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Kappenverbindung für den Strebausbau Das Hauptpatent 1097 388 betrifft
eine Verbindung von Kappen für den Strebausbau, die je ein Gabel- und ein Zungenende
haben, wobei die vorzupfändende Kappe mit der bereits fest eingebauten Kappe durch
einen Gelenkbolzen schwenkbar sowie durch ein im zugehörigen Gabelende querbewegliches,
aber gegen Herausfallen gesichertes Vorpfändemittel frei tragend zu verbinden ist.
Dabei soll erfindungsgemäß die Verbindung die Kombination der folgenden Einzelmerkmale
aufweisen: In dem Gabelende jeder Kappe sind zu deren waagerechter Mittellängsebene
spiegelbildlich symmetrisch angeordnete Lochungen vorgesehen, die zur Aufnahme des
querbeweglichen keilartigen Vorpfändemittels dienen. Das Gegenlager des Vorpfändemittels
am Zungenende jeder Kappe ist exzentrisch zur Mittelachse des Gelenkbolzens angeordnet,
die ihrerseits in der vorgenannten waagerechten Mittellängsebene liegt. Ferner ist
auch das Gegenlager zu dieser Ebene spiegelbildlich symmetrisch liegend ausgebildet.
Das querbewegliche keilartige Vorpfändemittel selbst weist ein derart schmales Ende
auf, daß es in zurückgeschlagener Lage in die jeweils gewünschte Endstellung ober-
oder unterhalb der waagerechten Mittellängsebene des zugehörigen Gabelendes eingeschwenkt
werden kann. Endlich ist dieses Vorpfändemittel sowohl an seinem schmalen Ende als
auch an seinem anderen Ende mit je einer sein Herausfallen aus dem zugehörigen Gabelende
verhütenden Kopfsicherung od. dgl. versehen.
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Mit dieser Kappenverbindung wird erreicht, daß sowohl die jeweils
vorzupfändende Kappe in jeder der beiden Wendelagen um ihre Längsachse frei tragend
mit der bereits fest eingebauten Kappe zu verbinden als auch die fertige Kappenverbindung
nach späterer Unterstützung der vorgepfändeten Kappe durch einen Stempel durch einfaches
Umsetzen des unverlierbar angeordneten und gegen Herausfallen gesicherten querbeweglichen
Vorpfändemittels gegen Einknicken nach unten zu sichern ist.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine zweckmäßige weitere Ausgestaltung
des Gegenstandes des Hauptpatentes. Nach einem ersten Vorschlag sollen als Vorpfändemittel
Flachkeile vorgesehen sein und die zu dessen Aufnahme dienenden spiegelbildlich
angeordneten Lochungen im Gabelende als Horizontalschlitze ausgebildet sein, wobei
die Horizontalschlitze durch einen das Umsetzen des Flachkeiles zulassenden halbkreis-
bis langlochförmigen oder ähnlichen vertikalen Schlitz in Verbindung miteinander
stehen. Als Flachkeile und zu dessen Aufnahme vorgesehene Horizontalschlitze sind
an sich bekannt, die bekannten Horizontalschlitze sind jedoch nicht durch einen
vertikalen Schlitz miteinander verbunden.
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In einer anderen Ausführung sollen die spiegelbildlich symmetrisch
angeordneten Lochungen als vertikale Langlöcher ausgebildet sein, wobei als Keil
ein an sich bekannter Rundkeil Verwendung finden soll.
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Die Erfindung sieht weiter vor, bei Verwendung eines an sich bekannten
gegenläufigen Flachkeilpaares den hinteren Keil dieses Paares durch eine Verzahnung
umsteckbar festzulegen und das Zungenende als ein um eine horizontale Achse drehbares
Schwenkstück auszubilden.
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In einer weiteren Ausführungsform wird vorgesehen, daß die im Gabelende
spiegelbildlich symmetrisch angeordneten Lochungen als fünfeckige Ausnehmungen ausgebildet
sind, wobei eine Spitze dieser Fünfecke auf der waagerechten Mittellängsebene der
zugehörigen Kappe liegt und als Vorpfändemittel ein Flachkeil vorgesehen ist, der
jeweils in einen von zwei im Zungenende befindlichen, oberhalb und unterhalb der
waagerechten Mittellängsebene des Zungenendes liegenden Horizontalschlitz einzustecken
ist. Vorzugsweise soll dabei der Keil einen Längsschlitz aufweisen, in dem sich
ein Arretierbolzen für den Keil führt. Schließlich kann auch an Stelle der beiden
Horizontalschlitze eine viereckige Ausnehmung mit einem darin angeordneten Fallstück
vorgesehen sein.
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In den Zeichnungen ist die Erfindung näher veranschaulicht.
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Bei der Ausführung gemäß F i g. 1 ist der zum Vorpfänden der Kappe
a dienende Keil 1 als Flachkeil
ausgebildet und wird in den jeweils
oben liegenden Schlitz 2 eingetrieben, wobei die beiden unterhalb bzw. oberhalb
der Kappenlängsachse liegenden Horizontalschlitze 2 durch einen senkrechten
Schlitz 3 miteinander verbunden sind, um den Vorpfändkeil 1 bei gewendeter
Kappe um 180° in ihrer Längsachse mit seinem dünneren Ansatz 4 von dem einen
Schlitz 2 in den anderen Schlitz 2 bewegen zu können.
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F i g. 2 zeigt eine Ausführung, bei der sich der bohnenförmig ausgebildete
Vorpfändkeil5 mit Ansätzen 6 in entsprechenden Ausnehmungen 7 seiner halbkreisförmigen
Aufnahmebahn 8 der Gabelbacken abstützt. Hierdurch kann der Vorpfändkeil5
auch bei gewendeter Kappe a um 180° in der Kappenlängsachse in den jeweils unten
liegenden Teil seiner halbkreisförmigen Aufnahmebahn 8 gebracht und gegen die Stirnfläche
des Stegendes der Kappe a zum Zwecke des Anpressens der Kappe gegen das Hangende
und späteren Druckaufnahme getrieben werden. Dabei befinden sich die treibenden
Keilflächen an den Außenkanten des bohnenförmigen Vorpfändkeiles 5.
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Bei der Ausführung gemäß F i g. 3 besteht der Vorpfändkeil
9 aus einem Bolzen mit entsprechender Keilfläche, der in einer Langlochausnehmung
10 in den Gabelbacken liegt, in der er in irgendeiner Weise gegen Herausfallen gesichert
ist. Der Vorpfändkeil 9 kann hier immer in die Lage gebracht werden, in der er gegen
die obere Schräge des Stegendes der einzubauenden Kappe a getrieben werden kann
und diese herunterdrückt, so daß die vorzupfändende Kappe gegen das Hangende gepreßt
werden kann.
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In F i g. 4, von der F i g. 5 einen Horizontalschnitt nach der Linie
IV-IV der F i g. 4 darstellt, ist eine Ausführung gezeigt, bei der das Stegende
11 in ein gegabeltes Schwenkstück 12 eingreift, das stets in der Lage liegt, in
der mittels seiner Schrägfläche beim Eintreiben des Vorpfändkeiles 13 die vorzupfändende
Kappe a gegen das Hangende gepreßt wird. Dabei stützt sich das Schwenkstück
12 einerseits gegen die senkrechte Stirnfläche 14 des Kappenstegendes,
andererseits mit einem nasenförmigen Ansatz 15 zusätzlich gegen ein Widerlager 16
der einzubauenden Kappe a ab. Der Vorpfändkeil besteht hier aus einem gegenläufigen
Flachkeilpaar, wodurch der Vorpfändkei113 kürzer gehalten werden kann und dadurch
nicht so sperrig wirkt. Dabei ist es zweckmäßig, den hinteren Keilteil
17 in seiner Aufnahmeöffnung umsteckbar festzulegen, beispielsweise durch
Verzahnung 18, um nur einen Keilteil, und zwar den Keilteil 13, einschlagen
zu müssen. Die Verzahnung 18 kann auch wegfallen, so daß beide Keilteile
als Treibkeile für die Vorpfändung benutzt werden.
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F i g. 6, von der F i g. 7 einen Horizontalschnitt nach der Linie
VI-VI der F i g. 6 wiedergibt, zeigt eine Kappenverbindung, bei der die Gabelbacken
eine bekannte geschlossene, in eine Spitze verlaufende Ausnehmung 19 besitzen,
während das Stegende zwei Horizontalschlitze 20 für die Aufnahme von Vorpfändflachkeilen
21 besitzt, wobei der eine Schlitz 20 oberhalb und der andere Schlitz
20 unterhalb der Kappenlängsachse liegt. Hier wird für das Schwenken der
Kappe a gegen das Hangende stets nur der Flachkeil 21 im oberen Schlitz
20 benötigt und angeschlagen. Ist nur ein Flachkeil 21 vorhanden, so muß
dieser bei gewendeter Kappe umgesteckt werden. Der oder die Flachkeile 21 können
zum Zwecke ihrer Arretierung beispielsweise Schlitze 22
besitzen, in die ein
außerhalb der Gabelbacken an diesen festgelagerter Bolzen 23 durchfaßt.
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F i g. 8 endlich zeigt in Seitenansicht eine Ausführung, bei der an
Stelle der Schlitze 20 gemäß der vorhergehenden Ausführung ein Fallstück
24 in einer entsprechenden Ausnehmung 25 des Stegendes der einzubauenden Kappe a
angeordnet werden kann. Das Fallstück 24 liegt nach dem Wenden der Kappe um 180°
in der Längsachse stets unten und dient als Auflage für den Vorpfändkeil (nicht
dargestellt), der innerhalb der Ausnehmung 25 anfaßt und bei seinem Eintreiben auf
das Fallstück 24
drückt und dadurch die Kappe gegen das Hangende schwenkt
und hiergegen anpreßt.
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Bei der Ausführung nach F i g. 6 bis 7 und 8 kann der Vorpfändkeil
bei eingebauter Kappe ebenfalls von der oberen gegen die untere Schräge verlegt
werden.