DE11822C - Siegelapparat - Google Patents

Siegelapparat

Info

Publication number
DE11822C
DE11822C DENDAT11822D DE11822DA DE11822C DE 11822 C DE11822 C DE 11822C DE NDAT11822 D DENDAT11822 D DE NDAT11822D DE 11822D A DE11822D A DE 11822DA DE 11822 C DE11822 C DE 11822C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flame
tube
sealing wax
wax
sealing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT11822D
Other languages
English (en)
Original Assignee
P. schneitler in Berlin N., Müllerstr. 179 b
Publication of DE11822C publication Critical patent/DE11822C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43MBUREAU ACCESSORIES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B43M1/00Fixing seals on documents

Landscapes

  • Coating Apparatus (AREA)

Description

1880.
Klasse 70.
P. SCHNEITLER in BERLIN. Siegelapparat. .
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1880 ab.
Die vielfachen Uebelstände und Unbequemlichkeiten, welche die bisher übliche Art, Siegellack zum Petschiren von Briefschaften etc. zu schmelzen, mit sich bringt, sind allgemein bekannt. Auch bei Anwendung von Siegellack mit Docht sind dieselben nicht vollständig beseitigt, denn einerseits mufs die Dochtflamme bei Fertigstellung eines Siegelabdrucks stets ausgeblasen und nachher neu angezündet werden, andererseits ist es schwer, den richtigen Zeitpunkt des Ausblasens der Flamme mit Sicherheit zu treffen, da die einzelnen Siegellackstangen ganz verschiedene Schmelzbarkeit und Entzündlichkeit aufweisen. Infolge dessen wird häufig ein Ab tröpfeln des Lacks auf unrechte Stellen eintreten oder aber ein nochmaliges Anzünden der Flamme zur Fertigstellung des bereits begonnenen, jedoch nicht hinreichend mit Siegellack versehenen Siegels nöthig werden.
Diese Uebelstände zu beseitigen, ist Zweck des vorliegenden Apparates.
Das Rohr A trägt an seinem hinteren Ende den Schlauchhalter c, auf welchen der Gasleitungsschlauch m geschoben ist, den Handgriff b und die beiden Bunde/und/1, zwischen denen man den Hülsentheil g auf dem Rohr vorschieben kann. Am vorderen Ende läuft das Rohr in das Mundstück d aus, welches eine feine Durchgangsöffnung hat, so dafs hier eine langgestreckte Stichflamme entsteht.
Der Hülsentheil g trägt die, der Form der Siegellackstange entsprechende Hülse i, welche so eingerichtet ist, dafs dieselbe federnd die Stange festhält, ohne jedoch einer Verschiebung der Stange in ihrer Längsrichtung durch die Hand (behufs Zuführung von neuem Material) einen grofsen Widerstand entgegenzusetzen.
Beide Hülsenarme sind durch eine Schraube h mit einander verbunden, vermittelst deren die Anpressung der Hülse an die Siegellackstange 5 und an das Rohr A regulirt werden kann. Das Instrument wird in folgender Weise angewendet:
Nachdem die Stichflamme bei d angezündet ist, bringt man das Instrument in die in Fig. 2 dargestellte Lage. Die Stichflamme lodert nach oben und setzt den Siegellack in Flamme.
Sobald derselbe genügend entflammt ist, läfst man ihn auf die zu siegelnde Stelle abtropfen, kehrt dann das Instrument um, in die in Fig. 1 gezeichnete Lage und verreibt das Abgetropfte mit der der Flamme am wenigsten ausgesetzt gewesenen, mithin jetzt noch festen Kante k des Siegellacks.
Da die Flamme stets brennen bleibt, so braucht man zur Herstellung weiterer Abdrücke das Instrument nur umzukehren und functionirt dasselbe ebenso, wie anfangs beschrieben. Ist das Siegeln beendet, so hängt man das Instrument am Haken e beliebig auf und schiebt den Hülsentheil g auf dem Rohr A vom Bunde / nach/1, wodurch der Siegellack der Einwirkung der Flamme gänzlich entzogen wird, welche dann als sogenannte »ewige Lampe« zum Cigarrenanstecken etc. dienen kann.
Um den Siegelapparat auch in Räumen, in denen keine Gasleitung vorhanden ist, zu benutzen, wird entweder das Rohr so weit hergestellt, dafs man im Innern einen Wachsfaden (Wachsstock) vorschieben kann, welcher vorn bei d eine Flamme speist, oder man bildet den Griff, welcher dann aus Glas, Porcellan oder Metall herzustellen ist, zu einem beliebig geformten Reservoir aus, welches mit einer Füllöffnung zu versehen ist. Im Rohr A wird dann ein Docht hineingeführt, welcher das Brennöl, Petroleum, Spiritus etc. nach der Spitze d leitet und dort die Flamme nährt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anbringung' eines Siegellackhalters an einem Rohr, welches an seiner Spitze eine entweder durch zugeführtes Leuchtgas oder im Innern des Rohres vorzuschiebenden Wachsfaden oder auch durch einen Oel-Petroleum-Spiritus-Docht genährte Flamme trägt, welche stets nach oben lodernd den Siegellack entflammt, wenn man ihn über dieselbe bringt, dagegen denselben nicht beeinflufst, wenn er unter der Flamme befindlich ist, was durch Umdrehen des Instrumentes am Handgriff mit Leichtigkeit zu erreichen ist.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT11822D Siegelapparat Active DE11822C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE11822C true DE11822C (de)

Family

ID=289073

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT11822D Active DE11822C (de) Siegelapparat

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE11822C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE11822C (de) Siegelapparat
DE309457C (de)
DE232500C (de)
DE659695C (de) OEldruckzerstaeuberbrenner mit unmittelbar in den Brennraum muendender Zerstaeuberduese
DE270446C (de)
DE53011C (de) Vorwärmapparat für Oeldampfbrenner
DE326883C (de) Brenner fuer unter hohem Druck stehende Gase mit Gasduese und Mischkanal
DE70874C (de) Lampenlöscher
DE392934C (de) Gasloetkolben
DE534715C (de) Brenner fuer Gasherde mit Sparflamme
DE262881C (de)
DE378603C (de) Spargluehlichtbrenner
DE29604194U1 (de) Kerzenanzünder
DE411941C (de) Autogener Schweiss- und Schneidbrenner
DE532922C (de) Loetkolben
DE13794C (de) Neuerungen an Brenneisen und Löthkolbcn für Gasheizung
DE675288C (de) Metallspritzpistole
DE292922C (de)
DE38291C (de) Neuerung an Abschlufsventilen für Gasbrenner
AT85900B (de) Siegelapparat.
DE95324C (de)
DE89408C (de)
DE1076884B (de) Sparbunsenbrenner fuer zahntechnische Arbeiten
DE623997C (de) Vorwaermer fuer mit unter Druck stehenden fluessigen Kohlenwasserstoffen gespeiste Lampen
DE456265C (de) Mit fluessigem Brennstoff zu speisender, durch Schwenkung um ein Horizontalgelenk in verschiedenen Neigungslagen einstellbarer Brenner