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Saldospaltenwähleinrichtung Die Erfindung betrifft eine Saldospaltenwähleinrichtung
für eine Buchungsmaschine mit mit dem Papierwagen wandernden Vertikalzählwerken
und miteinander zusammenarbeitenden, gegenseitig komplementgesteuerten Quersaldierwerken,
mit einer gemeinsamen durch Reiter gesteuerten Summenzugvorrichtung zur automatischen
Niederschrift der Salden, wobei die Querwerke von sich aus die Summenzugvorrichtung
so steuern, daß die Summe aus dem den echten Betrag enthaltenden Querwerk gezogen
wird und der Saldendruck nach Positiv- und Negativsalden getrennt in zwei Formularspalten
erfolgt.
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Solche Maschinen sind für Sechskolonnen-Kontokorrentbuchungen geeignet,
die den Neu-Saldo, getrennt nach Soll und Haben, in zwei Formularspalten schreibt.
Zur maschinenmäßigen Errechnung des Neu-Saldos benötigt die Maschine zwei gegenseitig
komplementgesteuerte Querzählwerke. Diese Zählwerke sind an sich kostspielig. Jedes.
Zählwerk verlangt zudem eigene Antriebsmittel. Die gegenseitige Komplementsteuerung
fordert ihrerseits Wechselkupplungsgetriebe innerhalb der Zählwerksantriebe, so
daß ein größerer mechanischer Aufwand entstand, der die technische Sicherheit kompliziert
und zur Verteuerung beitrug.
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Querwerkseitig konnten aus Sicherheitsgründen solche Buchungsmaschinen
höchstenfalls mit zwei Querwerksa.ntrieben ausgestattet werden. Diese Antriebe verbrauchen
bereits die beiden oben angegebenen Querwerke. Auf Erweiterung des Einsatzes solcher
Maschinen entsprechend den ständig steigernden Forderungen der Buchungstechnik mußte
verzichtet werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, bei der Sechskolonnen-Kontokorrentbuchung
die Verdoppelung der Querzählwerke, deren Antrieb und die Wechselkupplungen zu vermeiden.
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Sie benutzt für Sechskolonnen-Kontokorrentbuchungen nur ein Querzählwerk,
druckt jedoch die Neu-Salden getrennt nach Soll und Haben in zwei Spalten. Es kann
somit auf den zweiten Querwerkantrieb und seine Wechselkupplungen verzichtet werden.
Andererseits ist, sofern ein zweiter Querwerkantrieb an der Maschine an sich vorhanden
ist, ein weit größeres Einsatzgebiet dieser Maschinen gegeben, weil das zweite Antriebsrad
für z. B. ein zweites Zählwerk nach der Erfindung und somit zur Weiterverarbeitung
der gleichen oder anderer Buchungswerte zur Verfügung steht.
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Für die Vierkolonnen-Kontokorrentbuchung, bei der der Neu-Saldo in
nur einer Spalte gedruckt und Soll und Haben durch farblich unterschiedliche Drucke
gekennzeichnet wird, ist es bekannt, für die Errechnung des Neu-Saldos ein Saldierzählwerk
mit zwei Ziffernrollensätzen (Komplementsätze) zu benutzen, das eine automatisch
geschaltete Korrekturvorrichtung für die, niedrigste Rechenstelle besitzt.
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Die Erfindung benutzt ein solches Saldierwerk. Seine Schalt- und Steuermöglichkeiten
sind jedoch so erweitert, daß bei positivem Neu-Saldo der automatische Summenzug
aus. dem Saldierwerk im Anschluß an den Alt-Saldo-Vortrag unmittelbar einsetzt und
der Saldodruck in der Neusaldo-Soll-Spalte erfolgt, wogegen bei negativem Neu-Saldo
zunächst die Tabuliervorrichtung der Maschine eingeschaltet und die Neusaldo-Soll-Spalte
übertabuliert und der Summenzug erst danach eingesetzt wird, so daß dieser Neu-Saldo
in der Neu-Saldo-Haben-Spalte geschrieben wird.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein
Quersaldierwerk mit zwei Ziffernrollensätzen entsprechend seinem Zählwerksinhalt
über eine Stange die Vorrichtung zum Einschalten des Saldensummenzuges und -druckes
derart voreinstellt, daß entweder zunächst die Tabulier= vorrichtung und danach
die Summenzugvorrichtung wirksam wird oder daß die Tabuliervorrichtung überhaupt
abgeschaltet wird.
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Hierzu ist die Einrichtung zum Einschalten des Summenzuges mit einer
umsteuerbaren Wippe ausgerüstet, die wahlweise entweder die Tabuliervorrichtung
oder die Summenzugvorrichtung einschaltet und dessen Schaltgestänge wahlweise von
der vom Quersaldierwerk bedienbaren Steuereinrichtung trennbar ist.
In
den Zeichnungen ist beispielsweise. eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung
dargestellt und zwar zeigt Abb. 1 eine linke Seitenansicht einer Buchungsmaschine,
Abb. 2 schaubildlich die Vorwähl- und Summenzugeinschaltmittel, Abb. 3 die Vorderansicht
dieser Mittel, Abb. 4 die Draufsicht auf die Tabulier- und Summenzugeinschalttasten
und auf die diese betätigenden Vorwähl- und Einschaltmittel, Abb. 5 eine Buchungsaufgabe,
Abb. 6 bis 9 der den einzelnen Buchungszeilen entsprechende Zählwerksinhalt schematisch
dargestellt. Die Erfindung ist nachfolgend im Zusammenhang mit einer bekannten Buchungsmaschine
mit selbsttätiger, dezimalstellenweise arbeitender Summenzugvorrichtung an Hand
einer Buchungsaufgabe beschrieben. Die Konten der einzelnen Spalten 1 bis VI sind
in diesen Spalten einzeln zugeordneten, auf der Zählwerksaufhängeschiene 1 (Abb.
1) des Papierwagens 2 befestigten Vertikalzählwerken 3 vertikal addierbar. Die Queraddition
jeder Buchungszeile findet in einem Quersaldierwerk 4 statt, das auf einem Horizontalschlitten
5 sitzt, der sich durch ein geeignetes Mitnahmegestänge an jedem Vertikalzählwerk
dezimalstellengleich an- und abhängt. Den Vertikalzählwerken 3 gegenüber sitzen
auf einer Reiterschiene 6 des Papierwagens 2 Reiter 7, die sowohl eine von der Dezimaltabulatortastatur
der Maschine einleitbare Tabulierlinksbewegung des Papierwagens 2 begrenzen als
auch eine Streckenüberspringvorrichtung zum Überspringen der Kommastellen der Zählwerke
3, 4 bedienen. Die Reiter 7 der den Spalten III und IV zugeordneten Vertikalzählwerke
kuppeln außerdem - wie ebenfalls bekannt - eine Halbtourenkupplung 8 (Abb. 1, 2)
mit dem Antrieb der Maschine. Die Halbtourenkupplung 8 schaltet ihrerseits-.wie
noch näher erläutert wird-wahlweise die elektrische Tabuliervorichtung oder die
Summenzugvorrichtung ein. Die Wahl der Einschaltung der einen oder anderen Vorrichtung
regelt das Quersaldierwerk 4. Es besitzt einen Positivziffernrollensatz 9 (Abb.
2) und einen Negativziflernrollensatz 10. Auf letzterem ist das Komplement
eines vom Positivziffernrollensatz 9 angezeigten Positivwertes ablesbar. Demgegenüber
werden Negativwerte in positiver Form vom Negativziffernrollensatz 10 angezeigt,
wobei das Komplement auf dem Positivziffernrollensatz 9 erscheint. Um die Positivform
sowohl von Positiv- als auch von Negativsalden durch Summenzug aus dem Quers.aldierwerk
4 auf dem Formular, und zwar in Spalte V oder VI, automatisch zu drukken, besitzt
das Quersaldierwerk 4 eine Vorrichtung zur Addition der »flüchtigen Eins«, die beim
überschreiten der Kapazität des Quersaldierwerkes 4 vom positiven in den negativen
Stand und umgekehrt selbsttätig in Tätigkeit tritt.
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Der Neu-Saldo ist gemäß dem gewählten Buchungsbeispiel (Abb. 5) spaltenmäßig
nach Soll und Haben getrennt entweder in der Spalte V oder VI niederzuschreiben.
Da der Neu-Saldo, gleichgültig ob er positiven oder negativen Charakter trägt, in
einem einzigen Quersaldierwerk 4 errechnet wird und der Neu-Saldosummenzug vollautomatisch
abläuft, wählt das Quersaldierwerk 4 von sich aus diejenige Spalte V oder VI des
Formulars aus, in der der Neu-Saldo abgedruckt wird. Die Einschaltung des Summenzuges
des Neu-Saldos erfolgt, sobald der alte Saldo-Soll, und zwar dessen letztere Ziffer
in das Vertikalzählwerk 111 bzw. der alte Saldo-Haben in das Vertikalzählwerk
IV gebucht worden ist, in der Weise, daß der zugehörende Reiter 7 auf Einschaltmittel
11, 12 (Abb.1) einwirkt und die Stange 13 nach links (Abb. 1) gezogen wird. Ihr
Fanghaken 14 gibt dabei die Kupplungsklinke 15 (Abb. 1, 2) frei, die sich nun in
das sich dauernd mit der Hauptwelle 16 im Uhrzeigersinn drehende Kupplungsrad 17
einkuppelt und ihre Exzenterscheibe 18 im Drehsinn der Hauptwelle 16 mitnimmt. Die
Kupplungsklinke 15 wird nach Durchlauf einer Halbkreisdrehung zunächst vom Fangarm
19 der Stange 13 abgefangen und aus dem Kupplungsrad 17 ausgekuppelt, um, nachdem
der Papierwagen 2 einen Linksschaltschritt durchgeführt hat und die Einschaltmittel
11, 12, 13 vom Reiter 7 freigegeben und in die Ausgangslage zurückgekehrt sind,
erneut in das Kupplungsrad 17 einzukuppeln und die Exzenterscheibe 18 weiter im
Uhrzeigersinn zu drehen. Dabei wirkt die Nase 18 a der Exzenterscheibe 18 auf die
Rolle 20 eines um die Achse 21 schwenkbaren Rollenhebels 22 ein und schwenkt diesen
im Uhrzeigersinn aus. Der Rollenhebel 22 schaltet dabei wahlweise entweder die elektrische
Tabuliervorrichtung oder die Summenzugeinrichtung der Maschine ein. Zu diesem Zweck
ist folgende Vorwähleinrichtung vorgesehen. Einrichtung zur Vorwahl der selbsttätigen
Einschaltung der Tabulierung bzw. des Neusaldensummenzuges Auf einer Umwicklung
22a des Rollenhebels 22 (Abb.1, 2,4) ist um eine dort eingeschraubte Ansatzschraube
23 eine Wippe 24 schwenkbar angeordnet. Sie besitzt einen Bogenschlitz 25, der von
einer zweiten Ansatzschraube 26 durchragt wird. Eine Zugfeder 27 schwenkt die Wippe
24 im Uhrzeigersinn und bringt das rechte Bogenschlitzende an der Schraube 26 zum
Anschlag. Die Wippe 24 weist einen nach oben gewinkelten Lappen 28 mit einer linken
Nase 29 auf. Sie liegt normalerweise über einen Dezimaltabulatorhebel 30, bei dessen
Betätigung die elektrische Tabuliervorrichtung eingeschaltet und die Tabulierbewegung
des Papierwagens 2 dann abgefangen wird, wenn die links der höchsten Rechendezimale
gelegenen Platinenstelle des übernächsten rechten Vertikalzählwerkes (z. B. Vertikalwerk
V) in Rechenstellung steht. Die elektrische Tabuliervorrichtung selbst ist bekannt
und hier nur so weit behandelt, wie es das Verständnis der Erfindung erfordert.
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Die Wippe 24 besitzt einen rechten Arm 31, der nach entsprechender
Umsteuerung der Wippe 24 über über einer Klinke 32 des Summenzugeinschalthebels
33 zu liegen kommt. An der Wippe 24 ist ein zweiter Lappen 34 nach oben umgewinkelt.
Ihn umgreift ein Maul 35 eines Steuerhebels 36, der um eine Ansatzschraube 37 des
Rechenwerkes 38 der Maschine schwenkt (Abb. 1, 2). Der Steuerhebel 36 ist an einer
Zugstange 39 angelenkt, die mittels eines Längsschlitzes 40 auf einer Schraube 41
am Rechenwerk horizontal verschiebbar ist. Mit der Zugstange 39 ist durch die Schraube
42 ein Zwischenhebel 43 gelenkig verbunden. Er lagert auf einer weiteren Rechenwerksschraube
44. In einem Längsschlitz 45 des Zwischenhebels 43 greift ein abgekröpfter Finger
46 eines Steuerstückes 47 hinein, das um eine Ansatzschraube
48
am Rechenwerk 38 schwenkt. Das Steuerstück 47 besitzt einen linken, in eine dachförmige
Nase 49 auslaufenden Arm 50, der von einer am Vertikalzählwerk 3, das der Formularspalte
VI (Abb. 6 bis 9) zugehört, angeordneten Steuerschiene 51 steuerbar ist.
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Das linke Ende 52 der Zugstange 39 ist hakenartig ausgebildet. Mit
diesem Haken 52 greift die Zug-Stange 39 über einen ebensolchen Haken 53a einer
zweiten Zugstange 53. Diese ist an einem zweiten, mittels der Schraube 54 schwenkbar
am Rechenwerk 38 angeordneten Steuerstück 55 angelenkt. Das Steuerstück 55 besitzt
einen rechten, gleichfalls in eine dachartige Nase 56 auslaufenden Arm 57, auf dem
eine am Vertikalzählwerk 3, das der Formularspalte V (Abb. 6 bis 9) zugehört, vorgesehene
Steuerschiene 58 einwirken kann. Die Zugstange 53 ist außerdem mit einem Längsschlitz
59 versehen, in dem ein Stift 60 hineinragt, der in einem Steuerhebel 61 eingenietet
ist. Dieser Steuerhebel 61 schwenkt um eine Lagerschraube 62 des Rechenwerkes 38.
Sein rechter Arm besitzt eine Schräge 63, mit der eine Nase 64 einer am Quersaldierwerk
4 schwenkbar lagernden Klinke 65 zusammenwirken kann. Die Klinke 65 ist auf bekannte
Art und Weise von der höchsten Rechendezimale des Quersaldierwerkes 4 dann steuerbar,
wenn die Kapazität des Quersaldierwerkes 4 unter- und überschritten, d. h. wenn
von einem im Quersaldierwerk 4 enthaltenen Positivwert ein größerer Negativwert
subtrahiert wird und umgekehrt. In diesen Fällen wechselt die Positivanzeige vom
Positivziffernrollensatz 9 auf den Negativziffernrollensatz 10 und umgekehrt über.
Gleichzeitig wird dabei vom Steuerhebel 61 die Addition der sogenannten »flüchtigen
Eins« auf die niedrigste Dezimale des Quersaldierwerkes vorbereitet. Die Vorbereitung
und die Durchführung der Addition der flüchtigen Eins sind bekannt, so daß sich
ein näheres Eingehen auf diese Funktion erübrigt. Wirkungsweise der Vorwähleinrichtung
Die Vorwählung ist nachfolgend an Hand der Buchungsaufgaben gemäß Abb. 5 beschrieben,
wobei auf die nähere Definition der Buchungen und der benötigten Maschinenrechen-
und Steuerfunktionen selbst verzichtet wird. Sie überschreiten den Rahmen des Normalen
bei Arbeiten mit solchen Buchungsmaschinen nicht.
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Bekanntlich kuppeln die Vertikalzählwerke 3 (Abb. 1), wenn sie für
die einzelnen Formularspalten von Hand oder selbsttätig in Arbeitsstellung tabuliert
werden, den Querwerksschlitten 5 einzeln an sich an, so daß das Quersaldierwerk
4 dezimalstellengleich in Bereitschaft zu seinem Rechengetriebe des Rechenwerkes
38 fährt und dort die in den einzelnen Vertikalzählwerken eingerechneten Spaltenbuchungswerte
zeilenmäßig gesammelt werden.
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In Zeile a (Abb. 5, 6) ist gemäß der Buchungsaufgabe Spalte 1I ein
Umsatz-Haben von »30,00« und in Spalte III ein Alt-Saldo-Soll von »100,25« zu buchen.
Im Quersaldierwerk 4 errechnet sich ein Neu-Saldo-Soll von »70,25«. Dieser Betrag
wird in Positivform von dem Positivziffernrollensatz 9 angezeigt. Der üblicherweise
durch die Buchung der »5« der Hundertsteldezimale des Alt-Saldo-Solls von »100,25«
ausgelöste Linksschaltschritt des Papierwagens steuert mittels des dem Vertikalzählwerk
der Spalte III zugeordneten Reiters 7 (Abb. 1) die Einschaltmittel 11, 12, 13 in
der eingangs beschriebenen Weise, so daß die Kurvenscheibe 18 mit der Hauptwelle
16 gekuppelt und der Rollenhebel 22 im Uhrzeigersinn ausgeschwenkt wird.
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Seine Wippe 24 drückt dabei mit ihrer Nase 29 den Dezimaltabulatorhebel
30 nieder, wodurch in der bei solchen Buchungsmaschinen üblichen Weise die elektrische
Tabuliervorrichtung eingeschaltet wird und der Papierwagen 2 nach links fährt, bis
er in der Platinenstelle der linken Seitenplatine des Vertikalzählwerkes der Spalte
V abgefangen wird. In der Platinenstelle kuppelt sich der Querwerksschlitten 5 bereits
am Vertikalzählwerk der Spalte V an.
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Kurz bevor das Vertikalwerk der Spalte V mit seiner linken Platinenstelle
in die Arbeitsstelle (Maschinenmitte) einfährt, läuft dessen Steuerschiene 58 auf
die Nase 56 des Hebels 55 auf und verschwenkt diesen im Uhrzeigersinn. Dabei wird
die Zugstange 53 und durch die Hakenverbindung 52, 53a die Zugstange 39 nach links
gezogen. Die Zugstange 39 schwenkt ihrerseits den Zwischenhebel 36 entgegen dem
Uhrzeiger aus, dessen Maul 35 dabei die Wippe 34 im Uhrzeigersinn (Abb. 2, 3, 4)
um die Schraube 23 schwenkt. Demzufolge verläßt die Nase 29 des Lappens 28 der Wippe
24 den Dezimaltabulatorhebel 30, und der Arm 31 der Wippe 24 tritt über die Klinke
32 des Summenzugeinschalthebels 33.
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Beim Einfahren der linken Platinenstelle des Vertikalzählwerkes der
Spalte V wirkt der dem Vertikalzählwerk der Spalte IV zugehörende Reiter 7 erneut
auf die Einschaltmittel 11, 12, 13 ein, wodurch die Kupplung 15, 16, 17 erneut geschlossen
und von der Kurvenscheibe 18 der Rollenhebel 22 nochmals im Uhrzeigersinn ausgeschwenkt
wird. Seine Wippe 24 drückt dabei mittels ihres Armes 31 den Summenzugeinschalthebel
33 nieder, wodurch die Summenzugvorrichtung der Maschine in Tätigkeit gesetzt und
das Quersaldierwerk 4 dezimalstellenweise leer geschrieben wird. Die Nullen in den
Dezimalen links vom Neu-Saldo-Soll »70,25« werden durch eine übliche Nulldruckverhinderungseinrichtung
vom Abdruck ausgeschlossen. Am Ende des Summenzuges wird die Klarprüfeinrichtung
selbsttätig wirksam und der Klarstern gedruckt, wonach sich automatisch der Papierwagenaufzug
anschließt.
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Sobald die Steuerschiene 58 des Vertikalwerkes der Spalte V den Hebel
56, 55 verläßt, kehren die Teile 55, 53, 39, 36, 24 in die Ausgangsstellung zurück,
und die Wippe 24 legt sich mit ihrer Nase 29 wieder über den Dezimaltabulatorhebel
30.
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Beim Wagenaufzug wird das Formular (Abb.5) gleichzeitig um eine Zeile
weitergeschaltet. In Zeile b wird in Spalte 1I ein Umsatz-Haben von »100,00« und
der Alt-Saldo-Soll-Vortrag »70,25« gebucht. Im Quersaldierwerk 4 findet dabei Kapazitätsunterschreitung
unter Null statt, so daß bekanntlich durch fortlaufende Zehnerübertragung bis zur
höchsten Rechendezimale diese von »0« auf »9« geschaltet wird. Dabei wird die Klinke
65 am Quersaldierwerk von einem Stift des Hauptantriebsrades der höchsten Zählwerksdezimale
- wie an sich bekannt - im Sinne des Uhrzeigers geschwenkt, so daß ihre Nase 64
in die Horizontalebene der Schräge 63 des Steuerhebels 61 gelangt. Wenn sich demzufolge
nach der Buchung des Alt-Saldo-Solls »70,25« der Querwerksschlitten 5 vom Vertikalzählwerk
der Spalte 111
abkuppelt und in Grundstellung nach rechts fährt, läuft die
Nase 64 (Abb. 2) der Klinke 65 des Ouersaldierwerkes
4 auf die
Schräge 63 des Steuerhebels 61 auf und schwenkt ihn entgegen dem Uhrzeiger aus (Abb.
3, strichpunktiert dargestellt). Dabei wird die Zugstange 53 im Uhrzeigersinn bewegt
und die Hakenverbindung 52, 53a geöffnet.
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Der der Buchung der »5« des Alt-Saldo-Solls »70,25« zwangläufig folgende
Linksschaltschritt des Papierwagens schaltet - wie vorher an Hand der Buchungen
der Zeile a beschrieben - die Kupplung 15 bis 18 ein, wodurch über den Rollenhebel
22 und seiner Klinke 24, 29 die elektrische Tabulierung eingeschaltet wird, die
zunächst - wie vordem - in der linken Platinenstelle des Vertikalwerkes der Formularspalte
V beendet wird. Dabei fährt die Steuerschiene 58 wieder auf die Nase 56 des Steuerstückes
55 auf und verschwenkt dieses im Uhrzeigersinn. Durch dieses wird die Zugstange
53 nach links gezogen. Da vorher eine Trennung der Hakenverbindung 52,
53a durch den Steuerhebel 61 vorgenommen wurde, kann die Zugstange 39 nicht
mit nach links genommen werden. Die Zugstange 39 sowie der Steuerhebel 36 bleiben
demzufolge in ihrer Normalstellung (Abb. 4).
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Beim Einfahren der linken Platinenstelle des Vertikalzählwerkes der
V. Spalte in Arbeitsstellung wirkt der zugehörende Reiter 7 wiederum auf die Einschaltmittel
11, 12, 13 ein, wodurch die Kupplung 15, 16, 17 erneut geschlossen und von der Kurvenscheibe
18 der Rollenhebel 22 ausgeschwenkt wird.
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Durch seine Umsteuerung leitet der Steuerhebel 61 gleichzeitig die
automatische Addition der »flüchtigen Eins« auf die letzte Rechenstelle des Quersaldierwerkes
4 ein. Der Negativziffernrollensatz 10 zeigt danach den Neu-Saldo-Haben »29,75«
in Positivform an, wogegen das. entsprechende Komplement im Positivziffemrollensatz
steht.
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Die vorgenannte Ausschwenkung des Rollenhebels 22 bewirkt über die
Wippe 24, 29 das nochmalige Niederdrücken des Dezimaltabulatorhebels 30,
so daß die elektrische Tabuliervorrichtung erneut eingeschaltet wird. Der Papierwagen
2 fährt weiter nach links, bis er in der Platinenstelle der linken Seitenplatine
des Vertikalzählwerkes der Spalte VI abgefangen wird.
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In dieser Stelle ist die Steuerschiene 51 des Vertikalwerkes
der Spalte VI auf die Nase 49 des Steuerstückes 47 aufgelaufen und hat dieses im
umgekehrten Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei das Teil 43 im Uhrzeigersinn ausgeschwenkt
und die Zugstange 39 nach links bewegt wird. Sie steuert über den Hebel 36 und die
Wippe 24 die Klinke 32 des Summenzu.geinschalthebels 33.
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Der dem Vertikalzählwerk der Spalte V zugehörende Reiter 7 wirkt auf
die Einschaltmittel 11,12,13
ein, wodurch über die Kupplung 15, 16, 17 und
die Kurvenscheibe 18 der Rollenhebel 22 ausgeschwenkt wird. Hierbei wird von dem
Arm 31 der Wippe 24 des Rollenhebels 22 der Summenzugeinschalthebel 33 nach unten
gedrückt, wodurch die Summenzugvorrichtung in Tätigkeit versetzt, das Quers.aldierwerk
dezimalstellenweise leer geschrieben und nach der Klarprüfkontrolle der Wagenaufzug
eingeschaltet wird. Bei den Buchungen in Zeile c läuft, sobald die letzte Zier »5«
des Alt-Saldo-Habens »29,75« verrechnet und die Schrittschaltung erfolgt, die Steuerschiene
58 des Vertikalwerkes der Spalte V auf das Steuerstück 56, 55 auf, wodurch - wie
oben beschrieben - die Wippe 24 umgesteuert wird und mit ihrem Arm 31 den Summenzugeinschalthebel
32, 33 betätigt, sobald der Rollenhebel 22 - wie vorbeschrieben - ausgeschwenkt
wird.
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In Zeile d ist dagegen vom Quersaldierwerk 4, 65 aus die Hakenverbindung
52, 53a - wie schon zu Zeile b gesagt - unterbrochen, so daß zunächst die
Tabulierung in die Spalte VI erfolgt, bevor der Summenzug einsetzt.
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Die neuen Salden werden somit, obwohl deren Soll und Haben beidesmal
in Positivform von einem einzigen Quersaldierwerk 4 angezeigt und aus ihm
Summe gezogen wird, zweispaltig getrennt nach Soll und Haben auf dem Formular geschrieben.