DE117488C - - Google Patents

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DE117488C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L17/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving codes wherein each character is represented by the same number of equal-length code elements, e.g. Baudot code
    • H04L17/02Apparatus or circuits at the transmitting end
    • H04L17/04Apparatus or circuits at the transmitting end with keyboard co-operating with code-bars
    • H04L17/06Contact operating means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Impression-Transfer Materials And Handling Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche telegraphische Geber, bei welchen für jedes Schriftzeichen auf einer einzigen Leitung eine Reihe elektrischer Stromstöfse, gewöhnlich fünf, übertragen werden, von denen einige negativ, andere positiv sind und jedes Schriftzeichen eine unterscheidende Versetzung der Stromstöfse besitzt.
Als Beispiel für ein solches System dient der in der deutschen Patentschrift 20826 beschriebene Bau dot'sehe Geber, bei welchem fünf Gebertasten gezeigt sind, die in geeigneter Aufeinanderfolge angetrieben werden können. Vermittelst eines Vertheilers werden von diesen Tasten geregelte Contacte auf einander folgend mit der Fernleitung verbunden und ein jeder Taste entsprechender Stromstofs der einen Polarität in die Fernleitung gesendet, wenn die Taste nicht niedergedrückt ist, sowie ein Stromstofs von entgegengesetzter Polarität in die Fernleitung gesendet, wenn die Taste niedergedrückt wird.
Ist daher keine der Tasten niedergedrückt, so sendet der Vertheiler fünf negative Stromstöfse in die Fernleitung, während bei der Niederdrückung aller Tasten der Vertheiler fünf positive Stromstöfse in die Fernleitung schickt. Die Reihe der Stromstöfse für einen jeden über die Fernleitung im Baudot'schen System zu übertragenden Buchstaben wirkt auf bestimmte Empfangs-, Festhalte- und Uebertragungsmittel in der Weise ein, dafs ein Typenrad sich zur Wiedergabe des besonderen, den übertragenen Stromstöfsen entsprechenden Schriftzeichens entsprechend zu drehen vermag.
Bei diesem System bewirken die Bewegungen der Gebertasten den Polaritätswechsel bei den Geberstromstöfsen direct, mit anderen Worten, die Tasten werden als Polwechsler benutzt. Die gebende Person mufs sich daher stets der für jedes Schriftzeichen eigenthümlichen Stromstofsvertauschung erinnern, was als ein Nachtheil angesehen werden mufs.
Mit dem Baudot'schen Apparat war es weiter nach der Bewegung der Tasten in der geeigneten Aufeinanderfolge zur Herbeiführung ihrer Poländerungswirkung erforderlich, zu warten, bis der vorhergehende Buchstabe auf der Strecke übertragen war, ehe man die Tasten zur Wiedergabe des nächsten Buchstabens in eine andere Verbindung überführte, wodurch natürlich die Uebertragung bei diesem System eine verhältnifsmäfsig langsame wurde.
Weiter war es bei den Gebern nach Bau do tschem System erforderlich, die Polwechsler, nachdem sie zum Geben der fünf, ein Schriftzeichen darstellenden Stromstöfse mit der Fernleitung verbunden waren, wieder zurückzuführen und dann auf das nächste Schriftzeichen einzustellen, und die Folge davon war gleichfalls ein ziemlich beträchtlicher Zeitverlust zwischen den verschiedenen Sätzen der Stromstöfse.
Schliefslich mufste der Telegraphist bei mit Stromwechslern versehenen Gebern beim Niederdrücken einer Taste mit der Hand die Stellung einer oder mehrerer solcher Stromwechsler
verschieben, und der Entfernung, bis zu welcher jede Taste zur Ausführung dieser Verschiebung bewegt werden mufste, sowie den dabei auftretenden Reibungswiderstä'nden entsprechend war diese Arbeit eine verhältnifsmäfsig langsame.
Nach der Bau dot'sehen Erfindung lag es nahe, besondere Tasten, ähnlich den Schreibmaschinentasten, anzuwenden, welche die fünf Polwechsler in der gewünschten Aufeinanderfolge selbstthätig antreiben, wie dies beispielsweise in der amerikanischen Patentschrift 498289 der Fall ist.
Die hinderliche Langsamkeit im Betriebe bei der Verschiebung der Polwechsler machte sich jedoch auch hier, wie bei allen übrigen bisher bekannt gewordenen Drucktelegraphen mit nur einem einzigen Polwechslersatz, vermittelst deren eine Reihe Stromstöfse für jeden Buchstaben übertragen werden kann, bemerkbar.
Der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung besteht nun einmal darin, die Geschwindigkeit des Gebens zu erhöhen, und zwar durch Anwendung einer Anzahl von Stromwechslersätzen, welche auf einander folgend durch die Tasten in Thätigkeit gesetzt werden. Durch Einwirkung auf einen jeden Stromwechslersatz wird derselbe in die zur Entsendung der einem Buchstaben oder sonstigen Schriftzeichen entsprechenden Stromstöfse in die Leitung geeignete Lage versetzt. Unmittelbar nach erfolgter Beeinflussung eines jeden Stromwechslersatzes und Entsendung der durch dieselben wiedergegebenen Schriftzeichen in die Fernleitung werden die Stromwechsler wieder in ihre Ausgangslage zurückversetzt und die vorhergehenden Sätze in Thätigkeit gesetzt.
Mit anderen Worten, bei vorliegendem Geber werden die fünf, ein Schriftzeichen darstellenden Stromstöfse unmittelbar auf die fünf Stromstöfse des vorhergehenden Schriftzeichens folgen, und es wird dabei kein gröfserer Zeitverlust zwischen dem letzten Stromstofs der ersten Reihe und dem ersten Stromstofs der zweiten Reihe eintreten, als zwischen zwei beliebigen Stromstöfsen irgend einer Reihe selbst.
Ein weiterer Zweck des Erfindungsgegenstandes besteht darin, die Einstellungsgeschwindigkeit der Stromwechsler durch Anwendung eines die Stromwechsler antreibenden Motors und durch Verbindung der Gebertasten mit der Regelvorrichtung des Motors zu erhöhen.
Der Telegraphist hat demnach nur die von besonderen Tasten angetriebenen verschiedenen Stromwechslersätze auf einander folgend zu bedienen, wobei die Stromstöfse in die Fernleitung entsendet und die Stromwechsler selbstthätig in ihre Ausgangslage zurückversetzt werden, so dafs die Gesammtdauer der Leitungsverbindung dadurch ausgenutzt wird.
In beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar ist:
Fig. ι die Seitenansicht des Gebers, welche gleichzeitig eine Schreibmaschine gewöhnlicher Art mit letzterem verbunden zeigt,
Fig ιa die Längsschnittansicht durch den Geber, zwei Schreibmaschinentasten zeigend,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Stromunterbrechers für den durch den Motor geregelten Magneten,
Fig. 3 die Schnittansicht durch den Motor nach Linie 3-3 (Fig. ia),
Fig. 4 ein Diagramm der durch den Motor geregelten Stromleitungen,
Fig. 5 die Draufsicht auf den Geber allein,
Fig. 6 eine Schnittansicht in gröfserem Mafsstabe vom Stromwechslergehäuse,
Fig. 7 eine Schnittansicht nach Linie 7-7 (Fig. 6) und
Fg. 8 ein Diagramm der Gpberstromleitungen.
In diesen Figuren sind mit 1 die neben einander in horizontaler Reihe drehbar gelagerten Gebertasten bezeichnet, über welchen eine Schreibmaschine geeigneter Art derart angeordnet ist, dafs ihre Tasten 2 in horizontaler Reihe über den Gebertasten liegen. Der Zweck der Anwendung einer vollständigen Schreibmaschine besteht darin, eine Copie des zu gebenden Telegramms während des Gebens selbst herstellen zu können. Wird eine solche Copie nicht gewünscht, dann wird nur die Anwendung der Tastenreihe 2 erforderlich. Jede Schreibmaschinentaste ist mit einem nach abwärts gerichteten Haken 3 versehen, welcher gegen die abgeschrägte Vorderkante der entsprechenden Gebertaste 1 anzugreifen vermag,
In den Haken 3 einer jeden Schreibmaschinentaste vermag ferner eine Schwungstange 4 einzugreifen, wenn der erstere leicht niedergedrückt und nach vorn unter die Stange geführt worden ist, worauf die letztere bei ihrem Antrieb eine der Gebertasten und die entsprechende Schreibmaschinentaste nach abwärts führt. Der Antrieb der Schwungstange 4 erfolgt durch einen Druckcylinder 5, dessen Kolben mit einem Hebel 6 verbunden ist, der seinerseits durch ein Verbindungsstück (Fig. ia) mit der Schwungstange in Verbindung steht. 7 (Fig. ia) ist das für gewöhnlich geschlossene Ventil des Cylinders 5, welches beim Emporheben Prefsluft in den Cylinder eintreten läfst, zum Niederdrücken des Kolbens. Das Ventil ist mit einem Hebel (Fig. 3) verbunden, welcher einen im Ruhezustand durch den Magneten g angezogenen Anker 8 trägt. Der Magnet 9 ist in einem für gewöhnlich geschlossenen Stromkreis (Fig. 4) eingeschaltet. Ist der Magnet stromlos, so
schiebt eine Feder io das Ventil 7 nach aufwärts, so dafs die Prefsluft den Kolben des Cylinders 5 antreibt und die Schwungstange 4, unter Niederdrückung einer der Schreibmaschinentasten und der entsprechenden Gebertaste i, nach abwärts führt.
Bei dieser Abwärtsbewegung greift das Vorderende des Hebels 6 gegen einen am Ventil 7 vorgesehenen Anschlag 11 an und stellt das Ventil sicher wieder ein.
Zur Unterbrechung des Stromkreises für den Magneten 9, um diesen Antrieb beim Niederdrücken irgend einer der Schreibmaschinentaschen stattfinden zu lassen, ist unterhalb sämmtlicher Schreibmaschinentasten eine Stange 12 vorgesehen, so dafs sie durch eine beliebige dieser Tasten niedergedrückt werden kann.
Eine solche durch irgend eine der Tasten niederzudrückende Universalstange ist bei Schreibmaschinen, beispielsweise zur Papierschlittenzuführung, üblich.
Die Stange 12 treibt einen Hebel 13 an, an dessen Ende ein Haken 14 sitzt, welcher mit einem Hebel 15 in Eingriff tritt. Letzterer ist für gewöhnlich nach abwärts gedrückt, wodurch die im Stromkreis mit dem Magneten 9 liegenden Contacte 16, 16 (Fig. 2) geschlossen werden.
Ein am Haken 14 vorgesehener, beim Niederdrücken der Taste nach aufwärts bewegter Stift wird durch die schräge Fläche eines Anschlages 17 vom Hebel 15 fortbewegt, so dafs der Haken aufser Eingriff mit dem Hebel 15 gesetzt wird, nachdem die Contacte 16, 16 getrennt worden sind, worauf der Hebel 1 5 zur Wiederschliefsung der Contacte 16 zurückgeführt wird.
Die Unterbrechung des Stromkreises für den Magneten 9 an den Contacten 16 findet demnach fast unmittelbar nach Beginn der Bethätigung irgend einer der Schreibmaschinentasten statt, und der Stromkreis wird durch das Fangen des Hakens 14 wieder geschlossen, bevor die niedergedrückte Schreibmaschinentaste in ihre Ausgangslage zurückgekehrt ist.
Diese unmittelbare. Wiederschliefsung des Stromkreises für den Magneten 9 bewirkt die Erregung desselben, so dafs er den Anker 8 bei seiner Rückkehr wieder anzieht. Durch die Unterbrechung des Stromkreises wird nämlich der Anker 8 durch die Feder 10 aufser Bereich seines Feldes geführt, so dafs bei der Wiederschliefsung des Stromkreises der Anker nicht angezogen wird, sondern, wie oben ausgeführt, erst dann sicher in seine Ausgangslage zurückgeführt wird, wenn der Kolben des Cylinders 5 den Hebel 6 zum Eingriff mit dem Anschlag 11 bringt.
Mit den ;Tasten 1 vermögen ferner fünf an ihrer Oberfläche mit Aussparungen versehene Platten 18 in Eingriff zu treten, welche sich rechtwinklig unter die Tasten erstrecken, und zwar sind die in Fig. 5 gezeigten Aussparungen der Platten so angeordnet, dafs. sie in geeigneter Reihenfolge niedergedrückt werden, entsprechend der besonderen Taste.
So ist ersichtlich, dafs, wenn man von links ■ mit der ersten Taste 1 (Fig. 5) beginnt, durch Niederdrücken derselben alle Platten 18 niedergedrückt werden, da keine derselben unterhalb der ersten Taste ausgespart ist. Die zweite Taste wird alle Platten, mit Ausnahme der ersten, niederdrücken, da nur diese erste Platte unterhalb der Taste ausgespart ist. Die dritte Taste wird die erste und fünfte Platte nicht niederdrücken, die vierte Taste die erste und vierte Platte, die fünfte Taste die erste, vierte und fünfte Platte, die sechste Taste die erste und dritte Platte, die siebente Taste die erste, dritte und fünfte Platte, die achte Taste wird die erste, dritte und vierte Platte nicht niederdrücken und so fort.
Die ausgesparten Platten 18 sind mit Führungsplatten 19 versehen und jede der letzteren (Fig. ι und ia) wird von einem Paar an den Enden von Schwungwellen 20 sitzender Schwungarme getragen, so dafs die Platte parallel nach abwärts ,verschoben wird. Mit jeder der ausgesparten Platten 18 ist einer von fünf concentrischen Ringen 21 verbunden.
Mit 22 (Fig. ι und 6) ist das Stromwechsler- , gehäuse und mit 23, 24 sind mit den entgegengesetzten Polen der Hauptbatterie verbundene Platten bezeichnet (Fig. 6 und 8). Jeder Stromwechsler 25 besteht aus einem kleinen, in Oeffnungen der Platten 23 und 24 laufenden Stift und ist mit einer Widerlagsfläche 26 versehen, die für gewöhnlich gegen die Platte 23 anliegt, beim Niederdrücken des Stromwechslers aber mit der Platte 24 in Eingriff tritt.
Das untere Ende eines jeden Stiomwechslers steht in beständigem Eingriff mit je einer besonderen Hülse 27, deren jede wiederum mit einem der Segmente 28 eines Theilkreises elektrisch verbunden sind. In Fig. 7 sind acht Stromwechslersätze dargestellt, von denen jeder Satz aus fünf Stromwechslern zusammengesetzt ist, so dafs mithin vierzig Segmente 28 vorhanden sind, von denen die ersten fünf mit den fünf Hülsen 27 des ersten Stromwechslersatzes , die zweiten fünf mit dem nächsten Stromwechslersatz verbunden sind u. s. w., und zwar werden die Stromwechsler 25 in der einen oder anderen Lage durch schwache Federn 29 gehalten, welche die Stromwechsler an der einen Seite zum Reibungseingriff der Widerlagsflächen 26 mit den Aussparungen der Platte 23 bezw. 24 zu bringen suchen.
30 ist eine senkrechte Welle, welche von einer Hülse 3 1 umgeben und an ihrem unteren
Ende mit zwei entgegengesetzt gerichteten Sperrrädern 31", 31* (Fig. la und 6) versehen ist. Ein von einem Getriebe 33 angetriebenes Zahnrad 32 ist zwischen zwei Reibscheiben 34 an der Hülse 31 geklemmt und eine Spiralfeder 35 zwischen den Reibscheiben 34 und der Welle 30 eingeschaltet.
Durch Antrieb des Getriebes 33 wird das Zahnrad 32 in Drehung versetzt und treibt vermittelst der Reibscheiben 34 die Hülse 31 an. Durch diesen Antrieb wird weiter die Feder 35 gespannt, so dafs die Welle 30 unter der Wirkung der Feder 35 angetrieben wird, sobald die Sperrräder auf einander folgend von einer Sperrklinke 36 freigegeben werden, welche durch ein Verbindungsstück 37 (Fig. ia) mit dem Hebel 6 verbunden ist. Jedes Mal, wenn der Kolben des Motorcylinders 5 bewegt wird, vermag demnach die Welle 30 sich um einen Absatz zu drehen.
An ihrem oberen Ende trägt die Welle 30 einen Arm 38, an welchem die fünf gewöhnlich durch Federdruck nach aufwärts gedrückten Kolben 39 sitzen, welche unterhalb der Ringe 21 arbeiten und auf einander folgend in die Stellung über den verschiedenen Stromwechslersätzen gebracht werden können, da die Welle 30 an ihrer unterbrochenen bezw. stufenweisen Bewegung theilnimmt.
An der Hülse 31 sitzt fest ein Tragarm 40, welcher eine in die Contactplatten 28 eingreifende Contactbürste 41 trägt. Eine zweite vom Arm 40 getragene, von demselben isolirte Contactbürste 42 steht in Eingriff mit dem Collectorring 43. Ein am Arm 40 schwingend gelagerter, ein Contactstück 45 tragender Hebel 44 liegt gegen die Oberseite der Bürste 42 an und greift in concentrisch zum Collectorring 43 angeordnete Zähne 46 ein, so dafs beim Passiren der Unterbrechungen zwischen den benachbarten Contactplatten 28 der Hebel 44 auf einem Zahn 46 entlang geht zur Unterbrechung des Stromkreises für dieBürste4i am Contact 45, wodurch der Funkenbildung zwischen den Theilkreisplatten 28 und folglich einer Beschädigung derselben vorgebeugt wird.
Von der Hülse 31 wird ferner ein abgeschrägter, die Bodenplatte der verschiedenen Stromwechslersätze berührender Arm 47 getragen zur Zurückführung der Stromwechsler in ihre Ausgangsstellungen, nachdem die Bürste 41 die Linie mit denjenigen Theilkreisplatten verbunden hat, welche den zurückgeführten Stromwechslern entsprechen.
Die Geberstromkreise sind schematisch in Fig. 8 dargestellt, in welcher die beiden Batterien 48 und 49 mit gemeinschaftlicher Erdleitung dargestellt sind. Die eine dieser Batterien speist die Platten 24 mit Strom der einen Polarität und die andere Batterie die Platten 23 mit Strom der entgegengesetzten Polarität. In normalem Zustande sind die Stromwechsler 25 alle angehoben, so dafs ihre unteren Enden oder, mit anderen Worten, die mit diesen Enden verbundenen Hülsen 27 die Theilkreisplatten 28 mit Strom von nur einer Polarität versorgen. Würden diese Stromwechsler nicht verschoben, so würde durch die Bewegung der Bürste 41 über den Theilkreisplatten bei jeder Umdrehung der Hülse 31 die Sendung einer Reihe von Stromstöfsen von gleicher Polarität, 40 an der Zahl, in die Leitung bewirkt.
Ist jedoch einer oder sind mehrere der Stromwechsler niedergedrückt, so dafs die Widerlagsfläche 26 eines jeden in eine Platte 24 eingreift, so bewirkt die dem niedergedrückten Stromwechsler entsprechende Theilkreisplatte das Senden von Stromstöfsen der entgegengesetzten Polarität in die Leitung. Mit anderen Worten, angenommen, der schematische, oben rechts (Fig. 8) dargestellte Satz von fünf Stromwechslern entspräche den ersten fünf Contacten 28 des Theilkreises und die Platte 23 würde mit negativen Strömen gespeist, dann würde, wenn diese Stromwechsler nicht verändert werden, die Bürste 41 beim Passiren über die ersten fünf Contactplatten fünf negative Stromstöfse in die Leitung senden. Angenommen weiter, ein bestimmtes Schriftzeichen würde aus fünf Stromstöfsen der folgenden
Reihenfolge -(- -| gebildet und die
Kolben 39 befänden sich über dem besonderen, in Frage stehenden Stromwechslersatz, so würde die entsprechende Gebertaste niedergedrückt, wodurch die dritte und vierte der ausgesparten Platten 18 niedergedrückt werden, welche den entsprechenden dritten und vierten Ring 21 nach abwärts führen zum Eingriff des entsprechenden dritten und vierten Kolbens 39 und zur Niederdrückung des dritten und vierten Polwechslers, wodurch die Widerlagsfläche 26 in Eingriff mit der Platte 24 gesetzt wird. Wenn daher im angenommenen Falle die Bürste 41 über die ersten fünf Contactplatten hinwegginge, würde dieselbe zunächst zwei negative Stromstöfse, dann zwei positive und schliefslich einen negativen Stromstofs, entsprechend dem gewünschten Schriftzeichen, in die Leitung senden.
Die Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes ist demnach die folgende:
Wird eine Schreibmaschinentaste 2 niedergedrückt, so greift der Haken 3 derselben gegen das abgeschrägte Vorderende der entsprechenden Gebertaste 1 an. Die erste Bewegung der Schreibmaschinentaste drückt die Stange 12 nieder unter Drehung des Hebels 13 (Fig. 2) um sein Drehlager und unter Hebung des Hakens 14, wodurch die Contacte 16, 16 unter Unterbrechung des Stromkreises für den Mag-
neten g getrennt werden. Der freigegebene Anker 8 gestattet die Hebung des Ventils 7 durch die Feder 10, sowie die Verbindung des Cylinders 5 mit der Quelle für die Druckluft. Der Kolben des Cylinders wird so nach abwärts gedrückt, bewegt den Hebel 6 und schwingt die Schwungstange 4 zur Niederdrückung der ausgewählten Gebertaste 1 um den geeigneten Betrag.
Unmittelbar nach erfolgter Trennung der Contacte 16, 16 wird der Stift am Haken 14 vom Daumen 17 zur Freigabe des Hakens vom Hebel 15 nach auswärts bewegt und der letztere tritt wieder in Eingriff mit den Contacten zur Schliefsung des Stromkreises durch den Magneten 9, wodurch dieser erregt wird; jedoch ist die Kraft des Magneten nicht stark genug, um den Anker 8 zu heben.
Sobald der Kolben des Cylinders 5 sich seinem unteren Hubende nähert, greift der Hebel 6 gegen den Anschlag 11 an, führt das Ventil dadurch in seine Ausgangsstellung zurück und bringt den Anker 8 wieder in den Bereich des Magneten 9, so dafs der letztere für den nächsten Arbeitsvorgang fertig ist.
Nunmehr wird das Getriebe 33 zur Drehung des Zahnrades 32 und der Hülse 31 angetrieben und die Feder 35 aufgewunden, so dafs sie die Welle 30 zu drehen sucht. Durch die auf einander folgenden Bewegungen des Hebels 6 wird eine unterbrochene Drehung der Welle 30 erzielt und die Kolben 39 nach einander über die verschiedenen Stromwechslersätze geführt. Bei der Umdrehung der Hülse 3 1 wird der Arm 40 mitgenommen, welcher die Bürste 41 in Berührung mit den verschiedenen Theilkreisplatten bringt und die letzteren auf einander folgend mit der Leitung in Verbindung setzt.
Das Niederdrücken irgend einer der Tasten 1 bewirkt die Abwärtsbewegung einer' oder mehrerer der ausgesparten Platten 18, je nach der gewünschten Versetzung, sowie die entsprechende Abwärtsbewegung einer oder mehrerer Ringe 21. Die letztere bewirkt dann ihrerseits die Niederdrückung der diesen Ringen entsprechenden Kolben 39 und die Einstellung der Stromwechsler des Satzes, mit welchem diese Kolben zur Zeit in Eingriff stehen.
Auf diese Weise werden die Stromwechsler auf einander folgend in die gewünschten, den Schriftzeichen entsprechenden Versetzungen übergeführt und nicht eher durch die Platte 47 in ihre Ausgangslage zurückgeführt, bis die Bürste 41 die den genannten Stromwechslern entsprechenden Theilkreisplatten 28 mit der Leitung verbunden hat. Durch diese auf einander folgende Beeinflussung einer Reihe von Stromwechslern durch Verbindung derselben mit der Leitung nach erfolgtem Antrieb und durch vollständige Zurückführung derselben in die Ausgangslage wird es möglich, die gesammte Zeit, während der ein oder mehrere Stromwechsler eingestellt und mit der Leitung verbunden werden, zur Zurückführung bereits eingestellter Stromwechsler in die Ausgangslage auszunutzen.

Claims (5)

Pa tent-Ansprüche:
1. Ein Geber für Telegraphen des Baud ο tschen Systems, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Anzahl von Stromwechslersätzen (25) auf einander folgend derart mit der Fernleitung verbunden werden können, dafs die Zurückführung bereits benutzter Stromwechsler des einen Satzes in die Ausgangslage während der Wirksamkeit der Stromwechsler anderer Sätze bewirkt wird.
2. Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 gekennzeichneten telegraphischen Gebers, bei welcher eine Reihe ausgesparter Platten (18) unter den Gebertasten (1) angeordnet sind, die der Zahl nach den Stromwechslern eines jeden Satzes entsprechen und mit denen eine Reihe concentrischer Ringe (21) verbunden ist, welch' letzteren wiederum eine Anzahl Kolben (39) entspricht, die wechselweise in Antriebsverhältnifs zu den verschiedenen Stromwechslersätzen gesetzt werden.
3. Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 gekennzeichneten telegraphischen Gebers, bei welcher die im Anspruch 2 genannten Kolben (39) von einer Welle (30) getragen werden, welche durch eine Feder mit einer die Welle umgebenden Hülse (31) verbunden ist, welch' letztere einen Stromschlufsarm (40) für die den verschiedenen Stromwechslern entsprechenden Segmente (28) eines Theilkreises trägt.
4. Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 gekennzeichneten telegraphischen Gebers, bei welcher die verschiedenen Stromwechslersätze auf einander folgend durch eine Reihe von Gebertasten (1) in Thätigkeit gesetzt werden, sobald irgend eine vom Telegraphisten ausgewählte Taste durch einen Druckcylinder (5) oder einen ähnlichen Motor angetrieben wird, dessen Ventil oder sonstige Regelvorrichtung (7) von einer Reihe Schreibmaschinentasten (2) aus gesteuert wird.
5. Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 gekennzeichneten telegraphischen Gebers, bei welcher eine mit dem Kolben des im Anspruch 4 genannten Druckcylinders (5) verbundene Schwungstange (4) mit einem Haken (3) am Ende einer jeden Schreib-
maschinentaste (2) in Eingriff tritt, zwecks Niederdrückens dieser Taste und der ihr entsprechenden Gebertaste (1), und der Anker (8) eines in einem im Ruhezustand geschlossenen Stromkreis eingeschalteten Elektromagneten (9) für gewöhnlich das Ventil (7) des Druckcylinders (5) in der Ruhelage erhält, der Stromkreis des Magneten (9) aber durch Trennung eines Contactpaares (16, 16) bei der Niederdrückung irgend einer der Regulirtasteh (2) unterbrochen wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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