DE116014C - - Google Patents
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- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66C—CRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
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Description
(SiaMil'iyuMV
co D Tci i ο e-t f ic 'ι ei v
PATENTAMT
KLASSE
„LAUCHHAMMER",
Bewegliche Beschickungsvorrichtungen nach Art der durch die Patente 99571 und 100553
bekannt gewordenen Einrichtungen, bei welchen vermittelst eines Schwengels die Beschickung
von Martinöfen mit zerkleinertem Eisenmaterial oder Roheisen nur durch maschinelle
Bewegungen vollzogen wird, sind bislang in den Hüttenwerken auf dem europäischen
Continent für die Beschickung von Wärmöfen als rein maschinell bewegte Ingot-Einsetzmaschine
nicht in Anwendung.
Das Einsetzen der Ingots in die Wärmöfen wird bislang noch immer durch Handarbeit
oder feststehende Vorrichtungen vollzogen, die eine äufserst zeitraubende, eine Sufserst mühsame
ist und dabei zugleich eine die Kräfte der Bedienungsmannschaft in einem viel höheren
Mafse erschöpfende Arbeit darstellt, als es jene Handarbeit zur Beschickung von Martinöfen
sein kann, denn es ist bei der Handarbeit von Wärmöfen ganz und gar ausgeschlossen, dafs
•sich das eigentliche Einsetzen, selbst bei einem kleinen Gewicht des Ingots, unter verhältnifsmäfsig
schnellem Oeffhen und Wiederschliefsen der Ofenmündung vollziehen liefse.
Während es sich bei der Handbeschickung der Martinöfen um zerkleinertes Eisenmaterial
oder Roheisen und Masseln handelt, die sich durch die Ofenöffnung durch Handarbeit leicht
einwerfen lassen, so dafs die Bedienungsmannschaft bis zu einem viel höheren Grade sich
selbst vor der Ofenglut durch seitliche Stellungnahme Deckung verschaffen kann, hat man
es bei der Handbeschickung von Wärmöfen mit einem blockförmigen Halbproduct (Ingot)
von eventuell beträchtlichem Gewicht (3000 kg) bei eventuell erheblichen Dimensionen
(400/750 mm X 2500 mm) zu thun. Die Mannschaft mufs hierbei, nachdem dieselbe bei
geöffnetem Ofen das Ingot beispielsweise durch ein von oberen Laufschienen herabhängendes
Zangenwerk in den vorderen Theil des Ofens eingeführt hat, nunmehr auch noch vermittelst
Eisenstangen die Weiterbeförderung desselben in den mittleren Theil des Ofenraumes hinein
durch Handarbeit vollziehen, die Mannschaft ist also auch noch während dieser ganzen Zeit
dem vollen Anprall der Ofenglut ausgesetzt, und die Zeitdauer, während welcher dieselbe
in dieser erschöpfenden Stellung verharren mufs, wächst mit dem Gewicht und den
Dimensionen des einzusetzenden Blockes.
Es erschien daher noch mehr als für Martinöfen geboten, eine rein maschinelle Einrichtung
zu erfinden, durch welche diese erheblich höheren Uebelstände bei der Handbeschickung
von Wärmöfen vermieden werden konnten, wobei es galt, aufser der in erster Reihe angestrebten
Mannschaftsschonung auch eine zugleich mehr Arbeitskräfte und mehr Arbeitszeit ersparende Einrichtung zu schaffen als wie
für Martinöfen, denn bei diesen letzteren wurde nur angestrebt, jeweilig das von einer kleinen
Arbeiterzahl in kurzer Zeit durch Handarbeit
(2. Auflage, ausgegeben am 21. Hai igoi.)
vollzogene Einwerfen eines mäfsigen Quantums (1500 kg) zerkleinerten Eisenmaterials durch
Einführen trapezförmiger Mulden von mä'fsigen Dimensionen (400/500 mm X 1500 mm) durch
maschinelle Bewegungen zu bewerkstelligen, welches Factum im Vergleich mit den beträchtlichen
Gewichten und erheblichen Dimensionen, um die es sich in vorliegender Erfindung handelt, wohl zu berücksichtigen ist.
An dieser Stelle möge indessen nicht unerwähnt bleiben, dafs eine rein maschinelle
Einrichtung für das Einsetzen von Ingots in Wärmöfen durch die »Zeitschrift für das
deutsche Eisenhüttenwesen« (in Jahrgang 17, Seite 138), als in Amerika ausgeführt, bekannt
geworden ist. Die gesammte und Detailanordnung vorliegender Erfindung greift aber um so
weniger in den Rahmen der durch jene Literaturquelle bekannt gewordenen Einrichtung
ein, als dort alle Bewegungen der einzelnen Arbeitstheile unter dem Einflufs eines
gemischten Kraftquellensystems, nämlich der combinirten Anwendung von Hydraulik und
Elektricität stehen, ganz abgesehen von der im Princip total verschiedenen Anordnung des
Greifwerkzeuges in vorliegender Erfindung, die zum Antrieb sämmtlicher Bewegungen sich
lediglich nur auf die Elektricität als Kraftquelle stützt.
Den Gegenstand der Erfindung bildet demnach eine rein maschinell arbeitende und aus
gleichen Gründen, wie bei jenen bekannt gewordenen Martinöfenanlagen, auf hochliegender
Schienenbahn laufende Ingot-Einsetzmaschine, bei welcher dem Schwengel nicht blos eine
Parallelverschiebung (vergl. Patent 99571) ertheilt wird, welche Maschine vielmehr eine
durch eine eigenthümliche Balancierbewegung angetriebene, äufserst sichere Geradführung
(nicht vergleichbar der Kulissengelenkführung in Patent 99571) für ein kastenförmiges Gestell
besitzt, das seinerseits zur Aufnahme des Beschickungsschwengels, des Greifwerkzeuges
mit Kniehebelanordnung und der Antriebsvorrichtung für dieselbe dienen soll, und zwar
unter dem ausdrücklichen Gesichtspunkt, dafs diese als wesentlich neu anzusehenden Bestandstücke
der Erfindung — ohne in ihrem principiellen Zusammenarbeiten Aenderungen eintreten
zu lassen, unter Fortfall der obenerwähnten Balancier- und Geradführungsbewegung
■—· auf eine drehscheibenförmige Vorrichtung aufgebaut und alsdann auf untenliegender
Schienenbahn angewendet werden sollen, um in dieser Ausführungsform Wärmöfen beschicken
zu können, die im Kreise oder in zwei einander gegenüberliegenden Reihen angeordnet
sind.
Eine derartige Ingot-Einsetzmaschine ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt, und zwar
veranschaulicht die Fig. 1 die Gesammtanordnung der Einrichtung, auf einer hochliegenden
Schienenbahn laufend, für in einer Reihe liegende Wärmöfen und die Fig. 2 die Anordnung
einer Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, auf untenliegender Schienenbahn
laufend, für im Kreise oder in zwei einander gegenüberliegenden Reihen angeordnete Wfirmöfen.
Die Einrichtung nach Fig. 1 wird des Näheren erläutert durch die Fig. 3 bis 7, von
denen die Fig. 5 (Aufrifs und Schnitt nach Linie Y-Y in Fig. 4) und die Fig. 6 (Grundrifs
und Schnitt nach Linie Z-Z in Fig. 5) in einem gröfseren Mafsstab den Antrieb des
Greifmechanismus und des Kniehebels veranschaulichen, während die Fig. 7 (Aufrifs und
Schnitt nach Linie X-X in Fig. 3) den Antrieb zur Bewegung des Balanciers darstellt,
welcher die gesammten unteren Arbeitstheile in einer Geradführung auf- und abbewegen
soll. Die Ausführungsform nach Fig. 2 erläutern die Fig. 8 bis 13, von denen die Fig. 11
(Aufrifs und Schnitt nach Liniey-y in Fig. 9) und die Fig. 12 (Grundrifs und Schnitt nach
Linie \-\ in Fig. 11) in einem gröfseren Mafsstab
den Antrieb des Greifmechanismus und des Kniehebels veranschaulichen, während Fig. 13 die Drehzapfenanordnung der Kreisbewegung
dieser Ausführungsform zeigt.
Die Einrichtung und die Arbeitsweise der auf hochliegender Schienenbahn laufenden Ingot-Einsetzmaschine
ist die folgende:
Das den gesammten Greifmechanismus in sich aufnehmende kastenförmige Gestell A
(Fig. 3) trägt an seinem dem Ofen abgewendeten Ende den Führerstand B und ist am
anderen Ende nach oben hin zu einem langgestreckten viereckigen Gehäuse C ausgebildet,
welches in dem unteren, ebenso geformten Theil D des vom Laufkrahn E herabreichenden
Fahrgestelles F durch eine später beschriebene Geradführung gehoben und gesenkt
werden kann, an welcher Bewegung das Gestell A und der gesammte Greifmechanismus
theilzunehmen gezwungen sind (Fig. 3).
An den Längsseiten des Gestelles A sind obere und untere Nabenscheiben G G und HH
befestigt, wovon die ersteren dem Beschickungsschwengel J, die letzteren einem kleinen genieteten
Kasten K als Lagerläufe dienen und in denen sich bezw. die Endzapfen einer
durchgehenden Achse und die Schildzapfen zweier Platten drehen, die an den inneren
Flächen der Seitenwände des Kastens K festsitzen (Fig. 3 und 4). Auf der oberen äufseren
Deckenfläche desselben Kastens ist ein sowohl vor- wie rückwärtslaufender Elektromotor L
angeordnet, welcher vermittelst eines Stirnräderpaares eine Schnecke antreibt, die ihrerseits
ein Schneckenrad M bethätigt, welches
bei seiner Drehung vermittelst des Keiles N und der Mutterbüchse O eine »Hauptlängsbewegung«
der Spindel P bewirkt (Fig. 3, 5 und 6).
Das Schneckenrad M sitzt unverschiebbar in dem Gehäuse Q. auf der in der Mittelachse
des letzteren verschieblich angeordneten Mutterbüchse O, welch letztere indessen bei einer
Drehung des Schneckenrades keinerlei Bestreben zeigt, aus der ihr angewiesenen Stellung
nach links oder rechts hin auszuweichen, sondern im Gegentheil die sie durchdringende
Spindel P zu der erwähnten Hauptlängsbewegung zwingt, welche je nach der von dem
Führer der Einsetzmaschine eingeschalteten Umdrehungsrichtung des Elektromotors L eine
auf dem Ingot zu- oder eine von demselben abgerichtete Bewegung sein kann, wobei der
mit Schneide R versehene, auf dem Beschickungsschwengel / gleitende Schlitten 5 der
Spindel P als vordere Geradführung dient und an ihrer Hauptlängsbewegung theilnimmt.
Da aber dieser Beschickungsschwengel an seinem vorderen Ende zu einer der Schneide R
gegenüberstehenden Knagge T ausgebildet ist, so ist nunmehr ohne Weiteres ersichtlich, dafs
der Erfolg der beschriebenen Anordnung darin besteht, zwischen Knagge T und Schneide R
Ingots von sehr beträchtlichem Unterschied in der Länge »einspannen« zu können.
Nach Anheben des Gestells A und somit auch des eingespannten Ingots durch eine später
beschriebene Einrichtung und nach Abfahren des hierdurch frei werdenden Ingotwagens würde
dieses Einspannen nicht genügen, um das Ingot während der Dauer der nachfolgenden
Bewegungen mit unbedingter Sicherheit festzuhalten.
Es mufste daher auf ein weiteres Mittel gesonnen werden, durch welches die bewegliche
Schneide R der feststehenden Knagge T mit größtmöglicher Energie genähert werden
konnte, um hierdurch den Erfolg zu erzielen, das Ingot mit unbedingter Sicherheit zwischen
Schneide und Knagge festklemmen zu können.
Zu diesem Zwecke wurde die in dem Gehäuse Q. drehbare Mutterbüchse O in diesem
Gehäuse auch noch »verschieblich« angeordnet, welche Anordnung dadurch erreicht, dafs der
bereits erwähnte Keil iV, welcher an dem Umfange der Mutterbüchse auf die Hälfte seiner
Dicke eingelassen ist, in einer Längskeilnuth des Schneckenrades gleiten kann. Indirect ertheilt
somit die Mutterbüchse O, welche die Spindel P in zweckentsprechender Länge umfafst,
der letzteren zwei von einander gänzlich unabhängige Längsbewegungen, und zwar die
bereits erläuterte Hauptlängsbewegung durch ihre Drehbarkeit und eine Nebenlängsbewegung
durch ihre Verschiebbarkeit, wovon die letztere Bewegung selbstverständlich mit Rücksicht auf
ihren Zweck — nämlich nach dem Einspannen den Ingot festzuklemmen von ganz erheblich
geringerem Betrage ist als die erstere. Die Verschiebung der Mutterbüchse O selbst wird
durch folgende Einrichtung erzielt:
Dicht hinter dem Gehäuse Q. sitzt auf der verlängerten Mutterbüchse O (Fig. 5 und 6)
zwischen zwei ringförmigen Kragen U U derselben der zweitheilige, mit seitlichen Zapfen
versehene Kreuzkopf F, welcher die Mutterbüchse bezw. die Spindel derselben derart
umfafst, dafs sich die letztere zwischen den am Kreuzkopf drehbar angreifenden Hebelarmen W W ungehindert vor- und zurückbewegen
kann.
Diese Hebelarme bilden zusammen mit dem am hinteren Ende X des Beschickungshebels
angelenkten Hebelarm W und zusammen mit dem Hebelarm Wn, der seinerseits am oberen
und hinteren Ende des Gestelles A in dem Zapfen Y einen unverrückbaren Stützpunkt
findet, einen Kniehebel W W1 W2.
Wird der Ingotwagen nach Anheben des Gesammtgestelles A C abgefahren, so sinkt
durch Eigengewicht das vordere Ende T des Beschickungsschwengels um einen gewissen
Betrag nieder, wobei der letztere sich um seine Zapfen in den Naben G G dreht. Sein
hinterer Endpunkt X, für welchen der Träger Z als Hubbegrenzer anzusehen ist, steigt
infolge dessen, zieht den Kniehebelknotenpunkt A1 an, verschiebt mithin Kreuzkopf V
sammt Mutterbüchse O nach rechts, nähert mit der angestrebten gröfstmöglichen Energie
die Schneide R der Knagge T, und beide klemmen hierauf mit dem beabsichtigten Erfolg
den Ingot zwischen sich fest. Es ist ohne Weiteres ersichtlich, dafs diese Kniehebelwirkung
zur Geltung kommen mufs, gleichviel in welcher Entfernung die Schneide R sich augenblicklich von der Knagge T befindet,
mit anderen Worten, die Kniehebelanordnung wirkt bei jeder beliebigen Länge des Ingots, während dessen Eigengewicht die
Kniehebelwirkung, also den Vorschub der Schneide R, in jedem Falle in beträchtlichem
Mafse unterstützt.
Des Ferneren ist aber hierdurch auch nachgewiesen, dafs für das Festklemmen des Ingots
keine zwischenliegende maschinelle oder manuelle Kraftquelle zur Anwendung kommt; es
genügt vielmehr das einfache Anheben des Gestelles A, um dieses Festklemmen vollständig
selbstthätig durch den Greifmechanismus zu vollziehen.
Der Schlitten S schafft eine starre Verbindung zwischen dem Beschickungsschwengel /
und der Spindel P, die ihrerseits durch die Art ihrer Lagerung im Gehäuse Q mit dem
an den Längswänden des Gestelles A angeordneten
Kasten K in starrer Verbindung steht (Fig. 3). Um also Störungen in dem gesammten
Spindelantrieb von dem Elektromotor L aus zu vermeiden, die zweifellos
schon bei minimalem Niedergange des Schwengelkopfes eintreten würden, mufste darauf gesonnen
werden, ohne die besondere Aufmerksamkeit und ohne die besondere Mithülfe des Führers der Einsetzmaschine durch den Beschickungsschwengel
selbst im' Augenblicke seines Niederganges sofort auch einen entsprechenden
Niedergang der Spindel P einzuleiten. Dies wird dadurch erreicht, dafs dem Kasten K, welcher den gesammten Spindelantrieb
trägt, eine schwingende Bewegung in den eingangs erwähnten Nabenscheiben H H
durch den gleichzeitig mit dem Beschickungsschwengel niedergehenden Schlitten 5 ertheilt
wird, indem dieser die Spindel auf seinem Niedergange mitnimmt, diese auf das Gehäuse
Q einwirkt und dieses endlich den Kasten K zum Schwingen veranlafst, so dafs
jede Störung in dem Spindelantrieb ausgeschlossen ist, da auch der Elektromotor L an
dieser Schwingung theilnehmen mufs. Es kennzeichnet sich somit die dem jeweiligen
Niedergange des Beschickungsschwengels entsprechende Einstellbarkeit des Spindelantriebes
ebenfalls als eine vollständig selbsttätige, einzig und allein durch das Sinken des Greifmechanismus
vollzogene Bewegung. Beim Anheben des Gesammtgestelles A C durch die nachstehend
beschriebene Gestellhebelvorrichtung verharrt der Beschickungsschwengel in der gesunkenen
Lage, bis nach Unterfahren des Ingots unter den letzteren der Beschickungsschwengel,
beim Sinken des Gesammtgestelles sich auf das Ingot legt, um von Neuem die zum Einspannen
desselben horizontale Lage einzunehmen, die durch die Fig. 3 dargestellt ist.
Um das Gesammtgesfell A C, Greifmechanismus und Ingot, senkrecht auf- und niederbewegen
zu können, dient nachstehende Einrichtung. An dem oberen Ende von dem Gehäuse C und an dem unteren Ende des
Gestelles A sind sich gegenüberstehende Rollenpaare B1 B1 angeordnet, die sich zwischen
Laufschienen C L des unteren Theües D vom Fahrgestell F abwickeln können, zum Zwecke,
dem Gesammtgesfell A C eine sichere Geradführung zu ertheilen, sobald demselben von
der im oberen Theile des Fahrgestelles F angeordneten Gestellhebevorrichtung eine auf-
oder niedergehende Bewegung ertheilt wird. Der ungleicharmige Balancier D1 D1 dieser Gestellhebevorrichtung
greift mit seinen kürzeren Hebelarmen vermittelst der Zugstangen F1 F1
an der festliegenden Achse des oberen Rollenpaares -B' B1 an.
Ueber, die Enden der längeren Hebelarme hinweg ist eine. Antriebsachse gelagert, auf
deren Mitte ein Schneckenrad F1 angeordnet und auf deren Endzapfen je eine Kurbel G1
befestigt ist, und an jeden Kurbelzapfen derselben ist eine Zugstange H1 angeschlossen,
wovon jede mit ihrem anderen Ende einen Zapfen I1 umfafst, der fest mit dem Fahrgestell
F an dessen Innenseite verbunden ist. Ueber die beiden Balanciers hinweggelagert und
mit beiden starr verbunden ist der Elektromotor K1, der eine Schnecke L1 antreibt,
welche das vorerwähnte Schneckenrad J71 bethätigt. Die Kurbeln G1 folgen der Drehung
dieses Schneckenrades, ertheilen den an festen Zapfen /' schwingbaren Zugstangen H1 eine
pendelnde Bewegung und zwingen auf diese Weise die Enden der längeren Hebelarme ■ des
in den Lagern ML M1 drehbaren Balanciers zu
einer auf- und niedergehenden Bewegung, welche die kürzeren Hebelarme vermittelst der
Zugstange E1F1 auf das Gesammtgestell A C
übertragen. An den Schwingungen des Balanciers D1 D1 nehmen der Elektromotor, die
Schnecke mit Schneckenrad und deren Achse Antheil, ohne in ihren Bewegungen irgendwie
gehindert zu werden.
Das Einführen des Beschickungsschwengels in die Wärmöfen und das Zurückziehen desselben
aus diesen Oefen vollzieht sich dadurch, dafs der Elektromotor N1 vermittelst Schneckengetriebe
und Zahnradübersetzung die zwei hinteren Laufrollen des Fahrgestelles F antreibt
und dieses Fahrgestell hierdurch senkrecht zur Richtung des Ingot-Wagenschienenstranges auf
Laufschienen hin- und herbewegt, die in dem eigentlichen Krahnbalken O1 liegen. Endlich
bewirkt das Hin- und Herfahren der Gesammteinrichtung längs der Wärmöfen der Elektromotor
P1 auf der obenliegenden Schienenbahn Q.1 dadurch, dafs derselbe mittelst
Schneckengetriebe und Winkelräder auf eine der zwei Wellen R1 einwirkt, welche die vier
Laufrollen S1 tragen.
Obwohl die Einrichtung und die Arbeitsweise der durch die Fig. 8 bis 13 dargestellten
Ausführungsform im Princip die nämlichen sind, wie die vorstehend beschriebenen, seien
dieselben zur Klarstellung ihrer Anordnung noch kurz beschrieben.
Das den gesammten Greifmechanismus in sich aufnehhmende, aus X- Eisen gebildete Gestell
α wird von dem Führerstand b aus in seinen Bewegungen controlirt und läuft vermittelst
kleiner Reibungsrollen auf dem Rücken des Trägergestelles c c, welches, auf der Drehscheibe
d des Laufwagens e ruhend, mit seinem vorderen, dem Ofen zugewendeten Ende durch
eine ihm ertheilte und später beschriebene pendelartige Bewegung, deren Mittelpunkt in
der Achse f liegt, gehoben und gesenkt werden kann, an welcher Bewegung das Gestell a
und der gesammte Greifmechanismus theilzunehmen gezwungen ist.
An den Längsseiten des Gestelles α sitzen auch bei dieser Ausführungsform obere und
untere Nabenscheiben gg und h h, die als
Lagerläufe für die Zapfen des Beschickungsschwengels i und eines kleinen Kastens K
dienen, von dessen ä'ufserer Deckenfläche aus der Elektromotor / vermittelst des Schneckenrades
m, des Keiles η und der Mutterbüchse ο eine »Hauptlängsbewegung« der Spindel ρ bewirkt.
Die Anordnung und Wirkungsweise dieser auf dem Kasten K und in dem Gehäuse q
angeordneten Theile entspricht genau der bereits beschriebenen, so dafs die Schneide r
zusammen mit-dem Schlitten s und der gegenüberstehenden
Knagge t das Ingot genau so »einspannen«, wie das vorstehend erläutert worden ist.
Die Anordnung und Wirkungsweise der dicht hinter dem Gehäuse q angeordneten
Theile, also der ringförmigen Kragen u u, des
Kreuzkopfes v, des Kniehebels n> w1 w% , des
hinteren Endes des Beschickungsschwengels x, des Stützpunktes^ und des Kniehebelpunktes a1
entspricht genau der bereits beschriebenen, so dafs Schneide r und Knagge if das Ingot genau
so »vollständig selbsttätig festklemmen«, wie dies vorstehend erläutert worden ist.
Da nun die zwei direct vorstehend gekennzeichneten Anordnungen absolut genau dieselben
Wirkungen erzielen, wie die Anordnungen nach Fig. 5 bis 7, so folgt selbstverständlich,
dafs die dem jeweiligen Niedergange des vorderen Endes des Beschickungsschwengels entsprechende Einstellbarkeit des
Spindelantriebes auch für diese Ausführungsform eine »vollständig selbsttätige« ist.
Die pendelartige Bewegung des Trägergestelles c c, durch welche das Ingot von dem
Ingotwagen abgehoben oder auf denselben niedergelegt werden soll, wird durch folgende
Einrichtung erzielt. Die durch eine hintere Achse f zu einem einzigen Gestell verbundenen
Träger c c ruhen mit ihren vorderen Enden auf Rollen b1 b1, welche diese Enden seitlich
unterfangen und ihrerseits excentrisch an Kurbelräder c1 c1 angeschlossen sind, die von dem
Elektromotor d ' mittelst Schneckenrades e1 und
eines Zahnräderpaares angetrieben werden. Eine Umdrehung dieser Kurbelräder bewirkt mithin
durch Abwickelung des Umfanges der Rollen b^b1 an den oberen Schenkelflächen der Trägerenden
ein Heben oder Senken der letzteren und mithin auch des Gestelles α und des gesammten
in demselben liegenden Greifmechanismus.
Das Einführen des Beschickungsschwengels in die Wärmöfen und das Zurückziehen desselben
aus den Oefen vollzieht sich dadurch, dafs der über das Gestell α hinweg gelagerte
Elektromotor Z1 ein Schneckenrad antreibt, auf dessen Achse gl zwei kleine Reibungsrollen h1
sitzen, die sich auf dem Rücken des Trägergestelles c c abwickeln, während die gröfseren,
am hinteren Ende des Gestelles α angebrachten
Führungsrollen z1 i1 im inneren Theile des
Trägergestelles cc sich drehen und, gegen Schienen K1K1 des oberen Schenkels dieses
Gestelles drückend, das Gewicht des freihängenden Beschickungsschwengels sammt Ingotgewicht
abfangen. Die Drehscheibe d, auf welcher der gesammte Arbeitsapparat ruht, erhält ihre Kreisbewegung
von einem Elektromotor/1, welcher vermittelst Schneckengetriebe eine der in entsprechender
Anzahl angeordneten Laufrollen m1 antreibt. Endlich bewirkt das Hin- und Herfahren
des Laufwagens e auf der unten liegenden Schienenbahn n1 der Elektromotor o1,
welcher vermittelst Schnecke und Schneckenrades p1 und Winkelräder q1 seine Kraft an
eine der Laufachsen r1 abgiebt und somit die
Laufrollen s1 dieses Laufwagens bethätigt.
Claims (2)
1. Eine Ingot-Einsetzm'aschine für Wärmöfen,
welche auf einer Schienenbahn laufkrahnartig bewegt wird und bei welcher alle Bewegungen durch ein einheitliches elektro-
. motorisches Kraftquellensystem ausgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dafs das
Ingot in seiner Längsachse vermittelst eines unter der Wirkung eines Elektromotors (L)
und eines Kniehebels (W W1 W2) stehenden
Greifmechanismus (S T) erfafst wird, dessen ungleicharmiger, drehbar in einem
Gestell (A) gelagerter Beschickungsschwengel (J) nach senkrechtem, vermittelst1 eines
ungleicharmig in einem hochliegenden Fahrgestell (F) angeordneten und unter der
Wirkung eines Elektromotors (ΚΛ) schwingenden
Balanciere (D1) bethätigtem Anhub des Gestelles den Kniehebel (W W1 W2)
anzieht und hierdurch gegen die Längsachse des Ingots eine Schneide (R) preist,
während das mit dem Schwengel (J) sinkende Ingot, durch sein Eigengewicht
die Kniehebelwirkung erhöhend, zwischen der Schneide (R) und der Knagge (T)
noch fester eingeklemmt wird.
2. Eine Ausführungsform der Einsetzmaschine nach Anspruch 1, bei welcher an Stelle des
laufkrahnähnlichen Fahrgestelles ein mit Drehscheibe versehener, auf unten liegender
Schienenbahn sich bewegender Laufwagen die gesammten, den Wärmofen bedienen-
den Einrichtungen trägt, dadurch gekennzeichnet, dafs das den Greifmechanismus
in sich aufnehmende Gestell α auf dem Rücken eines an seinem hinteren Ende um
eine Achse (f) schwingbaren Trägergestelles (c c) vermittelst elektromotorisch angetriebener
Reibungsrollen (H1Ii1J vor- und zurückbewegt
werden kann, dessen vordere Enden sich mit ihren oberen Schenkeln auf Rollen Wb1 stützen, um vermittelst der
diesen letzteren durch Einwirkung eines Elektromotors (d}) auf ein Kurbelrä'derpaar
(c1 C1J ertheilten rotirenden Bewegung gehoben
und gesenkt werden zu können, und ' um diese Bewegung gleichzeitig auf das Gestell (a) sammt Greifmechanismus
zu übertragen, ohne deren specielle Beschickungsbewegungen zu hindern.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE116014C true DE116014C (de) |
Family
ID=385404
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT116014D Active DE116014C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE116014C (de) |
-
0
- DE DENDAT116014D patent/DE116014C/de active Active
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