DE1150100B - Vorschub- oder Zufuehrungsvorrichtung fuer gleichzeitigen Vorschub auf einer Anzahl Papierbogenstapel - Google Patents

Vorschub- oder Zufuehrungsvorrichtung fuer gleichzeitigen Vorschub auf einer Anzahl Papierbogenstapel

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DE1150100B
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Finn Koehler Syversen
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FINN KOEHLER SYVERSEN
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    • B65H2701/176Cardboard

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  • Sheets, Magazines, And Separation Thereof (AREA)

Description

  • Vorschub- oder Zuführungsvorrichtung für gleichzeitigen Vorschub auf einer Anzahl Papierbogenstapel Die Erfindung betrifft eine Vorschub- oder Zuführungsvorrichtung für gleichzeitigen Vorschub auf einer Anzahl Papierbogenstapel, wie sie z. B. zum Vorschieben je eines Bogens von einer Anzahl Stößen beim Maschinenschreiben mit mehreren Durchschlägen verwendet wird.
  • Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art sitzen die Papierbogenstapel in Fächern, bestehend aus einem in einem Gestell vorgesehenen hin- und hergehenden Schieber, an dem eine den Fächern entsprechende Anzahl Vorschubarme befestigt ist, die mit einem reibenden Kopf auf dem obersten Bogen der Stapel aufliegen, und wobei die einzelnen Fächer von an dem Gestell befestigten Stützblechen, Regalen od. dgl. gebildet werden.
  • Die Erfindung bezweckt es, derartige Vorrichtungen besonders einfach und billig herstellbar und leicht bedienbar zu machen, denn es sind zu dem gleichen Zweck bisher lediglich sehr komplizierte Vorrichtungen verwendet worden, die wegen des hohen Preises nicht allgemein verwendet werden konnten. Dabei mußten z. B. die Unterlagen unter den Papierstapeln angehoben und gesenkt werden, was einen Motorantrieb erforderte. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung läßt sich leicht von Hand bedienen, ohne daß ein maschineller Antrieb notwendig ist.
  • DieVorteile der Erfindung werden im wesentlichen durch die Ausbildung der Vorschub arme erzielt, die erfindungsgemäß eine doppelte Krümmung-aufweisen, wobei der Krümmungsmittelpunkt des an der Befestigung am Schieber gelegenen Teiles an der von Stapeln abgewandten Seite liegt, während der Krümmungsmittelpunkt des am Kopf gelegenen Teiles an der den Stapeln zugewandten Seite der Arme liegt und der dazwischenliegende Teil etwa geradlinig ist, und wobei die Arme anihremFußteilbedeutend schmäler sind, als an den übrigen Teilen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun in der Beschreibung an Hand der Zeichnungen dargestellt. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine perspektivische Skizze der Einrichtung, wo der hin- und hergehende Schieber in seiner Endlage nach der Vorschubbewegung gezeigt ist und also von jedem Stoß ein Bogen vorgeschoben wurde; als Bedienungsvorrichtung ist ein Pedal angedeutet; Fig. 2 zeigt einen der Vorschubarme mit seiner Befestigung am Schieber perspektivisch und im größeren Maßstab; Fig. 3 zeigt perspektivisch ein Blech zur Unterstützung der Stöße mit Seitenführung und Bremsvorrichtung für dieselben; Fig. 4 zeigt perspektivisch einen Teil des Apparates und das eine Ende des Schiebers mit einem daran vorgesehenen Vorschub arm, nebst einem Stützblech; Fig. 5 zeigt perspektivisch die Verbindung zwischen Bedienungsgriff und Schieber; Fig. 6 zeigt ebenfalls perspektivisch und von unten gesehen das rückwärtige Ende des Rahmens mit dem Bedienungsgriff und einer Spannfeder für die Rückbewegung des Schiebers; Fig. 7 zeigt perspektivisch eine Abwandlung des Stützbleches mit Seitenführung und Seitenbremsen; Fig. 8 zeigt einen Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 7 mit einem Bogen stoß, einem Halteblech und Seitenbremsen; Fig. 9 zeigt perspektivisch die Vorrichtung der Mittelbremse mit dem zusätzlichen, geteilten rückwärtigen Blech; Fig. 10 zeigt eine Abwandlung des Vorschubarmes, perspektivisch in ungespannter Lage, und Fig. 11 zeigt schematisch im Prinzip eine Ausführungsform der Hubbewegung des Schiebers.
  • In der Ausführungsform laut Fig. 1 bis 6 besteht der Apparatrahmen aus zwei längsgehenden Wangen 1 aus Eisen, Aluminium oder einem anderen passenden Werkstoff. Zur Befestigung der Fußstücke 2 können die Wangen mit Winkelprofil ausgebildet sein. Die Verbindung kann aus Versandzwecken lösbar sein. Die Wangen 1 haben Ausnehmungen3 (Fig. 4) an ihrem oberen Rand zum Festhalten einer Anzahl von Stützblechen 4, die Unterstützung für die Bogenstöße 5 bilden. Die Ausnehmungen3 haben eine besondere Form, wodurch die Stützbleche leicht eingesetzt und herausgenommen werden können und außerdem auf Grund der Schräglage und ihrer eigenen Schwere sicher stehen.
  • Dies wird dadurch erzielt, daß die Ausnehmungen 3 an ihrem vorderen Rand, wie bei 6 gezeigt, unterschnitten sind, derart, daß eine Nase 7 entsteht. Die Begrenzungslinie der Ausnehmung geht weiter nach rückwärts und unten annähernd rechtwinklig zu dem rückwärtigen Rand 8, der eine Neigung nach rückwärts hat, die der erwünschten Neigung des Stützbleches 4 entspricht.
  • Die Ausdrücke »vorn« und »rückwärts« am Apparat werden des Hinweises halber verwendet und derart, daß mit »vorn« das Ende des Apparates bezeichnet wird, das der Seite zugewendet ist, wo die Stöße auf den Stützblechen liegen.
  • Die Rückenbleche 4, laut Fig. 1, 3 und 4, können aus jedem beliebigen Blechwerkstoff hergestellt sein und bestehen aus einem rückwärtigen Teil 9 und einem vorteilhaft rechtwinklig dazu ausgebogenem Fußteil 10. In der Vorderkante des Fußteiles 10 sind Ausnehmungen 11, die in die Ausnehmungen 3 der Gestellwangen eingreifen. Mittels dieser Ausnehmungen 3 und 11, die ineinander eingreifen, und der Vorsprünge 7 werden die Bleche 4 in ihrer Lage auf den Wangen 1 fest und sicher gehalten. Das Fußstück 10 weist außerdem Ausnehmungen 12 auf, die für die Vorschubbewegung der Arme Raum schaffen.
  • Das Stützblech 4 hat ferner Seitenführungen 13 für die Bogen an beiden Seitenrändern. Diese Führungen sind seitlich einstellbar und aus elastischem, dünnem Stangenwerkstoff hergestellt. An der Vorderseite des Stützbleches besitzen sie ein waagerechtes mit Gummi od. dgl. versehenes Stück 14.
  • Von der waagerechten Partie 14 verläuft die Stange nach oben, parallel mit den Seitenrändern des Bleches 4 und des Stoßes 5, ist hiernach zu der Rückseite des Bleches umgebogen und hier durch Löcher in Ohren 15 geführt, welche letztere aus dem Werkstoff des Bleches 4 ausgepreßt sein können.
  • In ähnlicher Weise ist das untere Ende der Stange über die Rückseite des Bleches 4 gebogen und durch Ohren 16 geführt. Die waagerechten Partien der Stangen 13 sind mit geeigneter Friktion durch die Löcher in den Ohren 15 und 16 geführt, derart, daß sie ihre eingestellte Lage behalten. Die Partienl4 und 14a bilden eine Führung für die Bogen und können seitlich so eingestellt werden, daß sie federnd gegen die Seitenränder der Bogen-Stöße anliegen.
  • Der Gummibelag wirkt dabei hemmend gegen Vorschub, so daß nur der vorderste Bogen vom Vorschubarm mitgeholt wird.
  • An der Vorderseite der Stützbleche 4 befindet sich ein dünnes Blech 17 aus einem friktionsbildenden Werkstoff, z. B. Gummi, zur zusätzlichen Sicherung dagegen, daß sich die Stöße während der Arbeit verschieben können.
  • Auf den Fußstücken 2 des Rahmens ist ein Schieber 18, der vorteilhaft Kanalform mit dem Boden nach unten besitzt, gleitbar gelagert. Der Boden weist Schlitze l9 auf, ein Schlitz über jedem Fußstück 2 des Rahmens. Die Schlitze 19 haben eine bestimmte Länge, die entscheidet, wie weit der vorderste Bogen der Stöße vorgeschoben werden soll, so daß man die erwünschten Bogen leicht erreichen kann. Auf jedem Fußstück ist ein Zapfen 20 angebracht, der zur Steuerung des Schiebers 18 durch den Schlitzen 19 hinaufragt. Die Schlitze 19 und Zapfen 20 bilden auch Begrenzer der Schieberbewegung. An der Oberseite des Schieberbodens besitzen die Zapfen 20 Köpfe, die verhindern, daß der Schieber aus seiner Lage springt. Ein oder beide Zapfen 20 sind an der Unterseite der Fußstücke 2 herausgeführt und bilden Halterung für das eine Ende einer Spannfeder21, deren anderes Ende an einem Zapfen 22 an der Unterseite des Schiebers 18 befestigt ist. Die Feder 21 wird bei der Vorschubbewegung gespannt und zieht den Schlitten in die Ausgangslage zurück, wenn der Bedienungsgriff 23 losgelassen wird.
  • Der am rückwärtigen Ende des Apparates vorgesehene Bedienungsgriff 23 besteht aus einer starren Stange, die in Ohren 24, die von den Seitenwangenl des Rahmens aufstehen, drehbar gelagert ist. Gleich außerhalb der Ohren zu beiden Seiten des Apparates ist die Stange 23 in einem gewissen Winkel nach rückwärts in der Längsrichtung des Apparates geknickt und weist äußerst eine Kugel oder dergl. 25 auf, die einen guten Griff für die Hand gibt. In der Mitte zwischen den Ohren 24 hat die Stange 23 einen herunterragenden Teil 26, welcher unten mit einer querlaufenden Stange 27 versehen ist, deren Enden in Schlitzen 28 in den Seitenwänden des Schieberkanals 13 liegen. Bei Bedienung des Kugelhandgriffes 25 dreht sich die Stange 23 in ihrem Lager, und die Querstange 27 nimmt den Schieber nach vorn mit. Wird der Griff losgelassen, zieht die Feder 21 den Schieber zurück, bis die Begrenzungszapfen 20 das Ende der Schlitze 19 erreichen.
  • Die Oberkante der Seitenflanschen des Schieberkanals besitzen eine Reihe von Ausnehmungen29, die bei ihren rückwärtigen Enden unterschnitten sind, wie bei 30 gezeigt. Der vordere Begrenzungsrand der Ausnehmungen geht perpendikulär zur Oberkante des Schiebers. Jede dieser Ausnehmungen nimmt mit genauer Anpassung ein Fußstück 32, 33 eines Vorschubarmes 31 auf. Das Fußstück 32 ist so breit, daß es zu beiden Seiten des Schieberkanals 18 etwas hervorragt und einen guten Halt für dieFinger bildet, wenn- das Fußstück herausgenommen werden soll.
  • Von dem Stück 32 ragt eine Steuerzunge 33 hervor, die genau in den Kanal paßt und dazu beiträgt, daß das Fußstück fest und sicher in der Ausnehmung gehalten wird. Ausgehend von dem ebenen Fußstück 32 krümmt sich der elastisch federnde Teil 34 des Vorschubarmes 31 nach oben und nach rückwärts.
  • Dem Fußstück zunächst folgt eine schmale Partie 34, worauf eine annähernd ebene Partie 35 mit nach außen zunehmender Breite folgt. An seinem oberen Ende ist der Arm bei 36 in entgegengesetzter Richtung von der ersten Krümmung gekrümmt und endet mit einer Partie37, die einen weniger als 900igen Winkel mit den Stützblechen 4 bildet. Das äußerste Ende des Armes weist einen Kopf 38 aus weichem Gummi od. dgl. auf, dessen Rand parallel mit den Stützblechen 4 liegt.
  • In unwirksamer Lage steht nur der untere Rand 39 des Gummikopfes 38 in Berührung mit dem Stoß, aber zu Beginn der Vorschubbewegung biegt sich der Arm 31 auf Grund der Friktion des Kopfes 38 gegen den Bogen, so daß der ganze ebene Rand des Kopfes 38 zur Auflage kommt.
  • Die vorteilhafte Wirkung des Armes 31 ist auf seine federnde, sichere Auflage auf den Bogen zurückzuführen, indem er sich auch dank seiner schmalen gut federnder oder nachgiebiger Partie 34 in allen Ebenen auf jede Unregelmäßigkeit in der Ebene des Bogenstoßes einstellt. Der Arm ist aus dünnem, elastischem Blechwerkstoff, vorteilhaft aus hartem Plastik, hergestellt. Da der Arm sehr einfach und leicht von dem Schieber entfernt und wieder daran befestigt werden kann, bietet sich die Möglichkeit, die Arme rasch - je nach der Qualität des vorkommenden Bogenmaterials - durch Arme von anderer Größe und Starrheit, versehen mit anderen Sorten Gummi oder Schaumgummi od. dgl., auszutauschen.
  • Der Apparat kann, wie in Fig. 1 angedeutet, für Bedienung durch ein Pedal eingerichtet werden, indem eine Schnur, ein Band 40 od. dgl. an dem Griff 23 befestigt wird und davon zu einem beliebig ausgebildetem Pedal führt. In der Zeichnung ist ein abnehmbares Pedal 41 gezeigt, welches ein Fußstück 42 umfaßt, das bei 43 an ein Blech 44 angehängt ist, an dessen Ende 44a die Kette befestigt ist, die zu einem herausnehmbaren Haken 23 a an dem Griff 23 führt. Zwischen dem Fußstück 42 und dem Blech 43 ist eine die beiden Teile 42 und 44 auseinanderspannende Federvorrichtung angebracht.
  • Die Abmessungen der Stützbleche sind zweckmäßig für ein bestimmtes Bogenformat eingerichtet.
  • Oft können aber Bogen von geringerem Format zu behandeln sein, z. B. Bogen, wobei das größere Format ein Vielfaches ihrer Abmessungen ausmacht.
  • Um dabei das Areal der Stützbleche völlig auszunutzen, wird laut einem weiteren Merkmal der Erfindung eine Vorrichtung vorgeschlagen, die es ermöglicht, Bogen von z. B. halbem Format ebenso effektiv wie die großen Bogen zu behandeln. Die Kapazität des Apparates verdoppelt sich dabei bei diesen kleineren Formaten. Dies wird derart erzielt, daß mittig zwischen den Seitenrändern der Stützbleche eine Bremsvorrichtung von im Prinzip derselben Ausführung wie die Seitenbremsen vorgesehen wird. Vorteilhaft wird in Verbindung hiermit auch ein zusätzliches Rückblech, das in der Mitte geteilt ist und aufstehende Seitenflansche besitzt, gegen welche die äußeren Seitenränder der Bogenstöße anliegen, benützt. Die Seitenflansche werden von den Seitenführungen mit erwünschtem Druck gegen die Stöße gehalten.
  • Bei Behandlung von besonders dünnen Bogen, z. B. Papier, hat man es vorteilhaft gefunden, ein zusätzliches Rückblech aus geeignet starrem Werkstoff, beispielsweise Pappe, und von etwas geringerer Breite als die Bogen einzusetzen. Insbesondere wenn nur wenig Bogen in den Stößen sind, werden diese leicht durch denDruck der Seitenbremsen znsammengedrückt und gefaltet, so daß der Vorschub der Bogen unbefriedigend wirkt. Wenn das erwähnte Blech eingesetzt wird, kann die hineingerichtete Bewegung der Seitenbremsen begrenzt werden, weil die Bremsen bei der Anlage gegen das Blech aufgehalten werden, so daß dieser Nachteil wegfällt.
  • Für die Behandlung von Bogen aus besonders dünnem Werkstoff (Papier) wird laut der Erfindung auch ein Deckblatt aus zweckmäßig starrem Werkstoff auf den Stößen vorgesehen. Dieses Blatt muß eine Ausnehmung für den Kopf der Vorschubarme besitzen. Dieses Blatt oder Blech führt die Bogen und hält sie-während des Vorschubes eben und verhindert auch gleichzeitig, daß sich die Bogen bei der Rückbewegung des Vorschub armes in Verbindung mit der Schieberbewegung zerknittern.
  • Die Fig. 7 bis 11 zeigen verschiedene Abänderungen der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorrichtung, wo Mittel für die erwähnten besonderen Verhältisse vorgesehen sind. Ebenfalls wird eine abgeänderte Ausbildung des Vorschubarmes vorgeschlagen, die unter gewissen Verhältnissen vorteilhaft verwendet werden kann. Auch der wirksame Kopf des Armes kann laut einem weiteren Merkmal der Erfindung abgeändert werden.
  • Bei einem Apparat der beschriebenen Art wird die Vorschublänge der Bogen weiter von der Hublänge des Schiebers und der Länge des Armes bestimmt, die aus praktischen Gründen eine Begrenzung hat. Laut einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Vorschublänge durch eine besondere Vorrichtung der Schieberlagerung vergrößert. Der Schieber erhält somit während des Hubes eine Hubbewegung, die die Vorschublänge entsprechend vergrößert. Die Stützbleche 4'weisen an beiden Seitenrändern Seitenführungen 13' für jeden Stoß S' (Fig. 8) auf. Die Führungen sind seitlich beweglich und als Metalldrahtbügel mit U-Form und den Schenkeln 50 leicht verschiebbar in Ohren 15' ausgebildet, wobei die Ohren aus dem Blechmaterial an der Rückseite des Bleches 4' ausgepreßt sein können. Die Verbindungsstücke des U sind wie früher vor die Vorderseite des Bleches gebogen und bilden Führung für die Bogen. Der Teil 14' ist mit Gummi 51 versehen. Da die Bogen, die zunächst dem obersten folgen, am meisten dazu neigen, in der Vorschubbewegung mitzufolgen, ist der Seitenführungsbügel vorteilhaft etwas mehr als 900 gebogen, derart, daß die Bremse am stärksten auf die obersten Bogen des Stoßes wirken.
  • An der Rückseite des Bleches 4' sind ein paar der Schenkel 50 der beiden Seitenführungsbügel mit einem elastischen Band 510 verbunden, z. B. mit einem Gummiband, daß dafür sorgt, daß sich die Seitenbremsen mit erwünschtem Druck gegen die Seitenränder der Stöße einstellen.
  • Wenn der Apparat für Formate verwendet werden soll, von denen z. B. zwei auf die Breite der Stützbleche gehen, wird eine mittlere Bremse 52 von im Prinzip derselben Konstruktion wie die Seitenbremsen vorgesehen. Die Bremsenpartie ist ein Gummistrumpf, der bei 53 über einen Metalldrahtbügel gezogen ist. Für den Bügel sind im Blech Löcher 54, 55 vorgesehen, und der Bügel wird mittels der Elastizität des Drahtes festgespannt. Hierbei wird zweckmäßig ein zusätzliches Rückblech 56 verwendet, daß entlang der Mitte geteilt ist. Die Seitenflansche 57 dieses Bleches decken die Seitenbremsen, schaffen aber den erforderlichen Seitendruck der Bogen gegen die Mitte herbei. Bei derartiger Verwendung des Apparates, wo der Kopf 58 des Vorschubarmes die Bogen an ihren mittleren Seitenrändern angreift, müssen die Seitenbremsen von den Flanschen 57 des geteilten Rückbleches abgedeckt werden, damit die Bogen nicht an den Seitenbremsen hängenbleiben. Das Zeichen 59 in Fig. 8 bezeichnet die erwähnte Platte aus Pappe od. dgl., die zwischen den Stößen und den Stützblechen 4 vorgesehen wird und verhindert, daß die Bogen zusammengedrückt werden und Falten bilden, wenn nur wenige Bogen da sind. Mit 60 wird das erwähnte Deckblatt mit Ausnehmungen 61 für den Vorschub arm bezeichnet. Das Blatt wird auf den Stoß gelegt, wenn der Apparat für dünne Papierqualitäten verwendet wird.
  • Die Vorschub arme 70 sind laut der in Fig. 9 gezeigten Abänderung mit einer mittleren, elastischen, biegsamen Partie 71 aus einer schraubengewickelten Feder aus einem harten und elastischen Werkstoff, vorteilhaft mit einem Plastikrumpf überzogen, hergestellt. Ein Beispiel von solchem Federwerkstoff sind die handelsüblichen Schnüre zum Aufhängen von Vorhänge. An dem biegsamen mittleren Teil 71 ist ein Fuß 72 in der Form eines starren Metalldrahtbügels befestigt. Der Fuß kann, wie oben beschrieben, in eine Ausnehmung 29' eingesetzt werden.
  • Eine ähnliche Bügelkonstruktion ist zur Befestigung des Kopfes 73 mit einer Auflagefläche 74 aus friktionsbildendem Werkstoff, z. B. Gummi, verwendet. Von der Anlagefläche 74 des friktionsbildenden Kopfes ist eine Gummipartie in zwei Zungen 75 mit einem Zwischenteil, der den Bogen nicht berührt, ausgezogen. Bei der Schieberbewegung gehen die Vorschub arme 70 mit den Zungen leicht über den vorderen Bogen eines Stoßes, aber bei der Rückbewegung des Schiebers werden die Zungen 75 in entgegengesetzter Richtung gedrückt und sichern dem friktionsbildenden Kopf 64 einen sicheren Griff auf dem Bogen.
  • Eine Lagerung des Schiebers 18, die bewirkt, daß der Schieber während der Vorschubbewegung gehoben und der Bogen dadurch entsprechend weiter vorwärts geschoben wird, ist in Fig. 11 schematisch angedeutet. Der Schieber ist mittels Zapfen 80 drehbar in Areinen 81 aufgehängt, die schwenkbar um Zapfen 82 in den Gestellwangen 1 sind.
  • Die Details des Apparates sind nicht auf die als Beispiel gezeigte und beschriebene Ausführung begrenzt. Statt der rückwärtigen Halteplatte 59 können somit feste oder regulierbare Anschläge vorgesehen werden, die an einer passenden Stelle an den Seitenführungen angreifen. Das obere Blech kann durch einen oder mehrere leichte Drahtbügel oder Schienen ersetzt werden, die gegebenenfalls mit leichtem Federdruck gegen die Stöße anliegen können. Der bewegliche Schieber 18 muß nicht unbedingt Kanalform haben, obwohl dies eine vorgezogene Ausbildung ist. Die Ohren der Stützbleche brauchen auch nicht aus dem Blechwerkstoff ausgepreßt zu sein, sondern können separate Teile, die in irgendeiner geeigneten Weise am Blech befestigt sind, sein.
  • Bezüglich der Ausbildung des biegsamen, elastischen Vors chub armes kann der Übergang zwischen dem schmalen Teil bei dem Fuß stück und dem freien Ende in einer anderen Weise als die in der Zeichnung gezeigte ausgeführt werden, beispielsweise mittels Ausnehmungen an beiden Seitenrändern. Die Hauptsache ist, daß die Arme an dieser Stelle so geringe Breite haben, daß sie sich leicht drehen, damit der Kopf zur genauen Auflage auf den Stößen kommt.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorschub- oder Zuführungsvorrichtung für gleichzeitigen Vorschub auf einer Anzahl Papierbogenstapel, die in Fächern sitzen, bestehend aus einem in einem Gestell vorgesehenen, hin- und hergehenden Schieber, an dem eine den Fächern entsprechende Anzahl Vorschub arme befestigt ist, die mit einem reibenden Kopf auf dem obersten Bogen der Stapel aufliegen, und wobei die einzelnen Fächer von an dem Gestell befestigten Stützblechen, Regalen od. dgl. gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die federnden Arme (31) eine doppelte Krümmung aufweisen, wobei der Krümmungsmittelpunkt des an der Befestigung am Schieber (18) gelegenen Teiles (34) an der von den Stapeln abgewandten Seite liegt, während derKrümmungsmittelpunkt des am Kopf (38) gelegenen Teiles an der den Stapeln zugewandten Seite der Arme (31) liegt und der dazwischenliegende Teil (35) etwa geradlinig ist, und daß die Arme (31) an ihrem Fußteil bedeutend schmäler sind als an den übrigen Teilen.
  2. 2. Vorrichtung laut Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federarme (31) leicht herausnehmbar in Ausnehmungen (29) des Schiebers (18) mittels eines Fußstückes (32 und 33) befestigt sind, welche letztere mit genauer Anpassung in den vorteilhaft mit unterschnittenen Rückkanten versehenen Ausnehmungen (29) sitzen.
  3. 3. Vorrichtung laut den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme (70) aus biegsamen, schraubengewickelten, vorteilhaft mit einem Plastikstrumpf bedeckten Stahifedern (71) ausgebildet sind mit einem aus starrem Stahldraht od. dgl. gebildeten Fußstück (72) und einem in gleicher Weise gebildetem Kopf (73), der eine Auflage (74) aus friktionsbildendem Werkstoff, z. B. Gummi, vorteilhaft mit zwei Zungen (75), die auf dem Papier aufliegen, besitzt.
  4. 4. Vorrichtung laut einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Federarmen (31, 70) zusammenwirkenden Stützbleche (4, 4') lösbar an den Gestellwangen (1) befestigt sind und eine Rückpartie (9) und eine annähernd rechtwinklig dazu verlaufende Fußpartie (10) besitzen, welche letztere mit Ausnehmungen (11) zur Aufnahme in Ausnehmungen (3) in der Oberkante der Wangen (1) versehen ist, wobei die Ausnehmungen (3) an ihrer vorderen Begrenzung unterschnitten sind, derart, daß eine über den Rand des Fuß stückes (10) greifende Nase (7) entsteht und mit ihrer rückwärtigen Begrenzung (8) rechtwinklig zum Boden der Ausnehmung nach rückwärts neigt.
  5. 5. Vorrichtung laut Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß federnde, regulierbare Seitenführungen (13) und Bremsvorrichtungen (14) für die Stöße (5) und an den Seitenpartien der Stützbleche (4) befestigt vorgesehen sind, welche Seitenführungsteile (14) vorteilhaft einen spitzen Winkel mit dem Stützblech bilden.
  6. 6. Vorrichtung laut einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen mit dem Schieber (18) verbundenen Bedienungsgriff, bestehend aus einer im Rahmen (1) drehbar gelagerten Stange (23), die außerhalb der Lagerungen (24) in der Längsrichtung des Apparates gebogen ist und einen nach unten ragenden Teil (26) mit einer an den Schieber (18) angelenkter Querstange (27) besitzt.
  7. 7. Vorrichtung laut Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (50) der federnden Seitenführungen seitlich leicht verschiebbar gelagert und an der Rückseite der Stützbleche mittels eines elastisch dehnbaren Organs (51 a), z. B. ein Gummiband oder eine Spannfeder, verbunden sind.
  8. 8. Vorrichtung laut einem der Ansprüche 4 bis 7, gekennzeichnet durch eine vorteilhaft mittig zwischen den Seitenführungen vorgesehener Bremse (52), gegebenenfalls mit einem in der Mitte vorgesehenen geteilten Rückblech (56) mit aufgebogenen Seitenflanschen (57) von annähernd derselben Höhe wie die Seitenführungen, welche Flansche die Bremsorgane der Seitenführungen abdecken.
  9. 9. Vorrichtung laut einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine zwischen den Stützblechen (4) und den Stößen (5) vorgesehene Platte (59) aus Pappe oder ähnlichem Werkstoff, welche Platte in der Richtung zwischen den Seitenführungen etwas schmäler als die Papierstöße ist.
  10. 10. Vorrichtung laut einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch Anschläge, welche die Bewegung nach innen der Seitenbremsen begrenzen und die Form einer Platte (59) aus Pappe oder einem anderen geeigneten Werkstoff haben.
  11. 11. Vorrichtung laut einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (60), die auf den Stößen liegt und verhindert, daß sich die Bogen während der Aufundabbewegung der Vorschub arme in Verbindung mit der Schieberbewegung falten, welches Blatt (60) vorteilhaft dieselben Abmessungen wie die vorzuschiebenden Bogen und Ausnehmungen (61) in der Unterkante für die Vorschub arme (70) besitzt.
  12. 12. Vorrichtung laut einem oder mehreren der vorherstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine derartige Lagerung des Schiebers in dem Gestell, daß der Schieber bei der Vorschubbewegung gehoben wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften : USA.-Patentschriften Nr. 2436 168, 2562999.
DES72569A 1960-09-17 1961-02-16 Vorschub- oder Zufuehrungsvorrichtung fuer gleichzeitigen Vorschub auf einer Anzahl Papierbogenstapel Pending DE1150100B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2436168A (en) * 1945-12-29 1948-02-17 Sherlie E Gregory Sheet feeding mechanism
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