DE1184635B - Selbstentwicklerkamera - Google Patents

Selbstentwicklerkamera

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DE1184635B
DE1184635B DEJ20876A DEJ0020876A DE1184635B DE 1184635 B DE1184635 B DE 1184635B DE J20876 A DEJ20876 A DE J20876A DE J0020876 A DEJ0020876 A DE J0020876A DE 1184635 B DE1184635 B DE 1184635B
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DE
Germany
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pressure
self
exerting
camera according
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Application number
DEJ20876A
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English (en)
Inventor
William Henry Eburn Jun
Otto Edward Wolff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Polaroid Corp
Original Assignee
Polaroid Corp
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Publication date
Application filed by Polaroid Corp filed Critical Polaroid Corp
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Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/48Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus
    • G03B17/50Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus with both developing and finishing apparatus
    • G03B17/52Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus with both developing and finishing apparatus of the Land type

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cameras Adapted For Combination With Other Photographic Or Optical Apparatuses (AREA)

Description

  • Selbstentwicklerkamera Zusatz zum Patent: 1153 621 Das Hauptpatent betrifft eine Selbstentwicklerkamera mit zwei druckausübenden Organen, zwischen denen die Filmverbände zwecks Ausbreitung einer Behandlungsflüssigkeit zwischen dem lichtempfindlichen und bildaufnehmenden Blatt hindurchbewegt werden und jeder Filmverband einen Führungsabschnitt aufweist, der erfaßt werden kann, um die Filmverbände aus dem Kameragehäuse zwischen den druckausübenden Organen hindurch wegzuziehen.
  • Bei einer solchen Selbstentwicklerkamera ist eine Zuführungseinrichtung mit einem Handhabeteil im Kameragehäuse angeordnet, welche von einer Ausgangsstellung von einer Seite der druckausübenden Organe nach den druckausübenden Organen und zwischen diesen hindurch in einer Richtung bewegt wird, die der Richtung der Bewegung des Filmverbandes entspricht, wenn dieser aus dem Kameragehäuse weggezogen wird. Die Zuführungseinrichtung wirkt dabei auf den Führungsabschnitt ein und schiebt diesen zwischen den druckausübenden Organen nach der gegenüberliegenden Seite dieser Organe vor. Dabei konnte es vorkommen, daß die Einführung der Blätter zur Verschiebung oder Beschädigung der Blätter führte.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung einer derartigen Selbstentwicklerkamera und bezweckt eine störungsfreie Einführung des einzelnen Filmverbandes nach der Belichtung des lichtempfindlichen Blattes zwischen die druckausübenden Organe zu erleichtern und zu gewährleisten, daß die Filmverbände ordnungsgemäß ausgerichtet zwischen die druckausübenden Organe gelangen, um Fehlbetätigungen mit Sicherheit auszuschalten.
  • Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, die den Druck der von den druckausübenden Organen ausgeübt wird, wenigstens dann aufhebt, wenn der Führungsabschnitt zwischen die druckausübenden Organe vorgeschoben wird.
  • Auf diese Weise wird gewährleistet, daß der Filmverband in exakter Ausrichtung in jene Stellung übergeführt wird, in der die Führungslasche mit den Fingern, zwecks Wegziehens des Filmverbandes, erfaßt werden kann, weil der Filmverband bzw. sein Führungsabschnitt beim Einfädeln zwischen die druckausübenden Organe keinen Widerstand vorfindet, der eine ungewollte Verschiebung zur Folge haben könnte.
  • Vorzugsweise steht die Einrichtung zur Aufhebung des Druckes in Antriebsverbindung mit einer Zuführungseinrichtung, die den Führungsabschnitt zwischen die druckausübenden Organe vorschiebt.
  • Zwecks Aufhebung des Druckes werden zweckmäßigerweise die unter Federwirkung stehenden druckausübenden Organe voneinander gespreizt, wobei ein Keil zwischen die druckausübenden Organe hineingeschoben werden kann. Statt dessen kann die Spreizung auch in der Weise bewirkt werden, daß über eine manuell betätigbare Einrichtung, die gleichzeitig den Vorschub bewirken kann, auf die Lager der druckausübenden Organe eingewirkt wird.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigt F i g. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer erfindungsgemäßen Kamera, wobei der Schnitt im wesentlichen in der Mitte zwischen den Seitenwänden der Kamera liegt, F i g. 2 eine Ansicht des rückwärtigen Teiles der in F i g. 1 dargestellten Kamera, F i g. 3 einen Schnitt nach der Linie 6-6 gemäß Fig.2, F i g. 4 eine der F i g. 2 ähnliche Ansicht, welche ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, F i g. 5 einen Schnitt nach der Linie 8-8 gemäß F i g. 4, F i g. 6 eine angebrochene perspektivische Ansicht eines Filmverbandes.
  • Das Kameragehäuse weist einen rückwärtigen Abschnitt 26 mit einer Rückwand 28 und Seitenwänden 30 auf. Dieser rückwärtige Gehäuseabschnitt 26 wirkt mit dem vorderen Gehäuseabschnitt zusammen und bildet mit diesem eine Kammer 32 hinter der Belichtungsöffnung 18, welche zur Aufnahme des Filmpacks dient, und zwar in einer solchen Lage, daß eine Belichtung durch die Öffnung 18 möglich wird. Der Filmpack wird in der Kammer 32 derart eingefügt, daß der Vorderabschnitt des Packs der rückwärtigen Oberfläche des zurückspringenden Abschnittes 16 anliegt. Der hintere Gehäuseabschnitt 26 ist schwenkbar an dem vorderen Gehäuseabschnitt 12 an einem Ende des Gehäuses angelenkt, welches gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel als oberes Ende bezeichnet werden soll. Die Anlenkung erfolgt über ein Scharnier 34 derart, daß die beiden Gehäuseabschnitte aufgeklappt werden können, um einen Filmpack in die Kammer 32 einzufügen. Am unteren Ende des Kameragehäuses ist zwischen dem vorderen und hinteren Gehäuseabschnitt eine öffrung 36 vorgesehen, welche das Wegziehen eines Filmverbandes aus dem Gehäuse ermöglicht. Eine geeignete Klinkenanordnung üblicher Bauart, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, kann im unteren Teil des Gehäuses vorgesehen werden, um die beiden Gehäusehälften in der geschlossenen Stellung oder in der Betriebsstellung, die in der Zeichnung dargesellt ist, zusammenzuhalten.
  • Die Kamera weist zwei gegenüberliegende druckausübende Organe auf, die innerhalb der Kammer 32 im unteren Teil derselben und in der Nähe der Öffnung 36 gelagert sind. Die druckausübenden Teile bestehen gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei zylindrischen Walzen 40 und 42, die drehbar um ihre Achse gelagert sind, die in einer gemeinsamen Ebene quer zur Bewegungsrichtung der Filmverbände durch die Öffnung 36 liegen. Die Walze 40 weist zwei Wellenstummel 44 auf, die mit ihren Enden in Trägern 46 gelagert sind, welche im unteren Teil des rückwärtigen Gehäuseabschnittes 26 in der Nähe der Rückwand 30 befestigt sind. Die Walze 42 weist ebenfalls zwei Wellenstummel 48 an den Enden auf, die drehbar an den Enden zweier Arme 50 gelagert sind, die ihrerseits schwenkbar von Zapfen 52 getragen werden, die in Ausnehmungen in der Außenwand des vorderen Gehäuseabschnittes 12 und der Seitenwand des zurückspringenden Abschnittes 16 befestigt sind. Um die druckausübenden Walzen gegeneinanderzupressen, sind Auslegerfedern 54 in dem zurückspringenden Gehäuseabschnitt 16 zwischen den äußeren Seitenwänden des vorderen Gehäuseabschnittes und dem zurückspringenden Abschnitt 16 vorgesehen. Die Federn 54 lagern gegen die Enden der Arme 50 und drücken diese gemäß F i g. 8 im Gegenuhrzeigersinn in der Weise, daß die Walze 42 gegenüber der Walze 40 vorgespannt wird.
  • Die Walzen können mit einem kleinen anfänglichen Abstand zwischen sich gelagert sein, wobei der Abstand dadurch bestimmt werden kann, daß die Träger 46 auf die Endteile der Arme 50 einwirken, i wenn die beiden Gehäuseabschnitte der Kamera sich in geschlossener betriebsbereiter Stellung befinden. Die druckausübenden Walzen sind einzeln in den vorderen und hinteren Gehäuseabschnitten der Kamera derart gelagert, daß sie voneinander gespreizt werden können, wenn das Gehäuse geöffnet wird, um einen Filmpack in die Kamera einzulegen. Durch diese Konstruktion wird es möglich, eine Führungslasche eines Filmverbandes zwischen die Walzen derart einzulegen, daß ein Teil der Führungslasche aus dem Kameragehäuse durch die öffnung 36 vorsteht, wo der Führungsabschnitt erfaßt werden kann, um die Abdeckblätter aus dem Filmpack und aus der Kamera herauszuziehen.
  • Die Kamera ist mit einer durch Hand bedienbaren Vorrichtung ausgestattet, welche auf Mitnehmer der Filmverbände einwirkt und diese und die daran befestigten Führungslaschen zwischen die druckausübenden Walzen hindurch aus dem Gehäuse in eine Stellung vorschiebt, in welcher die Führungslaschen erfaßt werden können, um die Filmverbände aus dem Gehäuse zwischen den druckausübenden Walzen hindurch wegzuziehen. Diese Einrichtung besteht aus einem dünnen länglichen Streifen oder einer Zunge 60 aus festem flexiblem Blech mit einer Steifigkeit, die größer ist als die Steifigkeit des Blattmaterials, aus dem der Filmverband besteht. Die Zunge 60 weist vorzugsweise die Form einer flachen Feder auf, die deformiert werden kann, jedoch eine flache oder ebene Gestaltung anzunehmen sucht. Geeignete Werkstoffe für diese Zunge sind Blech oder organische Plastikwerkstoffe. An der Rückwand 28 der Kamera ist eine Führung angeordnet, welche die Zunge 60 längs der Rückwand 28 hinter den in der Kammer 32 liegenden Filmpack und dann nach unten und vorn durch eine Öffnung der Filmzackkasette hindurch in den Filmpack führt und bewirkt, daß sie mit einem Mitnehmer 188 in Eingriff kommt und diesen zwischen die Walzen 40 und 42 aus der Kamera durch die Öffnung 36 vorschiebt. Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Führung einen Träger 62 auf, der an der Rückwand 28 befestigt ist und dessen Tragoberfläche im Kameragehäuse nach vorn weist. Die Tragoberfläche weist einen ersten, mit 64 bezeichneten Abschnitt auf, der gegenüber der inneren Oberfläche der Rückwand 28 nach der Vorderwand der Kamera geneigt ist. Ferner weist die Tragoberfläche einen zweiten Abschnitt 66 auf, der in den ersten Abschnitt übergeht und in einer Ebene im wesentlichen parallel zur Brennebene der Kamera liegt und sich in Richtung auf den Spalt zwischen den druckausübenden Walzen hin erstreckt. Eine mit Kanälen versehene Abdeckplatte 68 ist an der Rückwand 28 und an den ersten und zweiten Abschnitten 64 und 66 der Trägeroberfläche des Führungsteils 62 befestigt und wirkt mit der inneren Oberfläche der Rückwand 28 und der Trägeroberfläche des Führungskörpers in der Weise zusammen, daß ein Kanal gebildet wird, in welchem die Zunge 60 in Längsrichtung verschiebbar ist.
  • Die Zunge 60 wird manuell bewegt, und zu diesem Zweck ist in der Rückwand 28 unter dem Streifen 60 ein Schlitz 70 angeordnet. Ein Handgriff 72 ist am oberen Endabschnitt der Zunge 60 mittels eines Stiftes 74 befestigt, der durch den Schlitz 70 hindurchsteht. Hierdurch wird es möglich, die. Handhabe 72 außenseitig der Rückwand 28 anzuordnen, wo sie durch Hand erfaßt werden kann, um die Zunge in Längsrichtung in den durch die Rückwand 28, die Führung 62 und die Abdeckplatte 68 gebildeten Kanal zu verschieben. Die Zunge 60 weist einen Basisabschnitt 75 und einen etwas schmäleren Führungsabschnitt 76 auf. Die Abdeckplatte 68 ist mit einem Schlitz 78 ausgestattet, der teilweise über dem zweiten Abschnitt 66 des Führungsteiles 62 liegt. Der Schlitz 78 ist schmäler als der Basisabschnitt 75 der Zunge und ein wenig breiter als der Endabschnitt 76, so daß die Abdeckplatte mit dem zweiten Abschnitt der Führungsoberfläche in der Weise zusammenwirken kann, daß der Basisabschnitt 75 der Zunge 60 nach dem Spalt zwischen den druckausübenden Walzen und zwischen diesen hindurchgeführt werden kann. Der Schlitz 78 schafft die Möglichkeit, daß der Führungsabschnitt 76 der Zunge nach vorn und gegen die druckausübenden Walzen in der gleichen Richtung wie der erste Abschnitt 64 der Trägeroberfläche des Teiles 62 vorsteht, während sich die Zunge um eine kurze Strecke bewegt, so daß der Endabschnitt der Zunge sich nach vorn und unten durch die Öffnung in den Filmpack hinein bewegt. Dann wird die Zunge, wenn ihr Basisabschnitt von dem die Abdeckplatte 68 begrenzenden Schlitz 78 geführt wird, nach hinten derart abgebogen, daß die Vorderkante des Endabschnittes 76 einem gekrümmten Pfad folgt. bis der Endabschnitt in der Ebene des zweiten Abschnittes 66 der Führungsoberfläche liegt, worauf der Endabschnitt der Zunge sich in dieser Ebene zwischen die druckausübenden Walzen vorschiebt.
  • Um die Zuführungseinrichtung zu betätigen, ergreift die Bedienungsperson die Handhabe 72 und zieht letztere nach den druckausübenden Walzen herunter, bis ein Führungsabschnitt 150 zwischen die Walzen der Kamera eingeführt ist. Danach wird der Teil 72 in die in F i g. 1 dargestellte Ausgangsstellung zurückgeführt, in der er für einen weiteren Zuführungsvorgang bereit ist. Der aus der Kamera vorgeschobene Führungsabschnitt kann dann erfaßt werden, um einen Filmverband zwischen den druckausübenden Walzen durch die Öffnung 36 aus der Kamera herauszuziehen. Um eine freie Bewegung der Zunge 60 und eines von dieser erfaßten Klipps zwischen den druckausübenden Walzen zu gewährleisten und um zu verhindern, daß der Führungsabschnitt 150, an welchem der Klipp festgeklemmt ist, sich zusammen mit der Zunge 611 zurückbewegt, wenn diese in die Kamera zurückgeführt wird, ist eine mit der Zunge gekuppelte Einrichtung vorgesehen, die den von den druckausübenden Walzen ausgeübten Druck wenigstens dann aufhebt, wenn die Zunge zwischen den druckausübenden Walzen vorsteht. Diese Einrichtung zur Aufhebung des Druckes kann verschiedene Gestalt haben. Es kann eine Einrichtung vorgesehen werden, welche die druckausübenden Walzen voneinander spreizt, oder es kann eine Einrichtung Anwendung finden, welche die Vorspannung der die Walze 42 lagernden Arme 50 aufhebt.
  • In den F i g. 1 und 2 ist eine Einrichtung zur Aufhebung des von den druckausübenden Teilen ausgeübten Druckes dargestellt, welche auf die Walzen einwirkt und diese voneinander spreizt. Diese Einrichtung weist zwei längliche Bauteile 80 auf, die an der Rückwand 28 des Kameragehäuses befestigt sind und sich im wesentlichen linear in Richtung auf die druckausübenden Walzen hin und von diesen weg bewegen. Jeder der Bauteile 80 ist an der Rückwand mittels eines mit Kopf versehenen Stiftes 82 gelagert, der in der Rückwand befestigt ist und mit einem Schlitz 84 dieses Bauteiles zusammenwirkt. Der untere Endabschnitt jedes Bauteiles 80 ist nach vorn gebogen und mit einem keilförmig gestalteten Fuß 86 versehen, der an der Einlaufseite der druckausübenden Walzen an einem ihrer Enden liegt. Die Keilstücke 86 werden zwischen die Endabschnitte der druckausübenden Walzen eingeführt und drükken die druckausübenden Walzen auseinander und halten sie in Spreizstellung, solange die Zunge 60 sich zwischen den Walzen befindet.
  • Um die Bauteile 80 gleichzeitig mit der Zunge 60 gemäß der Verschiebung der Handhabe 72 zu bewegen, sind zwei Hebel 88 und 89 mit je einem Ende mittels Drehzapfen 90 in der Rückwand 28 in der Nähe der Seitenwände 30 im oberen Teil des Kameragehäuses schwenkbar gelagert. Die Hebel 88 und 89 erstrecken sich in entgegengesetzten Richtungen aufeinander zu und wirken mit ihren freien Enden mit einem Stift 74 zusammen, der an der Handhabe 72 und der Zunge 60 befestigt ist. In der Abdeckplatte 68 ist ein Schlitz 78 vorgesehen, der den Stift 74 aufnimmt und durch den dieser in die Kammer 32 im Eingriff mit den Hebeln 88 und 89 vorsteht. Jeder Bauteil 80 ist am oberen Ende mit einem der Hebel 88 bzw. 89 im mittleren Teil dieser Hebel schwenkbar verbunden. Die genaue Lage der Schwenkbefestigung der Bauteile 80 mit dem Hebel 88 hängt von dem übersetzungsverhältnis ab, das durch das System erlangt werden soll, d. h. von der linearen Bewegung, die auf die Bauteile gemäß der Schwenkbewegung der Hebel in einem vorbestimmten Bogen durchgeführt werden soll, der seinerseits von der Linearbewegung des Stiftes 74 abhängt. Bei dieser Konstruktion ist es möglich, sehr große Übersetzungsverhältnisse zu erzielen. Zum Beispiel kann die Strecke, um welche der Stift 74 bewegt wird, etwa zehnmal größer sein als die resultierende Strecke, um die die Keile 86 bewegt werden. Die Schwenkbewegung der Hebel wird dadurch bewirkt, daß diese mit dem Stift 74 im Eingriff stehen, während dieser sich anfänglich von der in F i g. 1 dargestellten Stellung nach der strichlierten Stellung gemäß F i g. 2 bewegt. Durch diese Ausbildung wird erreicht, daß sich die Keilstücke 86 zwischen die druckausübenden Walzen zwängen und diese während der Anfangsbewegung der Zunge 60 spreizen, bevor die Zunge zwischen die druckausübenden Walzen einläuft. Bei der Rückbewegung der Zunge gemäß der Bewegung des Stiftes 74 in Aufwärtsrichtung werden die Hebel wieder verschwenkt, um die Keile 86 zwischen den druckausübenden Walzen wegzuziehen, nachdem sich die Zunge im letzten Teil ihrer Bewegung zwischen den druckausübenden Walzen zurückbewegt hat.
  • Die Ausbildung der Endabschnitte der Hebel 88 und 89, die zu der erforderlichen Koordinierung zwischen der Spreizung der druckausübenden Walzen und der Bewegung der Zuführungszunge beitragen, ist am deutlichsten aus den F i g. 2 und 4 ersichtlich. Das Ende eines jeden Hebels weist zwei Finger auf. Die Finger an dem Endteil des Hebels 88 sind mit 94 und 96 bezeichnet. Die Finger 94 und 96 liegen im wesentlichen parallel zueinander und haben einen Abstand, dessen Breite annähernd gleich dem Durchmesser des Stiftes ist, so daß dieser Stift zwischen die beiden Finger eingreifen kann. Die Finger sind so ausgebildet, daß sie bei Bewegung des Stiftes mit diesem zusammenwirken und eine Schwenkung des Hebels 88 verursachen. Der Hebel 89 weist zwei Finger 98 und 100 auf, die sich beidseits zu den Fingern 94 und 96 erstrecken, wenn sich die Hebel in der in F i g. 2 dargestellten Stellung befinden. Bei der Betätigung der Einrichtung wirkt der Stift 74 bei seiner Bewegung zum Vorschub der Zunge 60 auf den Finger 94 des Hebels 88 ein und verschwenkt den letzteren im Uhrzeigersinn (F i g. 2 und 4). Gleichzeitig wirkt der Finger 94 auf den Finger 98 ein und bewegt diesen nach unten, wodurch der Hebel 89 im Gegenuhrzeigersinn nach unten verschwenkt wird. Wenn der Bewegungsbogen des Fingerendes 94 von dem linearen Bewegungspfad des Stiftes 74 abweicht, wirkt der Stift auf den Finger 98 des Hebels 89 ein und setzt die Schwenkbewegung des letzteren fort bis der Bewegungsbogen des Fingers 98 aus dem Bewegungspfad des Stiftes heraustritt. Bei dieser Bewegung des Hebels 89 wirkt der Finger 1.00 auf den Finger 96 des Hebels 88 ein und setzt dessen Schwenkbewegung fort. Diese Anordnung der Finger an den Enden der Hebel ist deshalb erforderlich, weil die Hebel im wesentlichen in der gleichen Ebene angeordnet sind, was wiederum im Hinblick auf eine kompakte Bauweise erforderlich ist. Eine Torsionsfeder 102 ist um den Stift 90 gelegt, um den Hebel 89 im Gegenuhrzeigersinn zu drücken und dadurch die Finger der beiden Hebel im Eingriff miteinander zu halten. Die Feder 102 weist eine für diese Funktion genügende Kraft auf, ist jedoch nicht so stark, daß sie ein Drehmoment von einer Größe auf den Hebel 89 ausübt, das ausreicht, den letzteren zu bewegen.
  • Bei der Rückbewegung des Stiftes 74 kommt dieser mit dem Finger 96 in Eingriff und drückt diesen gegen den Finger 100 nach oben, wobei die beiden Hebel 88 und 89 im Gegenuhrzeigersinn bzw. im Uhrzeigersinn in ihre Ausgangsstellung gedreht werden. Zur Führung der Hebel und um diese Hebel in einer gemeinsamen Bewegungsebene zu halten, ist eine E-förmig gestaltete Führungsplatte 104 an der Abdeckplatte 68 im oberen Teil des Kameragehäuses befestigt. Die äußeren Arme 106 der Führungsplatte 104 stehen nach unten in Richtung auf die druckausübenden Walzen in der Nähe der Abdeckplatte 68 vor und bilden Führungen für die freien Enden der Hebel 88 und 89. Der mittlere Arm 107 der Führungsplatte dient als Anschlag, welcher den Stift 74 auslösbar in der in F i g. 1 dargestellten Ruhestellung hält.
  • Ein anderes Ausführungsbeispiel ist in F i g. 4 und 5 dargestellt. Hierbei sind Mittel vorgesehen, welche die Auslegerfedern 54 derart deformieren, daß die Vorspannung der Federn auf die Arme 50, welche die druckausübende Walze 42 lagern, aufgehoben wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Bauteile 80 etwas kürzer und mit nach vorn stehenden Ansätzen 200 ausgestattet, die je einen Stift 202 tragen, der nach außen nach einer Seitenwand 30 des rückwärtigen Gehäuseabschnittes vorsteht. Jede Feder 54 ist an ihrem freien Ende mit einem L-förmigen Nocken 204 ausgestattet, der nach hinten nach der Gehäusewand 28 und nach oben von den druckausübenden Walzen nach einem Stift 202 vorsteht. Jeder Nocken 204 ist derart ausgebildet, daß er während der Abwärtsbewegung des Stiftes mit einem Stift 202 zusammenwirkt, welcher bei seiner Abwärtsbewegung den Nocken und die Auslegerfeder nach hinten drückt, so daß die Vorspannung auf dem Arm 50 aufgehoben wird. Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel könnten dem Nocken 204 ähnliche Nocken an den freien Enden der Arme 50 derart angeordnet sein, daß eine Berührung der Stifte 202 mit den Nocken eine Schwenkung der Arme 50 gegen die Vorspannung der Feder 54 bewirken würde, wodurch ebenfalls die Walze 42 von der Walze 40 entfernt würde.

Claims (13)

  1. Patentansprüche: 1. Selbstentwicklerkameranach Patent 1153 621, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, die den Druck, der von den druckausübenden Organen (40, 42) ausgeübt wird, wenigstens dann aufhebt, wenn der Führungsabschnitt (184) zwischen die druckausübenden Organe vorgeschoben wird.
  2. 2. Selbstentwicklerkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese Einrichtung in Antriebsverbindung mit einer Zuführungseinrichtung (76) steht, die den Führungsabschnitt (184) zwischen die druckausübenden Organe (40, 42) vorschiebt.
  3. 3. Selbstentwicklerkamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung während der anfänglichen Bewegung der Zuführungseinrichtung (76) wirksam ist.
  4. 4. Selbstentwicklerkamera nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein handbetätigbarer Antrieb mit einer Handhabe (72) vorgesehen ist, durch welchen die Zuführungseinrichtung (76) in Verbindung mit der Einrichtung zur Aufhebung des Druckes betätigt wird.
  5. 5. Selbstentwicklerkamera nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die druckausübenden Organe voneinander gespreizt werden, z. B. durch einen Keil (86).
  6. 6. Selbstentwicklerkamera nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb zur Spreizung auf die Lager der druckausübenden Organe (40, 42) einwirkt.
  7. 7. Selbstentwicklerkamera nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feder (54) zur gegenseitigen Vorspannung der Organe (40, 42) im Sinne des gegenseitigen Anliegens vorgesehen ist, deren Wirkung durch einen Bauteil (202) aufgehoben werden kann. B.
  8. Selbstentwicklerkamera nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gestänge (88, 89, 80) an der Kamerarückwand (28) gelagert ist, das den Handgriff (72) mit den Keilen (86) verbindet, die in der Nähe der seitlichen Enden der druckausübenden Organe (40, 42) vorgesehen sind.
  9. 9. Selbstentwicklerkamera nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung am Schluß der Bewegung nach Wegzug des Führungsabschnittes (184) zwischen den druckausübenden Teilen eine Entriegelung bewirkt, wodurch die beiden Organe (40, 42) wieder mit Druck gegeneinandergepreßt werden.
  10. 10. Selbstentwicklerkamera nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die druckausübenden Organe aus Walzen (40, 42) bestehen, von denen die eine (42) von schwenkbar gelagerten Armen (50) getragen wird, auf welche Auslegerfedern (54) einwirken, und daß der Druck dieser Federn durch den Bauteil (202) aufgehoben wird.
  11. 11. Selbstentwicklerkamera nach Anspruch 10, daciurch gekennzeichnet, daß jede Feder (54) am freien Ende mit einem L-förmig gestalteten Nocken (204) ausgestattet ist, der sich nach hinten auf die Rückwand (28) zu und nach oben von den druckausübenden Walzen nach dem Bauteil (202) hin erstreckt, das aus einem Stift besteht, der mit dem Antrieb verbunden ist und bei der Abwärtsbewegung den Nocken und die Auslegerfeder derart nach hinten drückt, daß die Vorspannung auf den Arm (50) aufgehoben wird.
  12. 12. Selbstentwicklerkamera nach den Ansprüchen 7 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß Nocken (204) auf den freien Enden der Arme (50) derart angeordnet sind, daß sie mit den Stiften (202) zusammenwirken, die mit dem Antrieb verbunden sind, so daß die Nocken die Arme (50) entgegen der Vorspannung der Feder (54) verschwenken und dadurch die Walze (42) von der Walze (40) abheben.
  13. 13. Selbstentwicklerkamera nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung derart federbelastet ist, daß sie selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückkehrt.
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