DE270446C - - Google Patents

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DE270446C
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B5/00Optical elements other than lenses
    • G02B5/30Polarising elements

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 270446 KLASSE 42 h. GRUPPE
Beleuchtungsvorrichtung für Polarisationsapparate.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Juli 1913 ab.
Zur Beleuchtung von Polarisationsapparaten werden vielfach monochromatische Lichtstrahlen verwendet. So benutzt man bei den Halbschattenapparaten gelbe Lichtstrahlen, die in der Regel durch die Verdampfung von Natrium oder Chlornatrium in einer Bunsenflamme erzeugt werden. Bisher geschieht dies entweder in der Weise, daß man fein unterteiltes Natrium oder Chlornatrium durch die
ίο Bunsenflamme hindurchbläst, wobei aber sehr viel des Materials unverdampft die Flamme passiert, oder dadurch, daß man einen gewöhnlich ' ringartigen und mit einer Rinne ausgerüsteten Körper (Verdampfungskörper) aus feuerfestem Material, gewöhnlich aus Platin, mit dem zu verdampfenden Stoffe bedeckt und ihn dann in die Bunsenflamme bringt, um hier durch die vollständige Verdampfung in wirtschaftlich günstiger Weise die gewünschte gelbe Flamme zu erzielen. Die letzterwähnte Einrichtung, die in der Praxis am meisten Eingang gefunden hat, besitzt aber den Nachteil, daß, wenn das in dem ringförmigen Träger angeordnete Chlornatrium verdampft ist, die Arbeit mit dem Polarisationsapparat unterbrochen werden muß, um eine Neufüllung mit Chlornatrium usw. zu veranlassen.
Dieser Nachteil soll gemäß vorliegender Erfindung durch Anordnung einer mechanischen Zuführungsvorrichtung für das in der Flamme , zu verdampfende Material beseitigt werden. Zu dem Zweck ist der ringartige Verdampfungskörper mit einer seitlich liegenden Zuführungs- rinne versehen, nach welcher ein von einem Vorratsbehälter kommendes Rohr ausmündet, das zusammen mit dem Vorratsbehälter von Hand aus, und zwar zweckmäßig unter Vermittlung eines bis zum Polarisationsapparat führenden Triebes gedreht werden kann, wenn neues Material dem ständig in der Flamme liegenden ringartigen Verdampfungskörper zugeführt werden soll. Durch schräge Lage des erwähnten Zuführungsrohres wird dann eine gewisse Menge des während der Drehung aufgenommenen Materials nach der seitlichen Rinne des Verdampfungskörpers geleitet, wird hier flüssig und verteilt sich dann gleichmäßig in der Rinne des Verdampfungskörpers selbst^ Auf diese Weise kann daher der Beobachter, ohne seinen Platz verlassen zu müssen, den Brenner zur Herbeiführung der monochromatischen Flamme mit neuem Material beschicken.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel, und zwar teilweise im Schnitt, veranschaulicht.
Ein Bunsenbrenner 1, der zweckmäßig wie ein Gasglühlichtbrennerx ausgebildet ist, und dem durch einen Rohranschluß 2 Gas zügeführt wird, ist auf einem Stativ 3 angeordnet und von einem Metallzylinder 4 umgeben. Dicht über dem Brenner 1 liegt ein ringförmiger Verdampfungskörper 5, der aus Platin oder anderem feuerfesten Material besteht und zweckmäßig rinnenartig ausgebildet ist, um in der Rinne das zu verdampfende Material, z.B. Natrium,Chlornatrium usw., aufzunehmen. Der Halter 6 dieses ringförmigen Körpers ist gemäß vorliegender Erfindung zunächst mit
einem seitlichen, rinnenförmigen Teil 7 ausgerüstet und ist im übrigen selbst mit einem bügelartigen Tragkörper 8 verbunden, der auf ein kleines Konsol 9 aufgesetzt ist, das seiner seits am Metallzylinder 4 befestigt sein kann. Der Bügel 8 kann an dem Konsol verstellt werden, um die Lage des Verdampfungskörpers 5 in bezug auf die Flamme selbst einzustellen, bzw. um den ganzen Verdampfungskörper durch eine Öffnung des Zylinders 4 herausnehmen zu können. Derselbe Tragbügel 8 nimmt auch noch ein Zuleitungsrohr
10 auf, welches mit dem inneren Ende dicht über der Zuleitungsrinne 7 ausmündet, jedoch zweckmäßig so gelagert ist, daß es nicht direkt in die Flamme des Bunsenbrenners hineinreicht. Mit dem anderen Ende tritt dieses Zuleitungsrohr 10 in einen Vorratsbehälter 11 für das zu verdampfende Material ein.
Zweckmäßig ist das in den Zuleitungsbehälter
11 hineinreichende Ende bei 12 schräg abgeschnitten, so daß es wie ein Löffel wirkt und bei einer Drehung die Aufnahme einer bestimmten Menge des im Behälter 10 vorhandenen Materials veranlaßt. Das Zuleitungsrohr 10 hat zweckmäßig eine schräge Lage und trägt im übrigen eine kleine Scheibe 13, die durch eine Schnur 14 mit einer am Stativ 3 befestigten Rolle 15 verbunden ist. Letztere kann irgendeinen in der Zeichnung .■ nicht weiter dargestellten Trieb besitzen, der zweckmäßig bis zum Beobachtungsplatz am Polarisationsapparat führt, so daß also der Beobachter, ohne sich von seinem Platz entfernen zu müssen, den Trieb, die Rolle 15 und dadurch auch durch Schnur 14 und Rolle 13 das Zuleitungsrohr 10 einschließlich des Vorratsbehälters 11 drehen kann, wenn ihm durch Nachlassen der Flamme erkennbar wird, daß der Verdampfungskörper einer Neufüllung bedarf. Durch die Drehung des Rohres 10 und des Behälters 11 nimmt das abgeschrägte Ende
12 des Zuleitungsrohres aus der Vorratsmenge einen gewissen Teil des Materials auf und dieses gleitet in dem schrägliegenden Rohr 10 nach abwärts und fällt direkt in die seitliche Rinne 7 des ringförmigen Verdampfungsbehälters 5. Infolge der hier herrschenden Hitze wird das Material sofort flüssig und fließt und verteilt sich dann in dem ringartigen Körper 5 selbst. Diese Neufüllung macht sich dann sofort durch intensives Aufleuchten der monochromatischen Flamme erkennbar.
Es bedarf keiner weiteren Beschreibung, daß die erläuterte Zuführungsvorrichtung mannigfaltigen Änderungen unterliegen kann, ohne das Wesen der Erfindung zu beeinträchtigen. Wesentlich ist nur, daß infolge Anordnung einer mechanischen Zuführungsvorrichtung die Möglichkeit besteht, den Verdampfungskörper während des Betriebes mit neuem Material zu füllen, ohne den Beobachtungsplatz am Polarisationsapparat verlassen zu müssen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Beleuchtungsvorrichtung für Pplarisationsapparate mit einem rinnenartigen, in der Flamme liegenden Träger zur Verdampfung von monochromatische Lichtstrahlen erzeugenden Materialien (Verdampfungskörper), gekennzeichnet durch die Anordnung einer mechanischen Zuführungsvorrichtung für das zu verdampfende oder vergasende Material, mit deren Hilfe eine neue Beschickung veranlaßt werden kann, ohne den Beobachtungsplatz am Polarisationsapparat verlassen zu müssen.
2. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorratsbehälter für das zu vergasende Material mit einem ■ schrägliegenden Zuleitungsrohr, welches bis in den Bereich des in der Flamme liegenden Verdampfungskörpers reicht, vom Beobachtungsplatz am Polarisationsapparat aus in Drehung gesetzt werden kann, um hierdurch eine gewisse Menge des zu verdampfenden Materials dem Verdampfungskörper zuzuleiten.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der ringartige Verdampfungskörper eine seitliche Zuführungsrinne (7) besitzt, welche das von der mechanischen Zuführungsvorrichtung zugeleitete Material aufnimmt, um es durch Hitzeeinwirkung zu verflüssigen und dem ringartigen Verdampfungskörper zuzuleiten.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Zuführungsvorrichtung' wie auch der ringartige Verdampfungskörper von einem am Gestell (9) verschiebbaren Halter (8) getragen wird, um den Verdampfungskörper bzw. die ganze Zuführungsvorrichtung entsprechend einstellen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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