DE87784C - - Google Patents

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DE87784C
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muffles
muffle
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B29/00Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins
    • C03B29/02Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins in a discontinuous way

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Details (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. Y%
Das Brennen feiner Glas- und Porzellanwaaren etc. geschieht heute noch wegen ihrer grofsen Empfindlichkeit gegen Temperaturschwankungen und gegen rauhe Behandlung, ferner um Verunreinigungen zu vermeiden in dem bekannten einfachen Muffelofen mit periodischem Betrieb, welcher indefs bei enorm hohem Brennmaterialaufwand nur eine ganz eng begrenzte Productionsfähigkeit besitzt.
Die für ordinäre Waaren in Anwendung befindlichen sogenannten Zugmuffeln mit feststehendem Feuer und beweglicher Brennwaare ergeben zwar ökonomisch und productiv bessere Resultate, leiden aber an Uebelständen, deren hauptsächlichste kurz folgende sind:
ι. Verlust an Waare durch Springen infolge schädlicher Temperaturschwankungen und infolge der unvermeidlichen rauhen Behandlungsweise, ferner durch Verunreinigung mit aufgewirbeltem Staub etc.;
2. grofser Verschleifs der zur Aufnahme der Waare nothwendigen Metallkörbe,
3. schwierige und anstrengende, grofse Aufmerksamkeit erfordernde Arbeitsweise;
4) ungenügende Ausnutzung des Brennmaterials.
Alle diese Uebelstände werden bei nachstehend beschriebenem System vermieden, welches sich im Princip an das von H ο ff mann erfundene Brennverfahren für Ziegelsteine anlehnt.
In der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 ein System von vier Einzelmuffeln dargestellt ; die Anzahl derselben ist natürlich nur beispielsweise gewählt, eventuell können auch mehrere Muffeln neben oder über einander in einem Ofen angewendet werden.
Jeder Muffelofen besitzt die Kanäle b zum Austritt der vorgewärmten Verbrennungsluft, was durch Vorbeiführen derselben an noch heifsen Muffeln mit bereits fertig gebranntem Inhalte erfolgt, und c zum Eintritt der Heizgase; beide Kanäle können durch Deckel verschlossen werden. Der Verbindungskanal d zwischen b und c ist ebenfalls verschliefsbar. Die unteren und oberen Verbindungskanäle e und f zwischen den einzelnen Muffeln sind durch Schieber g und h absperrbar.
Jeder Muffelofen hat ferner eine durch Schieber i absperrbare Verbindung k mit dem Kaminfuchs /, sowie eine durch Schieber m abschliefsbare Verbindung mit dem hinteren Verbindungskanal n.
Der Feuerherd 0 ist in bekannter Weise fahrbar (wie z. B. bei Patent Nr. 58462, Kl. 13) und auf Schienen leicht vor jeden Muffelofen zu transportiren.
Der Feuerherd besitzt mit den Kanälen b und c correspondirende Kanäle τρ und q, zu deren Abdichtung zwischen dem jeweiligen Muffelofen und dem Feuerherd letzterer in seinen Achslagern, welche Seitenspielraum haben, seitlich verschiebbar angeordnet ist.
Zwischen die Dichtungsflächen der Kanäle wird ein geeignetes Material (Lehm etc.) gebracht und dann der Feuerherd gegen den Muffelofen geprefst. Das Anpressen des Herdes gegen den Ofen kann durch geeignete Hebel oder, wie in Nebenfig. 3 angedeutet, mittels Schraubenspindel r und Handrad s geschehen, wobei die Traverse t die beiden Achsschenkel u
verbindet und die Radflantschen und Schienen als Stützpunkte dienen.
Für die Erläuterung des Arbeitsvorganges ist angenommen, dafs in Fig. ι die Muffeln I und II fertig gebrannt sind, der Feuerherd ο auf die Muffel III arbeitet und die Muffel IV vorgewärmt wird.
Der Vorgang ist nun wie folgt: Durch Kanal b der Muffel I tritt kalte Luft ein, umspült in der Richtung der Pfeile die Muffeln I und II, dieselben abkühlend, und . tritt dann angewärmt durch Kanal b der Muffel III unter den Rost des Feuerherdes. Die Feuergase treten durch Kanal c der Muffel III ein, umspülen diese, dann Muffel IV, dieselbe anwärmend, und treten dann durch Kanal k der Muffel IV in den Kamin.
Für die Endstellung IV des Feuerherdes dient zur Rückleitung der Feuergase nach Muffel I, Kanal n, und für die Endstellung I zur Rückleitung der angewärmten Verbrennungsluft nach Muffel I Kanal e.
Bei gröfserer Anzahl Muffeln empfiehlt es sich, zur Vermeidung langer Rückleitungen die Muffel in parallelen Gruppen oder in geschlossener Figur, Kreis oder Vieleck, anzuordnen.
Die Waaren werden in die Muffeln kalt eingetragen. Bei einer' genügend grofsen Anzahl von Muffeln ist die denkbar gröfste Ausnutzung des Brennmaterials in derselben vortheilhaften Weise, wie beim Hoffman η sehen Ringofen, durch Benutzung der Abhitze und Abkühlwärme zur Vorwärmung der Waare und der Verbrennungsluft möglich, während es doch leicht angeht, durch geeignete Schieberstellung jede einzelne Muffel in Bezug auf Anwärmung und Abkühlung individuell zu behandeln.
Bei leichter, bequemer Bedienung, voller Ausnutzung des Muffelvolumens, Wegfall der theuren Metallkörbe und Fortfall von Verlusten durch schädliche Temperaturschwankungen, durch Bruch und Verunreinigung ist gröfste Productionsfähigkeit erreichbar. Ferner ist durch sofortiges Entfernen des fahrbaren Feuers nach erfolgter Gare die für viele Farben so schädliche Nachhitze sicher vermieden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Muffelofenanlage zum Brennen von Glas, Porzellan oder dergleichen, dadurch'gekennzeichnet, dafs sämmtliche Muffeln einen gemeinsamen transportablen Feuerherd besitzen , welcher vor die zu beheizende Muffel gefahren wird, wobei durch mittels Schieber regelbarer Kanäle sowohl die Verbrennungsluft durch Vorbeiführen an in Abkühlung befindlichen Muffeln erhitzt wird, als auch friscb beschickte Muffeln durch Vorbeileiten der heifsen Verbrennungsgase vorgewärmt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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