DE254372C - - Google Patents

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DE254372C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G19/00Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups
    • G01G19/64Percentage-indicating weighing apparatus, i.e. for expressing the weight as a percentage of a predetermined or initial weight

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

Ilf ten=€£empf at
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. März 1912 ab.
Schon seit langer Zeit gibt es Prozentwagen, die dazu dienen, das prozentuale Gewichtsverhältnis zweier an sie gehängter Gewichtsmengen zu bestimmen. So wird in den WoIlkämmereien eine Prozentwage benutzt, die dazu dient, das prozentuale Verhältnis zwischen angehängtem Kämmling und angehängtem Kammzug, bezogen auf die Summe beider, zu bestimmen. Allein die Bauart solcher
ίο Wagen bedingt die Anwendung von Drehzapfen an Stelle von Schneiden, auch wird die Teilung der Ablesevorrichtung nicht gleichmäßig. Aus diesen Gründen können solche Wagen nicht als Präzisions-Pfozentwagen im allgemein verstandenen Sinn von Präzisionswagen angesprochen werden.
Und doch gibt es verschiedene Anwendungsgebiete von genauen Prozentwagen.
So handelt es sich bei gewissen chemischtechnischen Untersuchungen darum, bei einer größeren Zahl sich oft wiederholender Untersuchungen das prozentuale Verhältnis zu bestimmen zwischen einem gewogenen Ganzen und einer darin enthaltenen Substanz. Dem Sinne nach gehören hierher auch prozentuale Trockengewichtsbestimmungen; bei denselben handelt es sich um das prozentuale Verhältnis zwischen einer abgewogenen Menge Substanz und ihres Gewichts nach der Austrocknung.
Bei all diesen Bestimmungen kann eine Prozentwage nur dann Verwendung finden, wenn sie Y10 Prozent, besser noch 1Z100 Prozent ab-. zulesen gestattet; ihr Gebrauch wird hauptsächlich dann angezeigt sein, wenn zu jedem die zu wiegende Substanz enthaltenden Gefäße ein dieses ausbalancierendes Gewicht angewandt wird, und. wenn die Prozentwage durch einfachen Handgriff sich in eine Präzisionswage verwandeln läßt und somit durch aufzulegende Gewichte das Gewicht des Ganzen oder des darin enthaltenen Teiles festzustellen gestattet. Dies trifft für die vorliegende Prozentwage zu (s. Schluß der Beschreibung).
Eine weitere Anwendung können Prozentwagen finden beim Konditionieren von Textilstoffen, Papier usw. Hierunter wird die Feststellung des Gewichtsverhältnisses des zu untersuchenden Textilstoffes usw. zu seinem Trockengewicht und Vergleich dieser beiden Gewichte mit dem gesetzlich festgelegten Verhältnis derselben verstanden. Dieses Verhältnis ändert sich im allgemeinen von Textilstoff zu Textilstoff. Für Wolle ist es z. B. folgendes: In 1181Z4 kg gebändelter Wolle müssen mindestens 100 kg vollkommen trockene Wolle enthalten sein. Trifft nun dieses Verhältnis für einen gehandelten Wollposten zu, so geben je 100 kg dieser Ware ein (gesetzliches) Handelsgewicht von 100 kg. Ist in dem Posten weniger Trockenwolle (dafür also mehr Feuchtigkeit) enthalten, als dem Verhältnis 100 :1181Z4 entspricht, so wird das Handelsgewicht von 100 kg der Ware kleiner sein als 100 kg, und es bleibt dieses Handelsgewicht von 100 kg rechnerisch zu ermitteln. Als Apparat kommt hierbei
eine gewöhnliche Präzisionswage in Betracht. Dies wird in den sog. Konditionieranstalten gemacht. Je nach den örtlichen Gepflogenheiten wird ermittelt, wieviel Kilogramm und wieviel Bruchkilogramm je ioo kg des konditionierten Postens zu- oder abgezählt werden müssen, um sein Handelsgewicht zu finden, oder man drückt diese Gewichte in Prozenten aus, oder man ermittelt auch das
ίο prozentuale Verhältnis zwischen Trocken- und Feuchtgewicht, bezogen auf letzteres. Schließlich kann auch der Unterschied zwischen dem Gewicht der dem Posten entnommenen Probe (dem sog. Feuchtgewicht) und dem durch Austrocknen erhaltenen Trockengewicht der Probe in Prozenten des Feuchtgewichtes bestimmt und hieraus auf das Handelsgewicht des Warenpostens geschlossen werden. Für Baumwolle, Seide, Leinen, Papier sind diese Betrachtungen dieselben: Es handelt sich also darum, das Handelsgewicht der konditionierten Ware zu ermitteln.
Im folgenden ist nun eine Ausführungsform einer Präzisions-Prozent wage beschrieben, die sich in ähnlicher Art wie bekannte Preiswagen auf die Veränderung der 'Hebelarmlängen gründet und sich als Konditionierwage besonders eignet. Mit Hilfe einer solchen Wage lassen sich ohne jede Rechnung, ohne Mithilfe von Tabellen und für jeden beliebigen Textilstoff usw. nach Wahl folgende Ergebnisse bis auf Vioooo genau ablesen:
i. das Handelsgewicht von 100 kg der konditionierten Ware bis auf 10 g genau;
2. die Kilogramme und Bruchkilogramme, die je 100 kg der konditionierten Ware zu- oder abgezogen werden müssen, um das Handelsgewicht von je 100 kg der Ware zu haben (Genauigkeit wie unter 1);
3. um wieviel Prozente die untersuchte Ware gesetzlich zu feucht oder zu trocken war. Genauigkeit: 1Z100 Prozent;
4. das auf die Feuchtigkeit bezogene prozentuale Verhältnis zwischen Trocken- und Feuchtgewicht des konditionierten Warenpostens. Genauigkeit wie unter 3.
Auf der Zeichnung ist die Wage schematisch dargestellt. Ein in α und b mit Schneiden versehener Wagebalken q, der sich in α auf ein räumlich feststehendes Lager ζ stützt, trägt nach Art eines einarmigen Hebels in b die Vorrichtung s zur Aufnahme der zu konditionierenden Warenprobe. Das Gewicht dieser Vorrichtung sowie das Gewicht des Wagebalkens q sind in c ausbalanciert. Das andere Ende des Balkens trägt in d eine in der Ebene der Schneidenkanten α und b liegende polierte harte Fläche (Stahl, Stein o. dgl.), die sich auf die Schneide h stützt. Das durch Gewichte auf die Schale e aufgelegte Feuchtgewicht der (vorher abgewogenen) Probe wirkt auf den kurzen Arm f g eines Wagebalkens nach Art eines zweiarmigen Hebels, der in fgh Schneiden trägt. Der Deutlichkeit wegen ist dieser zweite Wagebalken kürzer gezeichnet, als er in Wirklichkeit mit Rücksicht auf möglichst geringe Reibung der Schneide h auf der Fläche d ausgeführt wird. Das Gewicht der Wageschale β ist mit dem Gewicht des Balkens fgh in i ausbalanciert. Wird die Arretierung der Wage gelöst, so drückt das auf die Schale e aufgelegte Gewicht in h auf den Balken q. Ihm entgegen, nach unten, wirkt das in b aufgehängte Gewicht der Probe. Befinden sich nun die Schwerpunkte der BaI-ken q und fgh im Ruhezustande der Wage unter den Schneiden α und g, so beginnt die Wage zu schwingen, sobald die Vorrichtung im Gleichgewicht ist. Diese annähernd vollständige Gleichgewichtslage wird erhalten durch Verschiebung des den Balken fgh tragenden Schlittens 0, der in der Mittelebene der Wage und horizontal verschoben werden kann. Es läßt sich also wie bei einer gewöhnlichen Wage leicht die Gewichtskonstanz der an s aufgehängten, im Austrocknen begriffenen Warenprobe ermitteln. Das Maß der Verschiebung des Schlittens von einem festen Punkte aus gemessen, wie z. B. der Vertikalen durch die Schneide a, dient als Maßstab des Verhältnisses zwischen Trockengewicht, Feuchtgewicht, gesetzlich zulässigem Gewicht. Die Konstruktion der Wage zeigt, daß für sämtliche früher aufgeführten vier Ablesemöglichkeiten die Teilung, die zur Messung der Ver-Schiebung des Schlittens dient, gleichmäßig wird, was die Anwendung von Noniusablesung oder einer ähnlichen Vorrichtung ermöglicht. Zwischen der Verschiebung des Schlittens und der ersten und vierten Ablesungsmöglichkeit besteht Proportionalität.
In der Zeichnung ist nun auf eine feststehende Platte der Wage eine der Teilungen aufgetragen (m). Der Nonius/» befindet sich auf einer mit dem Schlitten verbundenen Platte χ über oder (wie gezeichnet) unter einem den Maßstab freigebenden Ausschnitt dieser Platte. Die Bewegung des Schlittens erfolgt beispielsweise durch einen in der Nähe des (nicht gezeichneten) Arretierhebels befindlichen Drehknopf t, der durch Antrieb ν w u auf eine am Schlitten festgeschraubte Zahnstange y einwirkt Hierbei ist die Arretiervorrichtung w so vorgesehen, daß zur Vermeidung , eines Schleifens der Schneide h auf der Fläche d eine Drehung von t nur bei arretierter Wage möglich ist. Es können statt eines für einen bestimmten Textilstoff bestimmten und nach Ziffer ι bis 4 geteilten Maßstabes auch ein oder mehrere andere Maßstäbe vorhanden sein. Für jeden derselben wird alsdann ein besonderer Ausschnitt in der Platte χ sowie ein
Nonius vorgesehen. Um Irrtümer in der Anwendung der richtigen Teilung zu vermeiden, lassen sich die Ausschnitte in der Platte χ so anordnen, daß stets nur eine Teilung frei sichtbar ist, diejenige, deren zugehöriger Stoff untersucht wird.
Um den Ablesungen der Wage eine der großen Wichtigkeit der durch sie angezeigten Resultate entsprechende Sicherheit zu yerschaffen, läßt sich mit Hilfe einer Hilfsskala eine Kontrolle der Ablesung schaffen. Sobald die Wage für mehr wie eine Teilung gebaut wird, kann eine dieser Teilungen die Rolle der Hilfs- oder Koritrollteilungen übernehmen.
Es wird nun der Wiegende veranlaßt, nicht nur das Resultat auf der dem konditionierten Stoff entsprechenden Skala abzulesen, sondern auch noch eine Ablesung zu machen entweder auf der Hilfsskala oder auf einer zweiten, zum
ao Ablesen von Konditionierresultaten vorgesehenen Skala. Beide Ablesungen werden dem Kontrollbeamten vorgelegt. Derselbe stellt auf einer der Ablesevorrichtung der Wage genau entsprechenden, von ihr räumlich getrennten Vorrichtung das eine der vom Wiegenden eingelieferten Resultate ein; hierauf liest er auf der zweiten Skala oder auf der Hilfsskala ab und vergleicht diese seine zweite Ablesung mit dem zweiten der vom Wiegenden gebrachten Resultate. Stimmt es mit diesem überein, so kann kein irrtümlich gemachter Ablesefehler vorliegen. Falls die für den Textilstoff maßgebende oder die zur Kontrolle gemachte zweite Ablesung vom Wiegenden falsch gemacht worden sind oder schließlich alle beide, so wird der Kontrollbeamte den Fehler stets entdecken können. Diese Vorrichtung hat demnach gewöhnlichen Wagen gegenüber eine ebenso große Ablesungssicherheit, bietet aber den Vorteil, daß die Kontrolle ■ kein Hingehen zur Wage erfordert, sondern beliebige Zeit nachher und an jedem beliebigen Orte gemacht werden kann.
Die im Anspruch 3 erwähnte Ablese vorrichtung ist ohne weitere Ausführung verständlich. Auf sie läßt sich ebenfalls die unter 2. beschriebene Kontrolle anwenden.
Schließlich lassen sich auf der beschriebenen Wage auch gewöhnliche Wägungen unter Zuhilfenahme von Gewichten ausführen, indem durch Arretierung der Platte χ durch einen konischen Stift k (oder eine gleichwertige Vorrichtung) in geeigneter Stellung zwischen den Hebelarmen f g, gh sowie ab, ah Proportionalität hergestellt wird. Diese Möglichkeit erlaubt also, im Bedarfsfalle das Trockengewicht einer Textilprobe in Grammen auszudrücken bzw. abzulesen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche: ,
    i. Präzisionswage zur unmittelbaren Feststellung des prozentualen Gewichtsverhältnisses zweier an die Wage gehängter Gewichtsmengen, von denen die eine durch dasjenige Gewicht (oder einen bestimmten Teil desselben) gemessen wird, auf das sich das abgelesene prozentuale Verhältnis beziehen soll, dadurch gekennzeichnet, daß der Angriffspunkt (h) des Wagebalkens für die als Maß dienende Gewichtsmenge an dem die zweite Gewichtsmenge (s) tragenden Wagebalken (q) durch geradlinige Verschiebung verlegbar ist, durch Verlegung dieses Angriffspunktes Gleichgewicht hergestellt und das Maß dieser Verlegung mit Hilfe einer Trommel-, Nonius- oder einer gleichwertigen anderen Ablesung gemessen wird.
  2. 2. Wage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wage nicht mit einer einzigen, sondern noch mit einer zweiten, von der ersten unabhängigen Teilung versehen ist, auf der die Verschiebung des Angriffspunktes des als Maßstab dienenden Gewichtes ablesbar ist, damit zur Aufdeckung von Fehlern auf einer von der Wage getrennten, mit der Ablesevorrichtung der Wage genau übereinstimmenden Vorrichtung die eine der zur Kontrolle vorgelegten Ablesungen eingestellt und hierauf geprüft werden kann, ob auch das auf der zweiten Skala der Kontrollvorrichtung abgelesene Ergebnis mit dem zweiten, zur Prüfung vorgelegten Ergebnis übereinstimmt.
  3. 3. Wage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Maß der Verschiebung des Balkens (f g h) gegen den Arm (q) dadurch festgestellt wird, daß auf dem Arm (q) an (d) ein entsprechender Maßstab und auf dem Balken (f g Ii) in (h) ein Nonius angebracht ist, der um eine parallel zu f gh liegende Achse schwingbar, mit der Arretiervorrichtung derart verbunden ist, daß beim Wägen der Balken (f gh) ungehemmt schwingen kann, indem der Nonius dabei zurückgeklappt bleibt, und ein genaues Ablesen ermöglicht wird, indem hierzu ein mit der Arretiervorrichtung zusammenhängender Mechanismus den Nonius beim Arretieren gegen die Teilung auf (d) legt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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