DE115192C - - Google Patents
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- DE115192C DE115192C DENDAT115192D DE115192DA DE115192C DE 115192 C DE115192 C DE 115192C DE NDAT115192 D DENDAT115192 D DE NDAT115192D DE 115192D A DE115192D A DE 115192DA DE 115192 C DE115192 C DE 115192C
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Classifications
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- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
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- F27B9/08—Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity heated without contact between combustion gases and charge; electrically heated heated through chamber walls
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- Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
Description
PATENTAMT.
KLASSE 80 c.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen stelig betriebenen ringförmigen Muffelofen mit
direkter Unterfeuerung.
Bei den bis jetzt bekannten ringförmigen Ausführungen ist eine richtige direkte Unterfeuerung
deshalb nicht möglich, weil die zur Fortbewegung der rotirenden Ringplatte erforderlichen
Räder unter der Muffel angeordnet sind und diese Ringplatte gleichzeitig den Boden
der Muffel bildet.
Die Erfindung, welche den Gegenstand der vorliegenden Patentschrift bildet, bezweckt,,
einen Muffelofen zu schaffen, bei welchem direkte Unterfeuerung möglich ist und doch
ein stetiger Betrieb mit rotirender Ringplatte stattfindet.
Zu diesem Zwecke ist der Boden der Muffel fest und durchgehend aus feuerfester Masse
hergestellt und besitzt nur an einzelnen Stellen kleine Oeffnungen, aus welchen gufseiserne
Rollen für die drehbare Bodenplatte herausragen.
Solche Rollen kommen aber direkt oberhalb der Feuerung nicht vor.
Der Ofen besteht aus einem ringförmigen Kanal, dessen Gröfse sich nach den Abmessungen
der zu brennenden Waare richtet. Ein Theil des Ofens, d. h. die Muffel, in
welcher das eigentliche Brennen vor sich geht, wird direkt geheizt und ist deshalb ganz aus
feuerfesten Steinen hergestellt. Die Theile, welche zum Vorwärmen und zum Abkühlen
der Waare dienen, sind theilweise aus feuerfesten Steinen, theilweise aus Eisenplatten aufgebaut.
Das Feuer vom Roste berührt direkt den Boden der Muffel. Die Heizgase steigen durch
Seiteilkanäle herauf und umspülen hierauf die Muffel, bevor sie durch den Kamin abziehen.·
In dem Muffelofen befindet sich ein ununterbrochener drehbarer Boden, welcher ein wenig
oberhalb des Bodens der Muffel angeordnet ist. Dieser Boden ruht auf gufseisernen Rollen
und besteht aus einem Gitter von Querstäberi, auf welchen die Waaren aufgestellt werden.
Durch Drehen der Bodenplatte passiren die Waaren zuerst den Vorwärmerraum, dann den
Brennraum (Muffel) und hierauf den Abkühlraum, bis sie schliefslich, an der Anfangstelle
angelangt, wieder aus dem Ofen entfernt werden.
Der neue Muffelofen nach vorliegender Erfindung ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht,
und zwar zeigt:
Fig. ι eine Oberansicht mit theilweisem Querschnitt des Muffelofens,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Ofen, an der Stelle der Feuerung, in vergröfsertem
Mafsstabe.
Der ringförmige Ofen 0 besteht aus dem Theil B C, welcher dem starken Feuer direkt
ausgesetzt und deshalb gänzlich aus feuerfesten Steinen aufgebaut ist; den Theilen A B und C D,
welche nur dem schwächeren Feuer ausgesetzt und ebenso aus feuerfesten Steinen aufgebaut
sind; den Theilen DE und AF, welche aus
Eisenplalten hergestellt sind, und schliefslich aus dem Theil E F, welcher offen gehalten ist.
Der Theil EF dient zum Einsetzen bezw. Herausnehmen der Waare, die Theile ED
und D C zum Vorwärmen, der Theil B C zum Brennen und die Theile B A und A F
schliefslich zum Abkühlen der gebrannten Waare.
Die Feuerung α ist unterhalb der Muffel g angeordnet (Fig. 2). Die auf den Roststäben b
derselben erzeugte Flamme berührt direkt den festen Boden c der Muffel, die Heizgase steigen
hierauf zu beiden Seiten durch die Kanäle d (Fig. 2) in den Kanal e oberhalb der. Muffel,
umspülen hierauf gänzlich den weiteren Theil der Muffel, indem sie durch die Kanäle t
(Fig. 1), welche rings um die Muffel angeordnet sind, ziehen und schliefslich durch den
Kamin f entweichen. Die Kanäle t sind als Doppelkanal aufzufassen, welcher schraubenförmig
um die Muffel bis zum Kamin f führt, derart, dafs die Heizgase von dem für die
parallel verlaufenden Kanäle d gemeinsamen Sammelkanal e zuerst zu den beiden ersten
linken, d. h. äufseren Kanälen t, alsdann unter dem Boden der Muffel her zu den beiden ersten
Kanälen t der Innenseite gelangen, um durch die Decke hindurch zu den beiden folgenden
Kanälen t der Aufsenseite und sich so schraubenförmig weiter bis zum Kamin f zu bewegen.
In dem ringförmigen Ofen ist eine durchgehende ringförmige Bodenplatte aus Stahlschieneri
h angeordnet, welche stellenweise durch Traversen i verbunden sind und mit
Stäben η überdeckt werden. Diese Stahlschienen ruhen auf Rollen k, welche auf
Achsen / sich befinden, die ihrerseits drehbar in festen Lagern m an dein Ofen angeordnet
und derart angebracht sind, dafs die Achsen der Hitze des Feuers nicht ausgesetzt sind.
Man ersieht hieraus, dafs eine durchgehende drehbare, ringförmige Bodenplatte in dem Muffelofen gebildet wird.
Auf diesem Boden werden die Waaren aufgestellt, wobei die seitlich angeordneten Stäbe j>(Fig.
2) dieselben gegen Umfallen schützen.:. Der ringförmige Boden mit den darauf befindlichen
Waaren wird nun mittelst des Zahnradantriebes q (Fig. 1) fortbewegt. Diese Antriebsvorrichtung
ist bekannt und besteht beispielsweise aus einer Kurbel, durch welche vermittelst
eines Zahngetriebes eine Welle angetrieben wird, die eine Kettentrommel trägt. Die Kette
ist einerseits mit der Trommel verbunden und wird mittelst eines Hakens an eine der Traversen
i angehakt, so dafs also durch Drehung der Kurbel die Bewegung der Bodenplatte erzielt
wird. Der Boden c der Muffel g ist fest und aus Thonplatten hergestellt. In demselben
befinden sich nur an einzelnen Stellen kleine Einschnitte, durch welche in dem Theil AB,
B C und C D die Rollen k bis in die Muffel hineinragen. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist,
kommen direkt oberhalb der Feuerung α diese Einschnitte nicht vor.
Die Wirkungsweise des neuen Muffelofens ist nun folgende:
Nachdem die Waaren in dem Theil FE auf die Bodenplatte aufgestellt sind, kommen dieselben
infolge der Drehung der Bodenplatte zuerst in den Theil D C der Muffel, welcher
nicht direkt geheizt wird, und werden hier vorgewärmt. Bei der weiteren Drehung des
Bodens gelangen sie in den Theil C B, in welchem das eigentliche Brennen vor sich geht,
und verweilen dort, bis dieser Vorgang beendet ist, kommen dann in den Theil BA, in
welchem sie bereits abkühlen, und schliefslich in den Theil A F, in welchem sie gänzlich
abkühlen, so dafs die abgekühlten Waaren in dem Theil FE von der Bodenplatte entfernt
werden können. In diesem Theil kann die Abkühlung durch geeignete Mittel noch beschleunigt
werden. Diese Anordnung verbindet also die Vortheile eines stetigen Betriebes mit
demjenigen einer direkten Unterfeuerung. Es findet eine allmähliche Erhitzung der Waare
statt und ebenso erfolgt die Abkühlung bis zum Austritt allmählich, so dafs auch bei
grofsen Gegenständen ein Springen nicht zu befürchten ist. : .:
Ein Werfen der Bodenplatte bezw. Bahn infolge der einseitigen Erhitzung ; ist dadurch
vermieden, dafs die beiden Stahlsehienen h durch die Traversen i aus Gufseisen starr verbunden
sind. - Einer Ausdehnung der Bodenplatte steht kein Hindernifs entgegen, weil die
Achsen der Trägrollen k genügend Spielraum in ihren Lagern besitzen, . um sich mit der
Bodenplatte seitlich verschieben zu können.
Der neue Muffelofen eignet sich zum Einbrennen von Farben und Gold auf Porcellan,
Steingut, Glas und emaillirtes Eisen.
Claims (2)
1. Stetig betriebener, ringförmiger Muffelofen
zum Einbrennen von Decor, gekennzeichnet durch die Anordnung eines in der feststehenden
Muffel drehbaren, zur Aufbringung des Brenngutes dienenden Gleises,
welches auf Rollen (k) derart geführt wird, dafs die auf der unter dem festen Boden (c)
der Muffel angeordneten Feuerstelle (a) entwickelten und um die Muffel in den
Kanälen (d e t) geleiteten Heizgase an ihrem Eintritt in das Innere der Muffel behindert
'sind.
2. Bei dem Muffelofen nach Anspruch 1 die-Anordnung,
dafs die Rollen (k) drehbar in fest angeordneten Lagern angebracht sind, welche von den Heizgasen nicht bestrichen
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE115192C true DE115192C (de) |
Family
ID=384626
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT115192D Active DE115192C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE115192C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1928544B1 (de) * | 1969-06-04 | 1971-01-14 | Herbert Dipl Ing Hackbarth | Verfahren und Vorrichtung zur Beheizung von Muffeloefen |
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- DE DENDAT115192D patent/DE115192C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1928544B1 (de) * | 1969-06-04 | 1971-01-14 | Herbert Dipl Ing Hackbarth | Verfahren und Vorrichtung zur Beheizung von Muffeloefen |
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