DE119154C - - Google Patents

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DE119154C
DE119154C DENDAT119154D DE119154DA DE119154C DE 119154 C DE119154 C DE 119154C DE NDAT119154 D DENDAT119154 D DE NDAT119154D DE 119154D A DE119154D A DE 119154DA DE 119154 C DE119154 C DE 119154C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet die Verbindung eines Cigarrenabschneiders mit einem Phonographen. Das Triebwerk des Phonographen ist dabei in dem Gehäuse oder in der Hülse des Cigarrenabschneiders eingeschlossen und derart angeordnet, dafs es durch die Bewegung des Handgriffes des (Zigarrenabschneiders in Thäligkeit gesetzt wird, so dafs beim Abschneiden der Cigarrenspitzcn irgend welche gewünschte Phrasen, Musikstücke oder GccliäfKrcklnmcn und dergl. ertönen.
Bei manchen (Zigarrenabschneidern wird eine bewegliche Klinge entweder mittelst eines Hand-μrifles oder durch eine Stange, oder durch eine Springfeder derart bethiftigt, dafs die Klinge beim Abschneiden der (Zigarrenspitzen vorwärts geschoben wird und nachher in ihre Normalstclhmg wieder zurückkehrt. Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, dafs eine derartige Bewegung der Klinge bei einem Cigarreniibsclineider benutzt wird, um das Triebwerk eines Phonographen: in Thiitigkeit zu setzen..
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein der^ arliger Apparat veranschaulicht, und zwar zeigt
Hg. ι cine 'perspectivische Ansicht eines Cigarrenabschneiders, versehen mit einem Phonographen,
Hg. 2 eine Seitenansicht, nachdem das Gehäuse oder die Hülse des Cigarrenabschneiders entfernt ist, . ,
Fig. 3 eine Vorderansicht des'Triebwerkes in giöfserem Mafsstabe, wobei das Gehäuse des Cigarrenabschneiders geschnitten Und die Klinge abgebrochen gedacht ist, ■ '
Fig. 4 dieselbe Ansicht etwas gedreht und theilweise im Schnitt, ; \
Fig. 5 eine perspectivische Ansicht des kreisbogenförmigen Abschneiderkopfes zur Bethätigung des Messers und des Antriebbandes oder Riemens in gröfserem Mafsstabe,
Fig. 6 eine perspectivische Ansicht des freien Endes des Antriebriemens,
Fig. 7 einen Schnitt durch den kreisförmigen Abschneiderkopf oder Tragarm des Schneidmessers, wobei die Abführungsrinne für die abgeschnittenen Cigarrenspitzen zu sehen ist.
Die Einrichtung des Apparates gemäfs der vorliegenden Erfindung ist im Wesentlichen folgende:
Der dargestellte Apparat besteht aus einem Gehäuse α, welches auf einer Grundplatte b angeordnet ist. In diesem Gehäuse befinden' sich die beweglichen Messer des Cigarrenabschneiders, sowie die einzelnen Theile des Phonographen. Das Treibwerk des letzteren wird durch eine Feder g getrieben. Dieselbeist mit ihrem einen Ende an einem festen Theil ,des Gehäuses, mit ihrem anderen Ende an einer Welle h befestigt. Diese Welle trägt auch eine Trommel^', an welcher ein Band oder Riemen k befestigt ist. Durch Ziehen an diesem Bande kann die Triebwerksfeder g aufgezogen werden (Fig. 2, 3, 4 und 6). Wenn die Feder g ganz abgewickelt ist, steht das freie Ende des Riemens derart, dais ein an dasselbe angebrachter Querstift / mit dem Kopf nt des Messerhalters bei η in Eingriff tritt. Der Riemen wird durch Lenkplatte ο und einen Kopf ρ derart . geführt, dafs der kreisbogenförmige Messerhalter m, sobald er mittelst einer beweglichen Klinge s gedreht wird, den Querstift / des Riemens mit seiner Aussparung bei η er-
greifen und mitziehen kann, wodurch die Feder g gespannt wird. Der Riemen k legt sich dabei in eine Nuth r des Abschneiders m ein, welcher sich um den Bolzen t dreht. Eine Feder μ (Fig. 2), welche an dem Bolzen ί und mit ihrem anderen Ende an einem Stift ν des Mcsserhalters m angreift, ist bestrebt, den Abschneider wieder in seine Normallage gemäfs Fig. 2 zurückzuführen, wenn die bewegliche Klinge s losgelassen wird.
Der Messerhalter trügt das Messer m>, welches mittelst eines Ansatzes χ befestigt ist (Fig. 2, 5 und 7) und mit einer Gegenschneide y zusammen wirkt, welche ein Loch % besitzt.
Die Wirkung des Apparates ist nun folgende: Wird die' bewegliche Klinge 5 vollständig nach abwärts gedrückt, so wird die Spitze der eingesteckten Cigarre abgeschnitten und durch die Rinne 44 (Fig. 7) über dem Anschlag 45 für den Hebel s wegbefördert. Gleichzeitig ist der Riemen k mitgezogen und dadurch die Feder g gespannt worden. Läfst man nun den Hebel s wieder los, so kehrt derselbe infolge der Federwirkung u wieder in seine obere Endlage zurück. Die frei gewordene angespannte Feder g bewegt nun das Triebwerk, so dafs der Phonograph so lange ertönt, bis die Feder g erschlafft ist. Das Sprechwerkzeug wird darauf durch irgend eine bekannte Vorrichtung, z. B. durch die in der Patentschrift 118255 beschriebene, wieder in seine Anfangsstellung zurückgeführt.
Der Riemen k kann auch aus einem Stahlband bestehen. Dieses wird dann ebenfalls von dem Kopf m des Abschneiders losgelassen,, wenn der Hebel s sich zurückbewegt, tritt jedoch in seiner Ruhelage wieder selbstthätig mit demselben in Eingriff.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Aufziehen eines Phonographen, dessen Triebwerksfeder durch Ziehen an einem Bande gespannt wird, dadurch gekennzeichnet, dafs das freie Ende des Bandes von dem Messerhalter eines Cigarrenabschneiders gefafst und mitgenommen wird, sobald derselbe beim Abschneiden von Cigarrenspitzen vorwärts bewegt wird, so dafs die Triebwerksfeder des Phonographen- gespannt wird und dieser zu sprechen anfängt, sobald der Messerhalter beim Zurückkehren in seine Anfangs-· stellung das Band freigiebt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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