AT85900B - Siegelapparat. - Google Patents

Siegelapparat.

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AT85900B
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Austria
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sealing
container
melting
sealing wax
trough
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Inventor
Karl Blazina
Oskar Horvatic
Original Assignee
Karl Blazina
Oskar Horvatic
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Description


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    Gegenstand der Erfindung ist ein handlicher Apparat zum Siegeln von Briefen oder anderen Gegenständen mit Siegellack, Wachs, o. dgl. Materialien, der ohne Verlust und Abfall von Siegellack, ein sauberes, rasches und ständiges Arbeiten ermöglicht.-Der Siegelapparat besteht aus einem Brennstoffbehälter, z. B. für Spiritus oder Benzin mit einem Brenner bzw. einer Dochtdüse und Schmelzmulde mit darüber befindlichem Siegellackbehälter, wobei die Schmelzmulde über die Flamme gebracht wird und selbttätig von derselben entfernbar ist. Die Änderung der Lage zwischen Brenner-und Schmelzmulde ist beim Halten des Siegelapparates mit derselben Hand möglich, so dass die zweite für die Handhabung des Petschaftes oder Poststückes frei bleibt, wobei man eine beliebige Anzahl von Siegeln nacheinander anbringen kann.

   Der Siegelapparat kann mit einem Feuerzeug und einem Anfeuchter verbunden sein. 



  Eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung zeigt die Zeichnung. Fig. i ist ein Längsschnitt, Fig. 2 ein Grundriss nnd Fig. 3 eine Vorderansicht des Apparates. 



  Der Behälter 1 besitzt eine Brenndüse 2 und wird mit Brennstoff (Spiritus oder Benzin) gefüllt, 3 ist die verschliessbare Einfüllöffnung. Am Behälter ist ein Siegellackbehälter 4 angebracht, unter welchem die Schmelzmulde 5 sich befindet. Das Schmelzgefäss bzw. der Siegellackbehälter und die Schmelzmulde sind bei 6 um den Zapfen schwenkbar gelagert und über dem Brenner oder seitlich von demselben einstellbar, was einfach durch Festklemmen des Flügels erfolgen kann. Um ein Verstopfen des Behälters 4 zu vermeiden, emphfielt es sich, 'ihn im Abstande über die Mulde 5 anzubringen, so dass der Siegellack im Vorbehälter nicht zum-Schmelzen kommt ; um ein Ankleben des Siegellacks S an der Innenwandung hintanzuhalten, kann man diese mit Isolationsmaterial 8, z. B. Asbest oder Papier verkleiden.

   Die Form des Behälters 7 kann beispielsweise röhrenförmig sein, also wie eine Kerzendülle. Die Schmelzmulde enthält eine nach unten laufende Auslaufrinne ; an diese reicht zweckmässig eine Zunge 9, welche von Siegellackbehälter ausgeht und ermöglicht, dass die Siegellackstange bis zum letzten Ende abgeschmolzen werden kann ohne herauszugleiten. Man könnte aber auch die Zunge nachstellbar machen, um den Abfluss der Siegellackmenge zu regeln. Auch könnte der Boden des Siegellackbehälters selbst erwärmt werden und eine Auslaufrinne haben. 



  Unter der Schmelzmulde ist verschwenkbar eine Tropfmulde 10 angebracht, die entweder in die Stellung unter die seitwärts vom Brenner in ihrer Ruhelage befindliche Schmelzmulde gebracht werden kann oder nach einwärts geschwenkt ist (siehe gestrichen Stellung im Grundriss), Die Verschwenkung der Schmelzmulde über den Brenner erfolgt mit der den Apparat haltenden Hand, während die zweite Hand frei bleibt ; hierzu ist beim Handgriff 11 ein Drücker 12 angebracht, welcher zur Schubstange 13- gehört, die mit ihrem vorderen Ende in einen entsprechend geschlitzten Arm 14 eingreift, der an dem um Zapfen 6 drehbaren Tragarm des Siegellackbehälters vorgesehen ist.

   Bei der-dargestellten Ausführungsform lauft die Schubstange durch ein Rohr 15, das quer durch den Behälter 1 gelegt ist und die Druckfeder 16 enthält, welche die Schubstange immer entgegen der Wirkung des beim Knopf 12 drückenden Fingers herauszudrücken trachtet. Natürlich könnte man die Schub-   

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 stange auch seitlich oder über dem Behälter 1 anordnen und dementsprechend den Arm 14 ausbilden ; die Feder 16 entfernt selbsttätig die Schmelzmulde vom Brenner, wenn der Apparat beiseite gestellt wird. 



   Die Brennerdrüse 2 kann eine Verschlusskappe 17 erhalten, die beim Gebrauche des Apparats im Ring 18 eingesteckt wird. Der Siegelapparat kann in Verbindung mit einem Feuerzeug gebaut sein, damit man es zum Anzünden des Brenners stets bei der Hand hat, Am einfachsten ist der Einbau eines Streichfeuerzeuges. 19 ist der Kratzstift, welcher in den Benzinbehälter 20 hineinragt, der im oder neben Behälter 1 angeordnet sein kann. In dem ersteren Fall wird er durch eine entsprechende Scheidewand 21 vom Brennstoffraum getrennt. 



   Soll aber Benzin als Brennstoff benutzt werden, so kann der Kratzer unmittelbar im Brennstoffbehälter 1 stehen. 22 ist die pyrophore Streichfläche, welche seitlich am Behälter 1 angebracht   ist :   Der Apparat dient auf diese Weise auch als Feuerzeug. Man könnte ihn unten an Stelle der Füsschen auch mit einer Schale ausstatten, ähnlich einem Zündholzständer. 



   Schliesslich kann man bei dem Siegelapparat auch einen Anfeuchter 23 vorsehen, welcher zum Befeuchten des Petschaftes oder-auch von Briefmarken dient. Als Anfeuchter dient ein Schwamm oder ein Filzstreifen, der beispielsweise auf einem am Behälter 1 angeordneten Haken 24 aufgehängt werden kann. 



   Beim Gebrauch wird der Brenner angezündet, der Apparat ergriffen und der Siegellackbehälter bzw. das Schmelzgefäss durch Druck am Knopf 12 über die Flamme gebracht, wobei das Wachs durch die Auslaufrinne auf die zu siegelnde Stelle   fliesst.   Erfolgt das Schmelzen zu   kräftig,   kann man das Schmelzgefäss von der Flamme entfernen. Auch entfernt die Feder 16 selbsttätig die Schmelzmulde von der Flamme, sobald man den Apparat bei Seite stellt, so dass die Flamme weiter brennt, der Apparat also stets gebrauchsfertig ist, aber in keinem Falle Wachs überflüssig abschmelzen kann. Man kann die Schmelzmulde auch durch Schraube   7 In einer   Stellung gegenüber der Flamme feststellen in welche gerade die verlangte Menge Wachs   ständig herunter fliesst.   



    PATENT-ANSPRÜCHE :'   i. Siegelapparat mit   einem : Brennstoffbehälter,   Brenner und einem Schmelzgefäss für Siegellack, dadurch gekennzeichnet, dass   das Schmelzgefäss   und der Siegellackbehälter bzw. der Brenner durch ein federbelastetes von Hand. zu bedienendes Organ in die Arbeitsstellung gebracht werden, während nach Freigabe des Organs das Schmelzgefäss bzw. die Flamme durch die Federwirkung aus der Arbeitsstellung gebracht wird. 



   2. Siegelapparat, dadurch   gekennzeichnet, dass   als Siegellackbehälter ein in-einem Abstand über der Schmelzmulde mündendes Rohr dient, so dass ein kühlender Luftzwischenraum zwischen Schmelzgefäss und Siegellackbehälter entsteht. 
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   Siegelläckbehälter   eine Zunge zur   Abfübrrinne   der Mulde vorspringt.

Claims (1)

  1. 4. Siegelapparat nach Anspruch i, bzw. 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innen- wand des Siegellackbehälters mit einer zweckmässig herausnehmbaren Isolationsverkleidung (z. B. Asbest, Papier u. dgl. ) versehen ist.
    5. Siegelapparat nach Anspruch i, dadurch-gekennzeichnet, dass unter der Schmelzrinne eine verschwenkbare Tropfmulde angeordnet'ist, 6@ Siegelapparat nach Anspruch I, bzw. 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzmulde mit dem Siegellackbehälter beiseite schwenkbar am Brennstoffbehälter gelagert sind.
    7. Siegelapparat nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verschwenkung über die Flamme eine Schubstange dient, die gegebenenfalls über dem Traggriff angebracht sein kann,
AT85900D 1919-02-25 1919-02-25 Siegelapparat. AT85900B (de)

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AT85900T 1919-02-25

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AT85900B true AT85900B (de) 1921-10-25

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ID=3606849

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AT85900D AT85900B (de) 1919-02-25 1919-02-25 Siegelapparat.

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