DE1168397B - Verfahren zur Herstellung von Actinidcarbid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Actinidcarbid

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DE1168397B
DE1168397B DEU9117A DEU0009117A DE1168397B DE 1168397 B DE1168397 B DE 1168397B DE U9117 A DEU9117 A DE U9117A DE U0009117 A DEU0009117 A DE U0009117A DE 1168397 B DE1168397 B DE 1168397B
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DE
Germany
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carbide
particles
actinide
carbon
production
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Application number
DEU9117A
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English (en)
Inventor
Dennis Charles O'rourke
George Dollar White
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US Atomic Energy Commission (AEC)
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US Atomic Energy Commission (AEC)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/90Carbides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2004/00Particle morphology
    • C01P2004/30Particle morphology extending in three dimensions
    • C01P2004/32Spheres
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2004/00Particle morphology
    • C01P2004/51Particles with a specific particle size distribution
    • C01P2004/52Particles with a specific particle size distribution highly monodisperse size distribution
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2004/00Particle morphology
    • C01P2004/60Particles characterised by their size
    • C01P2004/61Micrometer sized, i.e. from 1-100 micrometer

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Actinidcarbid Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Actinidcarbid unter Umsetzung eines Oxydes des Actinides mit Kohlenstoff, wobei man die Reaktionsteilnehmer in stöchiometrischen Anteilen innig mischt und durch eine Inertgas-Plasmaflamme mit einer Temperatur im Bereich von 10 000 bis 13 000° C führt. Insbesondere betrifft die Erfindung die Herstellung eines Produktes aus im wesentlichen gleichmäßigen und kugelförmigen, nicht pyrophoren Urancarbidteilchen, die sich für den Einsatz in einem Kernreaktor eignen.
  • Actinidcarbide, wie Urancarbid, Plutoniumcarbid und Thoriumcarbid, erscheinen auf Grund ihrer Eigenschaften für den Einsatz im Kernreaktor lohnend. Im Vergleich mit den Metallen Uran, Plutonium und Thorium ist ihre physikalische Struktur viel weniger gegen Strahlungsschäden empfindlich, und sie zeigen auch nicht das Strahlungswachstum, das einen großen Mangel metallischer Brenn- und Brutmaterialien darstellt. Im Vergleich mit den Oxyden der gleichen Metalle besitzen die Carbide eine größere Dichte, was ihren Einsatz in Reaktorkernen oder Brutelementen erlaubt, die gedrungener als bei Verwendung von Oxyden gebaut sein können.
  • Die Umwandlung eines Actinidoxydes in das entsprechende Carbid bietet keine Schwierigkeiten theoretischer Art; es ist allgemein anerkannt, daß sie nach einer einfachen Gleichung abläuft, wobei die Gleichung für die Umwandlung des Urandioxydes, die typisch ist, folgendermaßen lautet:
    UOz -I- 3 C @ UC + 2 CO
    Trotz der scheinbaren Einfachheit bietet die obengenannte Reaktion praktisch einige sehr erhebliche Schwierigkeiten. Es ist nicht einfach, den vollständigen Reaktionsablauf zu erzwingen, so daß oft in dem Endprodukt etwas Urandioxyd zurückbleibt, .was bei Kernreaktoren, bei denen Materialien sehr hohen Reinheitsgrades benötigt werden, um den scharfen Anforderungen des Reaktorbaus zu genügen, bedenklich ist.
  • Bei den heute bekannten Verfahren zur Durchführung der obengenannten Reaktion schwanken die Teilchengröße und -form des Carbidproduktes beträchtlich, was ebenfalls für den Einsatz im Reaktor einen Nachteil darstellt. Im allgemeinen liefern diese Verfahren ziemlich große Massen, die man zerstoßen oder sonstwie einer Zerkleinerung unterwerfen und dann klassieren muß, um sowohl zu große als auch zu kleine Teilchen zu entfernen.
  • Diese Zerstoß- und Klassierarbeiten liefern zwar ein Produkt recht gleichmäßiger Größe, können aber weder irgendwie der auf dem Vorliegen von nicht umgesetztem Urandioxyd beruhenden Ungleichmäßigkeit der Zusammensetzung abhelfen noch die Teilchen kugelförmig machen. Sie sind ihrer Natur nach kostspielig, und ihre Kosten werden dadurch noch erhöht, daß das Zerstoßen zwangläufig zu einer gewissen Menge an Carbidfeinstoffen führt, die pyrophor sind, und die größeren Teilchen neigen selbst nach dem Klassieren dazu, staubig zu sein, und müssen gewaschen werden, um die Feinstoffe vollständig zu entfernen. Arbeiten mit diesen Stoffen müssen dementsprechend in einer inerten Atmosphäre, wie einem Arbeitskasten, durchgeführt werden.
  • Alle Verfahren zur Herstellung von Carbiden der genannten Klasse arbeiten schließlich vergleichsweise langsam und müssen diskontinuierlich durchgeführt werden; sie sind daher kostspieliger als ein vergleichsweise rasch arbeitendes, kontinuierliches Verfahren.
  • Die Erfindung gestattet ein Actinidcarbid herzustellen, das aus Teilchen im wesentlichen gleichmäßiger Größe und kugelförmiger Gestalt besteht, von nicht umgesetztem Actinidoxyd im wesentlichen frei ist und durch das Fehlen von pyrophoren Feinstoffen und des Staubigseins stabil ist, insbesondere ein Urancarbid aus Teilchen im wesentlichen gleichmäßiger Größe und kugelförmiger Gestalt, das von nicht umgesetztem Urandioxyd im wesentlichen frei ist. Sie ermöglicht die Herstellung solcher Produkte, ohne daß wegen eines Staubigseins oder des Vorliegens von pyrophoren Feinstoffen ein Arbeitskasten angewandt werden muß, und insbesondere in einem kontinuierlichen, vergleichsweise raschen Verfahren.
  • Die Ziele der Erfindung werden verwirklicht, indem man Actinidoxyd und Kohlenstoff in der Umgebung eines erhitzten, inerten Gases bei einer Temperatur im Bereich von 10 000 bis 13 000° C durchführt, wobei im wesentlichen kugelförmige Teilchen aus Actinidcarbid erhalten werden, die eine im wesentlichen gleichmäßige Größe aufweisen und von Actinidoxyd oder anderen Verunreinigungen im wesentlichen frei sind. Die Kugelform der Teilchen verkleinert die Oberfläche des Urancarbides auf ein Minimum, wodurch das Produkt nicht pyrophor und beständig ist.
  • Die Durchführung der Reaktion in dieser Umgebung erfordert nur einen Bruchteil einer Sekunde. Man kann eine solche Umgebung im Betrieb der im Handel verfügbaren plasmabildenden Flammvorrichtungen oder Plasmakanonen erhalten, bei denen ein Gasstrom von einer elektrischen Entladung zwischen zwei dem Gasstrom benachbart angeordneten Elektroden erhitzt wird.
  • In der Zeichnung ist, zum Teil im Schnitt, eine plasmaflammenbildende Vorrichtung mit Hilfsbehältern zur Durchführung der Erfindung dargestellt, wobei 1 das Plastgehäuse der plasmaflammenbildenden Vorrichtung, 2 einen Kühlwassereinlaß und 3 einen Kühlwasserauslaß bezeichnet. .Durch die Leitung 4 wird ein beliebiges inertes Gas, wie Argon, Helium od. dgl., zugeführt, wobei das Argon bevorzugt wird. Die Vorderelektrode 5 aus leitfähigem Material, das hochtemperaturfest ist, und die verstellbare Hinterelektrode 6 werden an eine (nicht eingezeichnete) Stromquelle angeschlossen. Die Hinterelektrode ist hinten mit einer Stange 7 vereinigt, deren Außengewinde 8 mit dem Innengewinde 9 eines Isolierknopfes 10 im Eingriff steht. Durch Drehung des Stellknopfes 11, der über die Stange 7 mit der Stange 12 verbunden ist, läßt sich die Hinterelektrode in dem zylindrischen Entladungstunnel 13 in Längsrichtung verstellen, wodurch der Betrag der Entladung zwischen den Elektroden 5 und 6 geregelt und hierdurch wiederum die Temperatur des Tunnels 13 und der aus ihm durch die Austrittsöffnung 15 in der Elektrode 5 austretenden Plasmaflamme 14 beeinflußt wird. Die zweite, die Temperatur beeinflussende Veränderliche besteht in der Geschwindigkeit, mit welcher das Gas aus der Kammer 16 durch den Tunnel 13 strömt. Das Kühlwasser fließt durch den den Tunnel umgebenden Wasserkanal 17.
  • Der zur Injektion des Pulvers dienende Einlaß 18 ist über eine Leitung 20 mit dem Trichter 19 verbunden. Unter der Wirkung des Vibrators 21 fließt das Pulver 22, ein Gemisch aus Aetinidoxyd und Kohlenstoff, aus dem Trichter 19 durch die Leitung 20 und den Durchlaß 23 so in die Elektrode 5, daß es in den Entladungstunnel 13 eine kurze Strecke hinter der Austrittsöffnung 15 eintritt. Die Flamme 14 erzeugt in einer dem Venturieffekt ähnlichen Weise eine Saugwirkung, durch welche das Pulver 22 vollständig in den Tunnel 13 eintritt, wobei die Flamme 14 das ankommende Pulver 22 im Tunnel vollständig einschließt und im wesentlichen vollständig zur Flammenspitze 24 trägt, aus welcher ein Strom der vollständig umgesetzten, im wesentlichen gleichmäßigen und kugelförmigen Teilchen 25 des Actinidcarbides gemäß der Erfindung austritt. Die Teilchen 25 werden von einem Schacht 26 in den Behälter 27 geführt und sammeln sich an dessen Boden. Die Atmosphäre in dem Behälter 27 wird ebenfalls von einem inerten Gas gebildet, wodurch eine Oxydation der Teilchen 25, die sonst auf Grund ihrer erhöhten Temperatur eintreten würde, verhindert wird.
  • Zur Erregung der elektrischen Entladung zwischen den Elektroden 5 und 6 dient ein Erreger 28, der einen Kondensator enthält, oder eine ähnliche Vorrichtung. Der Erreger ist an die obengenannte Stromquelle angeschlossen. Ein Einwegventil 29 erlaubt den Austritt von überschüssigem Gas aus dem Behälter 27 in die Atmosphäre.
  • Bei der Durchführung der Erfindung wird das Pulver 22 vorzugsweise wie folgt hergestellt: Man mischt feines Kohlenstoffpulver von weniger als 1 g Korngröße in stöchiometrischen Verhältnissen mit dem Actinid. Bei reinem Urandioxyd würde das Molverhältnis 3 : 1 betragen, aber da das Urandioxyd des Handels leicht unstöchiometrisch ist, soll eine kleine, entsprechende Abänderung des Verhältnisses erfolgen. Der Kohlenstoff kann jeder im wesentlichen reine Kohlenstoff, wie Gasruß, »Channel«-Ruß u. dgl., sein. Das Mischen wird vorzugsweise auf einer Kugelmühle etwa 2 Stunden in Alkohol durchgeführt. Vorzugsweise wird vor dem Mischen eine kleine Menge, wie 3%, eines organischen Bindemittels, wie festes Polyäthylenglykol, zugesetzt. Man entnimmt das Gemisch dann aus der Mühle, dampft es teilweise ein und preßt aus dem erhaltenen Kuchen kleine Pellets, wie Zylinder von 13 mm Durchmesser und 13 mm Höhe, die hierauf zerstoßen und klassiert werden. Eine Korngröße des erhaltenen, als Ausgangsmaterial einzusetzenden Pulvers 22 von <0,15, >0,074 mm (-100, +200 Maschen) wird bevorzugt. Man kann auch beliebige andere Verfahren zum innigen Mischen stöchiometrischer Anteile an Kohlenstoff und Actinidoxyd einsetzen, die ein Pulver brauchbarer Korngröße und Fließeigenschaften ergeben.
  • Es hat sich gezeigt, daß die Temperatur der Plasmaflamme recht kritisch ist und im Bereich von 10 000 bis 13 000° C liegen muß, um Teilchen mit den obengenannten gewünschten Eigenschaften zu liefern, d. h. einer wesentlichen Gleichmäßigkeit in bezug auf chemische Zusammensetzung und Teilchengröße und von im wesentlichen Kugelform. Die Plasmaflamme, durch welche das Material geführt wird, soll von der Austrittsöffnung 15 bis zur Spitze 24 eine Länge von etwa 173/4 bis 251/z cm, vorzugsweise von etwa 251/z cm haben, und das inerte Gas, wie Argon, soll in die Plasmaflammvorrichtung in einer Menge von etwa 0,00064 bis 0,0032 kg/Sek. bei einer Austrittsöffnung von 6,4 mm eingeführt werden. Aus nicht völlig geklärten Gründen wirkt eine kleinere Menge Wasserstoff von weniger als 1 Volumprozent, die dem inerten Gas zugesetzt wird, als Promotor, der die Herbeiführung des vollständigen Ablaufens der Reaktion zwischen dem Kohlenstoff und dem Oxyd unterstützt.
  • Beispiel 12 g eines im wesentlichen reinen Gasrußes mit einer Korngröße kleiner als 1 u und 88 g Urandioxyd des Handels von 1 bis 5 u Korngröße mit 3 Gewichtsprozent festem Polyäthylenglykol werden auf einer Kugelmühle 2 Stunden in Alkohol gemischt. Man trocknet das erhaltene Gemisch auf die Konsistenz eines dicken Mörtels, verpreßt es zu zylindrisehen Pellets von 13 - 13 mm und trocknet die Pellets in einem Ofen bei 850°C vollständig. Die Pellets werden dann in einem Mörser zerstoßen und die erhaltenen Teilchen durch ein Sieb von 0,15 mm Sieböffnung (100 Maschen) geführt, wobei man die das Sieb nicht passierenden Teilchen verwirft, und hierauf durch ein Sieb von 0,074 mm Sieböffnung (200 Maschen), wobei die das Sieb passierenden Feinstoffe verworfen werden.
  • Die Teilchen (Korngröße <0,I5 mm, >0,074 mm) werden dann in den Trichter einer Vorrichtung der in der Zeichnung dargestellten Art eingegeben und durch eine Austrittsöffnung von 6,4 mm Durchmesser durch eine Argon-Plasmaflamme von 25,4 cm Länge und 13 000° C hindurchgeführt. Das Argon wird in die Plasmaflammvorrichtung mit einer Geschwindigkeit von etwa 0,0020 kg/Sek. eingeführt; der Lichtbogen zwischen den Elektroden der Plasmaflammvorrichtung wird mit einem Dreiphasenstrom gebildet.
  • Am Boden des Behälters 27 wird ein Gemisch im wesentlichen kugelförmiger Teilchen aus im wesentlichen reinem UC erhalten. Die Teilchengröße ist im wesentlichen gleichmäßig (<0,125, >0,05 mm). Feinstoffe liegen nicht vor, und die Teilchen sind an der Luft beständig und nicht pyrophor.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Actinidcarbid unter Umsetzung eines Oxydes des Actinides mit Kohlenstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man.die Reaktionsteilnehmer in stöchiometrischen Anteilen innig mischt und durch eine Inertgas-Plasmaflamme mit einer Temperatur im Bereich von 10 000 bis 13 000° C führt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als inertes Gas Argon verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man ein inertes Gas. mit einem Gehalt von bis zu 1 Volumprozent an Wasserstoff verwendet.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch der Reaktionsteilnehmer durch eine Plasmaflamme von etwa 17$/a bis 251/z cm Länge führt.
DEU9117A 1961-07-28 1962-07-16 Verfahren zur Herstellung von Actinidcarbid Pending DE1168397B (de)

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