DE118247C - - Google Patents
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- Expired
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B13/00—Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
- C03B13/18—Auxiliary means for rolling glass, e.g. sheet supports, gripping devices, hand-ladles, means for moving glass pots
- C03B13/186—Pot gripping devices
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
- te I18247
KLASSE 32«.
KLASSE 32«.
Bisher wurde bei der Herstellung von gegossenen Glastafeln das Einsetzen und Herausnehmen
der Häfen, in welchen die Glasmasse zubereitet wurde, in den Glasschmelzofen bezw.
aus demselben meistens mittels einer auf Rädern gelagerten Zange bewirkt, die durch Handarbeit
bethä'tigt wurde. Dabei erfafsten die beiden Zangenbacken den Hafen und eine
gröfsere Anzahl von Arbeitern, die sich auf das freie Ende der Zangenhälften stützten und
als Gegengewicht wirkten, hoben den Hafen an und zogen denselben aus dem Ofen heraus.
Das Wiedereinsetzen des geleerten Hafens in den Ofen erfolgte dann in umgekehrter Weise.
Wie leicht ersichtlich, ist diese Handhabung
r eine sehr unvollkommene, denn sie erfordert eine gröfsere Anzahl von Arbeitern, und die
Ausnutzung der Kraft der letzteren war eine rohe und unzweckmäfsige.
Diese zum Versetzen von kleinen Häfen ver-
r wendete Zange wird sofort ungenügend, wenn grofse Glastafeln gegossen werden, da die
Häfen oft bis 800 kg Glasmasse aufnehmen und selbst ebensoviel wiegen, was ein zu bewegendes
Gewicht von gegen 1600 kg ergiebt.
; Letzteres erfordert die Erstellung von 20 Mann, welche eine äufserst mühsame Arbeit auszuführen haben und leicht Verbrennungen und
anderen Unglücksfällen unterliegen können.
; Es war früher einmal schon vorgeschlagen
worden, diese Arbeiterzahl durch ein bewegliches Gegengewicht zu vermindern.
Vorliegende Erfindung hat nun den Zweck, diesen Aufwand an Arbeitern durch einen einzigen
Arbeiter und jedwede Handarbeit durch eine rein mechanische Arbeit zu ersetzen. Erreicht
wird dieser Zweck durch eine fahrbare Vorrichtung zum Einsetzen und Herausnehmen
der Wannen und Häfen in den bezw. aus dem Glasschmelzofen. Ein solcher in Fig. ι im Längsschnitt und in Fig. 2 im Grundrifs
dargestellter Apparat besteht aus einer an sich bekannten Schiebebühne a, deren sechs
Rollen b auf drei parallel· zur Ofenmaüer liegenden
Schienen c laufen, so dafs die Schiebebühne vor jede Ofenöffnung treten kann. Die
Verschiebung dieser Schiebebühne erfolgt durch einen Elektromotor d, welcher unter Vermittelung
von Zahnrädern die mit den Laufrollen b besetzten Achsen in Umdrehung versetzt.
Auf zwei rechtwinklig zur Ofenwand liegenden Schienen der Schiebebühne α läuft ein
Wagen e, der die Vorrichtung zum Einsetzen und Herausnehmen der Häfen oder Wannen
in bezw. aus dem Schmelzofen trägt und dessen Vor- und Rückwärtsbewegung durch einen
zweiten Elektromotor g erfolgt; letzterer über- trägt, Wie bei der Schiebebühne a, seine Drehbewegung
durch Zahnräder auf die Laufrollenachsen dieses Wagens.
Auf dieser doppelten, eine Bewegung längs und rechtwinklig zur Ofenfront vermittelnden
Schiebebühne ist die den Gegenstand Vor* liegender Erfindung bildende Vorrichtung auf-
.gebaut. Vorn an dem Wagen e befindet sich eine Plattform h mit Kugellagern zum Einsetzen einer Drehscheibe /, die bei i die Achse
für die Transportirzange trägt.
Hinten auf dem Wagen e befindet sich eine gekrümmte Schiene Ic, deren Krümmungsmittelpunkt mit der Zangenachse genau zusammenfällt und die zur Drehung der Zange
in seitlicher Richtung dient.
Das eigentliche Werkzeug zum Einsetzen und Herausnehmen von Häfen in und aus dem
Ofen besteht aus einer sehr kräftig ausgeführten Zange, deren Schenkel / an einem Gegengewicht m
befestigt ist; letzteres ist schwerer als die zu hebende Last. Der um die Spindel ο bewegliche
Zangenschenkel η erhält in diesem Gegengewicht Führung und ermöglicht ein
Oeffnen und Schliefsen der Zange zwecks Erfassens oder Umgreifens des mit Glasmasse
gefüllten und aus dem Ofen herauszunehmenden Hafens.
Das Festklemmen oder Lösen der Zange erfolgt mit der Hand mittels einer Schraubenspindel,
die, durch Handrad ρ drehbar, hinter dem Gegengewicht in einem Auflager getragen
und am beweglichen Zangenschenkel durch eine in letzteren eingesetzte, aber gleitbare
Mutter festgehalten wird. Im Gegengewicht . ist eine mit seitlichen Wangen versehene Scheibe
gelagert, die auf der gekrümmten Schiene k läuft und mit der Hand durch Handrad q in
Umdrehung versetzt werden kann. Der Antrieb dieser Scheibe kann auch durch den . Elektromotor r erfolgen, der mittelst der
Träger s s an dem feststehenden Zangenschenkel / befestigt ist. Bei der Verschiebung
durch den Elektromotor wird das Handrad q nebst Zahnrad ausgerückt.
Die zum Abheben und gleichzeitig zum
weiteren Anheben des Hafens dienende Zangenspindel besteht aus einem JL-Winkelstück, dessen
wagerechter Theil in zwei Augen oder Oesen auf der Drehscheibe j sitzt und auf dessen mit
Gewinde versehenen aufrechtem Theil ο ein
gleichzeitig als Mutter dienendes Schneckenrad χ sitzt.
Schneckenrad χ ist mit den Zangenschenkeln / η durch einen kräftigen Rahmen (Fig. 3)
verbunden, der die Radnabe fest mit einer, über dem oberen Spindelende auf aufrechte
Stangen aufgesetzten Haube verbindet. Die Aufwärtsbewegung des Schneckenrades χ wird
durch ein Kugellager übertragen; die Drehung der Achse ο wird durch einen Keil W verhindert,
der in eine Nuth in der Muffe für die Zangenscbenkel eingesetzt ist.
Elektromotor r setzt durch eine Schnecke' das Schneckenrad χ in Umdrehung, bei dessen
in der einen oder anderen Richtung erfolgender Drehung die Zange mit dem von derselben
gepackten Hafen angehoben oder gesenkt wird.
Der Stützpunkt des Ganzen befindet sich auf der unter dem Gegengewicht m befindlichen
Scheibe auf Schiene k, wobei die Röllchen t die wagerechte Lage des Gegengewichtes m'
sichern. 1
Auf einem Führerstand befinden ■ sich drei Stromschaltvorrichtungen u; ersterer ist fest
mit dem Gegengewicht m verbunden und vervollständigt die zum Abheben- und weiteren
Anheben der Wanne oder des Hafens nöthige Belastung.
Die Handhabung der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Befindet sich die Zange
und der Wagen e am hinteren Ende der Schiebebühne a, so wird der ganze Apparat
durch den Elektromotor d vor die Ocffnung des zu entleerenden Schmelzofens gestellt.
Während dieses Vorlaufes hat der Apparatführer die Zange mittels des Handrades ρ
öffnen körinen. Nach Freilegung der Ofen-, öffnung bewegt der ApparatfUhrer durch den
Elektromotor g die Zange in den Ofen hinein, die den Hafen umgreift. Durch Ingangsetzungdes
Elektromotors r wird die Zange angehoben oder gesenkt, um die Zangenbacken den Rinnen
oder Vertiefungen aufsen am Hafen gegenüberzustellen, worauf die Zange mit der Hand geschlossen
wird. Hierauf wird der Elektromotor r wieder angestellt, demzufolge der
Hafen vom Boden ab- und auf die gewünschte Höhe weiter angehoben wird. Der Wagen
wird dann zurückgeschoben und die Schiebe^ bühne in Gang gesetzt, so dafs zuletzt der
Hafen an der gewünschten Stelle' abgesetzt werden kann.
Sämmtliche Bewegungen können gleichzeitig und durch einen einzigen Apparatführer ausgeführt
werden, während bisher diese Arbeits.-vorrichtungen die Anstellung von 16 bis 20 Arbeitern
benöthigten, die leicht Unglück nehmen oder verbrannt werden konnten. Bei vorliegender
Vorrichtung ist der dieselbe steuernde Führer vollständig gegen jedweden möglichen
Unfall geschützt.
Zum Betrieb des vorstehend beschriebenen Apparates ist beispielsweise die Elektricität angenommen
(Elektromotoren); an Stelle derselben kann auch ein Seiltrieb, jedweder andere
Motor, unter Druck stehende Flüssigkeit, geprefstes Gas u. dergl. zur Verwendung kommen.
Der Apparat kann beispielsweise auch zum Einsetzen und Zurückziehen von Werkstücken
aus Gufsstahl oder schmiedbarem Gufs in bezw. aus Erhitzungs- oder Kühlofen, zur Weiterbewegung
solcher Arbeitsstücke nach einem Dampfhammer u. s. w., im Allgemeinen für
alle diejenigen Fälle dienen, in denen schwere oder erhitzte Arbeitsstücke, die mit bekannten
Vorrichtungen sich schwer erfassen lassen, in Oefen eingesetzt bezw. aus denselben herausbefördert
werden sollen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche: .Hebe- und Transportvorrichtung mit doppelter Schiebebühne, insbesondere für Glasschmelzhafen, gekennzeichnet durch eine Zange (n I), welche um eine auf der oberen Schiebebühne (e) gelagerte senkrechte Achse (o) spreizbar, drehbar und, durch Verschiebung der Zangenschenkel (n und I) längs dieser Achse, heb- und senkbar ist. Ausführungsform der Vorrichtung gemäfs .Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Achse (o) der Zange mit einer auf Kugeln laufenden Drehscheibe (j) auf der oberen Plattform drehbar gelagert ist.
AusfUhrungsform der Vorrichtung gema'fs Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Schneckenrad (x) auf der als Schraubenspindel ausgebildeten Achse (o) schraubend mit den Zangenschenkeln durch einen längs der Achse senkrecht verschiebbaren Rahmen zusammengefafst ist, zum Zwecke, durch Drehung des Schnecken-; rades die Zange zu heben und zu senken. Ausführungsform der Vorrichtung gemäfs Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dafs das hintere Zangenende, welches "ein die Last ausgleichendes Gegengewicht fm) urid auf einem Führerstand die Schaltvorrichtungen (u) für die Antriebsvorrichtungen tragt, mit einem Rade auf einem Schienenkreisbogen (k) geführt ist, wobei durch von Hand oder mechanisch bewirkte Drehung der Radachse die Drehung der Zange bewirkt, wird.Ausführungsform der Vorrichtung gema'fs Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dafs die Achse (0) in Zapfen (i) schwingbar auf der Drehscheibe (j) eingelenkt ist, zum Zwecke, beim Heben der Zange eine Verbiegung der Achse (0) zu verhindern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE118247T | 1899-12-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE118247C true DE118247C (de) | 1901-03-06 |
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ID=34608376
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1899118247D Expired DE118247C (de) | 1899-12-13 | 1899-12-13 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE118247C (de) |
-
1899
- 1899-12-13 DE DE1899118247D patent/DE118247C/de not_active Expired
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