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Selbstentwicklerkamera Zusatz zum Patent: 1153 621 Das Hauptpatent
betrifft eine Selbstentwicklerkamera mit zwei druckausübenden Organen, zwischen
denen die Filmverbände zwecks Ausbreitung einer Behandlungsflüssigkeit zwischen
dem lichtempfindlichen und bildaufnehmenden Blatt hindurchbewegt werden und jeder
Filmverband einen Führungsabschnitt aufweist, der erfaßt werden kann, um die Filmverbände
aus dem Kameragehäuse zwischen den druckausübenden Organen hindurch wegzuziehen.
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Bei einer solchen Selbstentwicklerkamera ist eine Zuführungseinrichtung
mit einem Handhabeteil im Kameragehäuse angeordnet, welche von einer Ausgangsstellung
von einer Seite der druckausübenden Organe nach den druckausübenden Organen und
zwischen diesen hindurch in einer Richtung bewegt wird, die der Richtung der Bewegung
des Filmverbandes entspricht, wenn dieser aus dem Kameragehäuse weggezogen wird.
Die Zuführungseinrichtung wirkt dabei auf den Führungsabschnitt ein und schiebt
diesen zwischen den druckausübenden Organen nach der gegenüberliegenden Seite dieser
Organe vor. Dabei konnte es vorkommen, daß die Einführung der Blätter zur Verschiebung
oder Beschädigung der Blätter führte.
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung einer
derartigen Selbstentwicklerkamera und bezweckt eine störungsfreie Einführung des
einzelnen Filmverbandes nach der Belichtung des lichtempfindlichen Blattes zwischen
die druckausübenden Organe zu erleichtern und zu gewährleisten, daß die Filmverbände
ordnungsgemäß ausgerichtet zwischen die druckausübenden Organe gelangen, um Fehlbetätigungen
mit Sicherheit auszuschalten.
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Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß eine Einrichtung
vorgesehen ist, die den Druck der von den druckausübenden Organen ausgeübt wird,
wenigstens dann aufhebt, wenn der Führungsabschnitt zwischen die druckausübenden
Organe vorgeschoben wird.
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Auf diese Weise wird gewährleistet, daß der Filmverband in exakter
Ausrichtung in jene Stellung übergeführt wird, in der die Führungslasche mit den
Fingern, zwecks Wegziehens des Filmverbandes, erfaßt werden kann, weil der Filmverband
bzw. sein Führungsabschnitt beim Einfädeln zwischen die druckausübenden Organe keinen
Widerstand vorfindet, der eine ungewollte Verschiebung zur Folge haben könnte.
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Vorzugsweise steht die Einrichtung zur Aufhebung des Druckes in Antriebsverbindung
mit einer Zuführungseinrichtung, die den Führungsabschnitt zwischen die druckausübenden
Organe vorschiebt.
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Zwecks Aufhebung des Druckes werden zweckmäßigerweise die unter Federwirkung
stehenden druckausübenden Organe voneinander gespreizt, wobei ein Keil zwischen
die druckausübenden Organe hineingeschoben werden kann. Statt dessen kann die Spreizung
auch in der Weise bewirkt werden, daß über eine manuell betätigbare Einrichtung,
die gleichzeitig den Vorschub bewirken kann, auf die Lager der druckausübenden Organe
eingewirkt wird.
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Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen. In den
Zeichnungen zeigt F i g. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer erfindungsgemäßen
Kamera, wobei der Schnitt im wesentlichen in der Mitte zwischen den Seitenwänden
der Kamera liegt, F i g. 2 eine Ansicht des rückwärtigen Teiles der in F i g. 1
dargestellten Kamera, F i g. 3 einen Schnitt nach der Linie 6-6 gemäß Fig.2, F i
g. 4 eine der F i g. 2 ähnliche Ansicht, welche ein anderes Ausführungsbeispiel
der Erfindung veranschaulicht,
F i g. 5 einen Schnitt nach der Linie
8-8 gemäß F i g. 4, F i g. 6 eine angebrochene perspektivische Ansicht eines Filmverbandes.
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Das Kameragehäuse weist einen rückwärtigen Abschnitt 26 mit
einer Rückwand 28 und Seitenwänden 30 auf. Dieser rückwärtige Gehäuseabschnitt
26
wirkt mit dem vorderen Gehäuseabschnitt zusammen und bildet mit diesem
eine Kammer 32 hinter der Belichtungsöffnung 18, welche zur Aufnahme
des Filmpacks dient, und zwar in einer solchen Lage, daß eine Belichtung durch die
Öffnung 18 möglich wird. Der Filmpack wird in der Kammer 32 derart
eingefügt, daß der Vorderabschnitt des Packs der rückwärtigen Oberfläche des zurückspringenden
Abschnittes 16 anliegt. Der hintere Gehäuseabschnitt 26
ist schwenkbar
an dem vorderen Gehäuseabschnitt 12 an einem Ende des Gehäuses angelenkt,
welches gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel als oberes Ende bezeichnet werden
soll. Die Anlenkung erfolgt über ein Scharnier 34 derart, daß die beiden
Gehäuseabschnitte aufgeklappt werden können, um einen Filmpack in die Kammer
32 einzufügen. Am unteren Ende des Kameragehäuses ist zwischen dem vorderen
und hinteren Gehäuseabschnitt eine öffrung 36 vorgesehen, welche das Wegziehen eines
Filmverbandes aus dem Gehäuse ermöglicht. Eine geeignete Klinkenanordnung üblicher
Bauart, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, kann im unteren Teil des Gehäuses
vorgesehen werden, um die beiden Gehäusehälften in der geschlossenen Stellung oder
in der Betriebsstellung, die in der Zeichnung dargesellt ist, zusammenzuhalten.
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Die Kamera weist zwei gegenüberliegende druckausübende Organe auf,
die innerhalb der Kammer 32 im unteren Teil derselben und in der Nähe der Öffnung
36 gelagert sind. Die druckausübenden Teile bestehen gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel
aus zwei zylindrischen Walzen 40 und 42,
die drehbar um ihre Achse
gelagert sind, die in einer gemeinsamen Ebene quer zur Bewegungsrichtung der Filmverbände
durch die Öffnung 36 liegen. Die Walze 40 weist zwei Wellenstummel
44 auf, die mit ihren Enden in Trägern 46 gelagert sind, welche im
unteren Teil des rückwärtigen Gehäuseabschnittes 26
in der Nähe der Rückwand
30 befestigt sind. Die Walze 42 weist ebenfalls zwei Wellenstummel
48 an den Enden auf, die drehbar an den Enden zweier Arme 50 gelagert
sind, die ihrerseits schwenkbar von Zapfen 52 getragen werden, die in Ausnehmungen
in der Außenwand des vorderen Gehäuseabschnittes 12 und der Seitenwand des
zurückspringenden Abschnittes 16 befestigt sind. Um die druckausübenden Walzen
gegeneinanderzupressen, sind Auslegerfedern 54 in dem zurückspringenden Gehäuseabschnitt
16
zwischen den äußeren Seitenwänden des vorderen Gehäuseabschnittes und dem
zurückspringenden Abschnitt 16 vorgesehen. Die Federn 54 lagern gegen
die Enden der Arme 50 und drücken diese gemäß F i g. 8 im Gegenuhrzeigersinn
in der Weise, daß die Walze 42 gegenüber der Walze 40 vorgespannt
wird.
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Die Walzen können mit einem kleinen anfänglichen Abstand zwischen
sich gelagert sein, wobei der Abstand dadurch bestimmt werden kann, daß die Träger
46 auf die Endteile der Arme 50 einwirken, i wenn die beiden Gehäuseabschnitte
der Kamera sich in geschlossener betriebsbereiter Stellung befinden. Die druckausübenden
Walzen sind einzeln in den vorderen und hinteren Gehäuseabschnitten der Kamera derart
gelagert, daß sie voneinander gespreizt werden können, wenn das Gehäuse geöffnet
wird, um einen Filmpack in die Kamera einzulegen. Durch diese Konstruktion wird
es möglich, eine Führungslasche eines Filmverbandes zwischen die Walzen derart einzulegen,
daß ein Teil der Führungslasche aus dem Kameragehäuse durch die öffnung
36 vorsteht, wo der Führungsabschnitt erfaßt werden kann, um die Abdeckblätter
aus dem Filmpack und aus der Kamera herauszuziehen.
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Die Kamera ist mit einer durch Hand bedienbaren Vorrichtung ausgestattet,
welche auf Mitnehmer der Filmverbände einwirkt und diese und die daran befestigten
Führungslaschen zwischen die druckausübenden Walzen hindurch aus dem Gehäuse in
eine Stellung vorschiebt, in welcher die Führungslaschen erfaßt werden können, um
die Filmverbände aus dem Gehäuse zwischen den druckausübenden Walzen hindurch wegzuziehen.
Diese Einrichtung besteht aus einem dünnen länglichen Streifen oder einer Zunge
60 aus festem flexiblem Blech mit einer Steifigkeit, die größer ist als die
Steifigkeit des Blattmaterials, aus dem der Filmverband besteht. Die Zunge 60 weist
vorzugsweise die Form einer flachen Feder auf, die deformiert werden kann, jedoch
eine flache oder ebene Gestaltung anzunehmen sucht. Geeignete Werkstoffe für diese
Zunge sind Blech oder organische Plastikwerkstoffe. An der Rückwand 28 der
Kamera ist eine Führung angeordnet, welche die Zunge 60 längs der Rückwand
28 hinter den in der Kammer 32 liegenden Filmpack und dann nach unten
und vorn durch eine Öffnung der Filmzackkasette hindurch in den Filmpack führt und
bewirkt, daß sie mit einem Mitnehmer 188 in Eingriff kommt
und diesen
zwischen die Walzen 40 und 42 aus der Kamera durch die Öffnung
36 vorschiebt. Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Führung
einen Träger 62 auf, der an der Rückwand 28
befestigt ist und dessen
Tragoberfläche im Kameragehäuse nach vorn weist. Die Tragoberfläche weist einen
ersten, mit 64 bezeichneten Abschnitt auf, der gegenüber der inneren Oberfläche
der Rückwand 28
nach der Vorderwand der Kamera geneigt ist. Ferner weist die
Tragoberfläche einen zweiten Abschnitt 66 auf, der in den ersten Abschnitt
übergeht und in einer Ebene im wesentlichen parallel zur Brennebene der Kamera
liegt und sich in Richtung auf den Spalt zwischen den druckausübenden Walzen hin
erstreckt. Eine mit Kanälen versehene Abdeckplatte 68 ist an der Rückwand
28 und an den ersten und zweiten Abschnitten 64 und 66 der
Trägeroberfläche des Führungsteils 62 befestigt und wirkt mit der inneren
Oberfläche der Rückwand 28 und der Trägeroberfläche des Führungskörpers in
der Weise zusammen, daß ein Kanal gebildet wird, in welchem die Zunge
60 in Längsrichtung verschiebbar ist.
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Die Zunge 60 wird manuell bewegt, und zu diesem Zweck ist in
der Rückwand 28 unter dem Streifen 60 ein Schlitz 70 angeordnet.
Ein Handgriff 72
ist am oberen Endabschnitt der Zunge 60 mittels eines
Stiftes 74 befestigt, der durch den Schlitz 70
hindurchsteht. Hierdurch
wird es möglich, die. Handhabe 72 außenseitig der Rückwand 28 anzuordnen,
wo sie durch Hand erfaßt werden kann, um die Zunge in Längsrichtung in den durch
die Rückwand 28, die Führung 62 und die Abdeckplatte 68 gebildeten Kanal
zu verschieben. Die Zunge 60 weist
einen Basisabschnitt 75
und einen etwas schmäleren Führungsabschnitt 76 auf. Die Abdeckplatte
68 ist mit einem Schlitz 78 ausgestattet, der teilweise über dem zweiten
Abschnitt 66 des Führungsteiles 62 liegt. Der Schlitz 78 ist
schmäler als der Basisabschnitt 75
der Zunge und ein wenig breiter als der
Endabschnitt 76, so daß die Abdeckplatte mit dem zweiten Abschnitt der Führungsoberfläche
in der Weise zusammenwirken kann, daß der Basisabschnitt 75 der Zunge 60 nach dem
Spalt zwischen den druckausübenden Walzen und zwischen diesen hindurchgeführt werden
kann. Der Schlitz 78 schafft die Möglichkeit, daß der Führungsabschnitt
76 der Zunge nach vorn und gegen die druckausübenden Walzen in der gleichen
Richtung wie der erste Abschnitt 64
der Trägeroberfläche des Teiles 62 vorsteht,
während sich die Zunge um eine kurze Strecke bewegt, so daß der Endabschnitt der
Zunge sich nach vorn und unten durch die Öffnung in den Filmpack hinein bewegt.
Dann wird die Zunge, wenn ihr Basisabschnitt von dem die Abdeckplatte 68 begrenzenden
Schlitz 78 geführt wird, nach hinten derart abgebogen, daß die Vorderkante
des Endabschnittes 76 einem gekrümmten Pfad folgt. bis der Endabschnitt in
der Ebene des zweiten Abschnittes 66 der Führungsoberfläche liegt, worauf
der Endabschnitt der Zunge sich in dieser Ebene zwischen die druckausübenden Walzen
vorschiebt.
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Um die Zuführungseinrichtung zu betätigen, ergreift die Bedienungsperson
die Handhabe 72 und zieht letztere nach den druckausübenden Walzen herunter, bis
ein Führungsabschnitt 150 zwischen die Walzen der Kamera eingeführt ist. Danach
wird der Teil 72 in die in F i g. 1 dargestellte Ausgangsstellung zurückgeführt,
in der er für einen weiteren Zuführungsvorgang bereit ist. Der aus der Kamera vorgeschobene
Führungsabschnitt kann dann erfaßt werden, um einen Filmverband zwischen den druckausübenden
Walzen durch die Öffnung 36 aus der Kamera herauszuziehen. Um eine freie
Bewegung der Zunge 60 und eines von dieser erfaßten Klipps zwischen den druckausübenden
Walzen zu gewährleisten und um zu verhindern, daß der Führungsabschnitt
150, an welchem der Klipp festgeklemmt ist, sich zusammen mit der Zunge 611
zurückbewegt, wenn diese in die Kamera zurückgeführt wird, ist eine mit der Zunge
gekuppelte Einrichtung vorgesehen, die den von den druckausübenden Walzen ausgeübten
Druck wenigstens dann aufhebt, wenn die Zunge zwischen den druckausübenden Walzen
vorsteht. Diese Einrichtung zur Aufhebung des Druckes kann verschiedene Gestalt
haben. Es kann eine Einrichtung vorgesehen werden, welche die druckausübenden Walzen
voneinander spreizt, oder es kann eine Einrichtung Anwendung finden, welche die
Vorspannung der die Walze 42 lagernden Arme 50
aufhebt.
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In den F i g. 1 und 2 ist eine Einrichtung zur Aufhebung des von den
druckausübenden Teilen ausgeübten Druckes dargestellt, welche auf die Walzen einwirkt
und diese voneinander spreizt. Diese Einrichtung weist zwei längliche Bauteile
80 auf, die an der Rückwand 28 des Kameragehäuses befestigt sind und
sich im wesentlichen linear in Richtung auf die druckausübenden Walzen hin und von
diesen weg bewegen. Jeder der Bauteile 80 ist an der Rückwand mittels eines
mit Kopf versehenen Stiftes 82 gelagert, der in der Rückwand befestigt ist
und mit einem Schlitz 84 dieses Bauteiles zusammenwirkt. Der untere Endabschnitt
jedes Bauteiles 80 ist nach vorn gebogen und mit einem keilförmig gestalteten
Fuß 86 versehen, der an der Einlaufseite der druckausübenden Walzen an einem
ihrer Enden liegt. Die Keilstücke 86 werden zwischen die Endabschnitte der
druckausübenden Walzen eingeführt und drükken die druckausübenden Walzen auseinander
und halten sie in Spreizstellung, solange die Zunge 60 sich zwischen den Walzen
befindet.
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Um die Bauteile 80 gleichzeitig mit der Zunge 60
gemäß
der Verschiebung der Handhabe 72 zu bewegen, sind zwei Hebel 88 und
89 mit je einem Ende mittels Drehzapfen 90 in der Rückwand
28 in der Nähe der Seitenwände 30 im oberen Teil des Kameragehäuses
schwenkbar gelagert. Die Hebel 88 und 89 erstrecken sich in entgegengesetzten
Richtungen aufeinander zu und wirken mit ihren freien Enden mit einem Stift
74 zusammen, der an der Handhabe 72 und der Zunge 60 befestigt ist. In der
Abdeckplatte 68 ist ein Schlitz 78 vorgesehen, der den Stift
74 aufnimmt und durch den dieser in die Kammer 32
im Eingriff mit den
Hebeln 88 und 89 vorsteht. Jeder Bauteil 80 ist am oberen Ende
mit einem der Hebel 88 bzw. 89 im mittleren Teil dieser Hebel schwenkbar
verbunden. Die genaue Lage der Schwenkbefestigung der Bauteile 80 mit dem Hebel
88 hängt von dem übersetzungsverhältnis ab, das durch das System erlangt
werden soll, d. h. von der linearen Bewegung, die auf die Bauteile gemäß der Schwenkbewegung
der Hebel in einem vorbestimmten Bogen durchgeführt werden soll, der seinerseits
von der Linearbewegung des Stiftes 74 abhängt. Bei dieser Konstruktion ist
es möglich, sehr große Übersetzungsverhältnisse zu erzielen. Zum Beispiel kann die
Strecke, um welche der Stift 74 bewegt wird, etwa zehnmal größer sein als
die resultierende Strecke, um die die Keile 86 bewegt werden. Die Schwenkbewegung
der Hebel wird dadurch bewirkt, daß diese mit dem Stift 74 im Eingriff stehen,
während dieser sich anfänglich von der in F i g. 1 dargestellten Stellung nach der
strichlierten Stellung gemäß F i g. 2 bewegt. Durch diese Ausbildung wird erreicht,
daß sich die Keilstücke 86 zwischen die druckausübenden Walzen zwängen und
diese während der Anfangsbewegung der Zunge 60 spreizen, bevor die Zunge
zwischen die druckausübenden Walzen einläuft. Bei der Rückbewegung der Zunge gemäß
der Bewegung des Stiftes 74 in Aufwärtsrichtung werden die Hebel wieder verschwenkt,
um die Keile 86 zwischen den druckausübenden Walzen wegzuziehen, nachdem
sich die Zunge im letzten Teil ihrer Bewegung zwischen den druckausübenden Walzen
zurückbewegt hat.
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Die Ausbildung der Endabschnitte der Hebel 88
und
89, die zu der erforderlichen Koordinierung zwischen der Spreizung der druckausübenden
Walzen und der Bewegung der Zuführungszunge beitragen, ist am deutlichsten aus den
F i g. 2 und 4 ersichtlich. Das Ende eines jeden Hebels weist zwei Finger auf. Die
Finger an dem Endteil des Hebels 88 sind mit 94 und 96 bezeichnet.
Die Finger 94 und 96 liegen im wesentlichen parallel zueinander und haben
einen Abstand, dessen Breite annähernd gleich dem Durchmesser des Stiftes ist, so
daß dieser Stift zwischen die beiden Finger eingreifen kann. Die Finger sind so
ausgebildet, daß sie bei Bewegung des Stiftes mit diesem zusammenwirken und eine
Schwenkung
des Hebels 88 verursachen. Der Hebel
89 weist zwei Finger 98 und 100 auf, die sich beidseits zu
den Fingern 94 und 96 erstrecken, wenn sich die Hebel in der in F
i g. 2 dargestellten Stellung befinden. Bei der Betätigung der Einrichtung wirkt
der Stift 74 bei seiner Bewegung zum Vorschub der Zunge 60 auf den
Finger 94 des Hebels 88 ein und verschwenkt den letzteren im Uhrzeigersinn
(F i g. 2 und 4). Gleichzeitig wirkt der Finger 94 auf den Finger
98
ein und bewegt diesen nach unten, wodurch der Hebel 89 im Gegenuhrzeigersinn
nach unten verschwenkt wird. Wenn der Bewegungsbogen des Fingerendes 94 von
dem linearen Bewegungspfad des Stiftes 74 abweicht, wirkt der Stift auf den Finger
98 des Hebels 89 ein und setzt die Schwenkbewegung des letzteren fort bis der Bewegungsbogen
des Fingers 98 aus dem Bewegungspfad des Stiftes heraustritt. Bei dieser
Bewegung des Hebels 89 wirkt der Finger 1.00 auf den Finger
96 des Hebels 88 ein und setzt dessen Schwenkbewegung fort. Diese
Anordnung der Finger an den Enden der Hebel ist deshalb erforderlich, weil die Hebel
im wesentlichen in der gleichen Ebene angeordnet sind, was wiederum im Hinblick
auf eine kompakte Bauweise erforderlich ist. Eine Torsionsfeder 102 ist um
den Stift 90 gelegt, um den Hebel 89 im Gegenuhrzeigersinn zu drücken
und dadurch die Finger der beiden Hebel im Eingriff miteinander zu halten. Die Feder
102 weist eine für diese Funktion genügende Kraft auf, ist jedoch nicht so
stark, daß sie ein Drehmoment von einer Größe auf den Hebel 89 ausübt, das
ausreicht, den letzteren zu bewegen.
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Bei der Rückbewegung des Stiftes 74 kommt dieser mit dem Finger
96 in Eingriff und drückt diesen gegen den Finger 100 nach oben, wobei
die beiden Hebel 88 und 89 im Gegenuhrzeigersinn bzw. im Uhrzeigersinn
in ihre Ausgangsstellung gedreht werden. Zur Führung der Hebel und um diese Hebel
in einer gemeinsamen Bewegungsebene zu halten, ist eine E-förmig gestaltete Führungsplatte
104 an der Abdeckplatte 68 im oberen Teil des Kameragehäuses befestigt.
Die äußeren Arme 106 der Führungsplatte 104 stehen nach unten in Richtung
auf die druckausübenden Walzen in der Nähe der Abdeckplatte 68
vor und bilden
Führungen für die freien Enden der Hebel 88 und 89. Der mittlere Arm
107 der Führungsplatte dient als Anschlag, welcher den Stift 74
auslösbar
in der in F i g. 1 dargestellten Ruhestellung hält.
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Ein anderes Ausführungsbeispiel ist in F i g. 4 und 5 dargestellt.
Hierbei sind Mittel vorgesehen, welche die Auslegerfedern 54 derart deformieren,
daß die Vorspannung der Federn auf die Arme 50,
welche die druckausübende
Walze 42 lagern, aufgehoben wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die
Bauteile 80 etwas kürzer und mit nach vorn stehenden Ansätzen 200
ausgestattet, die je einen Stift 202
tragen, der nach außen nach einer Seitenwand
30 des rückwärtigen Gehäuseabschnittes vorsteht. Jede Feder 54 ist an ihrem
freien Ende mit einem L-förmigen Nocken 204 ausgestattet, der nach hinten
nach der Gehäusewand 28 und nach oben von den druckausübenden Walzen nach
einem Stift 202 vorsteht. Jeder Nocken 204 ist derart ausgebildet,
daß er während der Abwärtsbewegung des Stiftes mit einem Stift 202 zusammenwirkt,
welcher bei seiner Abwärtsbewegung den Nocken und die Auslegerfeder nach hinten
drückt, so daß die Vorspannung auf dem Arm 50 aufgehoben wird. Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel könnten dem Nocken 204 ähnliche Nocken an den
freien Enden der Arme 50 derart angeordnet sein, daß eine Berührung der Stifte
202 mit den Nocken eine Schwenkung der Arme 50
gegen die Vorspannung
der Feder 54 bewirken würde, wodurch ebenfalls die Walze 42 von der
Walze 40 entfernt würde.