in sich parallelen Bahnen geführte, abtastende Obertragungsvorrichtungen einstellbar ist, wobei die Preisbahn unter Beibehalten ihrer Parallelität zu der Gewichtsbahn entsprechend dem Grundpreis in Radiusrichtung voreinstellbar ist.
  • Bekannte Waagen dieser Art verschieben beim Ausschlagen mit ihrem Neigungspendel ein Gestänge, das eine Anzeige verstellt. Entsprechend dem Grundpreis kann das Gestänge samt Anzeige in einer Ebene parallel zur Schwingungsebene des Pendels eingestellt werden. Außerdem verschiebt das Pendel noch ein zweites Gestänge mit Anzeige, das in senkrechter Richtung unverschieblich ist. Da bei dieser Konstruktion das Pendel selbst das Gestänge und die Anzeige bewegen muß, wird seine Anzeigegenauigkeit von den Reibungswiderständen im System abhängen und daher entsprechend ungenau sein. Außerdem erscheint bei dieser bekannten Waage die Anzeige je nach Grundpreis an einer anderen Stelle.
  • Bei einer weiteren bekannten Waage wird zwar ein Nachlauftaster verwendet. Er regelt nur den vom Pendel durchlaufenen Bogenweg. Da aber allein die Sehnen dieser Bogen den für die Wägung maßgebenden und zu messenden Weg darstellen, sind hier Linearisierungskurven notwendig, die dafür sorgen. daß die Gewichtsskala, die über einem Bogen verläuft, für die Gewichtseinheit stets den gleichen Bogen bestreicht. Ferner wird statt des um einen Drehpunkt schwenkbaren Nachlaufabtasters nur die entsprechende Sehne gemessen. Deshalb sind Weitenkorrekturkurven vorzusehen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Preisberechnungs- und Neigungswaage zu schaffen, bei der das Meßergebnis nicht von vom Anzeigemechanismus herrührenden Reibungskräften verfälscht wird und bei der eine Messung in mathematisch genauer Weise durchführbar ist.
  • Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß ein Schlitten mit einer zur Abtastkante des Neigungspendels in der Nullage parallelen Führungsschiene, auf welcher der Preisabtaster entsprechend dem Grundpreis verstellbar ist, als abtastende Preisübertragungsvorrichtung und ein Schlitten als abtastende Gewichtsübertragungsvorrichtung angeordnet ist, die beide in an sich bekannter Weise als Nachlauftaster gegen die Abtastkante des arretierten Neigungspendels führbar sind.
  • Vorteilhaft ist es, wenn mit den beiden Abtastschlitten in einer Ebene nebeneinander angeordnete, bezifferte und mit Drucktypen versehene Skalenscheiben mittels Bänder verstellbar sind. Damit kann die geradlinige Bewegung der Abtastschlitten einfach in eine Skalendrehbewegung umgewandelt werden.
  • Zweckmäßig ist es ferner, wenn eine Grundpreis-Anzeigescheibe mit Drucktypen koaxial zu der Preisanzeigescheibe angeordnet ist, derart, daß der jeweilige Grundpreis sowie der Gesamtpreis und das Gewicht mit den zugehörigen Drucktypen innerhalb eines vorbestimmten, eng begrenzten Bereiches zu liegen kommen. Dadurch wird es möglich, die interessierenden Meßdaten z. B. auf kleine Etiketten abzudrucken.
  • Günstig ist es auch, wenn der Preisabtaster nur bei »Unternull«-Stellung der Waage und hierbei gelöster Blockierungsvorrichtung durch die Grundpreisanzeigescheibe verstellbar ist. Dadurch wird verhindert, daß zu ungeeigneten Zeitpunkten der Grundpreis verstellt werden kann.
  • Förderlich ist es schließlich noch, wenn der Schlitten und der Gewichtsabtastschlitten über Züge mit konstanter Kraft in die Abtaststellung und durch Motoren in die Ausgangsstellung führbar sind. Man erreicht so eine automatische und gleichmäßige Arbeitsweise der Waage.
  • Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen mit einer Prinzipskizze und einem Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung schematisch erläutert, und zwar stellt dar F i g. 1 das Waagenschema, Fig. 2 die Vorderansicht der ohne Gehäuse und unter Weglassung nicht wesentlicher Teile veranschaulichten Waage, Fig.3 die Draufsicht auf einen Einzelteil der Waage.
  • In dem Schema ist der Wiegehebel mit WH bezeichnet und die an einem Gehänge G vorgesehene Wiegeplatte mit WP, wobei diese Wiegeplatte durch einen Lenker L bei ihrer Auf- und Abbewegung geführt ist. Das zugleich als Zeiger ausgebildete Neigungspendel NP zeigt das ermittelte Gewicht auf der Skala S an. Es handelt sich hier um eine Neigungswaage nach dem Einhebelsystem, wobei die zu wiegende Last genau vertikal über Schneidenlager eingeleitet wird. Der sich gemäß dem aufgelegten Gewicht ergebende Ausschlagwinkel a wird mittels des am Wiegehebel befestigten Zeigers auf der gewichtsgeteilten Skala angezeigt. Der Tangens dieses Ausschlagwinkels x ist proportional dem aufgelegten Gewicht. Nach Festklemmen der Waage in ihre Einspiellage kann der Tangens mittels eines Nachfahrschlittens im Abstand R1 vom Systemmittelpunkt ermittelt werden, wobei der Nachfahrweg über Trieb-und Bandtrommel vergrößert auf einer abdruckbaren, linear geteilten Drehskala dargestellt wird. Eine weitere, ähnliche Tangens-Abtasteinrichtung arbeitet parallel zu der ersterwähnten auf verschieden einstellbaren Abständen R vom Systemmittelpunkt und stellt auf ähnliche Weise wie bei der Gewichtsabtastung geschildert den ermittelten Tangensbetrag auf einer abdruckbaren linear geteilten Drehskala dar. Diese mit der zweiten Einrichtung ermittelten Werte entsprechen reduzierten Gewichtsskalenbeträgen und können so geteilt werden, daß sie bestimmten Gesamtpreisbeträgen entsprechen. Wenn die Einstellung der zweiten Abtasteinrichtung so gewählt wird, daß der Abstand R zu Null wird, wird kein Tangens im gleichen Sinne ermittelt werden können. Dies entspräche einem Grundpreis von Null, bei dem für jedes beliebige Gewicht der angezeigte Gesamtpreisbetrag Null wäre. Das ganze System ist nun so ausgelegt, daß die Gesamtpreise dem höchsten einstellbaren Grundpreis auf einem Radius R, der kleiner ist als Rt, ermittelt werden kann. Die größte Länge der Strecke R wird möglichst groß gewählt. Die zweite Abtasteinrichtung ist über eine Einstellvorrichtung auf beliebig viele Zwischenwerte einstellbar. Jede Einstellposition zwischen dem Systemdrehpunkt und einer beliebigen Einstellung R entspricht einem bestimmten Warengrundpreis und der hierbei abgetastete Tangenswert entspricht dem Preis der aus dem Gewicht und dem eingestellten Grundpreis resultierenden Gesamtpreis.
  • Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel trägt der in diesem Fall zweiarmige Wiegehebel 11, der dem Wiegehebel WH in Fig. 1 entspricht, zwei Hauptschneiden 12 und jeweils an seinen Enden Lasteingangsschneiden 13 und Gegenschneiden 14.
  • Die Gegenschneiden 14 tragen eine Gewichtsschale 15 zur Aufnahme des Taraausgleiches (Verpackungsmaterial). An den Lasteingangsschneiden 13 ist über ein Gestänge 16, das dem Gestänge G der Schemaskizze nach Fig. 1 entspricht, eine Wiegeschale 17 aufgehängt.
  • Sowohl die Tarierschale 15 als auch die Wiegeschale 17 sind durch am einen Ende gestellfest gelagerte Lenker 18 bzw. 19 jeweils parallel zu sich selbst geführt. Die Waagenschwingung ist durch einen am Träger der Tarierschale 15 angreifenden Dämpfer 20 gedämpft. Ein längs einer Skala 21, die der Skala S im Schema der Fig. 1 entspricht, schwingender Zeiger 22 ist starr mit dem Wiegehebel 11 verbunden. Er zeigt auf der Skala 21 das zu wiegende Gewicht (bei der Zeigerstellung nach der Zeichnung: 1000 g) an.
  • Ein Neigungsgewicht 23, das dem Neigungsgewicht NP der Schemaskizze nach F i g. 1 entspricht, ist ebenfalls starr mit dem Wiegehebel 11 verbunden.
  • Es ist gewichtlich so ausgelegt, daß bei 1000 g Gewichtsauflage der volle Zeigerausschlag vorliegt.
  • Das Neigungsgewicht ist langgestreckt und mit einer geraden Abtastkante 24 versehen, die parallel zu einer ideellen Abtastgeraden 24 a verläuft, die durch den Systemdrehpunkt, also durch die Schneidenlinie des Wiegehebels 11 geht.
  • Im Schwingungsbereich des Endes des Neigungsgewichtes 23, das in F i g. 3 geschnitten dargestellt ist, ist eine das Neigungsgewicht feststellende Klemmvorrichtung vorgesehen, die aus einer gestellfesten Schiene 25 und einer Klemmschiene 26 besteht, welche über Kniehebel 27 durch einen motorisch betätigten Zug 28 entgegen der Wirkung einer Feder 29 in Klemmstellung gebracht wird. Nach dem Aufhören des Zuges am Zugseil 28 zieht die Feder 29 die Klemmschiene 26 in die Ausgangslage zurück, wodurch die Klemmwirkung auf das Ende des Neigungsgewichtes 23 aufgehoben ist.
  • Für eine Fixierung der Schneidenlagerung des Wiegehebels 11 ist ein weiterer Kniehebel 30 vorgesehen, der über einen Zug 30 a ebenfalls motorisch und zu gleicher Zeit wie die Kniehebelklemmung 25.
  • 26 betätigbar ist, wobei dieser Kniehebel über einen Schwenkhebel 31 auf eine am Wiegehebel 11 vorgesehene, zu seiner Schneidenlinie zentrische Zylinderfläche 32 drückt.
  • Im Bereich des schwingenden Endes des Neigungshebels 23 ist parallel zur Schwingungsebene ein Abtastlineal 33 vorgesehen, das senkrecht zur Halblaststellung der Abtastgeraden 24 a steht und seinerseits auch eine Gerade darstellt. Auf diesem Abtastlineal läuft ein Gewichtsabtastschlitten 34. Für seine Verstellung ist ein Stahlband 35 vorgesehen, das über eine Umlenkrolle 36 und eine Bandtrommel 37 läuft.
  • An dieser Trommel oder an dem Stahlband greift ein um eine Umlenkrolle38 geführtes Zugelement 39 an, das mittels eines daran aufgehängten Gewichtes 40 den Abtastschlitten 34 in seine Abtaststellung zieht und für einen stets gleichbleibenden Abtastdruck sorgt. Für die Rückführung des Gewichtsabtastschlittens34 entgegen der Wirkung des Zuggewichtes 40 ist ein Motor 41 vorgesehen, der über einen endlosen Trieb 42 an der Achse 43 der Trommel 37 mit der gewünschten Drehrichtung angreift.
  • Auf der Achse 43 der Trommel 37 sitzt außerdem noch eine gewichtsanzeigende Skalenscheibe 44. Sie ist so beschriftet, daß die aufgetragenen Zahlenwerte in der durch den Kreis 45 gekennzeichneten Zone ablesbar bzw. abdruckbar sind.
  • Genau parallel zu der erwähnten ersten Abtastschiene33 ist, ebenfalls im Schwingungsbereich des Neigungspendels 23, jedoch etwas näher am Schwingungsmittelpunkt, eine weitere Abtastschiene 46 vorgesehen. Diese Schiene weist wiederum eine gerade Führungskante für einen zweiten großen Schlitten 47 auf. Um die Lage dieses großen Schlittens 47, der im Ausführungsbeispiel und der Darstellung nach F i g. 2 dreieckigen Umriß hat und mit der Grundkante an der Abtastschiene 46 geführt ist, beizubehalten, ist im Bereich der Dreieckspitze eine weitere Schiene 48 vorgesehen, wobei für die Führung der Grundkante des Abtastschlittens 47 Rollenlager 49 auf der Abtastschiene 46 laufen und für die Führung des oberen Endes des Abtastschlittens ein Kugellager 50 auf der Schiene 48 läuft.
  • Der große Schlitten 47 trägt eine gerade Schiene 51, die so ausgerichtet ist, daß sie genau parallel zu der ideellen Abtastgeraden 24 a des Neigungsgewichtes 23 verläuft, wenn dieses sich in der Gewichtsstellung »Null« befindet. Entlang dieser Schiene51 ist ein Abtastschlitten 52 (Preisabtastschlitten) verstellbar. Er kommt mit einem Abtastkugellager53 an der Abtastkante 24 des Neigungsgewichtes 23 zur Anlage. Der Preisabtastschlitten 52 ist an einen Stahlbandzug 54, der endlos über Rollen 55 und 56 am Ende der Schiene 51 geführt ist, angeschlossen und kann durch eine auf das Stahlband wirkende Klemmeinrichtung 57 blockiert werden.
  • Zum Heranführen des mit den erwähnten Mitteln in der Höhe eingestellten und blockierten Abtastschlittens 52 an die Abtastkante 24 des Neigungsgewichtes 23 ist der große Abtastschlitten 47 an ein durch ein Gewicht 58 belastetes und über eine Umlenkrolle 59 geführtes Zugelement 60 angeschlossen.
  • Diese sucht ihn in die Abtastlage zu drängen, wobei sich stets ein konstanter Abtastdruck ergibt. Dieses Zugelement ist dabei um die eine Stufe einer Bandtrommel 61 geschlungen, die um eine gestellfeste Achse 62 drehbar ist. Für die Rückführung des großen Schlittens 47 ist ein weiterer Motor 63 vorgesehen, der mit einem endlosen Trieb 64 an der anderen Stufe der Trommel 61 angreift und durch entsprechende Drehung der Trommel 61 das Zugmittel 60 unter Anheben des Gewichtes 58 verstellt, wobei der Schlitten 47 durch sein großes Eigengewicht dieser Bewegung folgt.
  • Mit der Tromel 61 ist eine Gesamtpreis-Skalenscheibe 65 fest verbunden. Sie ist so beschriftet, daß der angezeigte Betrag ebenfalls in der Zone 45 ablesbar bzw. abdruckbar ist.
  • Parallel zu der Schiene 51 ist eine gestellfeste Verstellschiene 66 vorgesehen, auf der ein mittels eines endlosen Stahlbandes 67 verstellbarer Mitnehmerschlitten 68 geführt ist. Dieses Stahlband 67 ist über Umlenkrollen 69 und 70 geführt und um eine auf der Achse 62 drehbare Trommel71 geschlungen, wobei mit dieser Trommel eine Grundpreis-Skalenscheibe 72 fest gekoppelt ist. Diese Skala ist so beschriftet, daß die angezeigten Beträge ebenfalls im Bereich der Zone 45 ablesbar bzw. abdruckbar sind.
  • Neben der Verstellschiene 66 befindet sich eine Entblockiereinrichtung 73, die über ein Kniegelenk 74 mit Hilfe eines motorisch betätigten Zuges 75 in die Entriegelungsstellung gebracht und durch eine Rückholfeder 76 in die Verriegelungsstellung gebracht werden kann. Diese Entblockierungseinrichtung kommt bei der »Unternull«-Stellung des großen Schlittens 47 mit der Klemmeinrichtung 57 in Wirkungsverbindung. Hierdurch kann während dieser »Unternull«-Stellung von außen her die Klemmeinrichtung 57 betätigt und wieder freigegeben werden.
  • In dieser »Unternull«-Stellung des großen Schlittens 47 arbeitet aber auch eine Gabel 77 des Mitnehmerschlittens 68 mit einem zweiten am Preisschlitten 52 vorgesehenen Kugellager 78 in der Weise zusammen, daß durch Verstellung des Schlittens 68 auch der Preisschlitten 52 verstellbar ist, wozu also ebenfalls eine »Unternull«-Stellung der Waage vorliegen muß.
  • Durch nicht näher beschriebene mechanische und elektrische Verriegelungen wird erzwungen, daß die Grundpreiseinstellung nur in der »Unternull«-Stellung des großen Schlittens 47 betätigbar ist.
  • Zwischen den abdruckbaren Skalenscheiben 44, 65 und 72 ist im Bereich der Zone 45 noch Raum für mehrere Schieber 79, die Buchstaben-, Datums- oder andere Gravuren tragen können, die ebenso wie die im Bereich der Zone 45 ablesbaren oder abdruckbaren Angaben der Skalenscheiben alle zusammen auf einem relativ kleinen Etikett abgedruckt werden können.
  • Da die Abtastelemente des Preis- (52) und des Gewichtsschlittens 34 mit einer Abtastkante 24 des Neigungsgewichtes 23 zusammenarbeiten, die je nach Gewichtslage eine andere Neigung zur Abtastrichtung hat, ist es nur möglich, entweder mit einer scharfen Kante diese Abtastkante 24 anzufahren oder mit einem genau zentrisch gelagerten Kugellager oder Drehkörper, dessen Mittelachse durch entsprechende Wahl des Durchmessers auf die ideelle Abtastgerade 24 a zu liegen kommen muß, so daß also der Mittelpunkt des zylindrischen Abtastkörpers dieser theoretischen Abtastgeraden 24 a folgt.
  • Um die relativ hohe Bewegungsenergie des großen Schlittens 47 und des Gewichtsschlittens 34 beim Anfahren der Abtastkante 24 bzw. beim Zurückfahren in die »Unternull«-Stellung zu vernichten, können nicht näher dargestellte, z. B. hydaulisch wirkende Dämpfungsmittel vorgesehen sein.
  • Die eben beschriebene einfachste Ausführungsmöglichkeit erlaubt zunächst nur den Abdruck der Werte an den drei verschiedenen Skalenscheiben.
  • Werden die Wertangaben digital gewünscht, so ist es mit bekannten Mitteln ohne weiteres möglich, durch zusätzliche Richt- und Nachlaufbewegungen der Skalenanzeige eine volldigitale Anzeige sicherzustellen. Desgleichen könnten die Abtastwege in Einzelimpulse verwandelt werden, die z. B. photoelektrisch erzeugt und in einer abdruckbaren Zähleinrichtung gespeichert werden. Weiterhin ist es denkbar, die Abtaststellung der beiden Schlitten 34 und 52 über eine Codespur abzufragen und die Werte abdruckbar darzustellen.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Bei unbelasteter Waage befinden sich alle Teile in der »Unternull«-Stellung und der Schlitten 47 mit der darauf befindlichen Verstellschiene 51 in unmittelbarer Nachbarschaft der Verstellschiene 66.
  • Dabei hält die Verriegelungseinrichtung 73 die Klemmeinrichtung 57 in Klemmstellung, bei der sie also ein Verstellen des Preisschlittens 52 verhindert.
  • Zu Beginn der Waagenbenutzung wird durch den motorisch betätigten Zug 75 die Entriegelungseinrichtung 73 in der Weise betätigt, daß sie die Klemmvorrichtung 57 freigibt. Darauf wird mittels einer nicht dargestellten Handbetätigungseinrichtung die Grundpreis-Skalenscheibe72 so eingestellt, daß der dem Wiegegut entsprechende Grundpreis an der Anzeige- und Abdruckstellung erscheint, wodurch gleichzeitig über den Stahlbandzug 67 der Mitnehmerschlitten68 sowie der während der »Unternull«-Stellung mit dem Kugellager78 in die Gabel 77 dieses Mitnehmerschlittens eingreifende Preisschlitten 52 in eine diesem Grundpreis entsprechende Höhenlage an der Schiene 51 verstellt wird. Danach wird die Einrichtung73 wiederum im Sinne einer Verriegelung der Klemmeinrichtung 57 und damit einer Blockierung des Schlittens 52 auf der Schiene 51 betätigt.
  • Wird nun die Last auf die Wiegeschalel7 und die Tara auf die Schale 15 aufgebracht, so schwingt der Zeiger 22 in seine an der Skala 21 ablesbare Einschwinglage ein. Auch das Neigungsgewicht 23 nimmt seine gezeichnete Einschwinglage ein. Anschließend wird durch eine Betätigung des Zuges 28 diese Einschwinglage des Neigungsgewichtes 23 blockiert.
  • Auf Grund einer nicht veranschaulichten Auslösung verfahren nun der Schlitten 34 unter der Wirkung des Gewichtes 40 und der große Schlitten 47 unter der Wirkung des Gewichtes 58 in ihre gezeichnete Abtastlage, d. h. so weit, bis das Abtastelement 34 a des Abtastschlittens 34 und das Abtastelement 53 am Preisschlitten 52 des großen Schlittens 47 an der Abtastkante 24 des Neigungsgewichtes 23 anliegen. Bei dieser Abtastbewegung werden durch die beschriebenen Bandzüge die Skalenscheiben 44, die das Gewicht anzeigt, und 65, die den Gesamtpreis anzeigt, in die Anzeigestellung verfahren, in der sie abgelesen oder abgedruckt werden können, wobei auf einem kleinen Etikett also sowohl der eingestellte Grundpreis, das erreichte Gewicht und der entsprechende Gesamtpreis sowie weitere Daten erscheinen.
  • Nach Beendigung des Druckvorganges werden die Schlitten 34 und 47 wieder in die oben beschriebene »Unternull«-Stellung, und zwar unter Zuhilfenahme der Rückstellmotoren 41 und 63, verfahren. Nach Abnehmen des Wiegegutes und Aufbringen eines neuen Wiegegutes, das einen anderen Grundpreis hat, wird nach Betätigung der Entriegelungsvorrichtung wieder die Grundpreisscheibe und damit der Preisschlitten 52 längs seiner Verstellschiene 51 verstellt und erneut verriegelt.
  • Infolge der dadurch veränderten Entfernung des Tastorganes 53 des Preisschlittens 52 von der Neigungsgewichtsschwingachse ergibt sich beim Verwiegen eines beispielsweise gleich schweren Wiegegutes, wie im bereits beschriebenen Fall, ein früheres oder ein späteres Anliegen des Preisschlittens 52 und damit die Anzeige eines geringeren oder höheren Gesamtpreises.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Preisberechnungs-Neigungswaage mit einer auf den Tangens des Neigungswinkels des ausgeschlagenen Pendels ansprechenden Anzeigevorrichtung, bei welcher entsprechend dem Ausschlag des Neigungspendels das Gewicht und der Preis durch in unterschiedlichen Abständen vom Pendeldrehpunkt angeordnete, auf in sich parallelen Bahnen geführte, abtastende Übertragungsvorrichtungen einstellbar ist, wobei die Preisbahn unter Beibehalten ihrer Parallelität zu der Gewichtsbahn entsprechend dem Grundpreis in Radiusrichtung voreinstellbar ist, d a d u r c h gekennzeichnet, daß ein Schlitten (47) mit einer zur Abtastkante (24) des Neigungspendels (23) in der Nullage parallelen Führungsschiene (51), auf welcher der Preisabtaster (52, 53) ent- sprechend dem Grundpreis verstellbar ist, als abtastende Preisübertragungsvorrichtung und ein Schlitten (34, 34a) als abtastende Gewichtsübertragungsvorrichtung angeordnet ist, die beide (34, 47) in an sich bekannter Weise als Nachlauftaster gegen die Abtastkante des arretierten Neigungspendels führbar sind.
  2. 2. Preisberechnungs-Neigungswaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit den beiden Abtastschlitten (34, 34 a und 52, 53) in einer Ebene nebeneinander angeordnete, bezifferte und mit Drucktypen versehene Skalenscheiben (44 und 65) mittels Bänder (35 und 54) verstellbar sind.
  3. 3. Preisberechnungs-Neigungswaage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Grundpreis-Anzeigescheibe (72) mit Drucktypen koaxial zu der Preisanzeigescheibe (65) angeordnet ist, derart, daß der jeweilige Grundpreis sowie der Gesamtpreis und das Gewicht mit den zugehörigen Drucktypen innerhalb eines vorbestimmten, engbegrenzten Bereiches (45) zu liegen kommen.
  4. 4. Preisberechnungs-Neigungswaage nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Preisabtaster(52, 53) nur bei »Unternull«-Stellung des Preisschlittens und hierbei gelöster Blockierungsvorrichtung (73 bis 76) durch die Grundpreisanzeigescheibe (72) verstellbar ist.
  5. 5. Preisberechnungs-Neigungswaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastkanten (34 a, 53) der Gewichts- und Preisabtastschlitten (34, 52) aus rollenden Zylindern bestehen und daß die Abtastkante (24) des Neigungspendels um den halben Durchmesser der Zylinder gegenüber der Soll-Lage (24 a) versetzt ist.
  6. 6. Preisberechnungs-Neigungswaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dämpfungsvorrichtung (20) mit einer Tarierschale (15) verbunden ist und daß für die Gewichts- und Preisabtaster zusätzliche Dämpfungsvorrichtungen vorgesehen sind.
  7. 7. Preisberechnungs-Neigungswaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (47) und der Gewichtsabtastschlitten (34) über Züge (60, 39) mit konstanter Kraft (58, 40) in die Abtaststellung und durch Motoren (63, 41) in die Ausgangsstellung führbar sind.
  8. 8. Preisberechnungs-Neigungswaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichts- und Preisabtastschlitten (34, 52) in an sich bekannter Weise Diapositive mit den Gewichts- bzw. Gesamtpreisskalen verstellen.
  9. 9. Preisberechnungs-Neigungswaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichts- und Preisabtastschlitten (34, 52) Merkmalsträger mit Strichteilung oder Codespuren für eine mechanische, elektrische oder photoelektrische Wertabnahme verstellen.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 520 972, 586 024; französische Patentschrift Nr. 1 891; USA.-Patentschrift Nr. 2706598.
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