DE1140539B - Rollenrichtmaschine zum Richten von Blechen, Baendern, Profilen u. dgl. - Google Patents

Rollenrichtmaschine zum Richten von Blechen, Baendern, Profilen u. dgl.

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DE1140539B
DE1140539B DESCH27642A DESC027642A DE1140539B DE 1140539 B DE1140539 B DE 1140539B DE SCH27642 A DESCH27642 A DE SCH27642A DE SC027642 A DESC027642 A DE SC027642A DE 1140539 B DE1140539 B DE 1140539B
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Germany
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roller
rollers
straightening
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DESCH27642A
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English (en)
Inventor
Hans Rustemeyer
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Schloemann AG
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Schloemann AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D1/00Straightening, restoring form or removing local distortions of sheet metal or specific articles made therefrom; Stretching sheet metal combined with rolling
    • B21D1/02Straightening, restoring form or removing local distortions of sheet metal or specific articles made therefrom; Stretching sheet metal combined with rolling by rollers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Straightening Metal Sheet-Like Bodies (AREA)

Description

  • Rollenrichtmaschine zum Richten von Blechen, Bändern, Profilen u. dgl. Das Richten von Blechen, Bändern, Profilteilen od. dgl. kann mittels Rollenrichtmaschinen erfolgen. Die gebräuchlichen Rollenrichtmaschinen weisen ein System angetriebener Richtwalzen auf, das durch zwei Reihen von Rollen gebildet wird, wobei die Rollen der unteren Reihe versetzt zu den Rollen der oberen Reihe angeordnet sind. Die Unterwalzen sind drehbar im Ständer und die Oberwalzen sind drehbar in einem Joch gelagert, wobei das Joch mit den Oberwalzen gegen den Ständer mit den Unterwalzen anstellbar ist.
  • Das zu richtende Blech, Band oder Profilteil wird zwischen den beiden Reihen von Richtrollen hindurchgeführt, wobei die Oberwalzen so gegenüber den Unterwalzen angestellt sind, daß das durchlaufende Gut eine wiederholte plastische bzw. teilplastische Verformung in wechselnder Richtung erfährt.
  • Für die Einstellung der Oberwalzen gegenüber den Unterwalzen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Einstellung, die für die Durchbiegung des zu richtenden Gutes maßgeblich ist, kann über die Länge des gesamten Rollenrichtsystems konstant sein, so daß über die gesamte Länge der gleiche Richtdruck ausgeübt wird. Sie kann sich auch über die Länge des gesamten Rollenrichtsystems so ändern, daß der größte Druck am Einlauf ausgeübt wird, wobei der Druck entweder bis zum Ende oder nur bis zur Mitte geradlinig abnimmt. Die Einstellung kann aber auch so gewählt werden, daß der größte Druck in der Mitte des Systems ausgeübt wird.
  • Beim Richten mit diesen Rollenrichtmaschinen wird die ganze Blech- oder Bandbreite je nach Anstellung einer wiederholten mehr oder weniger großen elastischen oder teilplastischen Verformung nach wechselnder Richtung unterworfen. Der Richtvorgang läßt sich, wenn man von der praktischmaschinellen Durchführung abstrahiert und nur das Geschehen am Blech betrachtet, so beschreiben, daß an einem Ende des Bleches, Bandes oder Profilteiles in zeitlichen Abständen jeweils eine elastische oder teilplastische Verformung erzeugt wird, die dann (infolge des Durchlaufs des Bleches durch die Richtmaschine) kontinuierlich über die ganze Länge des zu richtenden Gutes fortschreitet. In jeder Querschnittsfiäche des zu richtenden Gutes treten somit die hervorgerufenen Verformungen in stetiger zeitlicher Aufeinanderfolge in ihren sämtlichen Phasen auf.
  • Es ist auch eine Rollenrichtmaschine bekanntgeworden, bei der die Richtrollen in zwei parallelachsig gelagerten Rollenkörben in gleichen Abständen drehbar angeordnet sind. Die Körbe sind um eine halbe Rollenteilung versetzt zueinander getrieblich verbunden und gegenseitig drehbar sowie gegeneinander anstellbar. Sie werden derart angetrieben, daß die Richtrollen auf zwei gegenüberliegenden Kreisbahnen mit einer Geschwindigkeit umlaufen, die die Geschwindigkeit des zwischen den Kreisbahnen senkrecht zu der durch die Kreisachsen gehenden Ebene laufenden Gutes erheblich übersteigt. Vor und hinter den Rollenkörben ist je ein Rollenpaar zum Zuführen bzw. Führen des Gutes vorgesehen.
  • Beim Richten mit einer solchen Rollenrichtmaschine wird das zu richtende Gut wechselweise von einer Rolle des einen Korbes zwischen zwei benachbarten Rollen des anderen Korbes durchgebogen. Diese beiden benachbarten Rollen wirken somit jeweils als Auflager beim Durchbiegevorgang. Da die Rollen jedoch nicht stationär angeordnet sind wie bei den üblichen Rollenrichtmaschinen mit Reihenanordnung der Richtrollen, sondern auf einer Kreisbahn umlaufen, ändert sich ständig der Winkel, den die Verbindungsebene der Achsen der als Auflager in Wirkung tretenden Rollen mit der Einlaufebene des Gutes einschließt und überdies die Stellung des als Auflager in Wirkung tretenden Rollenpaares des einen Korbes gegenüber der die Durchbiegung bewirkenden Rolle des anderen Paares. Das hat schwerwiegende Folgen.
  • So ändert sich dadurch ständig die Teilung, und zwar in ganz beträchtlichem Maße, wenn man das Anfangs- und Endstadium eines einzelnen Durchbiegevorganges mit der zeitlich in der Mitte liegenden Phase des Durchbiegevorganges vergleicht. Zu Beginn bzw. gegen Ende eines Durchbiegevorganges wirkt wegen der noch bzw. schon starken Schrägstellung des als Auflager dienenden Rollenpaares gegenüber der Ebene des einlaufenden Gutes zunächst nur eine dieser Rollen (nämlich die das zu richtende Gut zuerst berührende bzw. zuletzt verlassende Rolle) als Auflager, während das andere Auflager von einer Rolle des Zuführungs- bzw. Führungsrollenpaares gebildet wird. Erst in der mittleren Phase eines Durchbiegevorganges wirken zwei benachbarte Rollen eines Rollenkorbes als Auflager. Auch während dieser Phase bleibt jedoch die für die Durchbiegung effektive Teilung nicht konstant wegen der Schwenkbewegung des als Auflager wirkenden Rollenpaares.
  • Zudem greift die die Durchbiegung bewirkende Rolle des einen Korbes nur in dem Moment in der Mitte der Teilung zwischen den Auflagern an dem zu bearbeitenden Gut an, in dem das als Auflager wirkende Rollenpaar eine Parallelstellung zur Ebene des Gutes einnimmt.
  • Dem zu richtenden Gut werden auf diese Weise während bestimmter Phasen der einzelnen Durch biegevorgänge Biegungen erteilt, die in den folgenden Phasen der Durchbiegevorgänge nicht wieder kompensiert und ausgerichtet werden können. Ein mit dieser bekannten Maschine bearbeitetes Blech hat Wellungen, und zwar in stärkerem Maße, als es sie vor der Bearbeitung gehabt hat. Daher haben auch Maschinen dieser Art in der Praxis keinen Eingang gefunden; sie verstärken die unerwünschten Erscheinungen des durch sie zu bearbeitenden Gutes, die sie ihrer Zweckbestimmung nach beseitigen sollten.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß es keine unabdingbare Voraussetzung für einen zufriedenstellenden Richteffekt ist, daß die am zu richtenden Gut hervorgerufenen Verformungen -wie beim Arbeiten mit den bekannten, gebräuchlichen Rollenrichtmaschinen - in jeder Querschnittsfläche des Gutes in stetiger zeitlicher Aufeinanderfolge in ihren sämtlichen Phasen auftreten. Vielmehr kann nach einem bekannten Verfahren das Richten auch in der Weise erfolgen, daß das zu richtende Gut einer intermittierenden Folge wechselseitiger Durchbiegungen zwischen zwei stationären Auflagern unterworfen wird, wobei die durch die gleichgerichteten Durchbiegungen hervorgerufenen Bereiche der elastischen oder teilplastischen Verformungen einander überschneiden. Es schreitet also nicht eine bestimmteAnzahl von Durchbiegungen kontinuierlich über die ganze Blechlänge fort, sondern über die ganze Blechlänge hin werden, von einem Ende des Bleches bis zum anderen Ende fortschreitend, in zeitlicher Aufeinanderfolge bestimmte Durchbiegungen nach wechselnder Richtung ; erzeugt, deren Bereiche einander überschneiden.
  • Es ist bereits eine Rollenrichtmaschine zur Durchführung dieses auch der Erfindung zugrunde liegenden Verfahrens bekanntgeworden.
  • Der wesentliche Bestandteil dieser Richtmaschine i ist ein schwingender Doppelstempel, der die wechselweise Durchbiegung des Richtgutes bewirken soll. Wenn mit einer solchen Richtmaschine auch nur die heute üblichen Richtgeschwindigkeiten erreicht werden sollten, müßte der Doppelstempel einige t tausend Doppelschwingungen je Minute ausführen. Der Doppelstempel wirkt hämmernd auf das zu richtende Gut ein, so daß sich Schlagstellen auf der Oberfläche des Gutes abzeichnen und selbst Kalthärtungen an den Schlagstellen nicht ausgeschlossen sind. Eine derartige Behandlung des zu richtenden Gutes ist in den meisten Fällen unzulässig. Aber auch die Maschine ist enormen Beanspruchungen ausgesetzt, und ihr Betrieb würde sich schon wegen der zu erwartenden Lärmbelästigung verbieten. Diese Nachteile können bei der erfindungsgemäßen Richtmaschine nicht auftreten.
  • Das der Erfindung zugrunde liegende Verfahren ist vielmehr mittels Rollenrichtmaschinen durchführbar, für die ein wesentlich geringerer baulicher Aufwand erforderlich ist als für die bisher gebräuchlichen Rollenrichtmaschinen.
  • Die Verschiedenheit der Vorgänge bei dem Verfahren, nach dem die gebräuchlichen Rollenrichtmaschinen arbeiten, und bei dem bekannten Verfahren, das der Erfindung zugrunde liegt, ist in den Fig. 1 und 2a bzw. 2b schematisch dargestellt.
  • Die Fig. 1 bezieht sich auf das gebräuchliche Richtverfahren, b ist dabei das Blech, wobei angenommen ist, daß dieses gerade mit seinem einen Ende in eine übliche Rollenrichtmaschine eingelaufen ist, so daß die dargestellten Durchbiegungen an ihm hervorgerufen werden. f bezeichnet die Durchbiegung, d. h. die Abweichung des Bleches b von der Nullinie 0. Die nacheinander erzeugten Durchbiegungen I, 1I, III und IV schreiten während des Durchlaufs des Bleches durch die Richtmaschine kontinuierlich über die gesamte Blechlänge fort.
  • In den Fig.2a und 2b sind zwei verschiedene Durchführungsmöglichkeiten für das der Erfindung zugrunde liegende Verfahren veranschaulicht. Es ist wiederum die Nullinie 0 gezeigt, die der Einlaufebene des Bleches in die Richtmaschine entspricht. Beim Durchlaufen des Bleches durch die Richtmaschine erfährt dieses in zeitlicher Aufeinanderfolge Durchbiegungen f, die jedoch nicht wie bei den gebräuchlichen Verfahren kontinuierlich über die Blechlänge fortschreiten, sondern nur momentan an einer bestimmten Stelle des Bleches erzeugt werden. Zunächst wird am Blech nach dem Einlauf in die Richtmaschine die Durchbiegung I hervorgerufen. Nach einer bestimmten Zeitspanne, während der das Blech durch die Richtmaschine ein Stück y weitergelaufen ist, erfolgt die entgegengesetzt gerichtete Durchbiegung II. Dieser folgt nach Verstreichen einer weiteren, gleichen Zeitspanne y die ihr entgegengesetzt gerichtete Durchbiegung III. Nach den jeweils entsprechenden Zeitspannen folgen die Durchbiegungen IV, V, VI usw.
  • Die zeitlich aufeinanderfolgenden Durchbiegungen I, II, III usw. werden entsprechend der Durchlaufgeschwindigkeit des Bleches durch die Richtmaschine in derartigen Abständen voneinander (über die Blechlänge gesehen) erzeugt, daß sich die benachbarten Durchbiegungsbereiche überschneiden. Bei dem in Fig. 2a gezeigten Durchführungsbeispiel überschneidet jeder Verformungsbereich nur seine beiden benachbarten Bereiche, während bei dem Durchführungsbeispiel gemäß Fig.2b jeder Verformungsbereich insgesamt vier benachbarte Bereiche überschneidet. Die Folge der Verformungsbereiche ist bei dem Durchführungsbeispiel gemäß Fig.2b somit dichter als bei dem Durchführungsbeispiel gemäß Fig. 2a.
  • Eine Rollenrichtmaschine gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rollenkorb mit einer solchen Zahl, insbesondere mit drei Rollen, bestückt ist, daß eine plastische Durchbiegung des Gutes allein von jeweils einer Rolle des einen und abwechselnd des anderen Rollenkorbes zwischen den das zu richtende Gut führenden Paaren von Rollen erreicht wird, wobei die maximal erforderliche Durchbiegung das Maß R (wobei mit R der Radius, auf dem die Rollen in den Rollenkörben angeordnet sind, und mit n die Zahl der Rollen eines Rollenkorbes bezeichnet ist) nicht überschreitet.
  • Die besonderen Verhältnisse in bezug auf das Maß der Durchbiegung sind der Fig.2c zu entnehmen. Nach dieser Abbildung ist die maximale Durchbiegung des Richtgutes durch eine Rolle des unteren Rollenkorbes bei der gestrichelt gezeigten Stellung der Rollen erreicht. Bei der noch in der Abbildung gezeigten Stellung der Rollen gibt die eine Rolle des unteren Rollenkorbes gerade das Richtgut frei, während eine obere Rolle gerade zur entgegengesetzten Durchbiegung des Richtgutes ansetzt. Soll die maximal erforderliche Durchbiegung des Richtgutes von nur jeweils einer Rolle eines Rollenkorbes zwischen den Stützrollenpaaren erreicht werden, so ist die maximale Durchbiegung gegeben durch (R + i) - (x + r) _ fmax. R - x = fmrxx.
  • Jeder Rollenkorb hat zwischen den beiden dargestellten Stellungen eine Drehung von einem Viertel des Teilungswinkels a der Rollen an jedem Rollenkorb gemacht. Es ist also und da a = 360 bei einer Zahl von n Rollen an n jedem Rollenkorb ist, und damit Um die Bedingung zu erfüllen, daß der Richtvorgang nur zwischen den Stützrollen von abwechselnd einer Rolle des oberen und des unteren Rollenkorbes durchgeführt wird, ist die maximale Durchbiegung Je kleiner die Rollenzahl je Rollenkorb ist, um so größer ist die erreichbare maximale Durchbiegung, da sich der Wert cos mit sinkender Rollenzahl 0 nähert.
  • Die geringste Biegelänge L zwischen den Stützrollenpaaren ergibt sich unter der Voraussetzung, daß die Richtrollen und Stützrollen gleichen Durchmesser besitzen, wie folgt: oder, wenn r ungleich u, Es wurde gefunden, daß es besonders günstig ist, in jedem Rollenkorb drei Rollen anzuordnen. Bei drei Rollen beträgt nämlich der Wert = (1 - cos 30°) = 0,134, und es hat sich an einer Versuchsmaschine mit einem Radius (R = 90 mm) gezeigt, daß eine maximale Durchbiegung des Gutes von fmax = 12 mm bei einem Durchmesser der Rollen des Rollenkorbes von 120 mm für einen großen Richtbereich ausreicht. Der minimale Abstand der Stützrollenpaare beträgt dabei 420 mm und der maximale Abstand 850 mm. Würde man die Rollenzahl auf 4 erhöhen, so würde die maximale Durchbiegung bei sonst gleichen Verhältnissen stark (fast auf die Hälfte) abfallen. Verringert man hingegen die Rollenzahl, so würde zwar die maximale Durchbiegung größer werden (sich mehr als ververdoppeln), es würden aber weniger Durchbiegungen erfolgen bei gleicher Drehzahl des Rollenkorbes, was eine Verringerung der Richtgeschwindigkeit zur Folge haben würde, denn einer Erhöhung der Drehzahl der Rollenkörbe sind Grenzen gesetzt.
  • In weiterer Ausbildung der Erfindung werden zur Erweiterung des Anwendungsgebietes der Richtmaschine die das zu richtende Gut führenden Paare von Rollen in ihrem gegenseitigen Achsabstand verstellbar angeordnet.
  • Die Rollen der Rollenkörper werden zweckmäßigerweise so angeordnet, daß sie sich an zwei Reihen von auf der Achse der Rollenkörbe gelagerten Stützrollen abstützen. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn jede Stützrollenreihe als eine Abstützung zweier benachbarter Rollen eines Rollenkorbes dient. Zum Richten von profiliertem Gut werden erfindungsgemäß die entsprechend profilierten Rollen in den Rollenkörben gemeinsam oder einzeln axial verstellbar angeordnet.
  • Zwei beispielsweise Ausführungsformen einer Rollenrichtmaschine gemäß der Erfindung sind in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen erläutert.
  • Fig. 3 zeigt eine gemäß der Erfindung ausgebildete Rollenrichimaschine zum Richten von Blechen in schematischer Darstellung von der Antriebsseite her gesehen; Fig. 4 ist ein Schnitt durch die Achsebene eines Rollenkorbes; Fig. 5 zeigt eine Einzelheit; Fig.6 zeigt in einem @lxialbehnitt ein Nveiteres Ausführungsbeispiel eines Rollenkorbes; Fig. 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine gemäß der Erfindung ausgebildete Rollenrichtmaschine zum Richten von Profilstangen in Frontansicht; Fig. B zeigt ein Detail der in Fig. 7 dargestellten Maschine, nach der Linie I-I geschnitten.
  • Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 3 bis 7 sind in den Ständern 1 Fenster 2 vorgesehen, in denen geführte Einbaustücke 3 und 3' in senkrechter Richtung gegeneinander verstellbar sind: Zum Verstellen der Einbaustücke 3 und 3' dienen Schraubenspindeln 4, die sich in den in den Ständerköpfen 5 befindlichen Muttergewinden drehen können. Mit jeder Schraubenspindel 4 ist ein Schneckenrad 6 verbunden, das von einer Schneckenwelle 7 über ein (nicht dargestelltes) Getriebe von einem (ebenfalls nicht gezeigten) Motor angetrieben wird.
  • Die Einbaustücke 3 tragen den oberen Rollenkorb, während in den unteren Einbaustücken 3' der untere Rollenkorb gelagert ist.
  • In den Lagerkörben sind die Richtrollen 8, 8' in Lagern 9, 9' frei drehbar. Die Lager 9, 9' befinden sich in Lagerschilden 10, 10', die drehfest auf eine Welle 11 bzw. 11' aufgesetzt sind. Die Welle 11 ist in Lagern 12 in den Einbaustücken 3 des Ständers 1 und die Welle 11' in Lagern in den Einbaustücken 3' des Ständers 1 gelagert, so daß die Rollenkörbe gegeneinander anstellbar sind.
  • Wenn die Rollen 8, 8', wie bei den hier gezeigten Ausführungsbeispielen, sehr lang sind, so empfiehlt es sich, sie an ihren Ballen abzustützen. Diese Abstützung erfolgt bei der hier gezeigten Ausführungsform durch lose umlaufende Rollen 13, die von Stützen 14 getragen werden. Die in einer Reihe gleichachsig gelegenen Rollen 13 stützen jeweils zwei Rollen 8, 8' in einer Richtung ab, während sich jede Rolle 8; 8' auf zwei Reihen von Rollen 13 abstützt.
  • Damit die Rollen 8, 8' das zu richtende Gut nicht beschädigen, wenn sie mit diesem in Berührung kommen, können sie mit einer der Durchlaufgeschwindigkeit des zu richtenden Gutes angepaßten Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.5 werden die Rollen 8, 8' eines Rollenkorbes durch einen auf den Zapfen 8a, 8a' der Rollen 8, 8' und zwischen den Zapfen auf gleichem Teilkreisdurchmesser angeordneten Laufrollen 8b, 8b', die gleichen Durchmesser wie die Zapfen 8a, 8a' haben, aufliegenden und eine Antriebsscheibe 15 umschleißenden endlosen Riemen 16 angetrieben, wobei zum Antrieb der Scheibe 15 ein in seiner Drehzahl regelbarer Motor vorgesehen ist. Die Antriebsscheibe 15 und deren Motor sind für den unteren Rollenkorb im Ständer 1 und für den oberen Rollenkorb in einem der Einbaustücke 3, 3' gelagert und befestigt.
  • Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel sind zum Antrieb der Rollen 8, 8' Reibrollen 18 vorgesehen, die in den Hohlwellen 11 bzw. 11' drehbar gelagert sind und die sich auf den an den Lagerdeckeln vorgesehenen Dornen 17 abwälzen. Zwischen den Reibrollen 18 und den Richtrollen 8, 8' sind Hohlwalzen 19 gelagert, die reibungsschlüssig an den Rollen 8, 8' und den Reibrollen 18 anliegen und mit den Lagern 20 drehbar auf den Wellen 11 bzw. 11' aufsitzen. Diese Hohlwalzen 19 dienen zur Abstützung der Rollen 8, 8' und ersetzen somit die Stützrollen 13 der Ausführungsform gemäß den Fig. 3 bis 5. Auch bei der in den Fig. 3 bis 5 gezeigten Ausbildung der Rollenkörbe kann der Antrieb der Rollen 8, 8' mittels in den Wellen 11, 11' drehbaren Reibrollen 18 erfolgen, die in diesem Fall reibschlüssig an den Rollen 8; 8' anliegen müßten. Der Dorn 17 muß jedoch mit einem besonderen regelbaren Antrieb versehen sein, da das Verhältnis zwischen der Durchlaufgeschwindigkeit des zu richtenden Gutes und der Umlaufgeschwindigkeit der Rollen 8, 8' nicht konstant ist.
  • Die Wellen 11, 11' sind in bekannter Weise von einem Motor in entgegengesetztem Drehsinn angetrieben, und zwar über ein (nicht dargestelltes) Kammwalzengetriebe und über Gelenkspindeln 22.
  • Vor und hinter den Rollenkörben ist je ein Paar von Richtrollen 23, 23' und 24, 24' vorgesehen. Die Rollen 23 und 23' sowie 24 und 24' sind gegeneinander anstellbar. Die Einbaustücke 27, 27' sind in den Schlitzen 25, 25' und 26, 26' des Ständers 1 geführt. Die Einbaustücke 27, 27' dienen als Lager für die Richtwalzenpaare 23, 23' und 24, 24'.
  • Weiterhin sind in den Einbaustücken 27, 27' Rollen 29, 29' und 30, 30' zum Zuführen bzw. Führen des Gutes vorgesehen. Bei einer angenommenen Laufrichtung des Gutes, wie sie durch den Pfeil 31 gekennzeichnet ist, und einer durch die Pfeile 32a gekennzeichneten Umlaufrichtung der Rollenkörbe müssen die Rollen 29; 29' und 30, 30' des vor den Rollenkörben angeordneten Rollenpaares vorhanden sein, die gebremst werden und so das Gut zurückhalten, damit es nicht von den Rollen der Rollenkörbe mit deren Umlaufgeschwindigkeit mitgerissen wird. Infolge der Symmetrie des Richtsystems kann man das Material von beiden Seiten einführen (s. Pfeile 32a und 32b).
  • Bremsung der Rollen 29 und 29' sowie Antrieb der Rollen 30 und 30' erfolgen zweckmäßigerweise durch nicht dargestellte Brems- bzw. Antriebsmotoren, die auf die Rollen ein konstantes Brems-bzw. Drehmoment bei konstanter Umlaufgeschwindigkeit ausüben. Die zusammenarbeitenden Rollen 29 und 29' einerseits und 30 und 30' andererseits können dabei von je einem Motor über ein Kammwalzengetriebe gebremst bzw. angetrieben sein.
  • Anstatt die Rollen 29 und 29' sowie 30 und 30' in den Ständer 1 der Richtmaschine einzubauen, können sie auch in besonderen Ständern gelagert sein.
  • Das Gut wird in der Weise gerichtet, daß es in bestimmten zeitlichen Intervallen von jeweils einer Rolle 8 bzw. 8' des oberen bzw. unteren Rollenkorbes zwischen den Richtrollenpaaren 23, 23' und 24,24' nach unten bzw. oben durchgebogen wird. Der Abstand der beiden Richtrollenpaare 23, 23' und 24, 24' entspricht somit der Teilung T, d. h. dem Abstand der beiden äußeren von den jeweils drei eine Blechdurchbiegung bewirkenden Rollen der üblichen Rollenrichtmaschinen. Das Verhältnis der Durchlaufgeschwindigkeit des Gutes und der Umlaufgeschwindigkeit der Rollenkörbe kann so gewählt werden, daß eine jeweils gewünschte Anzahl von Durchbiegungen auf eine bestimmte Blechlänge erfolgt.
  • Bei der Rollenrichtmaschine gemäß der Erfindung kann nun die Teilung T auf baulich einfache Weise veränderlich gestaltet werden, indem man es ermöglicht, die Richtrollenpaare 23, 23' und 24, 24' senkrecht zu ihrer Achsebene zu verstellen. Das kann beispielsweise dadurch verwirklicht werden, däß man das ganze Aggregat für die senkrechte Anstellung der Richtrollenpaare zusammen mit den Einbaustücken 27 und 27' in einem gesonderten Einbaustück anordnet, das im Ständer Y in waagerechter Richtung geführt und verstellbar ist und in dem Schlitze vorhanden sind.
  • Durch die Möglichkeit, die Teilung zu verändern, wird der Bereich der noch in einer Richtmaschine bei zufriedenstellendem Richtergebnis zu bearbeitenden Blechstärken erweitert und somit das Richtvermögen vergrößert. Bei den üblichen Rollenrichtmaschinen, die aus zwei Reihen mehrerer nebeneinander angeordneter Rollen bestehen, würde es einen ganz erheblichen baulichen Aufwand bedeuten, wollte man die Teilung veränderlich machen. Infolge des der Richtmaschine nach der Erfindung zugrunde liegenden Bauprinzips bietet sich hier die Möglichkeit, die Teilung verstellbar zu machen, ohne dafür einen nahezu unerträglichen technischen Aufwand in Kauf nehmen zu müssen.
  • Ein weiterer Vorteil der Rollenrichtmaschinen gemäß der Erfindung besteht darin, daß sie wegen ihres gedrungenen Aufbaus wesentlich raumsparender sind als die üblichen Rollenrichtmaschinen und darüber hinaus als Ganzes noch einfacher aufgebaut sind.
  • In Fig. 7 ist ein Ausführungsbeispiel einer Rollenrichtmaschine gemäß der Erfindung zum Richten von Stangen mit Winkelprofil in Frontansicht gezeigt. Bei dieser Ausführungsform sind wiederum zwei Rollenkörbe mit den drei Richtrollen 8, 8' in Einbaustücken 3, 3' gelagert, die in einem Fenster 2 des Maschinenständers 1 in senkrechter Richtung gegeneinander verstellbar sind. Das Verstellen der Einbaustücke 3, 3' kann wie bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform mittels Schraubenspindeln 4 erfolgen, die sich in den in den Ständerköpfen 5 befindlichen Muttergewinden drehen können. Ein Schneckenrad 6, das über eine Schneckenwelle über ein (nicht dargestelltes) Getriebe von einem (ebenfalls nicht gezeigten) Motor angetrieben wird, ist drehfest mit jeder Schraubenspindel 4 verbunden.
  • Die Ausbildung der Lagerkörbe kann die gleiche sein wie die bei den Richtmaschinen nach den Fig. 3 bis 6. Bei diesem Anwendungsbeispiel sind die Richtkörbe fliegend gelagert.
  • Vor bzw. hinter den Rollenkörben sind die Richtrollenpaare 23,23' und 24,24' in Tragkörpern 33,33' bzw. 34, 34' gelagert. Diese Tragkörper 33, 33' und 34, 34' sind in Lagern 35, 35' und 36, 36' von Tragböcken 37 drehbar gelagert. Sie können mittels einer Spindel 43 gegeneinander verschwenkt werden, wodurch sich die gegenseitige Anstellung der Richtrollen 23, 23' und 24, 24' ändert.
  • Um die Lager 35 bzw. 35' sind weiterhin Tragkörper 38, 38' drehbar, während die Lager 36 bzw. 36' zusätzlich Tragkörper 39, 39' tragen. Auch die Tragkörper 38, 38' und 39, 39' sind mittels Spindeln 40 bzw. 40' gegeneinander verschwenkbar, wodurch sich die gegenseitige Anstellung der Führungs- bzw. Zuführungsrollen 41, 41' und 42, 42' ändert.
  • Eines der Rollenpaare 41, 41' und 42, 42', nämlich das Zuführungsrollenpaar, wird wegen Materialeinführung von Hand mit geringerer Geschwindigkeit angetrieben als das Führungsrollenpaar auf der Auslaufseite, das dem Gut die Richtgeschwindigkeit gibt. Am Zuführungsrollenpaar sind Überholkupplungen vorgesehen, damit es die Richtgeschwindigkeit der Auslaufrollen beim Erreichen dieser Rollen annehmen kann. Die Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch das Rollenpaar 23, 23' entlang der Linie I-I der Fig. 7. Die übrigen Richtrollen sowie die Zuführungs- und Richtrollen haben die gleiche der Querschnittsform des zu verarbeitenden Profilteiles entsprechende Querschnittsform wie die in Fig. 8 gezeigte.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr sind mannigfache Abwandlungen desselben möglich, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. So können beispielsweise die Rollenkörbe eine andere Anzahl von Richtrollen tragen als die bei den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen angenommene.
  • Auch können die Richtrollen mit anderen Mitteln abgestützt und angetrieben werden als den dargestellten und beschriebenen. Die Mittel zum Einstellen der Rollenkörbe der Richtrollenpaare und der Treibrollen können in beliebiger anderer geeigneter Weise ausgebildet sein.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Rollenrichtmaschine zum Richten von Blechen, Bändern, Profilen u. dgl., bestehend aus zwei Rollenpaaren zur Führung des zu richtenden Gutes und zwischen diesen Rollenpaaren achsparallel zu ihnen und in einer zu den Achsebenen der Rollenpaare parallelen Achsebene angeordneten, drehbaren Rollenkörben, in denen drehbar Rollen gelagert sind, die bei Drehung der Rollenkörbe eine wechselweise Durchbiegung des zu richtenden Gutes bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rollenkorb mit einer solchen Zahl, insbesondere mit drei Rollen bestückt ist, daß eine plastische Durchbiegung des Gutes allein von jeweils einer Rolle des einen und abwechselnd des anderen Rollenkorbes zwischen den das zu richtende Gut führenden Paaren von Rollen erreicht wird, wobei die maximal erforderliche Durchbiegung das Maß R (1-cos n ) (wobei mit R der Radius, auf dem die Rollen in den Rollenkörben angeordnet sind, und mit n die Zahl der Rollen eines Rollenkorbes bezeichnet ist) nicht überschreitet.
  2. 2. Rollenrichtmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die das zu richtende Gut führenden Paare von Rollen in ihrem gegenseitigen Achsabstand verstellbar sind.
  3. 3. Rollenrichtmaschine nach Anspruch 1, da-'durch gekennzeichnet, daß die Rollen der Rollenkörbe sich an zwei Reihen von auf der Achse der Rollenkörbe gelagerten Stützrollen abstützen.
  4. 4. Rollenrichtmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Stützrollenreihe als eine Abstützung zweier benachbarter Rollen eines Rollenkorbes dient.
  5. 5. Rollenrichtmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Richten von profiliertem Gut die entsprechend profilierten Rollen in den Rollenkörben gemeinsam oder einzeln axial verstellbar sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 507 983, 536 439; USA.-Patentschrift Nr. 2 659 993.
DESCH27642A 1960-03-24 1960-03-24 Rollenrichtmaschine zum Richten von Blechen, Baendern, Profilen u. dgl. Pending DE1140539B (de)

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