DE1189331B - Freilaufkupplung mit kippbaren Klemmstuecken - Google Patents

Freilaufkupplung mit kippbaren Klemmstuecken

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DE1189331B
DE1189331B DER30210A DER0030210A DE1189331B DE 1189331 B DE1189331 B DE 1189331B DE R30210 A DER30210 A DE R30210A DE R0030210 A DER0030210 A DE R0030210A DE 1189331 B DE1189331 B DE 1189331B
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DE
Germany
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inner part
clamping
oil
pressure oil
overrunning clutch
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DER30210A
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Dipl-Ing Albrecht Maurer
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Ringspann Albrecht Maurer KG
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Ringspann Albrecht Maurer KG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D41/00Freewheels or freewheel clutches
    • F16D41/06Freewheels or freewheel clutches with intermediate wedging coupling members between an inner and an outer surface
    • F16D41/069Freewheels or freewheel clutches with intermediate wedging coupling members between an inner and an outer surface the intermediate members wedging by pivoting or rocking, e.g. sprags
    • F16D41/07Freewheels or freewheel clutches with intermediate wedging coupling members between an inner and an outer surface the intermediate members wedging by pivoting or rocking, e.g. sprags between two cylindrical surfaces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • One-Way And Automatic Clutches, And Combinations Of Different Clutches (AREA)

Description

  • Freilaufkupplung mit kippbaren Klemmstücken Die Erfindung bezieht sich auf eine Freilaufkupplung mit zwischen der innenzylindrischen Klemmfläche des Kupplungsaußenteiles und der außenzylindrischen Klemmfläche des Kupplungsinnenteiles angeordneten kippbaren Klemmstücken, die unbeeinflußt von Fliehkräften nur durch Federkraft gleichzeitig gegen die Klemmflächen von Innen- und Außenteil gedrückt werden.
  • Die Lebensdauer solcher Klemmstück-Freilaufkupplungen wird bekanntlich durch die Abnutzung und Bildung von Abflachungen an der Berührungslinie der Klemmstückeingriffsflächen mit den Klemmflächen des Innenteiles begrenzt. Die Verwendung verschleißfester Werkstoffe und druckfester Schmieröle kann zwar die Abnutzung und die Ausbildung von Abflachungen an den Klemmstückeingriffsflächen vermindern, jedoch wird bei Anwendung solcher Schmieröle der Reibungskoeffizient zwischen den Klemmstücken und den Klemmflächen des Innen- und Außenteiles so herabgesetzt, daß ein sicherer Kraftschluß bei Umkehr der Relativdrehrichtun g im Sinne des Kuppelns in Frage gestellt wird.
  • Bei Klemmstück-Freilaufkupplungen mit im Freilaufbetrieb schnell umlaufendem Außenteil ist man deshalb dazu übergegangen, die Klemmstücke so auszubilden, daß sie durch die auf sie wirkende Fliehkraft gegen die Wirkung der Anpreßfeder gekippt und damit von der Klemmfläche des Innenteiles abgehoben werden, um den Verschleiß herabzusetzen. Solche Kupplungen können aber nur bei Stillstand oder bei niedrigen Drehzahlen des Außenteiles fassen, nämlich dann, wenn die auf die Klemmstücke wirkende Fliehkraft von der Federkraft überwunden worden ist. Kupplungen mit Abhebung der Klemmstücke durch Fliehkraft sind also unbrauchbar, wenn bei höheren Drehzahlen von Innen- und Außentell gekuppelt werden muß. Ein weiterer Nachteil besteht bei Kupplungen mit Fliehkraftabhebung der Klemmstücke darin, daß nach dem Einkuppeln bei Stillstand oder niedriger Drehzahl des Außenteiles die Möglichkeit besteht, daß der Kupplungszustand unbeabsichtigt unterbrochen wird. Dies geschieht nämlich dann, wenn im gekuppelten Zustand hohe Drehzahlen erreicht werden und dabei Drehzahlschwankungen verbunden mit Abfall des zu übertragenden Drehmomentes auf Null auftreten. In diesem Fall können sich die Klemmstücke, weil sie kein Drehmoment zu übertragen haben, unter der Wirkung der Fliehkraft von der Klemmfläche des Innenteiles abheben. Das Wiedereinkuppeln erfolgt dann mit hartem Schlag beim Absinken der Drehzahl des Außenteiles und verursacht hierdurch Beschädigungen oder aar Brüche im Antrieb.
  • Es sind Klemmstück-Freilaufkupplungen bekannt, bei denen der Massenschwerpunkt der Klemmstücke in der Kippachse der Klemmstücke liegt, so daß die Fliehkraft die Klemmstücke nicht gegen die Wirkung der Anpreßfeder von der Klemmfläche des Innenteiles abheben kann. Bei hohen Relativdrehzahlen im Freilaufbetrieb zwischen Innen- und Außenteil tritt somit zwischen den Klemmstückeingriffsflächen und den Klemmflächen des Innenteiles Verschleiß ein, weil ja die Klemmstücke dauernd durch Federkraft in Eingrifftsbereitschaft gehalten werden.
  • Man hat diesen Nachteil des dauernden Verschleißes durch das Schleifen der durch Federkraft gegen die Klemmfläche des Innenteiles angedrückten Klemmstückeingriffsflächen dadurch zu vermindern versucht, daß mit Hilfe eines Schleifringes oder Käfigs, der bei seiner Relativbewegung gegenüber dem Innenring leicht gebremst wird, die Klemmstücke bei Relativdrehung beider Teile entgegen der Anpreßfederkraft abgehoben werden. Diese Lösung befriedigt aber ebenfalls nicht. Zum einen ist die Bremsung des verwendeten Käfigs notwendigerweise mit Verschleiß verbunden, zum anderen bleiben die durch den gebremsten Käfig von der Kleinniffäche des Innenteiles abgehobenen Klenimstücke so lange ohne Berührung mit dieser Klemmfläche des Innenteiles, bis diese die Synchrondrehzahl zwischen Innen- und Außenteil überschritten hat. Erst dann werden die Klemmstücke wieder zur Anlage an die Klemmfläche des Innenringes gebracht, so daß das anschließende Kuppeln ebenfalls mit einem unan-Pnehmen Drehmomentenstoß verbunden ist. Die 3 rsache dieses nachteiligen Verhaltens liegt darin, daß die auf den Käfig wirkende und die Klemmstücke abhebende Bremskraft unabhängig von der elativdrehzahl zwischen Käfig und Innenteil ist und erst nach Umkehr der Relativdrehrichtung ihre Wirkungsrichtung umkehrt.
  • Es sind weiter als Schraubmuffen-Zahnkupplung ausgebildete Freilaufkupplungen bekannt, die Einrückhilfsklinken aufweisen. DieseEinrückhilfsklinken schleifen, ähnlich wie die Klemmstücke bei Klemmstück-Freilaufkupplungen, im Freilaufzustand auf dem überholenden Kupplungsteil und sind dadurch dem Verschleiß unterworfen. Zur Verminderung dieses Verschleißes wird ein ölstrom so in den Raum zwischen den beiden Kupplungshälften eingeleitet, daß im Freilaufzustand Taschen der als zweiarmige Hebel ausgeführten Klinken mit öl gefüllt werden, wodurch die Fliehkraft die Klinken kippen und von der Anlagefläche abheben kann. Auch hier wirkt sich die Fliehkraft nachteilig aus, da bei hohen Drehzahlen das Einrücken der Klinken erst kurz vor dem Synchronismus erfolgen wird.
  • Des weiteren ist es bei einer ÜberholkuppIung mit zwischen zwei Laufringen angeordneten Klemmkörpern, die in Aussparungen eines Käfigs geführt sind, zur Verminderung der Reibung bekannt, den Aussparungen des Käfigs durch radial verlaufende Bohrungen Drucköl zuzuführen. Mittels dieser zusätzlichen Schmierung wird zwar der Reibverschleiß eingeschränkt, es treten jedoch wegen der konstanten Zuführung des Schmierinittels unter statischem Druck Schwierigkeiten dadurch auf, daß beim Übergang aus dem Freilaufbetrieb in den Kupplungszustand die Klemmwirkung nicht zuverlässig und schnell genug eintritt, weil das Drucköl auch bei geringer Drehzahldifferenz oder synchroner Drehzahl der Laufringe immer noch unter dem Einfluß der Fliehkraft in die Aussparungen des Käfigs gepreßt wird und dort beim Einkuppeln von den Klemmkörpern verdrängt werden muß, bevor diese fassen können.
  • Für eine Klemmrollen-Freilaufkupplung, bei der die Klemmrollen im Freilaufbetrieb durch Drucköl von ihrer Gegenfläche abgehoben werden, ist auch schon der Einbau einer Kapselpumpe in die Kupplung vorgeschlagen worden.
  • Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die geschilderten Nachteile der bekannten Freilaufkupplungen zu vermeiden. Es soll eine Klemmstück-Freilaufkupplung geschaffen werden, die sowohl hohe Relativdrehzahlen zwischen Innen- und Außenteil bei Freilaufbetrieb als auch stoßfreies Kuppeln bei beliebig hohen Drehzahlen von Innen-und Außenring zuläßt und außerdem geringen Verschleiß und hohe Lebensdauer aufweist. Diese Aufgabe läßt sich lösen, wenn es gelingt, die Klemmstücke von der Kleminfläche des Innenteiles im Freilaufbetrieb abzuheben und wenn gleichzeitig dafür gesorgt wird, daß mit Annäherung an die Synchr,ondrehzahl von Innen- und Außenteil die Kraft, welche die Klenunstücke abgehoben hat, kleiner wird als die Federkraft, die alle Klemmstücke in Anlage an den Klemmflächen des Innen- und Außenteiles zu halten sucht. Die Klemmstückeingriffsflächen müssen also bereits vor Erreichen der Symhrondrehzahl wieder an der Klemmfläche des Innenteiles zur Anlage gekommen sein, damit beim Erreichen der Synchrondrehzahl die Freilaufkupplung ohne Drehmomentenstoß greifen kann. Da die Bedingung gestellt war, daß das Einkuppeln bei beliebigen Drehzahlen des Innen- und Außenringes möglich sein soll, kann die Flichkraft für das Ab- heben der Klemmstücke nicht nutzbar gemacht werden. Sie darf vielmehr keinen Einfluß auf die Stellung der Klemmstücke im Freilaufbetrieb haben.
  • Die praktische Lösung der gestellten Aufgabe geht daher von einer FreiIaufkupplung mit zwischen der innenzylindrischen Klemmfläche des Kupplungsaußenteiles und der außenzylindrischen Klemmfläche des Kupplungsinnenteiles angeordneten kippbaren Klemmstücken aus, die unbeeinflußt von Fliehkräfterr nur durch Federkraft gleichzeitig gegen die Klemmflächen von Innen- und Außenteff gedrückt werden und besteht gemäß der Erfindung darin, daß in die, von je zwei benachbarten Klenunstücken und dem Innenteil gebildeten Lücken zumindest während der-Relativbewegung von Innen- und Außenteil in Freilaufrichtung von der einen Stirnseite her ein Druckölstrom eingeführt wird, der eine von der Bewegungsrichtung der Klemmstücke relativ zum Innenteil abweichende Richtung aufweist. Die Wirkung dieser erfindungsgemäßen Maßnahme läßt sich wie folgt erläutern: Wird dauernd oder mindestens bei Beginn des Freffaufbetriebes ein Druckölstrom in die Lückeir zwischen den KIemmstücken und dem Innenteil voir der Stirnseite her eingeführt, z. B. genau in axialbr-Richtung, dann hat dieser Ofstrom die gleiche Umfangsgeschwindigkeit wie der Innenteil und in gekulypeltem Zustand wie die Klemmstücke. Im Freilauf:-betrieb bewegen sich nun sämtliche Klemmstübke gemeinsam relativ zum Irmenteil und führen damit: eine Bewegung senkrecht zu dem durch die Lücken hindurchfließenden ölstrom aus. Der ölstrom wird durch die quer zu ihm erfolgende Bewegung der-Klemmstücke in seiner Richtung umgelenkt und übt damit eine von der Retativgeschwindigkeit der KIemmstücke gegen den Innenteil abhängige Kraft auf die Klemmstücke aus, die diese gegen die Wirkung der die Klemmstücke gegen Innen- und Augenteil andrückenden Federkraft von der KlemniMche des Innenteiles abhebt. Umgekehrt sinkt bei Armüherung an die Synchrondrehzahl die eben erläuterte hydrodynamische Abhebekraft so weit, daß die auf die KIenimstücke wirkende Federkraft die Klemmstücke noch vor Erreichen des Synchronlaufes wieder zur Anlage an die Klemmfläche des Innenteiles und damit in die Stellung der Eingriffsbereitschaft bringt.
  • Selbstverständlich braucht der Ölstrom nicht genau in axialer Richtung, d. h. mit der Umlaufdrehzahl des Innenringes quer durch die Lücken zwischen den Klemmstücken hindurchzufließen. Es genügt bereits, wenn er eine von der Bewegungsrichtung der Klemmstücke relativ zum Innenring abweichende Richtung aufweist. Wichtig ist nur, daß ein Winkel zwischen der Richtung des Ölstromes und der Bewegungsrichtung der Klemmstücke besteht. Ist dieser Winkel kleiner als 901, tritt die hydrodynamische Abhebung erst bei höheren Relativdrehzahlen auf, während bei Winkeln über 901 das Abheben der Klemmstücke früher als im erstgeschilderten Fall eintreten wird.
  • Für die Einführung des ölstromes in die Lücken zwischen den Klemmstücken hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß auf der einen Stirnseite des Freilaufes eine ringförmige Druckölkammer angeordnet ist, die mit der Klemmfläche des Innenteiles einen schmalen ringförmigen Eintrittsspalt für das Drucköl bildet, das durch diesen Spalt auf dem gesamten Umfang in sämtliche Lücken einleitbar ist. Diese Druckölkammer kann mit dem Innenteil umlaufen. Der in die Lücken eintretende Ölstrom hat dann die UmfanZsgeschwindigkeit des Innenteiles, und die Bewegungsrichtung der Klemmstücke im Freilaufbetrieb bildet somit einen Winkel von 90' zur Richtung des Ölstromes. Man kann die Druckölkammer aber auch mit dem Außenteil umlaufen lassen. Da der Drucköleintrittsspalt durch einen Teil der mit dem Außenteil umlaufenden Druckölkammer und der Klemmfläche des Innenteiles begrenzt wird, erhält man im Kupplungszustand zunächst einen Öl- strom, der die gleiche Umfangsgeschwindigkeit hat wie der Innenteil, während mit zunehmender Relativdrehzahl-des Außenteiles auch der durch den Eintrittsspalt zwischen die Lücken der Klemmstücke eintretende Ölstrom relativ zum Innenteil noch eine Geschwindigkeitskomponente in Umfangsrichtung erhält. Der Winkel zwischen ölstromrichtung und Bewegungsrichtung der Klemmstücke wird somit kleiner als 901.
  • Es hat sich weiterhin als zweckmäßig erwiesen, die der Drucköleinführseite gegenüberliegende Stirnseite des Freilaufes durch eine mit dem Außenteil umlaufende Stauscheibe abzudecken, die mit dem Innenteil einen schmalen ringförmigen Austrittsspalt für das Drucköl bildet. Hierdurch läßt sich die benötigte Durchlaufmenge des Drucköls wesentlich verkleinern. Legt man den Austrittsspalt auf einen kleineren Durchmesser als die Klemmfläche des Innenteiles, dann ist sichergestellt, daß die in den Lücken zwischen den Klemmkörpern befindliche ölmenge bis zur Klemmfläche des Innenteiles reicht und nicht durch Fliehkräfte abgehoben werden kann.
  • Für besondere Fälle ist es möglich, die Freilaufkupplung bzw. die ölkammern als Kreiselpumpe zur Erzeugung des Druckölstromes auszubilden, nämlich dann, wenn der Außenteil immer eine bestimmte Mindestdrehzahl im Freilaufbetrieb hat. Hierzu wird zweckmäßig die eine Stirnseite gegen den Austritt von Drucköl abgedichtet und die Druckölkammer auf der anderen Stirnseite als Pumpe ausgebildet, die aus einem mit dem Kupplungsaußenteil umlaufenden, Rückströmöffnungen für das öl aufweisenden Ring und einem mit dem Kupplungsinnenteil umlaufenden Schaufelkranz bestehen kann.
  • In allen übrigen Fällen wird.das benötigte Drucköl von einer Ölpumpe geliefert, die das öl der Druckölkammer entweder durch den Innen- -oder Außenteil der Kupplung zuführt.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen teilweisen Querschnitt durch eine erste Ausführungsforin, F i g. 2 einen Radialschnitt durch die Freilaufkupplung nach F i g. 1, F i g. 3 einen teilweisen Querschnitt für eine weitere Ausführungsform, F i g. 4 einen Radialschnitt durch die Freilaufkupplung nach F i g. 3, F i g. 5 einen der F i g. 4 entsprechenden Radialschnitt für eine weitere Ausführungsforin, F i g. 6 einen Radialschnitt entsprechend F i g. 4 für eine vierte Ausführungsform, F i g. 7 einen Radialschnitt entsprechend F i g. 4 für eine fünfte Ausführungsform, F i g. 8 eine Teilansicht in der Ebene A der F i g. 7 und F i g. 9 eine Teilansicht in der EbeneB der F i g. 7. Wie die F ig. 1 und 3 am besten zeigen, besteht die Freilaufkupplung aus einem Innenteil 1 mit außenzylindrischer Klemmfläche 2 und einem Außenteil 3 mit innenzylindrischer Klemmfläche 4. Zwischen Innen- und Außenteil sind in bekannter Weise Klemmstücke 5 angeordnet, die entweder durch eine gemeinsame ringförmige Feder 6 oder, wie in F i g. 3 dargestellt, durch einzelne Federn7 in Pfeilrichtung8 gekippt und dadurch mit ihren beiden Eingriffsflächen 9 und 10 in Anlage an den Klemmflächen 2 und 4 gehalten werden. Sobald der Außenteil 3 sich in Richtung des Pfeiles 11 relativ zum Innenteil 1 zu bewegen versucht, klemmen sich die Klemmkörper 5 zwischen Innen- und Außenteil fest und stellen dadurch Klemmschluß zwischen den Teilen 1 und 3 her. Tritt eine Relativbewegung zwischen Außenteil 3 und Innenteil 1 entgegen der Pfeilrichtung 11 ein, dann wird der Klemmschluß gelöst, und der Außenteil-3 kann sich zusammen mit allen Klemmstücken relativ zum Innenteil 1 bewegen, wobei bei dem in F i g. 1 und 3 dargestellten Freilauf die Klemmstückeingriffsfläche 10 durch die Feder 6 bzw. die Federn 7 in Anlage an der Klemmfläche 2 des Innenteiles 1 gehalten werden und an diesem gleiten. Insoweit, wie bisher beschrieben, stimmt die Klemmstück-Freilaufkupplung mit bekannten überein.
  • Erfindungsgemäß wird nun zwischen den von den Klenunstücken 5 und der Klemmfläche 2 des Innenteiles gebildeten Lücken 12 ein Druckölstrom etwa senkrecht zur Zeichenebene hindurchgeleitet. Bewegt sich der Außenteil 3 zusammen -mit den Klemmstücken relativ zum Innenteil 1 # in Richtung des Pfeiles 13, dann wird der etwa senkrecht zur Zeichenebene in die Lücken 12 eintretende Ölstram umgelenkt und übt dadurch auf die Klemmstücke 5 eine Kraft aus, die diesegegen die Federwirkung im Sinn des Pfeiles 14 kippt und damit die Klemmstückeingriffsfläche 10 von der Klenunfläche 2 des Innenteiles 1 abhebt, so daß Innen- und Außenteil verschleißfrei relativ zueinander umlaufen können. Bei Annäherung der Drehzahl von Außen- und Innenteil an die Synchrondrehzahl wird die im Sinn des Pfeiles 14 wirkende;hydraulisch erzeugte Kippkraft kleiner als die im Sinn des Pfeiles 8 wirkende, durch die Feder erzeugte Kippkraft, so daß sich die Klemmstückeingriffsflächen 10 noch vor Erreichen der Synchrondr,chzahl wieder an die Klemmfläche 2 des Innenteiles anlegen.
  • Verschiedene Möglichkeiten zur Einführung des Druckölstromes zeigen die F i g. 2 und 4 bis 6, während F i g. 7 in Verbindung mit F i g. 8 und 9 eine Baufonn mit Zentrifugalpumpe zeigt. Hierbei sind für die an Hand der F i g. 1 bis 3 bereits beschriebenen Teile auch in diesen Figuren die gleichen Bezugszeichen verwendet.
  • Bei der Ausführungsforin nach F i g. 2 wird das Drucköl durch eine Axialbohrung 15 und eine Radialbohrung 16 im Innenteil 1 einer Druckölkammer 17 von einer nicht dargestellten Druckölpumpe her zugeführt. Die Druckölkammer 17 besteht aus einem mit einer Stirnfläche 18 versehenen Zylinder 19, der mit dem Innenteil 1 drehfest verbunden ist. An die der Stirnwand 18 gegenüberliegende Stirnwand 20 des Zylinders 19 schließt sich ein Flansch 21 an, der mit der Klemmfläche 2 des Innenteiles einen schmalen ringförmigen Eintrittsspalt 22 für das Drucköl bildet. Die Klemmstücke 5 sind beiderseits #durch mit dem Außenteil 3 drehfest verbundene Führungsscheiben 23 und 24 seitlich geführt, so daß das durch den Ringspalt 22 eintretende Drucköl durch die Lücken 12 zwischen den Klemmstücken 5 hindurchtreten muß. Die Führungsscheibe 24 dient in diesem Fall zugleich als Stauscheibe für den ölstrom, da sie mit dem Innenteil 1 einen schmalen ringförmigen Austrittsspalt 25 bildet.
  • F i g. 4 zeigt die gleiche Einrichtung zur Zuführung des Druckölstromes mit Hilfe einer mit dem Innenring umlaufenden Druckölkammer 17, jedoch in Anwendung bei einer Kupplung nach F i g. 3, bei der die Klemmkörper5 mit einzelnen Anpreßfedern7 versehen sind, während beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 als Anpreßfeder eine sämtlichen Klemmstücken 5 gemeinsame Schlauchfeder 6 Verwendung findet.
  • Der durch den ringförmigen Eintrittsspalt22 in die Lücken 12 zwischen den Klemmstücken5 eintretende Druckölstrom hat im Eintrittsspalt 22 die Form eines zylindrischen Rohres, das mit der Drehzahl des Innenteiles 1 rotiert. Relativ zur Klemmfläche des mit beliebiger Drehzahl laufenden Innenteiles hat dieser ölstrom also eine Richtung, die mit einer Mantellinie der außenzylindrischen Klemmfläche 2 des Innenteiles zusammenfällt. Falls sich der Außenteil 3 und mit ihm der Klerurnstücksatz im Freilaufbetrieb relativ züm Innenteil 1 bewegt, führen die Klemmstücke 5 relativ zur Klemmfläche 2 des Innenteiles eine Bewegung in Umfangsrichtung aus, die somit senkrecht auf der ölstromrichtung steht.
  • F i g. 5 zeigt wieder die Zuführung des Druckölstromes wie in F i g. 2 und 4 durch eine Axialbohrung 15 und eine Radialbohrung 16 des Innenteiles 1 in eine Druckkammer 25, die aber diesmal als mit dem Außenteil 3 umlaufende Druckkammer ausgebildet ist. Die im Außenteil 3 festsitzende Führungsscheibe 26 ist innen mit einer Ringnut versehen, die die Druckkarnmer 25 bildet. Zwischen der Führungsscheibe 26 und der Klemmfläche 2 des Innenteiles ist ähnlich wie in F i g. 2 und 4 ein schmaler ringförmiger Spalt 28, durch den das Drucköl aus der Kammer 25 in die Lücken 12 zwischen den Klemmstücken 5 einströmen kann. Im gekuppelten Zustand strömt das Öl durch den Eintrittsspalt 28 wie bei F i g. 2 und 4 in Form eines zylindrischen Rohres, das die gleiche Rotationsgeschwindigkeit wie der Innenteil 1 hat. Im Freilaufzustand erhält dieser Öl- strom im Eintrittsspalt 28 durch die Relativbewegung des Außenteiles 3 und der mit ihm verbundenen Führungsscheibe 26 eine Umfangsgeschwindigkeit, die etwa zwischen der Umfangsgeschwindigkeit des Innenteiles 1 und der jeweiligen Umfangsgeschwindigkeit des Außenteiles 3 liegt. Dadurch erhält der Ölstrom. zusätzlich eine Geschwindigkeitskomponente -in Umfangsrichtung, so daß der Winkel zwischen dem in die Lücken 12 eintretenden ölstrom und der Bewegungsrichtung des Klemmstücksatzes im Freilaufbetrieb kleiner als 90' ist. Dadurch tritt das Ab- heben der Klemmstücke durch die Umlenkung des Ölstromes in den Lücken 12 erst bei etwas höheren Relativdrehzahlen ein. Auf der der Druckölkammer 25 gegenüberliegenden Stirnseite der Kupplung dient die dort angeordnete, mit dem Außenteil umlaufende Führungsscheibe 27 zusammen mit der Klemmfläche 2 des Innenteiles zur Bildung des Ölaustrittsspaltes 29.
  • F i g. 6 zeigt eine weitere konstruktive Abwand- i lung, bei der der ölstrom durch eine Radialbohrung 30 im Außenteil 3 einer öldruckkammer 31 zugeleitet wird, deren seitliche Begrenzungswände von einer mit dem Außenteil 3 umlaufenden Führungsscheibe 32 für die Klemmstücke 5 und von einer mit dem Innenteil 1 umlaufenden Scheibe 33 gebildet werden. Der Eintrittsspalt 34 wird auch hier wieder durch die innere Klemmfläche 2 des Innenteiles 1 einerseits und die Bohrung der Führungsscheibe 32 gebildet, so daß hier für den Öleintritt und die Richtung des ölstromes relativ zum Innenteil 1 etwa die gleichen Verhältnisse vorliegen wie bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 5. In F i g. 6 liegt der Ölaustrittsspalt 35 auf einem kleineren Durchmesser als die Klemnifläche 2 des Innenteiles. Zu diesem Zweck ist außer der Führungsscheibe 36 für die Klemmstücke 5 eine weitere, ebenfalls mit dem Außenteil 3 umlaufende Scheibe 37 vorgesehen, deren Durchmesserbohrung nur wenig größer ist als eine Zylinderfläche 38 des Innenteiles 1. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, daß sich der durch die Lücken 12 hindurchfließende Ölstrom nicht von der Klemmfläche 2 des Innenteiles unter der Wirkung von Zentrifugalkräften lösen kann.
  • F i g. 7 zeigt eine Kupplung mit einer Kreiselpumpe für die Erzeugung des benötigten ölstromes. Die auf der Seite der öldruckkammer angeordnete, mit dem Außenteil 3 umlaufende Führungsscheibe 40 weist im Bereich der Klemmfläche 4 des Außenteiles Rückströmöffnungen 41 für das Öl auf, so daß das durch die Zentrifugalkraft nach außen fließende Öl in die ölkammer 42 zurückströmen kann. Ihre seitliche Begrenzung besteht aus einer mit dem Innenteil 1 umlaufenden und in F i g. 8 in Ansicht dargestellten Scheibe, die mit Schaufeln versehen ist, welche in diesem Fall von Einfräsungen 43 gebildet werden. Auf der diesem Pumpenteil gegenüberliegenden Stirnseite ist durch eine Dichtung 44 dafür gesorgt, daß das Öl nicht austreten kann. Diese Bauform ist dann brauchbar, wenn der Außenteil 3 der Kupplung im Freilaufbetrieb mit beträchtlicher Drehzahl umläuft, weil nur dann die notwendige Pumpwirkung zustande kommt. Der ölstrom durch die Lücken 12 hindurch setzt erst ein, wenn die Relativbewegung zwischen Außenteil 3 und Innenteil 1 beginnt.
  • Selbstverständlich kann man die als Pumpe dienenden Teile 40 und 42 auch derart ausbilden, daß eine Pumpenwirkung dann erzielt wird, wenn der Innenteil eine beträchtliche Drehzahl aufweist.
  • In Fig. 9 ist die Führungsscheibe 40 mit ihren Ölrückströraöffnungen. 41 in Ansicht dargestellt. Zugleich zeigt diese F i g. 9 noch eine weitere Variante. Der durch die Bohrung 45 der Führungsscheibe 40 und die Klemmfläche 2 des Innenteiles 1 gebildete Spalt ist verhältnismäßig breit. Dafür ist aber in diesem Eintrittsspalt 46 auf dem Innenteil 1 ein mit Längsnuten 47 versehener Ölführungsring 48 angeordnet. Diese Längsnuten 47 können schräg oder schraubenförmig zur Drehachse des Innenteiles verlaufen, so daß man dem in die Lücken 12 eintretenölstrom eine solche Richtung geben kann, daß er beispielsweise mit der Bewegungsrichtung des Klemmstücksatzes im Freilaufzustand einen Winkel einschließt, der größer ist als 900. In einem solchen Fall muß eine stärkere Umlenkung des ölstromes erfolgen, und die Klemmstücke heben schon bei geringen Relativdrehzahlen ab. Selbstverständlich kann die Anordnung eines solchen Ölführungsringes 48 auch bei den nach denF i g. 2, 4, 5 und 6 angewendet werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Freilaufkupplung mit zwischen der innenzylindrischen Klemmfläche des Kupplungsaußenteiles und der außenzylindrischen Klemmfläche des Kupplungsinnenteiles angeordneten kippbaren Klemmstücken, die unbeeinflußt von Fliehkräften nur durch Federkraft gleichzeitig gegen die Klemmflächen von Innen- und Außenteil gedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, daß in die von je zwei benachbarten Klemmstücken (5) und dem Kupplungsinnenteil (1) gebildeten Lücken (12) zumindest während der Relativbewegung von Innen- und Außenteil in Freilaufrichtung von der einen Stirnseite her ein Druckölstrom eingeführt wird, der eine von der Bewegungsrichtung der Klemmstücke relativ zum Innenteil abweichende Richtung aufweist.
  2. 2. Freilaufkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der einen Stirnseite der Freilaufkupplung eine ringförmige Druckölkammer (17, 25, 31, 42) angeordnet ist, die mit der Klemnifläche (2) des Innenteiles (1) einen schmalen ringförnügen Eintrittsspalt (22, 28, 34, 46) für das Drucköl bildet, das durch diesen Spalt auf dem gesamten Umfang in sämtliche Lücken (1-2) einleitbar ist. 3. Freilaufkupplung nach Ansprach 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckölkammer (17) mit dem Innenteil umläuft. 4. Freilaufkupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckölkammer (25) mit dem Außenteil umläuft. 5. Freilaufkupplung nach Ansprach 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet daß die andere Stirnseite durch eine mit dem Außenteil umlaufende Stauscheibe (24, 27, 37) abgedeckt ist, die mit dem Innenteil (1) einen schmalen ringförmigen Austrittsspalt (25, 29, 35) für das Drucköl bildet. 6. Freilaufkupplung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittsspalt (35) auf einem kleineren Durchmesser liegt als die Klemnifläche (2) des Innenteiles (1). 7. Freilaufkupplung nach den Ansprüchen 1 und 2 mit eingebauter Kreiselpumpe, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Stirnseite durch eine Dichtung (44) gegen den Austritt von Drucköl abgedichtet ist und daß die Druckölka-rnmer (42) auf der anderen Stirnseite als Pumpe ausgebildet ist und aus einem mit dem Außenteil (3) umlaufenden, ölrückströmöffnungen (41) aufweisenden Teil und einem mit dem Innenteil (1) umlaufenden Schaufelkranz besteht. 8. Freilaufkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß im Eintrittsspalt (22, 28, 34, 46) für das Drucköl auf dem Innenteil (1) ein mit Längsnuten (47) versehener ölfährungsring (48) angeordnet ist. 9. Freilaufkupplung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnuten (47) im Ölführungsring (48) derart schräg verlaufen, daß der Druckölstrom unter einem Winkel größer als 901 zur Laufrichtung der Klemmstäcke (5) in die Lücken (12) einleitbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 700 834; britische Patentschrift Nr. 805 441. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1160 240.
DER30210A 1961-04-29 1961-04-29 Freilaufkupplung mit kippbaren Klemmstuecken Pending DE1189331B (de)

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DER30210A DE1189331B (de) 1961-04-29 1961-04-29 Freilaufkupplung mit kippbaren Klemmstuecken
CH468662A CH398202A (de) 1961-04-29 1962-04-17 Freilaufkupplung mit kippbaren Klemmstücken
GB1596262A GB987892A (en) 1961-04-29 1962-04-26 Freewheel clutch with tiltable sprags
US190711A US3175661A (en) 1961-04-29 1962-04-27 Freewheel clutch with tiltable sprags

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